DE533673C - Verfahren zum Schleifen von Saegeblaettern, insbesondere fuer Langsaegen - Google Patents
Verfahren zum Schleifen von Saegeblaettern, insbesondere fuer LangsaegenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Zum Schleifen von Sägeblättern, insbesondere für Langsägen, ist es bekannt, eine entsprechend
der Zahnlücke profilierte Schleifscheibe nacheinander in die einzelnen Zahnlocken
einzuschieben. Dabei führt der Halter der Schleifscheibe eine hin und her gehende
Bewegung quer zum Sägeblatt aus, und letzteres wird jedesmal dann, wenn die Schleifscheibe
sich außer Eingriff mit dem Sägeblatt befindet, um eine Zahnbreite in der Längsrichtung
weiter geschaltet. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art erfolgt der Vorschub
der Schleifscheibe während der Spanabnahme stetig. Hierbei hat sich gezeigt, daß
trotz Wasserkühlung eine Enthärtung der Sägezähne nicht zu vermeiden ist, wenn Zahn
für Zahn hintereinander fertiggeschliffen werden, wie es für >ein wirtschaftliches Arbeiten,
insbesondere beim Schleifen von Langsägen, unbedingt erforderlich ist.
Gemäß vorliegender Erfindung wird nun bei dieser letztgenannten wirtschaftlichen Arbeitsweise
ein Ausglühen bzw. eine Enthärtung der Sägezähne dadurch vermieden, daß der Vorschub der Schleifscheibe während der
Spanabnahme nicht wie bisher stetig, sondern mit kleinen Unterbrechungen erfolgt, so daß
die beiden jeweils bearbeiteten Zähne immer wieder Gelegenheit haben, sich abzukühlen.
Diese Arbeitsweise kann in einfacher Weise erfindungsgemäß dadurch erzielt werden, daß
die die Steuerung der Schleifscheibe bewirkende Kurvenscheibe auf ihrem den Vorschub
der Schleifscheibe während der Spanabnahme steuernden Teile wellenförmig ausgebildet
bzw. mit gegenüber der Steuerkurve vertieft liegenden Stellen versehen ist, so daß
das Schleifen zweier benachbarter Zahnflanken mit Unterbrechungen erfolgt, die ein
Ausglühen der Zähne verhindern. Eine andere, für den gleichen Zweck bestimmte
Ausbildung einer Schleifvorrichtung, bei der für den Vorschub der Schleifscheibe während
der Spanabnahme eine mit glatter Lauffläche versehene Kurvenscheibe verwendet wird,
kann erfindungsgemäß dadurch erreicht werden, daß der die Steuerbewegung der Kurvenscheibe
auf die Schleifscheibe übertragende Hebel als Knickhebel ausgebildet ist und durch einen an der Knickstelle angreifenden
Kurbeltrieb fortlaufend eingeknickt, d. h. verkürzt und wieder gestreckt wird.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele einer Schleifvorrichtung für ein
Schleifverfahren gemäß vorliegender Erfindung dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι und 2 je ein Ausführungsbeispiel der Steuerung einer Schleifscheibe in vereinfachter
Darstellung.
α ist ein mit Zähnen zu versehendes Sägeblatt
und b eine zur Herstellung der Zahnlücken bestimmte Schleifscheibe, die auf
ihrem Umfange entsprechend der auszunehmenden Zahnlücke geformt ist. Die Schleifscheibenwelle c ist in einem winkelhebelarti-
gen Halter d, f gelagert, der an einem festen Drehpunkt g in einer quer zur Längsrichtung
des Sägeblattes α verlaufenden Ebene
schwenkbar gehalten ist. Das freie Ende des unteren waagerechten Halterarmes f trägt
eine Rolle h, die mit dem Umfang einer zur Steuerung der Schleifscheibe b dienenden Kurvenscheibe
i zusammenwirkt, die durch ein nicht mit dargestelltes Getriebe zwangsläufig
angetrieben wird. Um ein stetes Anliegen der Lauf rolle h an der Kurvenscheibe i zu gewährleisten,
ist unterhalb des waagerechten Armes / des Winkelhebels d, f eine Feder k angeordnet,
die bestrebt ist, den Halterarm f stets nach unten zu ziehen.
Die Kurvenscheibe i ist auf etwa einem Viertel ihres Umfanges mit einer verhältnismäßig
tiefen Ausbuchtung« versehen, deren eine Flanke die Rückzugbewegung der Schleifscheibe
b aus der Arbeitsstellung steuert, während die andere Flanke der Ausbuchtung m
die Anstellbewegung der Schleifscheibe bewirkt, wobei die Bewegungsumkehr beider
Bewegungen im Scheitel der Ausbuchtung erfolgt. Die restliche Vorschubbewegung der
Schleifscheibe b während der Spanabnahme wird von dem restlichen Dreiviertelbogen η
der Kurvenscheibe i gesteuert, die auf diesem Teile nach Art einer archimedischen Spirale
einen fortlaufenden, immer größer werdenden Abstand vom Scheibendrehpunkt 0 besitzt.
Infolge dieser Verteilung der Vorschubbewegung der Schleifscheibe b während der Spanabnahme
auf drei Viertel des Kurvenscheibenurnfanges erfolgt diese Bewegung äußerst
langsam, wodurch die Gefahr des Ausglühens der Sägezähne schon wesentlich herabgesetzt
ist. Mit Sicherheit wird jedoch die Gefahr erst dadurch beseitigt, daß gemäß vorliegender
Erfindung der die Vorschubbewegung der Schleifscheibe b während der Spanabnahme
steuernde Teil η der Kurvenscheibe i f ortlaufend
mit etwa halbkreisförmigen Vertiefungen p versehen ist, die nach je einer Spanabnahme
jeweils eine Ruhepause zum Wiederabkühlen der Zähne während des Ausnehmens einer Zahnlücke aus dem Sägeblatt α eintreten
lassen.
Im Gegensatz hierzu wird bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform die Steuerung
der Schleifscheibe b durch eine mit glatter Lauffläche versehene Kurvenscheibe i' bewirkt,
wobei die Bewegungsübertragung von der Kurvenscheibe auf den winkelhebelartigen Halter d, f der Schleifscheibe?? durch einen
Kniehebel q, r erfolgt, der bei j seinen Drehpunkt hat und dessen Gelenk t die mit der
Kurvenscheibe i' zusammenwirkende Laufrolle h' trägt. Um auch hierbei eine stoßweise
Arbeitsweise der Schleifscheibe b während der Spanabnahme zu erreichen, ist gemäß vorliegender
Erfindung der senkrechte Arm?- des Kniehebels q, r in der Mitte mit einem Gelenk
ν versehen und dadurch als Kniehebel ausgebildet. An diesem Gelenk ν greift die
Schubstange χ eines Exzentergetriebes ζ an,
der während des Betriebes ein dauerndes Einknicken bzw. Verkürzen, und Wiederstrecken
■des Hebelarmes r bewirkt, so daß der Vorschub der Schleifscheibe b nicht stetig, sondern
mit dauernden Unterbrechungen erfolgt. Ein Klemmen des Hebelgestänges der Steuerung
ist wegen der verhältnismäßig geringen Höhenunterschiede der Steuerungskurve der
Hubscheibe i' nicht zu befürchten.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt, vielmehr
sind auch andere Ausführungen und Anwendüngen möglich. Insbesondere könnte die
Steuerbewegung der Schleifscheibe statt bogenförmig auch geradlinig erfolgen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Schleifen von Sägeblättern, insbesondere für Langsägen, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorschub der Schleifscheibe (b) während der Spanabnahme
nicht stetig, sondern mit kleinen Unterbrechungen erfolgt, um ein Ausglühen und damit Enthärten der Sägezähne
zu verhindern.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzeugung des unterbrochenen Vorschubes der Schleifscheibe eine Nockenscheibe. dient, deren den Vorschub
steuernder Kurventeil wellenförmige Unterbrechungen aufweist.
3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher der
Vorschub der Schleifscheibe durch eine mit glatter Lauffläche versehene Kurvenscheibe
erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das die Steuerbewegung von der Kurvenscheibe
(i') auf die Schleifscheibe (&) übertragende Zwischenglied (r) als Kniehebel
ausgebildet ist, dessen Kniegelenk durch einen Kurbeltrieb {x, 2) hin und
her bewegbar ist.
Hierzu i' Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE533673T | 1930-03-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE533673C true DE533673C (de) | 1931-09-17 |
Family
ID=6556153
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930533673D Expired DE533673C (de) | 1930-03-19 | 1930-03-19 | Verfahren zum Schleifen von Saegeblaettern, insbesondere fuer Langsaegen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE533673C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE866592C (de) * | 1948-10-02 | 1953-02-12 | Friedrich Banholzer | Saegenschaerfmaschine, insbesondere fuer Bandsaegeblaetter |
-
1930
- 1930-03-19 DE DE1930533673D patent/DE533673C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE866592C (de) * | 1948-10-02 | 1953-02-12 | Friedrich Banholzer | Saegenschaerfmaschine, insbesondere fuer Bandsaegeblaetter |
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