DE53549C - Verwendung von Naphtalinderivaten als Entwickler in der Photographie - Google Patents
Verwendung von Naphtalinderivaten als Entwickler in der PhotographieInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/26—Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
- G03C5/29—Development processes or agents therefor
- G03C5/30—Developers
- G03C5/3021—Developers with oxydisable hydroxyl or amine groups linked to an aromatic ring
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- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
' PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographie.
Die. im Patente No. 50265 aufgeführten Naphtalinderivate, nämlich Diamidonaphtalinsulfosäuren
und Amidonaphtolsulfosäuren, lassen sich in ihrer Anwendung als Entwickler in
der Photographie mehr oder weniger durch andere Naphtalinderivate ersetzen, welche sich
leicht oxydiren und dem Licht exponirte Halogensilbersalze zu metallischem Silber reduciren.
Von derartigen Naphtalinderivaten sind einige Dioxynaphtaline und deren Sulfosäuren
, sowie einige Amidonaphtole und Naphtylendiamine für den angegebenen Zweck
als geeignet gefunden worden.
Eine vergleichende Prüfung der genannten Verbindungen soll ergeben haben, dafs die
Schnelligkeit und Kraft' der verschiedenen, Halogensilbersalze reducirenden Naphtalinderivate
eine sehr verschiedene ist. Man hat es daher in der Hahd, je nach dem zu erreichenden
Zweck ein Negativ schnell oder langsam, stark oder schwach zu entwickeln. Dieses ist
praktisch von grofser Bedeutung, denn die verschiedenen Zweige der Photographie (Porlraitfach,
Aufnahmen von Landschaften, Momentaufnahmen etc.). stellen in dieser Hinsicht an
einen Entwickler verschiedene Anforderungen. Von diesem Gesichtspunkte aus ist demnach
auch der technische Effect der verschiedenen in diesem pnd im Haupt-Patente beschriebenen
Naphtalinderivate bei ihrer Anwendung in der Photographie als Entwickler zu beurtheilen.
I. Dioxynaphtaline.
Von den zehn der Theorie nach möglichen Dioxynaphtalinen sind neun bekannt. Davon
sollen sich sechs insofern durch hervorragende Verwendbarkeit auszeichnen, als dieselben das
photographische Bild aufserordentlich schnell und kräftig entstehen lassen und daher nach
Ansicht des Erfinders zur Entwickelung von Momentaufnahmen und zum Gebrauch im Atelier besonders tauglich sind. Dieselben sind
folgende :
1. α-Naphtohydrochinon (Ann. d. Ch. 167,
357).
2. ß-Naphtohydrochinon (Ann. d. Ch. 211, 58),
3. Ct1 ctg-Dioxynaphtalin (Berl. Berichte XV.,
205),.
4. Ol1 ßg-Dioxynaphtaün (D. R. P. No. 45229),
5. OL1 ß4 - Dioxynaphtalin (Ann. d. Ch. 241,
369),
6. ß, ß3 - Dioxynaphtalin (Ann. d. Ch. 241,
369).
ΙΓ. Dioxynaphtalinmonosulfosäuren.
Von den verschiedenen entweder durch Oxydation und nachherige Reduction von
Amidonaphtolsulfosäuren oder durch Verschmelzen von Naphtoldisulfosäuren und Naphtalintrisulfosäuren
mit kaustischen Alkalien oder durch Sulfuration von Dioxynaphtalinen darstellbaren
Dioxynaphtolmonosulfosä'uren hat sich
Ψ..
Claims (2)
- nur die ß-Naphtohydrochinonmonosulfosäure (D. R. P. No. 50506) als tauglich erwiesen.III. Dioxynaphtalindisulfosäuren.
Die experimentelle Prüfung der nach den verschiedenen Methoden dargestellten Dioxynaphtalindisulfosäuren soll ergeben haben, dafs die beiden Dioxynaphtalindisulfosäuren des D. R. P. No. 49857 insofern eine besondere Bedeutung als Entwickler besitzen, als dieselben bei grofser Kraft dennoch das photographische Bild nur langsam entstehen lassen, durch welche Eigenschaft dieselben zum Entwickeln von Landschaften besonders gut verwendbar sind.IV. Amidonaphtole.Von den verschiedenen Amidonaphtolen, welche durch Reduction der Nitrosonaphtole, Nitronaphtole oder von Azofarbstoffen aus Naphtolen oder aber durch Verschmelzen der Naphtylaminsulfosäuren darstellbar sind, sollen sich folgende drei durch hervorragende Kraft und Schnelligkeit bei ihrer Verwendung zum Entwickeln auszeichnen:ι. aj-Amido-ctj-naphtol (Ann. d. Ch. 211,61), - 2. Ci1 -Amido-ßj-naphtol (Berl. Berichte XIV, 1310),3. P1 -Amido -ßg-naphtol (dargestellt durch Verschmelzen der ß-Naphtylamin-ß-sulfosäure) (D. R. P. No. 22547).V. Naphtylendiamine.Die Naphtylendiamine erfordern zur Herstellung einer alkalischen Lösung verdünnten Alkohol als Lösungsmittel. Von den bekannten oder nach bekannten Methoden darstellbaren Naphtylendiaminen sollen:1. c^-ßj-Naphtylendiamin (Berl. Berichte XV., 2183) und2. Ci1-a2-Naphtylendiamirl· (Berl. Berichte VL,945) fsich schnell und kräftig entwickeln.Pa τ ε nt-A ns ρ R uc H-TAnwendung der nachstehend genannten Dioxynaphtaline und deren Sulfosäuren, Amidonaphtole und Naphtylendiamine zur Entwickelung photographischer Bilder als Ersatz der im Patent No. 50265 beschriebenen Naphtalinderivate:I. Dioxynaphtaline, und zwar: ι. a-Naphtohydrochinon,2. ß-Naphtohydrochinon,3. Ct1 ag-Dioxynaphtalin,4. Ct1 ßg-Dioxynaphtalin,5. U1 ß4-Dioxynaphtalin,6. ßj ß3-Dioxynaphtalin;II. Dioxynaphtalinmonosulfosäure (D. R. P. No. 50506);III. Dioxynaphtalindisulfosäuren (D. R. P. No.49857);IV. Amidonaphtole, und zwar:1. ctj-Amido-c^-naphtol,2. ctj-Amido-ßj-naphtol,3. ßj-Arriido-ßg-naphtol; V. Naphtylendiamine, und zwar:1. A1 ßj-Naphtylendiamin,2. Ct1 ctj-Naphtylendiamin.
Applications Claiming Priority (1)
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