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Matrizensetz- und Zeilengießmaschine Durch das Patent 52$ 15a ist
eine Verriegelungsvorrichtung an Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen unter Schutz
gestellt worden, die bei dem Niederklappen des Schraubstockes in Tätigkeit tritt
und die Einrückvorrichtung sperrt, dagegen bei dem Hochklappen des Schraubstockes
in seine Arbeitslage sie wieder entriegelt. Die Vorrichtung soll verhindern, daß
die Maschine eingerückt wird, solange der Schraubstock in der aufgeklappten Lage
ist, und sie ist infolgedessen besonders bei den bekannten Maschinen von Vorteil,
bei denen außer dem an der Vorderseite der Mäschine befindlichen Handgriff zum Einrücken
noch mindestens ein zweiter an der Rückseite der Maschine vorgesehener Handgriff
vorhanden ist, weil von der Rückseite der Maschine aus nicht übersehen werden kann,
ob der Schraubstockrahmen aufgeklappt ist oder nicht.
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Die weitere Ausbildung der Verriegelungsvorrichtung nach dem Hauptpatent
bietet nun den Vorteil, daß, wenn zufällig während des Laufens der Maschine der
Schraubstockrahmen aufgeklappt wird, die Maschine ausgerückt wird, während bei der
früher vorgeschlagenen Einrichtung das Sperren nur erfolgte, wenn bei stillstehender
Maschine der Schraubstockrahmen aufgeklappt wurde. Die Einrichtung ist jedoch nicht
nur für Maschinen mit einem an der Vorder- und einem. an der Rückseite befindlichen
Ausrückhandgriff bestimmt, sondern auch für die üblichen Maschinen, bei denen lediglich
an der Vorderseite ein Ein- und Ausrückhandgriff vorgesehen ist.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt > Fig. z eine Seitenansicht des in Betracht kommenden Teiles der
Maschine, Fig. 2 einen Grundriß davon, Fig. 3 einen Teil von Fig. r bei aufgeklapptem
Schraubstock und entsprechend bei verriegelter Lage der Einrückvorrichtung und Fig.
4 einen Grundriß von Fig. 3 in vergrößertem Maßstabe.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung hat die Maschine
auf der Vorder- und auf der Rückseite einen Ein-. und Ausrückhandgriff. Es ist dort
wie bei dem Hauptpatent an dem Gestell A der Maschine in einem Lager B die Kurvenwelle
C gelagert, die von einer Welle D aus angetrieben wird. Der Antrieb erfolgt mit
Hilfe einer ScheibeE, die gewöhnlich leer auf ihrer Achse läuft und zum 'Zwecke
des Inbetriebsetzens der Maschine mit ihr gekuppelt wird. Zum Kuppeln dient der
Handhebel a, der in drei verschiedene Stellungen einstellbar ist, von denen die
eine, nämlich die Ruhelage, ausgezogen, eine zweite, nämlich die Ausrücklage, gestrichelt
dargestellt
ist. Der Einrückhebel a ist ein Doppelhebel; sein-zweiter Arm greift mittels eines
Lenkers e an die nach hinten führende Stange f -an. - Diese Stange schwenkt, wenn
der Hebel a in die gestrichelt gezeichnete Ausrückstellung bewegt wird, in der er
am weitesten nach der Maschine zu geschwenkt ist, den um die Achseh schwenkbaren
Winkelhebel g so, daß dieser die Kupplung ausrückt und die Scheibe E leer läuft.
Wird nun der Hebel a aus der ausgezogen gezeichneten Stellung nach vorn, also von
der Maschine fort, bewegt, so wird die Maschine eingerückt, indem die Kupplung geschlossen
und die Antriebsscheibe E mit der Welle D gekuppelt wird. Mit dem Handhebel a ist
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine Stange c ein hinter der Maschine
liegender, an dem Maschinengestell drehbarer Handgriff b verbunden, so daß das Einrücken
der Maschine von vorn oder von hinten aus erfolgen kann.
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An dem Maschinengestell ist nun ferner, wie üblich, um einen Zapfen
G schwingbar der Schraubstock H befestigt, der in Fig. i in der Arbeitsstellung
und in Fig. 3 in der aufgeklappten Stellung gezeigt ist. An dem Maschinengestell
ist ein Lager p vorgesehen, an dem um einen Zapfen w1 schwingbar eine Klinke w befestigt
ist. Der Schraubstock trägt einen Anschlag x, der schräg nach der Maschine zu verläuft.
Die Klinke w setzt sich in der Ruhelage auf den Ansatz x auf und wird durch diesen
Ansatz hoch, d. h. in ihrer unwirksamen Lage, gehalten. Der Einrückhebel a ist nun
mit einem hakenartigen Ansatz a1 versehen, der durch die Klinke w in seiner Sperrlage
gesperrt werden kann, um ein Einrücken des Handgriffs zu verhindern.
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Ist der Schraubstock zurückgeklappt, wie in Fig. 3 und q. dargestellt,
dann hat sich der Ansatz x an dem Schraubstock unter der Klinke zu fortbewegt, und
diese ist in die in Fig. 3 gezeigte untere Sperrlage gelangt. Das freie vordere
Ende der Klinke liegt dabei vor der Nase a1 des Handgriffes a, und wenn nun versucht
wird, den Handhebel a nach vorn zu ziehen, um die Maschine einzurücken, so legt
sich die Nase a1 gegen die Klinke w und verhindert das Einrücken. Wird jedoch der
Schraubstock in die in Fig. i gezeigteArbeitslage gebracht, dann wirkt die Abschrägung
des Ansatzes x auf die Klinke w ein, und die Klinke w wird in die
in Fig. i gezeigte Lage gehoben, so daß sie den Ansatz a1 freigibt und der Handhebel
eingerückt werden kann.
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Wird, während die Maschine eingerückt ist, der Schraubstock aufgeklappt,
so legt sich der Ansatz x mit seiner schrägen Außenseite gegen die Innenseite des
Nockens d' und dreht den Einrückhebel zwangsweise in die Ausrücklage und rückt dadurch
die Maschine aus.
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Um den Hub der Klinke zu begrenzen, kann ein Stift y vorgesehen sein,
der in das Lager p eingesetzt ist und in einem Langloch oder Schlitz in der Klinke
w läuft.