DE533510C - Kette, insbesondere zum Foerdern von Gut - Google Patents
Kette, insbesondere zum Foerdern von GutInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
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- D01B1/10—Separating vegetable fibres from stalks or leaves
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
22. SEPTEMBER 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29a GRUPPE
Fried. Krupp Grusonwerk Akt.-Ges. in Magdeburg-Buckau
Kette, insbesondere zum Fördern von Gut Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. April 1930 ab
Die Erfindung betrifft eine Kette, insbesondere zum Fördern von Gut; z. B. faserhaltiger
Blätter in Entfleischungsmaschinen, wobei die einzelnen Kettenglieder durch ineinandergreifende
Klauen unmittelbar miteinander verbunden sind. Es sind bereits Ketten bekannt, deren Glieder durch Bolzen
miteinander in Verbindung stehen. Derartige Bolzenketten unterliegen jedoch einem starken
Verschleiß, der im wesentlichen darauf zurückzuführen ist, daß die Kettenglieder
Und Bolzen unter dem großen Druck, mit dem sie ineinandergreifen, bei jeder Umkehr
der Bewegungsrichtung der Kette zwei Schwenkbewegungen gegeneinander ausführen. Die Folge davon ist, daß die Bolzen
sich stark abnutzen und die Bohrungen der Kettenglieder einen in Richtung der Zugbeanspruchung
länglichen Querschnitt erhalten. Um diesem Übelstand entgegenzuwirken,
werden die Bolzen aus besonders verschleißfestem Werkstoff hergestellt. Für die Kettenglieder,
die mit den Säften der zu entfleischenden Blätter in innigster Berührung sind, muß eine besondere Legierung verwendet
werden, die vor allem möglichst korrosionsbeständig ist. Daraus ergibt sich aber für
die Kettenglieder ein großer Verschleiß, der schließlich so groß wird, daß die ganzen
Ketten, besonders aber die teuren Kettenglieder, ausgewechselt werden müssen. Demgegenüber
bezieht sich die Erfindung auf solche Ketten, deren Glieder unmittelbar, also ohne Verwendung von Bolzen, miteinander
verbunden sind. Bei einer bekannten Kette greifen zwar ebenfalls die Glieder mit Klauen
ineinander, jedoch ist hierbei zwischen je zwei Klauen noch ein Drehbolzen eingefügt.
Eine andere bekannte Kette hat unmittelbar ineinandergreifende Klauen, wobei die Verbindung
je zweier Klauen dadurch erfolgt, daß das bolzenförmig gestaltete Ende der einen Klaue in eine entsprechende Pfanne der
anderen Klaue eingreift. Aber auch bei dieser Kette ergibt sich ein großer Verschleiß
der Glieder an der Verbindungsstelle.
Erfindungsgemäß wird dieser Verschleiß dadurch auf das Mindestmaß herabgesetzt,
daß von zwei ineinandergreifenden Klauen jeweils eine mit einer Kippkante versehen
ist, wobei die die Kippkante bildenden Flächen bzw. ihre Verlängerung einen Winkel
einschließen, der beim Wechsel der Bewegungsrichtung der Kette ihrem Beugungswinkel entspricht.
Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ein Teil
der miteinander im Eingriff stehenden oberen und unteren Ketten einer -Entfleischungsmaschine dargestellt. f»o
Abb. ι zeigt einige Kettenglieder des unteren Stranges der oberen Kette und des
oberen Stranges der unteren Kette in derjenigen Stellung, die die Ketten beim Vorbei-
gang an der Entfleischungstrommel zueinander einnehmen, wobei einzelne Teile der
Verdeutlichung wegen weggelassen sind.
Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i.
Abb. 3 zeigt das Aufgabeende der Entfleischungsmaschine.
Jedes Kettenglied besteht aus drei Lamellen und zwei Stiftschrauben. Für die obere Kette
ίο sind im folgenden die Lamellen mit i, 2 und 3
(s. Abb. 2) und die Stiftschrauben mit 4 und 5, für die untere Kette die Lamellen
mit 6, 7 und 8 und die Stiftschrauben mit 9 und 10 bezeichnet. Die mittleren Lamellen 2
bzw. 7 sind an beiden Enden mit Klauen 11 und 12 (obere Kette) bzw. 13 und 14 (untere
Kette) versehen. Mittels dieser ineinandergreifenden Klauen sind die Kettenglieder miteinander
verbunden. Die Klauen 11 und 13 tragen Kippkanten 11' und 13', Die beiden
eine Kippkante bildenden Flächen bzw. ihre Verlängerung schließen einen Winkel α ein.
Dieser sogenannte Beugungswinkel entspricht der Winkelstellung zweier Kettenglieder zueinander,
wenn diese auf den Antriebs- oder Umleitscheiben aufliegen. Im vorliegenden Falle sind die Umleitscheiben 15 und 16 als
Zwölfecke ausgebildet, so daß der Beugungswinkel α 300 beträgt.
Im Gegensatz zu den bekannten Ketten, deren Glieder durch Gelenkbolzen miteinander
verbunden sind und bei denen bei einer Schwenkbewegung der Glieder gegeneinander
eine starke Reibung zwischen den Bolzen und den Gliedern und somit ein großer Verschleiß
stattfindet, ist bei der vorstehend beschriebenen Kette durch die Schaffung der Kippkanten
11' und 13' eine gleitende Reibung in den Gelenken fast vollkommen vermieden.
Um diese Kippkanten schwenken die aufeinanderfolgenden Kettenglieder beim Umlauf
um die Antriebs- und Umleitscheiben.
Es ist bei der Kette gemäß der Erfindung ferner ohne weiteres möglich, einzelne Lamellen
auszuwechseln. Ein solches Auswechseln kann sich beispielsweise für die
mittleren Lamellen 2 und 7 als notwendig erweisen, ohne daß auch die äußeren Lamellen 1,
3, 6 und 8 gleichzeitig ausgewechselt werden müßten. Es greifen nämlich die Antriebs-
und Umleitscheiben 15 und 16 mit Mitnehmernocken
17 und 18 hinter Schulterflächen 2' und 7' der Lamellen 2 und 7, wodurch
z. B. eine stärkere Abnutzung der mittleren Lamellen gegenüber den äußeren Lamellen
bedingt sein kann. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die Möglichkeit der Herstellung der Kettenlamellen aus
Flacheisenstäben eine wesentliche Verbilligung mit sich bringt.
Die Lamellen könnten selbstverständlich auch durch Nieten miteinander verbunden
werden. Das Verwendungsgebiet der Kette gemäß der Erfindung ist überall da gegeben,
wo bisher erfahrungsgemäß starker Verschleiß eintritt, sowie auch in den Fällen, wo
Korrosionsgefahr besteht.
Claims (1)
- Patentanspruch:Kette, insbesondere* zum Fördern von Gut, z. B. faserhaltiger Blätter in Entfleischungsmaschinen, wobei die einzelnen Kettenglieder durch ineinandergreifende Klauen unmittelbar miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei ineinandergreifenden Klauen (11, 12 oder 13, 14) jeweils eine (11 oder 13) mit einer Kippkante (11' oder 13') versehen ist, wobei die die Kippkante bildenden Flächen bzw. ihre Verlängerung einen Winkel einschließen, der beim Wechsel der Bewegungsrichtung der Kette ihrem Beugungswinkel entspricht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen. GEDRUCKT ifr DER
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE533510T | 1930-04-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE533510C true DE533510C (de) | 1931-09-22 |
Family
ID=6556063
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930533510D Expired DE533510C (de) | 1930-04-29 | 1930-04-29 | Kette, insbesondere zum Foerdern von Gut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE533510C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993005210A1 (en) * | 1991-09-05 | 1993-03-18 | The Minister Of Agriculture Fisheries And Food In Her Britannic Majesty's Government Of The United Kingdom Of Great Britain And Northern Ireland | Alignment mechanism |
-
1930
- 1930-04-29 DE DE1930533510D patent/DE533510C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993005210A1 (en) * | 1991-09-05 | 1993-03-18 | The Minister Of Agriculture Fisheries And Food In Her Britannic Majesty's Government Of The United Kingdom Of Great Britain And Northern Ireland | Alignment mechanism |
| GB2273942A (en) * | 1991-09-05 | 1994-07-06 | Mini Agriculture & Fisheries | Alignment mechanism |
| GB2273942B (en) * | 1991-09-05 | 1995-10-18 | Mini Agriculture & Fisheries | Alignment mechanism |
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