DE532005C - Kammerofentuer - Google Patents
KammerofentuerInfo
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Classifications
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B25/00—Doors or closures for coke ovens
- C10B25/02—Doors; Door frames
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Kammerofentür Bei Türen für Kammeröfen zur Koks- und Gaserzeugung bereitet der namentlich in der ersten Zeit nach der Beschickung auftretende starke Druck der sich stürmisch entwickelnden Gase und Dämpfe, die in den der Tür anliegenden Kohlenpartien entstehen, der Türabdichtung erhebliche Schwierigkeiten. Zur Behebung derselben hat man bei Kammerofentüren mit Selbstdichtung durch eine Dichtungspackung, die in die keilförmige Nut zwischen dem Türkörper und Türrahmen eingepreßt wird, bereits vorgeschlagen, die an den beiden senkrechten Türseiten hinter der Dichtungspackung verbleibenden kanalartigen Hohlräume zum Ableiten der in der Nähe der Tür entwickelten Gase und Dämpfe nach dem obenliegenden freien Gassammelraum dadurch nutzbar zu machen, daß die fraglichen Hohlräume am oberen Ende mit dem Gassammelraum der Ofenkammer und an den übrigen Teilen mit der dort angrenzenden Kohlefüllung in Verbindung gebracht werden.
- Ein derartiges Überleiten der frisch entwickelten Gase und Dämpfe aus der Ofenfüllung durch Türkanäle in den Gassammelraum der Ofenkammer hinein hat im allgemeinen nur während der ersten Garungsstunden Wert, weil im späteren Verlaufe derDruckdieser Gase undDämpfe gegen die Tür und Türdichtung nachläßt. Bei der Benutzung der erwähnten Hohlräume hinter den Dichtungspackungen als Überleitungskanäle treten überdies beim Fortsetzen dieses Überleitens bis in weiter fortgeschrittene Stadien der Garungszeit nachteilige Einwirkungen auf die Dichtungspackungen ein, weil dann die in unmittelbarer Nähe der Kanäle und Dichtungen entwickelten Gase wegen der benachbarten hocherhitzten Kammerwände verhältnismäßig hohe Temperaturen besitzen. Diese unerwünschten Einwirkungen werden sogar noch bedeutend durch den Umstand befördert und verstärkt, daß die heißen und nach ihrer Zusammensetzung spezifisch leichten Gase einen sehr starken Auftrieb erfahren und dadurch ihre Strömungsgeschwindigkeit, also auch ihre strömende Menge, im Vergleich zu den Verhältnissen des ersten Betriebsstadiums bedeutend vergrößern.
- Die Erfindung hat das Beseitigen dieser Nachteile und Schwierigkeiten zum Ziel und erreicht dies dadurch, daß an der Tür eine absperrbare Verbindung zwischen ihren zur Gasüberleitung dienenden kanalartigen Hohlräumen und dem Gassammelraum der Ofenkammer vorgesehen wird.
- Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kammerofentür mit Abb. i in einem senkrechten, den angrenzenden Teil der Ofenkammer mitumfassenden Schnitt, im unteren Teil der Tür als Ansicht, und mit Abb. 2 in einem waagerechten Querschnitt.
- Es ist a .die Kohlefüllung, b der obenliegende freie Gassammelraum der Ofenkammer, c die Tür selbst. Diese besteht in ihren Hauptteilen aus dem eisernen Türkörper d und der feuerfesten Steinausmauerung e. Die Tür c sitzt innerhalb des die Ofenköpfe einfassenden Türrahmens f derart, daß zwischen beiden eine keilförmige Nut verbleibt, die zur Aufnahme eines ringsum laufenden Dichtungsseiles la dient. Dabei stützt sich die Tür mit der Rückseite des eisernen Türkörpers d gegen die Mauervorsprünge i der Ofenköpfe und wird in dieser Lage in üblicher-Weise durch einen Keil k und einen Riegel in gehalten, welch letzterer sich gegen die Ankerstände n der Ofenbewehrung abstützt. Das Dichtungsseil h wird in die Dichtungsnut zwischen dem Türkörper d und dein Türtahmen f durch einen aus Winkeleisen hergestelltenDruckrahmen p und durch Druckschrauben q eingepreßt, die in den ebenfalls gegen die Ankerständer n abgestützten Riegeln r sitzen.
- Die an den beiden senkrechten Längsseiten der Tür und über ihrem Kopf hinter dem Dichtungsseil h frei bleibenden Hohlkanäle s, die beiderseits von den Wangen des Türkörpers d und des Türrahmens f begrenzt werden, dienen zum Überleiten der Gase und Dämpfe, die sich in der Kohlefüllung a in der Nähe der Tür entwickeln, nach dem obenliegenden freien Gassammelraum b hin. Dies wird dadurch ermöglicht, daß die Hohlräume s im oberen Teil, beispielsweise durch die im Türkörper d vorgesehenen Öffnungen u und v, mit dem Gassammelraum b der Ofenkammer und an den übrigen tiefer liegenden Teilen, beispielsweise durch notförmige Aussparungen t der sich an die gemauerte Sitzfläche i anlegenden Kanten des Türkörpers d, mit der an die Tür angrenzenden Kohlefüllung a in Verbindung gebracht werden. In Abb. r ist durch die eingezeichneten Richtungspfeile angedeutet, daß die in a entwickelten Gase und Dämpfe durch die Aussparungen t in die Hohlkanäle s übertreten und aus diesen oben durch die Öffnungen u und v. in den Gassammelraum b gelangen können. Nach der Erfindung wird bei der vorbeschriebenen Tür die Einrichtung getroffen, daß die obenliegende_ Verbindung von den Hohlkanälen s nach dem Gassammelraum b hin, die durch die Öffnungen u und v geboten wird, absperrbar gemacht werden kann. In dem Ausführungsbeispiel der Abb. z ist dies in der Weise vorgesehen, daß die Öffnung v durch ein Kegelventil w, das mit seiner Spindel x in der Büchse y geführt wird, von außen her verschlossen werden kann (vgl. die punktierte Ventilstellung w').
- Beim Betriebe der mit dieser Einrichtung versehenen Tür wird das Ventil w in der in Abb. r ausgezogen gezeichneten Stellung nur während der ersten Stunden der Garungszeit offengehalten, solange als ein übermäßig starker Druck der frisch entwickelten Gase, und Dämpfe gegen die Türdichtung bemerkbar ist. Darauf wird die Öffnung v durch Aufbringen des Ventils w in die punktierte Stellung w' geschlossen und bis zur Beendigung des Betriebes geschlossen gehalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kammerofentür mit Selbstdichtung durch eine Dichtungspackung, die in die keilförmige Nut zwischen dem Türkörper und Türrahmen eingepreßt wird und mit Benutzung der an den beiden senkrechten Längsseiten der Tür verbleibenden Hohlräume hinter der Dichtungspackung zum Überleiten von Gasen aus der Kohlefüllung in den Gassammelraum der Ofenkammer hinein, gekennzeichnet durch eine absperrbare Verbindung zwischen den zur Gasüberleitung dienenden Hohlräumen und dem Gassammelraum.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST44636D DE532005C (de) | 1928-08-17 | 1928-08-17 | Kammerofentuer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST44636D DE532005C (de) | 1928-08-17 | 1928-08-17 | Kammerofentuer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE532005C true DE532005C (de) | 1931-08-22 |
Family
ID=7464705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST44636D Expired DE532005C (de) | 1928-08-17 | 1928-08-17 | Kammerofentuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE532005C (de) |
-
1928
- 1928-08-17 DE DEST44636D patent/DE532005C/de not_active Expired
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