DE53165C - Cigarrenmaschine - Google Patents
CigarrenmaschineInfo
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- DE53165C DE53165C DENDAT53165D DE53165DA DE53165C DE 53165 C DE53165 C DE 53165C DE NDAT53165 D DENDAT53165 D DE NDAT53165D DE 53165D A DE53165D A DE 53165DA DE 53165 C DE53165 C DE 53165C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C1/00—Elements of cigar manufacture
- A24C1/08—Making tobacco bunches
- A24C1/14—Bunch-making machines with grippers
Landscapes
- Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die vorliegende Maschine liefert ein sehr exact aussehendes Fabrikat dadurch, dafs sie
die Herstellungsweise mit der Hand genau nachahmt, sowohl bei Bearbeitung der Einlage,
als auch beim Einrollen derselben in das Deckblatt. Bekanntlich stellt der Arbeiter die Einlage in der Weise her, dafs er eine bestimmte
Menge vorher zurecht geschnittenen Tabaks zwischen Daumen und Fingern nimmt, in das
Umblatt legt und auf dem Arbeitstische mehrere Male hin und her rollt, und auf diese Weise
einen Körper von ungefähr cylindrischer Form erhält, den er hierauf in den zum Deckblatt
bestimmten Tabaksstreifen schraubenförmig einrollt.
In der vorliegenden Maschine wird das Rollen nun nicht auf einem Tisch vorgenommen,
sondern der Tabak und die aus demselben gebildete Cigarre bleiben bis zu ihrer Vollendung
in ihrer ursprünglichen Stellung und erfahren nur eine fortwährende Wendung und Drehung um sich selbst und eine gleichzeitige
Pressung, wobei die diese Arbeit verrichtenden Organe in ihrem Zusammenhang die Form
einer Cigarre besitzen und folglich diese Form auf den Tabak übertragen.
Die Maschine ist auf den beiliegenden vier Blatt Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht derselben ohne Antriebsmechanismus,
Fig. 2 ein Querschnitt durch die Mitte nach A-B, Fig. 1,
Fig. 3 der Grundrifs.
Fig. 4 zeigt die fingerartigen Arbeitsorgane abgesondert.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht bezw. Schnitt des Maschinenuntergestells nebst Antriebsmechanismus.
Fig. 6 und 7 sowie die übrigen nicht numerirten Abbildungen sind Einzelheiten und
werden ihre Erklärung in der folgenden Beschreibung finden.
In einer Aussparung des Arbeitstisches X des Untergestelles, Fig. 5, ruht das aus den
beiden Seitenwänden A und Al bestehende,
durch die Rundstange O und die Tischplatten B und B\ Fig. 2, versteifte Maschinengestell. Die
beiden Seiten wände sind voll mit Ausnahme einer grofsen, mittleren Aussparung für den
Durchgang von Wellen (Blatt IV), welche später Erwähnung finden werden.
Die Tischplatten sind mit zwei langen Schlitzen (siehe auch Blatt IV) versehen, in welchen zwei
Messer Q, Fig. 3, und S, sowie eine Zinktafel U verschiebbar befestigt sind. .
In dem oberen Theil der Seitenwände ist je eine kurze Achse C bezw. C1 drehbar gelagert,
und auf denselben sind die kurzen, plattenförmigen Hebel D bezw. D x unwandelbar befestigt
(siehe Einzelheiten auf Blatt II). Am unteren Ende besitzen diese Hebel Bohrungen,
welche zur Aufnahme einer durchgehenden Rundstange E, Fig. 1 und 2, dienen, auf welch
letzterer die eigenartig geformten, arbeitenden. Organe F und F1 (Einzelheit auf Blatt III) lose,
doch gegen Verschieben gesichert, angebracht
sind. . Die Hebel D sind ferner weiter oben mit Schlitzlöchern versehen, in welchen sich
die Enden einer zweiten Achse G, welche die Stücke F und F1 ebenfalls in Schlitzlöchern H
und H1 (siehe Blatt III) durchdringt, bewegen kann. Diese Schlitzlöcher stehen bei der Ruhelage
von Fund F1 geneigt zu einander, Fig. 2, während sie sich beim Auf- und Niedergehen
der Achse G bald in der einen, bald in der anderen Richtung decken, d. h. die Stücke F
und F1 machen hierbei Schwingungen um ihre Achse D, und folglich müssen die den oberen
Theil bildenden fmgerartig gebogenen Zinken sich abwechselnd öffnen und schliefsen, wobei
sie im letzteren Falle in der Gesammtheit einen cigarrenförmigen Hohlraum bilden (Blatt III).
Auf die Achsstücke C bezw. C1, Fig. 1 und 2,
sind ferner die aus einem Stück bestehenden Doppelschalträder / und J, bezw. 71 und J1
aufgekeilt und durch Muttern gesichert.
Gegen die Zähne dieser Schalträder legen sich entsprechend geformte Klinken, von denen die
kürzere die Rückwärtsbewegung des Schaltrades verhindert. Die beiden zusammengehörigen
Klinken sitzen an gemeinschaftlichen Hebeln. Die Hebel L und L1 gehören zu Schaltrad
/1J1 und Hebel if und K1 zu Schaltrad
//.
Werden die Schalträder in Richtung des Pfeiles, Fig. 4, bewegt, so gehen die Klinken,
welche auf der Rundstange O lose aufsitzen, abwechselnd aus einander und zusammen;
letzteres wird durch Spiralfedern bewirkt, welche gegen die unteren Klinkenenden wirken, welch
letztere die zur Aufwickelung der Spiralfedern dienenden Querstangen St gabelförmig umfassen
und dadurch eine bessere Führung erhalten. Die Klinken je zweier gegenüberliegender
Schalträder sind durch Querstangen N und JV1, Fig. 2, und Muttern zu einem Ganzen
verbunden. Auf diesen Stangen also in fester Verbindung mit den Sperrklinken sind ferner
angeordnet die den Arbeitsorganen F und F1 ähnlich ausgebildeten, d. h. mit fingerartigen
Zinken versehenen Stücke. Die Anordnung der in ihrem Zusammenhange ebenfalls einen
cigarrenförmigen Hohlraum bildenden Zinken ist so getroffen, dafs je eine Zinke von M
bezw. M1 sich in den Raum zwischen zwei Zinken von F bezw. F1 legen kann, und umgekehrt.
Die Bewegung dieser Zinken von Fund F1 sowie von M und JW1, welche die Aufgabe
haben, den zwischen sie eingebrachten Tabak zur Cigarre zu verarbeiten, geschieht durch
die von aufsen her in hin- und hergehende Bewegung versetzte Achse G durch Vermittelung
der Schalträder. Um einen dauernden Eingriff dieser letzteren Organe zu gewährleisten,
ist Achse G auf zwei in der Mitte kreisförmig durchgebogenen Flacheisenstücken P
und P1 gelagert und wird durch Spiralfedern, welche gegen die Enden P und P1 wirken, an
die Zähne des Schaltrades geprefst.
Denkt man sich nun, dafs die Enden der Klinken L und L1, Fig. 4, in den Zahnlücken
ihrer Schalträder sich befinden, und dafs gleichzeitig die Achse G in den tiefsten Punkt der
untersten Zahnlücke von J1 geprefst ist, so werden die Zinken von M und JW1 am weitesten
aus einander stehen müssen, dagegen diejenigen von Fund F1 sich am meisten genähert
haben, da Achse G sich hierbei im höchsten Punkte der Schlitze H und H1 befindet.
Wird nun Achse G nach links in die punktirte Lage, Fig. 4, bewegt, so wird Schaltrad
I J] in Richtung des Pfeiles mitgenommen. Gleichzeitig werden die Zinken der Stücke MM1
zusammengeführt, bis sie sich, wenn die Klinken L und Lλ durch die Schaltradzähne
am weitesten aus einander gedrängt sind, allmälig
geschlossen haben.' Die Zinken der Organe F und F1 dagegen bleiben während
dieser Zeit geschlossen, da Achse G ihre verhältnifsmäfsig höchste Lage zu den Schlitzen H
und H1 während der ganzen Linksbewegung beibehält. Ein zwischen den Zinken von F
und F1 etwa befindlicher Cigarrenwickel wird daher festgehalten und nur um einen der Zahntheilung
des Sperrrades entsprechenden Winkel um seine eigene Achse gedreht. Das Umgekehrte
jedoch findet beim Rückgang der Achse G statt. Jetzt verhindern die an der Sperrseite der Zähne anliegenden Klinken das
Mitnehmen der Schalträder seitens der Achse G. Diese ist gezwungen und durch ihre federnde
Lagerung dazu im Stande, an dem betreffenden Zahn hinunterzugehen. Sie gelangt so an die
tiefste Stelle der Schlitze H und H1 und veranlafst
dadurch, wie bereits erwähnt worden ist, die Zinken der Organe F und F1 aus
einander zu gehen und den von M und M1 immer noch festgehaltenen Wickel loszulassen.
Am Ende der Rechtsbewegung springt die Achse G in die nächste Zahnlücke ein und gleichzeitig fassen die Zinken von F und F1
den Wickel, jetzt aber, wie ersichtlich, an einer anderen Stelle als zuerst. Bei der Linksschwingung
des Hebels D J wiederholt sich dasselbe Spiel wie am Anfange, so dafs der
zwischen den Arbeitsorganen befindliche Wickel nach acht (Anzahl der Schaltradzähne) ganzen
Schwingungen der Achse G eine vollständige Umdrehung um seine Achse und gleichzeitig
eine fortwährende Pressung seitens der Arbeitszinken erfahren hat.
Dies die Erklärung der wesentlichsten Theile der Maschine. Aufserdem ist dieselbe noch
mit verschiedenen Zubehörteilen versehen. So befindet sich auf der linken Seite der Tischplatte
B1 das Messer Q (Einzelheit Blatt I) drehbar um einen zwischen zwei senkrechten
Führungsplatten gelagerten Zapfen Z. Die Führungsplatten sind auf einen Gleitschuh b
aufgeschraubt, dessen vorspringende Leiste a in Verbindung mit einer Gegenleiste JR die Führung
in dem Schlitz der Tischplatte B1 bilden,
wobei zwei durch die Löcher cl und d'
gesteckte Mutterschrauben die Feststellung des Gleitschuhes bezw. Messers in den gewünschten
Lagen ermöglichen. Das Messer Q. ist dazu bestimmt, das vordere Ende der Cigarre glatt
zu schneiden bezw. der letzteren eine bestimmte Länge zu geben. Auf der anderen Seite der Platte B l befindet sich ein zweites
Messer S in dem Gestell T, welches in ähnlicher Weise in dem Tischschlitze geführt wird
wie Messer Q. Aufserdem jedoch besitzt sein Gleitschuh noch eine Verlängerung T, welche
bis über die zweite Platte B geht und für dessen Schlitz eine zweite Führungsleiste e besitzt,
welche ebenfalls durchbohrt ist.
Durch diese Bohrung wird eine Schraubenmutter gesteckt, welche zum Festhalten einer
Gegenleiste f, Fig. 2, aufserdem zur Befestigung einer Zinktafel U dient. Diese Tafel soll dem
Arbeiter zum Ausbreiten und Zurechtschneiden des Deckblattes dienen. Die Verlängerung T
besitzt etwa in der Mitte eine Vertiefung, welche mit einer als federnde Unterlage für
das Messer S dienenden Kautschukplatte ausgefüllt ist. Das Messer wird von einer Spiralfeder
selbstthätig gehoben, so dafs der Raum unterhalb desselben für gewöhnlich freibleibt
und dem Arbeiter ein ungehindertes Arbeiten auf der Verlängerung S ermöglicht ist. Unterhalb
der Gummiplatte g ist noch mittelst zweier Kopfschräubchen ein eigenartig geformtes Stück V
befestigt, dessen nach oben gehender Lappen h in Gemeinschaft mit dem letzten schmalen
Zinken i des Stückes F dazu dient, die Spitze des Wickels bezw. der mit Deckblatt versehenen
Cigarre scharf ausbilden zu können.
Die eigentliche Maschine wird in einen Ausschnitt der Tischplatte X, Fig. 5, derart eingesetzt,
dafs Achse E zwischen eine Gabel kommt, welche an einer unterhalb der Platte
in Schlitzen hin und her geführten Stange sich befindet. Die Bewegung der Stange wird vermittelst
Pleuelstange, Kurbelscheibe und Schnurlauf von einem Fufstritt aus übertragen. Fig. 6
und 7 stellen eine Abänderung in der Anordnung der Arbeitsorgane dar.
In den seitlichen Gestellwänden A befinden sich drehbare Zapfen, auf welche je ein Schaltrad
η und die wellenförmig genuthete Scheibe 0 fest aufgekeilt sind. Das Schaltrad η wird
von dem Sperrhaken m, welcher seinen Drehpunkt in der gebogenen Schiene r hat, nur in
Richtung des Pfeiles bewegt. Rückt das Schaltrad um einen Zahn weiter, so machen die
beiden in den Nuthen der Scheibe 0 gehenden Führungszäpfchen ρ und ρ ' eine ganze Schwingung,
welche sie den beiden um die Achse s drehbaren Stücken M und M1 mittheilen.
Diese Stücke, welche an ihrem Ende eine cigarrenartige Höhlung (welche nicht, wie bei
der ersten Maschine, durchbrochen ist) bilden, sind die einzigen arbeitenden Organe. Auch
bei dieser Maschine wird jedoch die Cigarre in gleicher Weise durch Drehung bearbeitet.
Sie ist an einem oder an beiden Enden zwischen zwei etwas federnden Blättern u eingespannt,
welche auf dem Zapfen vermittelst der Scheibe ο befestigt sind.
Die Nuthung in der Scheibe 0 bezw. das Auseinander- und Zusammengehen der Stücke M
und Ai1 ist so eingerichtet, dafs bei jedesmaligem Vorrücken des Rades um einen Zahn
bezw. bei der Drehung der Cigarre um einen entsprechenden Winkel die Stücke M und M1
aus einander gehen, d. h. die Cigarre loslassen. Die Herstellung einer Cigarre auf der vorliegenden
Maschine findet in folgender Weise statt:
Der Arbeiter legt die beiden Stücke M und M1 sowie gleichzeitig die Stücke F und F1
aus einander, dadurch, dafs er die Stangen N und N1 aus einander und die Achse G nach
unten drückt, was von Hand geschieht.- Nun legt er eine bestimmte Menge Tabak lose in
das Umblatt und bringt das Ganze ungerollt zwischen die aus einander gesperrten Zinken der
Arbeitsorgane. Nachdem er die Stücke M und Af1 von Hand wieder zusammengeführt
hat, kann er anfangen, an dem Fufstritt zu treten. Da die Cigarre bei jedem Hube des
Fufstrittes mehrere Umdrehungen um ihre Achse macht, geht die Arbeit schnell von statten, so
dafs der Wickel nach kurzer Zeit vollendet ist. Dann wird der Wickel auf folgende Weise in
das Deckblatt eingerollt: den Tabaksstreifen, den der Arbeiter für das Deckblatt bestimmt
hat, legt er so auf die Zinktafel U, dafs das vorderste Ende desselben an das linke Ende
der Cigarre zu liegen kommt. Während er das Deckblatt mit der linken Hand gegen das
Cigarrenende drückt, setzt er die Maschine in Thätigkeit und der Wickel rollt dann von selbst
den Deckblattstreifen um sich herum, wobei der Arbeiter, wenn nöthig, nachzuhelfen hat.
Ist der Streifen am rechten Ende, d. h. an der Spitze der Cigarre angelangt, so schneidet
er ihn durch Niederdrücken des Messers -S in der nöthigen Entfernung durch, und indem er
den mit Kleister befeuchteten Zeigefinger der
rechten Hand zwischen i und h drückt, bewirkt er die Formung der Spitze und Schliefsung der
Decke.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine zur Herstellung von Cigarren, gekennzeichnet durch die Anwendung zweier in einander greifender Arbeitsorgane M und M1 mit im Zusammenhange einen cigarrenförmigen Hohlraum bildenden fingerartigen Zinken, welche wechselseitig den zwischen sie gebrachten Tabak zusammenpressen und loslassen, wobei derselbe von dem ähnlich geformten Arbeitspaar F und F1 um seine Achse gedreht wird, wenn die Zinken von .Mund M1 die zu bearbeitende Cigarre loslassen, und welche das Einrollen des so fertig gestellten Wickels durch Weiterdrehen desselben bewerkstelligen.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53165C true DE53165C (de) |
Family
ID=327831
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53165D Expired - Lifetime DE53165C (de) | Cigarrenmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53165C (de) |
-
0
- DE DENDAT53165D patent/DE53165C/de not_active Expired - Lifetime
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