DE53578C - Neuerungen an der unter Nr. 37917, 43 774 und 44 709 patentirten Dampfscheere, Niet-, Prefs- und Lochmaschine. (4 - Google Patents
Neuerungen an der unter Nr. 37917, 43 774 und 44 709 patentirten Dampfscheere, Niet-, Prefs- und Lochmaschine. (4Info
- Publication number
- DE53578C DE53578C DENDAT53578D DE53578DA DE53578C DE 53578 C DE53578 C DE 53578C DE NDAT53578 D DENDAT53578 D DE NDAT53578D DE 53578D A DE53578D A DE 53578DA DE 53578 C DE53578 C DE 53578C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- steam
- pressure
- piston
- cylinder
- lever
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000004080 punching Methods 0.000 title description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims description 6
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 5
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 230000000881 depressing effect Effects 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D—PLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D15/00—Shearing machines or shearing devices cutting by blades which move parallel to themselves
- B23D15/12—Shearing machines or shearing devices cutting by blades which move parallel to themselves characterised by drives or gearings therefor
- B23D15/14—Shearing machines or shearing devices cutting by blades which move parallel to themselves characterised by drives or gearings therefor actuated by fluid or gas pressure
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um bei'der unter Nr. 37917 (Haupt-Patent)
sowie Nr. 43774 und 44709 (Zusatz-Patente) patentirten Dampfscheere, Niet-, Prefs- oder
Lochmaschine mit Wasserdruckübersetzung, welche nur Handsteuerung hat, ein selbstthätiges
Umsteuern bezw. Bewegen des Dampfsteuerventils in bestimmte Stellungen zu bewirken,
sowie um bei denselben mit beliebig bestimmbaren Druckspannungen und mit beliebig
grofsen Druckwassermengen arbeiten zu können, dienen folgende auf beiliegender Zeich-•
nung in Fig. 1 bis 4 dargestellte Neuerungen.
Es nimmt besonders beim Schneiden und Lochen warmer Materialien während des
Schnittes der zu trennende Querschnitt und also auch der Kraftverbrauch nach und nach
ab; es kann demnach auch die Spannung des die Werkzeuge F mit Hülfe der Wasserdruckübersetzung
treibenden Dampfes im grofsen Dampfcylinder A entsprechend abnehmen. Diesem Zweck dient der mit dem Dampfsteuerhebel
α in Fig. 1 und 2 verbundene zweiarmige Hebel /. Der eine Arm dieses Hebels
ist säbelartig gebogen und gleitet in der mit einer festen und einer verstellbaren Rolle versehenen
Traverse m, die ihrerseits durch Zugstangen mit dem Stöfsel E verbunden ist und
die Bewegungen desselben mitmacht. Der andere Arm des Hebels / ist durch geeignete Schärnierverbindungen
an das Dampfsteuerventil angeschlossen.
Wird nun durch Niederdrücken des Dampfsteuerhebels α der Dampfzutritt zum grofsen
Dampfcylinder A geöffnet, 'so geht der Kolben desselben aufwärts und drückt mittelst des
durch die Kolbenstange B verdrängten Wassers den Stöfsel E nebst der damit verbundenen
Traverse abwärts. Dabei gleitet die feste Rolle der letzteren an der einen Seite des Säbelhebels
/ und zieht infolge der Form dieses Hebels den mit Ueberdeckung arbeilenden
Dampfschieber b wieder hoch, drosselt also nach Beginn des Schnittes den nach dem
Dampfcylinder A gehenden Dampf, sperrt ihn sodann ab, so dafs er nur noch durch ExV,
pansion arbeitet, und steuert endlich bei Vollendung des Schnittes selbsttätig ganz um,
öffnet also den Dampfkanal für die Ausströmung. Umgekehrt gleitet beim Rückgang der
Theile die verstellbare Rolle an der anderen Seite des Säbelhebels /. Ist dieselbe weit gestellt, so wird der Dampfschieber b so weit
nach unten gedrückt, bis die Ausströmung geschlossen ist.
Da inzwischen der grofse, durch sein Eigengewicht frei fallende Dampfkolben noch nicht
ganz in seiner untersten Stellung angelangt ist, so bildet der durch das Steuerventil b abge-
(2. Auflage, ausgegeben am 3. Mai i8g8.)
schlossene Ausströmdampf einen elastischen Buffer für den Dampfkolben.
Gleichem Zwecke dient aufserdem der in Fig. 2 im Schnitt gezeichnete Gegenkolben H,
welcher genau in die entsprechend gebohrte Aussparung des Dampfkolbens pafst und beim
Fallen ein durch die Höhe dieser Aussparung bestimmtes Quantum des ausströmenden Dampfes
einschliefst, welcher dann gleichfalls als elastischer Buffer wirkt.
Wird die lose Rolle enger gestellt, ,so wird natürlich der Dampfschieber b noch weiter
nach unten gedrückt und der Kanal wieder für Dampfeintritt geöffnet, also ganz selbstthätige
Steuerung bewirkt.
Beim Zusammendrücken von Materialien, also bei der Anwendung der Dampfscheere mit
Wasserdruckübersetzung als Presse, Nietmaschine ■u.s.w. steigt, entgegen dem Vorgang beim
Schneiden und Lochen, der Widerstand, also auch der Druck, und erreicht jedesmal das
durch die vorhandene Dampfspannung gegebene Maximum. Um hierbei nun den Druck und
demgemäfs auch den Dampfverbrauch genau nach dem Erfordernifs der gerade vorliegenden
Arbeit zu reguliren bezw. auf bis zum Maximum beliebig bestimmbare Höhe vorher einzustellen,
dient der in Fig. 3 und 4 dargestellte, am Hebel α ebenfalls an die Centralsteuerung
angeschlossene Winkelhebel η in Verbindung mit dem kleinen, unter gleichem
hydraulischen Druck wie der Prefskolben D stehende Kolben 0. Letzterer drückt auf das
kurze Ende des Winkelhebels η und hebt beim Steigen des Druckes im Prefscylinder D auf
bestimmte Höhe den langen Arm des Winkelhebels und damit auch den Dampfsteuerhebel a
und das Ventil b hoch und steuert somit selbstthätig um. Zur beliebigen Veränderung der
Druckhöhe dient das auf dem langen Arme des Winkels η verschiebbare Gegengewicht p.
Bei erforderlichem höchsten Druck wird die Dampfspannung im Dampfcylinder A bis zum
Maximum steigen; bei geringerem Druck arbeitet der Dampf mit Expansion und wird der Einlafsschieber
b umgesteuert, sobald die für den eingestellten Druck erforderliche Dampfspannung
erreicht ist.
Beim Pressen von Hohlkörpern etc. kommt
es vor, dafs der Oberstempel sich so fest in die geprefsten Gegenstände einklemmt, dafs der
im Gegencylinder G erreichbare und für das normale Heben genügende Dampfdruck nicht
ausreicht. Es ist dabei aber nur für den Anfang des Zurückgehens des Stöfsels D ein
wesentlich erhöhter Druck nothwendig. Zur Erzeugung dieses erhöhten Anfangsdruckes dient
der ebenfalls mit der Centralsteuerung verbundene, in den Fig. 3 und 4 dargestellte kleinere
Dampfcylinder J und der kleine hydraulische Cylinder K. Ersterer, in seinen wesentlichen
Theilen genau mit dem grofsen Dampfcylinder A übereinstimmend, erhalt ebenfalls nur Unter- ■
dampf, und zwar durch den gleichen Dampfkanal und *in demselben Momente wie der
Gegencylinder G; nur erzeugt er infolge der WasserdruckUbersetzung in dem kleinen hydraulischen
Cylinder K einen um das Uebersetzungsverhällnifs vergröfserten Druck und hebt, da
sich in der tiefsten Stellung des Stöfsels E die obere Traverse m desselben auf den Kolben
des hydraulischen Cylinders A." aufsetzt, den Stöfsel E mit seinem Werkzeuge F aus dem
geprefsten Hohlkörper.
Ferner ist beim Pressen etc. infolge der eintretenden
Drucksteigerung die in Fig. 1 und 2 dargestellte Umsteuerung nicht immer anwendbar.
Es ist vielmehr, zumal beim Pressen von Hohlkörpern oder bei vorgeschriebenem Wege
des Stöfsels E, nöthig, den Dampfkolben des Cylinders A bis in seine höchste Stellung gehen
zu lassen und dann plötzlich umzusteuern. Dazu dient die auch als Sicherheitssteuerung
gegen das Durchschlagen des Dampf kolbens durch den Cylinderdeckel bei etwa während
des Arbeitens eintretenden Undichtigkeiten in der Prefswasserleitung wirkende, in Fig. 2 dargestellte
und ebenfalls mit der Centralsteuerung verbundene Einrichtung.
Auf dem Deckel des Dampfcylinders A ist ein Hebel q angeordnet, welcher mit einem
durch den Deckel reichenden Steuerstift r verbunden ist. Geht nun der Dampfkolben des
Cylinders A bis zu seiner höchsten Stellung, so hebt derselbe selbsttätig den Steuerstift r
und infolge der Verbindung desselben mit den Hebeln q und α den Dampfschieber b so lange
hoch, bis der Dampf kanal für den Austritt geöffnet ist und alsdann der Dampf kolben in
seine untere Stellung zurückgeht. Da durch die Wirkungsweise dieser Umsteuerung der
Dampfsteuerhebel α nur bis an seine im Haupt-Patent Nr. 37917 eingehender dargestellte mittlere Stellung bewegt wird, so hat sich in dieser
Stellung auch das im Wasserreservoir befindliehe Ventil geöffnet, und es füllt sich der
durch das Sinken des Dampf kolbens und seiner Kolbenstange B im Cylinder C erzeugte Hohlraum
aus dem Reservoir h mit Wasser, während der Stöfsel E, da der Gegencylinder G
noch keinen Dampf erhielt, ruhig in seiner durch den vorhergegangenen Druck bestimmten
Stellung verbleibt. Wird nun der Dampfsteuerhebel a, statt nach oben, nochmals in
seine untere Stellung bewegt, so schliefst sich zunächst das Ventil g, und durch den neu eintretenden
Dampf in A wird ein gleiches Quantum Wasser nach dem hydraulischen Cylinder!)
geprefst, und zwar immer nur mit der durch den im hydraulischen Cylinder notwendigen
Druck erforderlichen Dampfmenge im Cylinder^!. Durch entsprechende Wiederholung dieses Vor-
ganges, also durch additionelles Drücken, ist es möglich, mit verha'ltnifsmüfsig kleinem Dampfcylinder
A doch einen beliebig grofsen Weg unter hohem Druck im hydraulischen Cylinder D
zu erreichen, allerdings nur mit den durch das Heruntergehen des Dampf kolbens nothwendigen
Druckpausen.
Claims (3)
1. Die selbstthiftige Steuerung bczw. Verschiebung
des Dnmpfsletierventils mittelst eines
..;■ sa'belnrtig gebogenen und durch den abwärts
gehenden Stöfsel bewegten Hebels, wodurch eine genaue, der Abnahme des
zu schneidenden oder zu lochenden Querschnittes folgende Absperrung des Arbeitsdampfes und dadurch Expansion desselben
erreicht wird. ■
2. Die einstellbare Bewegungsrolle des aufwärts gehenden Stöfsels in Verbindung mit dem
säbelartig gebogenen Hebel und dem Gegenkolben H, wodurch der unter dem Haupt-·
■ kolben ausströmende Dampf allmälig abgesperrt
und so ein lautloses und stofsfreies Ankommen des durch sein eigenes Gewicht
frei fallenden Kolbens bewirkt werden kann.
3. Die bis zum Maximum auf beliebig hohen vorher bestimmten Druck einstellbare Druckregelvorrichtung,
bestehend aus einem Winkelhebcl mit Reglergewicht und einem vom Druckwasscr bewegten Steuerkolben,
welcher bei Erreichung des eingestellten Druckes selbsttätig umsteuert und so dazu
dient, die Arbeiten, die geringeren Druck erfordern, auch mit entsprechend geringerem
Dampfverbrauch zu arbeiten. Die Erweiterung· der Steuerung dahin, dafs
gleichzeitig mit dem Gegencylinder G ein fernerer Cylinder Dampf erhält, dessen
Kolbenstange Druckwnsser in einen kleinen hydraulischen Cylinder preist, während auf,
den Kolben des letzteren sich in ihrer tiefsten Stellung die obere Traverse des Stöfsels stützt und dadurch beim Rückgänge
des Stöfsels mit entsprechend hohem An-. langsdruck gehoben wird, zum Zwecke des
Lösens festgeklemmter Stempel beim Pressen vertiefter Gegenstände.
Die selbsttätige Sicherheitsumsteuerung, bestehend aus einem durch den Cylinderdeckel reichenden Steuerstift, der durch Hebel und Scharnier mit dem Dampfschieber b verbunden ist und durch den hochgehenden Dampfkolben des grofsen Dampfcylinders am Ende seines Weges gehoben wird und damit den Schlufs des Dampfeintrittes sowie den Dampfaustritt bewirkt, in Verbindung mit der patentirten Gesammtsteuerungsanordnung, um durch wiederholtes Zurückbewegen des Schiebers b mehrere Hübe hinter einander oder einen hydraulischen Druck auf beliebig langem Wege zu erzielen.
Die selbsttätige Sicherheitsumsteuerung, bestehend aus einem durch den Cylinderdeckel reichenden Steuerstift, der durch Hebel und Scharnier mit dem Dampfschieber b verbunden ist und durch den hochgehenden Dampfkolben des grofsen Dampfcylinders am Ende seines Weges gehoben wird und damit den Schlufs des Dampfeintrittes sowie den Dampfaustritt bewirkt, in Verbindung mit der patentirten Gesammtsteuerungsanordnung, um durch wiederholtes Zurückbewegen des Schiebers b mehrere Hübe hinter einander oder einen hydraulischen Druck auf beliebig langem Wege zu erzielen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53578C true DE53578C (de) |
Family
ID=328224
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53578D Expired - Lifetime DE53578C (de) | Neuerungen an der unter Nr. 37917, 43 774 und 44 709 patentirten Dampfscheere, Niet-, Prefs- und Lochmaschine. (4 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53578C (de) |
-
0
- DE DENDAT53578D patent/DE53578C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1527007B1 (de) | Blechschere mit einem geraden und einem gebogenen Messer | |
| DE53578C (de) | Neuerungen an der unter Nr. 37917, 43 774 und 44 709 patentirten Dampfscheere, Niet-, Prefs- und Lochmaschine. (4 | |
| DE1293035B (de) | Hydraulisches Fernsteuerungsgestaenge, insbesondere zum Betaetigen elektrischer Schliessschalter | |
| DE37917C (de) | Dampfscheere mit Wasserdruckübersetzung | |
| DE611001C (de) | Kurbelstrangpresse | |
| DE1907788C3 (de) | Steuerventileinrichtung für einen Druckluftnagler | |
| DE121090C (de) | ||
| DE121015C (de) | ||
| DE228954C (de) | ||
| DE561727C (de) | Blechpresse | |
| DE145169C (de) | ||
| DE24903C (de) | Hydraulische Prisma-Pulver-Presse ohne Rotationsantrieb | |
| DE86614C (de) | ||
| DE675854C (de) | Sicherung fuer Pressen gegen UEberlastung mittels eines Fluessigkeitskissens | |
| DE275552C (de) | ||
| DE2847413C2 (de) | Pulsator für eine Stelleinrichtungen aufweisende hydraulische Anlage | |
| DE294951C (de) | ||
| DE1627324C (de) | Hydraulisch betätigte Einrichtung zum Steuern von Oldruckstempeln | |
| DE568642C (de) | Hydraulische Presse | |
| DE53477C (de) | Hülfssteuervorrichtung zur Regelung der Bewegung des Hauptsteuerschiebers bei Wasserdruck-Aufzügen | |
| DE259110C (de) | ||
| DE303616C (de) | ||
| DE84410C (de) | ||
| DE9300C (de) | Presse mit automatischem Betrieb | |
| DE37341C (de) | Einrichtung an hydraulischen Lochmaschinen, Nietmaschinen und Scheeren zur Ersparung von Druckwasser |