DE531795C - Einrichtung zum Messen der Laengenaenderung einer Gewebebahn - Google Patents

Einrichtung zum Messen der Laengenaenderung einer Gewebebahn

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DE531795C
DE531795C DEM112932D DEM0112932D DE531795C DE 531795 C DE531795 C DE 531795C DE M112932 D DEM112932 D DE M112932D DE M0112932 D DEM0112932 D DE M0112932D DE 531795 C DE531795 C DE 531795C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B7/00Mercerising, e.g. lustring by mercerising
    • D06B7/08Mercerising, e.g. lustring by mercerising of fabrics of indefinite length

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Messen der Längenänderung einer Gewebebahn Bekanntlich schrumpft beim Behandeln von Baumwollgeweben mit starken Alkaliflotten das Gewebe in der Breite und Länge stark ein. Beim Mercerisieren wird das Gewebe daher, um Glanz zu erzeugen, nach der Einwirkung der Lauge und Schrumpfung sowohl in der Breite als auch in der Länge gestreckt und in der Regel gleichzeitig ausgewaschen.
  • Zu diesem Zwecke werden die Gewebe nach dem Imprägnieren über Spannrahmen oder über Breitstreckwalzen geführt, welche das Gewebe in der Breite auf ein bestimmtes Maß, in der Regel auf das Rohmaß, ausspannen. Es ist dabei sehr leicht, den Betrag der Breitstreckung während des Betriebes festzustellen, indem gewöhnlich eine Meßplatte o. dgl. quer zur Förderrichtung über dem Gewebe am Maschinengestell angebracht und die erreichte Gewebebreite unmittelbar abgelesen wird.
  • Während also bisher im Betriebe die Breitstreckwirkung sicht- und meßbar war, fehlte es an einfachen Kontrollmitteln, um die Streckwirkung in der Länge des Gewebes unmittelbar an der Mercerisiermaschine ablesen zu können.
  • Je nach der Einstellung und Güte des Gewebes und der in der Maschine angewendeten Längsstreckung verläßt das Gewebe die Mercerisiermaschine mit einem Kurz- oder Übermaß, in der Regel zwischen - 5 % und + 5 °/o auf das Rohlängenmaß bezogen. Dieses Kurz- oder Übermaß wird am fertigen Erzeugnis gemessen und festgestellt, also in einem Zeitpunkte, in dem eine Beeinflussung der Streckmasse nicht mehr durchführbar ist.
  • Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Einrichtung zur dauernden Überprüfung der Längenveränderung, die eine Gewebebahn beim Durchlauf durch die Mercerisiermaschine zwischen der Eintritts- und Austrittsstelle erfährt. Da diese Längenveränderung proportional dem Unterschiede in der Fördergeschwindigkeit der Förderwalzen an der Eintritts- und Austrittsstelle ist, so wird erfindungsgemäß dieser Unterschied an einer übersichtlichen Stelle der Maschine dauernd sichtbar gemacht. Damit dem Ergebnis der Messung Folge gegeben werden kann, sind die Walzen von dem Antriebsvorgelege der Maschine zwecks Regelung der Längsspannung der Gewebebahn regelbar angetrieben, so daß sich ihre Umfangsgeschwindigkeit auf das Gewebe überträgt. Die Fördergeschwindigkeit der Walzen und damit die jeweilige Geschwindigkeit der Stoffbahn an der Eintritts- und Austrittsstelle wird erfindungsgemäß durch mit den Walzen zusammenwirkende Meßvorrichtungen, wie Meßdynamos, Tachometer o. dgl., aufgenommen und der Unterschied der Geschwindigkeit am Einlaß und Auslaß z. B. mittels eines Differentialvoltmeters sichtbar - gemacht. Das Kurz- bzw. Übermaß der Gewebebahn, das beim Aufrechterhalten des jeweiligen Unterschieds in der Fördergeschwindigkeit entstehen würde, ergibt sich dann aus der Angabe des Voltmeters unter entsprechender Berücksichtigung der füi`die einzelnen Gewebe in Vorversuchen ermittelten Vergleichsdaten. Es ist zwar auch schon vorgeschlagen worden, mit elektrischen Signaleinrichtungen versehene Stoffspeicher, Tänzerwalzen o. dgl. zwischen mehreren Behandlungsgefäßen anzuordnen, um die Fördergeschwindigkeiten in den Behältern gegeneinander regeln zu können. Derartige Vorri--htungen zeigen aber nur Grenzfälle an.
  • Diese Einrichtung gemäß der Erfindung dagegen gestattet der Bedienungsperson, die Streckungsverhältnisse der Gewebebahn fortwährend im Auge zu behalten und Abweichungen von dem verlangten Über- bzw. Kurzmaß der Gewebebahn durch entsprechendes Einstellen der Geschwindigkeiten der Eintritts- und Austrittswalze wirksam zu verhindern.
  • In der Zeichnung ist schematisch eine neuzeitliche, an sich bekannte Mercerisiermaschine dargestellt mit zwei Foulards i und 2, einer Serie von Überführungstrommeln 14 und einer zweiten Serie von Überführungstrommeln 15, einem Spannungsregler 13, i2 und 3, einer Breitstreckapparatur 4 und einem Entlaugungskasten 5.
  • Das zu mercerisierende Gewebe 16 gelangt zuerst in den Foulard i, wird dort durch zwei Tröge mit Lauge imprägniert und gelangt über die erste Serie der Überführungstrommeln 14 in den Foulard z. Hier wird das Gewebe nochmals in zwei Trögen mit Lauge imprägniert und gelangt über eine zweite Serie von Überführungstrommeln auf den Spannungsregulator, dargestellt durch die Elemente 13, i2 und 3. Dieser Spannungsregulator wirkt, wie dies bereits von dritter Seite in Vorschlag gebracht wurde, regelnd auf die Längsspannung des Gewebes, je nach dem in dem Zylinder 3 mittels Pumpe auf den Kolben 1:2 ausgeübten Öldruck. Der Kolben i2 überträgt den Druck im Zylinder 3 auf die Rolle 13, welche den Druck direkt auf das Gewebe überträgt.
  • Von der Rolle 13 gelangt das Gewebe über die Breitstreckapparatur 4 in den Waschtrog 17, wo im Gegenstrom die ersteAuswaschung erfolgt. Über das Quetschwerk 18 verläßt das Gewebe den Waschtrog 17 und gelangt in den Entlaugungsapparat 5, wo dasselbe ebenfalls im Gegenstrom annähernd vollständig entlaugt wird. Über das Quetschwerk io verläßt das fertig mercerisierte Gewebe die Mercerisiermaschine.
  • Der Antrieb der ganzen Mercerisiermaschine erfolgt in bekannter Weise von einem Vorgelege aus. Mittels. Konusscheiben werden von diesem Vorgelege aus angetrieben: der Toulard i durch seine Walze 9, der Foulard 2 durch seine Walze i9, die Breitstreckapparatur 4 mit Quetschwerk 18 Lnd das Quetschwerk io, und zwar in zwei Gruppen, deren eine den gemeinsamen Antrieb der Foulards und deren andere den gemeinsamen Antrieb von Breitstreckvorrichtung, Entlauger usw. umfaßt.
  • Die oben bezeichneten vier Stellen der Mercerisiermaschine sind durch die erwähnten Konusscheiben von dem gemeinsamen Vorge-'lege aus innerhalb gewisser Grenzen unter sich und innerhalb der Gruppen regelbar angetrieben.
  • Nach erfolgter Imprägnierung auf den Foulards i und 2 ist das Gewebe durch die Einwirkung der Lauge auch in der Länge stark eingeschrumpft. Unter dem regelbaren Druck des Regulators 13, i2 und 3 dehnt sich das Gewebe in die Länge. Infolgedessen müß der Antrieb des Quetschwerkes 18 und Breitstreckapparate 4 einerseits und der Antrieb des Quetschwerkes io andererseits so geregelt werden, daß die Förderwalzen dieser Gruppe das Gewebe genau um die durch den Regulator erfolgte Dehnung abführen. Dabei ist aber noch zu berücksichtigen, daß die Dehnung in den einzelnen Abschnitten dieser Gruppe eine verschiedene ist. Dementsprechend wird das Geschwindigkeitsverhältnis der fördernd wirkenden Walzen der Gruppe vom Fachmann noch besonders geregelt. Da aber dieses Verhältnis ebenso wie dasjenige der Foulards gegeneinander im Einzelfalle konstant ist, so kann die Fördergeschwindigkeit der Walzen 9 und io als maßgebend für jede Gruppe angesehen werden. Am Eingang wie beim Ausgang der Mercerisiermaschine sind daher im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Meßdynamos 7 bzw. 8 in starrer Kupplungsverbindung mit den dort sich befindlichen Transportwalzen 9 bzw. io vorgesehen, deren Umfangsgeschwindigkeiten mit den linearen Geschwindigkeiten des Mercerisiergutes an den betreffenden Stellen übereinstimmt.
  • Bei gleicher Umfangsgeschwindigkeit der Transportwalzen 9 und -io erzeugen die beiden Meßdynamos übereinstimmende Spannung. Diese Spannungen werden so an ein Voltmeter i i angeschlossen, daß sich gleiche Spannungen genau aufheben, so daß hierbei der Zeiger des Voltmeters in seiner Mittelstellung auf o steht. Läuft die Transportwalze 9 schneller als die Transportwalze io, dann geht eine größere Länge des Gewebes in die Mercerisiermaschine hinein, als herauskommt. Es entsteht Kurzmaß, und die Meßdynamo 7 erzeugt eine höhere Spannung als die Meßdynamo B. Der Zeiger der Voltmeter schlägt nach links aus. Umgekehrt, läuft die Transportwalze io schneller als die Transportwalze 9, so entsteht Übermaß, und es erzeugt die Meßdynamo 8 eine größere Spannung als die Meßdynamo 7, und der Zeiger des Voltmeters schlägt nach rechts aus. Die Skala des Voltmeters ist so eingestellt, daß z. B. nach links das Kurzmaß bis - 5 °/o, nach rechts das Längenmaß bis --f- 5 °/o angezeigt wird. Durch diese Messung ist es während des Betriebes der Bedienung fortlaufend möglich, festzustellen, ob und mit welchem Kurz- oder Übermaß in der Länge die Mercerisiermaschine arbeitet.
  • Nach der jeweiligen Angabe des Voltmeters kann dann auch die Mercerisiermaschine in ihrem Antriebe (die beiden Foulards i und z einerseits und die nachfolgende Streck- und Waschapparatur anderseits) während des Laufens so geregelt werden, daß die Maschine immer auf bestimmtes und konstantes Voll-, Über- oder Untermaß arbeitet.
  • Die Messung der Differenz. der Umfangsgeschwindigkeit der Transportwalzen 9 und 1o und damit die Messung des Kurz- oder Übermaßes der mercerisierten Ware kann natürlich auch durch andere Mittel auf mechanischem Wege erfolgen, wie z. B. durch Tachometer usw. Die Meßstellen können auch für sich selbst und an anderen Stellen angeordnet und auch direkt mit dem Stoff, ähnlich dem bekanten System der Meßräder, zusammenarbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Messen der Längenveränderung einer Gewebebahn, die eine kettenlose Mercerisiermaschine zwischen regelbar angetriebenen Eintritts- und Austrittswalzen durchläuft, gekennzeichnet durch zwei von der Eintritts- (9) bzw. Austrittswalze (io) entsprechend ihrer Fördergeschwindigkeit beeinflußte Meßvorrichtungen (7, 8), wie Meßdynamos, Tachometer o. dgl., deren jeweilige Angaben auf eine gemeinsame Ablesvorrichtung, z. B. ein Differentialvoltmeter (i r), übertragen werden.
DEM112932D 1929-12-01 1929-12-01 Einrichtung zum Messen der Laengenaenderung einer Gewebebahn Expired DE531795C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE912448C (de) * 1952-06-21 1954-05-31 Kleinewefers Soehne J Als Regelwalze ausgebildete Spannwalze, insbesondere fuer kettenlose Mercerisiermaschinen
DE1215640B (de) * 1958-02-21 1966-05-05 Ind Ovens Inc Geraet zur Behandlung von band- oder strangfoermigem Gut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE912448C (de) * 1952-06-21 1954-05-31 Kleinewefers Soehne J Als Regelwalze ausgebildete Spannwalze, insbesondere fuer kettenlose Mercerisiermaschinen
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