DE53121C - Formen von Glasröhren - Google Patents

Formen von Glasröhren

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DE53121C
DE53121C DENDAT53121D DE53121DA DE53121C DE 53121 C DE53121 C DE 53121C DE NDAT53121 D DENDAT53121 D DE NDAT53121D DE 53121D A DE53121D A DE 53121DA DE 53121 C DE53121 C DE 53121C
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Germany
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mold
glass
core
glass tubes
open
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT53121D
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English (en)
Original Assignee
L. APPERT in Paris, 16 Rue Drouot
Publication of DE53121C publication Critical patent/DE53121C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KLASSE 32: Glas.
LEON APPERT in PARIS. Formen von Glasröhren.
Die Erfindung behandelt ein Verfahren, um Glas zu formen, das sich auf alle Gegenstände aus Glas, wie die verschiedenen Arten Röhren, Cylinder u. s. w. anwenden läfst und welches darin besteht, dafs eine an beiden Seiten offene oder geschlossene Form verwendet wird, in welche der Formkern; nachdem das flüssige Glas hineingegossen ist, nach und nach von unten nach oben eingeführt wird.
Auf den Zeichnungen bedeutet:
Fig. ι einen Längsschnitt durch die an beiden Enden offene Form mit einliegendem, oben konisch verlaufendem Formkern in seiner höchsten Stellung; die punktirte Stellung bei b deutet die Stellung desselben an im Augenblick des Glasgusses, und diejenige bei c seine Stellung beim Herausnehmen aus der Form.
Fig. 2 einen Längsschnitt in gröfserem Mafsstabe durch die konische Spitze des Formkernes.
Fig. 3 und 4 Querschnitte nach A-B und C-D von Fig. ι in vergröfsertem Mafsstabe.
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die an beiden Enden offene Form mit zerlegbarem cylindrischen Formkern, in seiner höchsten Stellung für Gegenstände von gröfserer Länge; die punktirt angedeutete Stellung zeigt die Stellung im Moment der Einführung des Glasflusses.
Fig. 6 einen Längsschnitt der Formkernspitze in vergröfsertem Mafsstabe nach x-y der Fig. 7 und 8.
Fig. 7 und 8 Querschnitte nach F-G und H-J der Fig. 6.
Fig.'9 den Längsschnitt einer an einem Ende geschlossenen Form mit cylindrischem zerlegbaren Formkern.
Fig. 10 einen hierin geformten Hafen.
Fig. 11 eine Modification von Fig. 9.
Gleiche Buchstaben bezeichnen in allen Figuren gleiche Theile.
Um eine Röhre oder irgend einen hohlen, an beiden Enden offenen Gegenstand herzustellen, verwendet man eine hohle, metallische, cylindrisch durchbohrte Form M, deren innerer Durchmesser gleich dem äufseren der zu giefsenden Röhre T ist. Die Form besteht aus mehreren, durch Charniere M' verbundenen und der Länge und Breite nach aus-, einandernehmbaren Theilen, welche die fertiggestellte Röhre leicht herauszunehmen gestatten. Die einzelnen Theile werden durch Schrauben oder bewegliche Ringe M" fest zusammengehalten und die Wände der Form mit einer kastenartigen Umhüllung E umgeben, mittelst welcher man nach Belieben dieselben erhitzen oder abkühlen kann. Die Länge der Form M richtet sich nach der Länge des zu giefsenden Rohres, sie mufs jedesmal um die Länge zweier an den Enden der Form angebrachter Ansätze m vergröfsert werden, welche an den Enden vorspringen und dem sie ■ passirenden Kern als Führung dienen. In die Wandungen der Form eingeschnittene Nuthen m', die sich von den .Enden aus von Zeit zu Zeit wiederholen, dienen dazu, das Glas während des Formens zurückzuhalten, damit es nicht von dem Kern mitgezogen wird. Diese in die Form eingeschnittenen Nuthen können beliebige Gestalt haben.
Die Form wird senkrecht in der Formwerkstatt, nahe dem Giefsofen, in solcher Tiefe unter dem Fufsboden aufgestellt, dafs sie leicht
von oben her gefüllt werden kann. Sie wird fest gegen ein Gestell gestützt, um ein bequemes Oeffhen und Schliefsen der Formwände zu gestatten. Ein voller oder hohler, an dem einen Ende leicht konisch zulaufender Metallkern N geht durch sie hindurch, der in seiner Aufsenform genau der Innenfläche der anzufertigenden Röhre gleicht. Dieser Kern N ist um einige Centimeter langer als die Form, so dafs die bogenförmige Spitze N' aus dem oberen Ende derselben hervorragt, welche den Zweck hat, den Durchgang durch das flüssige Glas zu erleichtern. Der untere Theil des Kernes ist mit einem cylindrisch geformten Stiel N" von demselben Durchmesser verbunden, der in zwei Lagerpfannen n" leicht gleiten kann, damit er bei der Aufwä'rtsbewegung in der Achse der Form bleibt. Die Stange N" steht mit einer Maschine in Verbindung, die durch Dampf, Wasser oder comprimirte Luft bethätigt wird.
Nachdem die Form geschlossen und der Kern in seine niedrigste Stellung hinabgedrückt ist, giefst man flüssiges Glas in genügender Menge ein, dann giebt man dem Kern eine aufsteigende Bewegung, welche ihn zwingt, die Glasmasse zu durchdringen und sie gegen die Wandungen der Form zu pressen. Die überstehende Masse schiebt er vor sich her und formt dabei.
Die fertige Röhre nimmt man mit einer vorher erwärmten Zange heraus und bringt sie in einen Kühlofen oder in ein Härtebad, je nachdem man gekühlte oder gehärtete Röhren wünscht.
Wenn die gewünschte Röhre nicht von grofser Länge sein soll, kann man dem Kern ein wenig Anzug geben (schwach konisch gestalten, Fig. i). Soll die Röhre dagegen lang sein (Fig. 5), so stellt man den Kern, um Sprünge oder Brüche des in dem unteren Theile zuerst geformten und daher mehr abgekühlten Glases zu vermeiden, aus zwei Theilen N N" her (Fig. 5), welche dann je aus einem Ende der Form herausgenommen werden können.
Der obere Theil JV des Kernes ist cylindrisch geformt und hat denselben ä'ufseren Durchmesser wie der innere des zu giefsenden Gegenstandes, auch er hat eine Bogenspitze N', wie oben erwähnte Anordnung. Der Theil NN' ist hohl und hängt lose mit dem unteren ebenfalls cylindrischen Theile zusammen, der aber von geringerem Durchmesser als der des eigentlichen Kernes ist. Beide Theile müssen mit gröfster Leichtigkeit von einander getrennt werden können.
Der Vorgang des Formens vollzieht sich auf dieselbe Weise, wie der vorher beschriebene, mit dem Unterschiede, dafs, wenn der obere Theil des Kernes oben angekommen und das überschüssige Glas hinweggenommen ist, derselbe mit einer Greifklaue schnell von oben entfernt wird, während sein unteres Ende N" nach dem Niedergange von unten aus der Form entfernt wird und die an beiden Enden offene Röhre auf diese Weise hergestellt wird.
Die Anwendung eines aus zwei Theilen bestehenden Kernes bietet nicht nur den Vortheil, die Röhren weit länger anfertigen zu können, sondern bewirkt auch die Herstellung einer vollständig cylindrischen Innenwandung, da der Kern keinen Anzug hat.
Das eben für an beiden Enden offene Röhren erläuterte Formverfahren kann auch für an einem Ende geschlossene Gegenstände von beliebiger Länge und Weite Anwendung finden.
In Fig. 9 ist die Anordnung eines solchen Verfahrens dargestellt. Mist die Form, welche, nachdem das Glas eingebracht ist, an ihrer Oberseite durch einen Deckel H, der die Gestalt des Unterbodens des anzufertigenden Gegenstandes hat, auf irgend eine Weise fest verschlossen ist. Das Glas wird dann, wenn der Formkern am Ende seiner Bahn angelangt ist, stark gegen diesen gedrängt. Er ist mit Luftlöchern H' versehen, welche den Austritt der Luft aus der Form gestatten; auch dienen letztere dazu, dem überschüssigen Glas eine bestimmte Form zu geben, welche sich als Vorsprünge kennzeichnen, Fig. 10, und als Füfse bei dem zu giefsenden Gegenstande verwendet werden können.
Das Auseinandernehmen der Form geschieht nach Abnahme des Deckels und Heruntergehen des Kernes ebenso wie bei dem vorher beschriebenen Verfahren.
Sieht man, dafs der Druck des Gewichtes der eingebrachten Glasmenge nicht genügend stark ist, um das Vollfüllen und Formen des Gegenstandes sicher zu stellen, so kann man, nachdem das Glas in die Form gegossen ist, auf dessen Oberfläche eine Metallscheibe legen, welche dem inneren Durchmesser der Form gleich ist, jedoch genügenden Spielraum läfst, um ein leichtes Aufwärtsgleiten zu gestatten. Diese Metallscheibe folgt der aufsteigenden Bewegung des Glases und des Kernes und wird schliefslich mit dem überschüssigen Glase bei offener Form ausgestofsen, aber bei einer an einem Ende geschlossenen Form sich gegen den Deckel legen. In ersterem Falle mufs diese Platte in einem Spitzbogen auslaufen, in letzterem eine parallelepipedische Form haben und an ihrer Unterseite die Matrize des Bodens des zu giefsenden Gegenstandes tragen. Sie kann aufserdem, wenn es als nothwendig angesehen wird, mit Luftlöchern versehen sein, welche denen des Deckels entsprechen. Auch
kann sie den Deckel, gegen welchen der Boden des zu giefsenden Gegenstandes geformt werden soll, vollständig ersetzen.
In diesem Falle hält man, da die Form oben offen ist, die aufsteigende Platte mittelst Riegel, die in der Länge des zu formenden Gegenstandes in entsprechender Höhe angebracht sind, an. Der Kern mufs also das flüssige Glas fest gegen den Boden der Platte drücken und es zwingen, sich dort zu formen. Es kann in diesem Falle vorkommen, dafs sich rund um die Platte ein leichter Grat bildet, der entfernt werden mufs.
Die schwere Metallplatte kann auch durch eine andere, leichte, ersetzt werden, deren Bewegung man mittelst einer Spiralfeder reguliren kann (Fig. 11).

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Verfahren zum Formen von an einem oder an beiden Enden offenen Glasröhren, darin bestehend, dafs in die an einem oder an beiden Enden offene Form das flüssige Glas eingeführt und durch einen der Lichtweite des Rohres entsprechenden Kern theils an die Wandungen der Form gedrückt, theils vorgeschoben wird, wobei das überschüssige Glas durch den Kern aus der Form gedrückt wird.
    Zur Ausführung des unter i. gekennzeichneten Formverfahrens für Glasröhren -die Anwendung einer je nach Bedarf aus mehreren Theilen bestehenden, cylindrisch durchbohrten Metallform, deren innere Wandungen ausgekerbt sind, um das bereits geformte Glas in seiner Lage zu erhalten, sowie die Verwendung eines Metallkernes, der entweder schwach konisch ist oder aus zwei cylindrischen Theilen von verschiedenem Durchmesser besteht, mittelst Dampf, Wasser oder comprimirter Luft von unten in die Form eingeführt und in derselben geführt wird.
    Der unter 2. beschriebene Apparat zum Formen von Glasröhren mit einem geschlossenen Ende dahin abgeändert, dafs als Boden der Form eine Metallplatte angeordnet wird, welche den etwa fehlenden Druck auf das flüssige Glas durch Eigengewicht oder durch eine Spiralfeder ausübt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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