DE530516C - Verfahren zur Verarbeitung von Kupfer und Blei, gegebenenfalls neben Zink und anderen Metallen enthaltenden sulfidischen Eisenerzen - Google Patents
Verfahren zur Verarbeitung von Kupfer und Blei, gegebenenfalls neben Zink und anderen Metallen enthaltenden sulfidischen EisenerzenInfo
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Description
- Verfahren zur Verarbeitung von Kupfer und .Blei, gegebenenfalls neben Zink und anderen Metallen enthaltenden sulfidischen Eisenerzen Tn dem Hauptpatent 526 6@o ist ein Verfahren zur Verarbeitung von Kupfer und Blei, gegebenenfalls neben Zink und anderer. Metallen enthaltenden sul$dischen Eisenerzen beschrieben, bei welchem die als Feinkies vorliegenden Eisenerze zunächst derart geröstet %verden, daß der Sulfidschwefelgehalt bis auf unter o,5 % entfernt, dann Chlorgas in der Wärme einwirken gelassen und anschließend gelaugt wird. Die Chlorierung gestaltet sich am günstigsten, wenn im Verlaufe der Einwirkung des Chlors eine höchste Temperatur von etwa 500° erreicht werden kann.
- Bei der Chlorierung abgerösteter sulfidischer Erze gelangen nun die Abbrände im allgemeinen mit einer ihnen noch von der Abröstung innewohnenden Temperatur von nicht über Zoo bis 25o° zur Chlorbehandlung. Während der Einwirkung des Chlors steigt diese Anfangstemperatur je nach der im Abbrand noch vorhandenen Menge an Sulfidschwefel an. Bei einem für die Chlorierung mit Chlorgas als besonders günstig angesehenen Gehalt an Sulfidschwefel von o,2 bis 0,3 °/o beträgt der Temperaturanstieg etwa 15o°, so daß die oben angegebene optimale Temperatur von etwa 500° nicht erreicht wird. Es ist auch nicht ohne weiteres möglich, diese Temperatur durch Steigerung des Sulfidschwefelgehaltes im Abbrand zu erreichen, weil die Gefahr besteht, daß schon bei einem Gehalt von wenig über o,5 °/o Sulfidschwefel ein allzu starker Temperaturanstieg stattfindet, der zu unerwünschten Sinterungen und Schmelzungen Anlaß gibt, welche den weiteren Zutritt des Chlors zum Erz behindern. Diese Gefahr besteht insbesondere bei Erzen mit erheblichem Zinkgehalt.
- Man kann aber auch nicht ohne weiteres die Anfangstemperatur erhöhen, mit welcher die abgerösteten Erze zur Chlorierung gelangen, da jene durch die Verknüpfung des vorhergehenden Röstprozesses mit dem Chlorierungsprozeß gegeben ist und eine besondere Aufheizung aus wirtschaftlichen Gründen kaum in Betracht kommt.
- Es wurde nun gefunden, daß man auch bei Erzen, welche auf einen höheren Sulfidschwefelgehalt als o,5°1", beispielsweise auf einen Gehalt von o,5 bis 1 °/o Sulfidschwefel abgeröstet wurden, die geeignete Reaktionstemperatur auf einfache Weise und gefahrlos erreichen kann, wenn man die Chlorierung mit Chlorgas vornimmt, dem eine je nach der Höhe des vorhandenen Sulfidschwefelgehaltes entsprechende Menge Sauerstoff oder Luft zugemischt wurde. Zweckmäßig bemißt man diese Sauerstoff- oder Luftmenge derart, daß im Verlaufe der Chlorierung eine nahe an 500° liegende Temperätur,le-rreicht wird.
- Im nachstehenden ist, eine beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens beschrieben: Ein Feinkies mit einem Bleigehalt von o,9 %, einem Kupfergehalt von 3 % und einem Zinkgehalt von 3 "/o wird in einem geeigneten mechanischen Röstofen derart abgeröstet, daß der Abbrand noch 2 % Gesamtschwefel und davon o,8°/,) Sulfidschwefel enthält. In dem so gewonnenen Abbrand beträgt der Gehalt an Cu 4 °/o, davon unlöslich in verdünnter Säure 1,5 °Jo, Zn 4 °1o, davon unlöslich in verdünnter Säure 43 °lo, Blei 1,2 °/o.
- Der in einer bei Feinkiesen üblichen Körnung vorliegende Abbrand wird nunmehr bei einer Anfangstemperatur von etwa 23o° mit Chlor, das mit 30 °/o Luft verdünnt ist, behandelt. Die Temperatur steigt dann während der Chlorierung auf etwa 49o° an. Die zuzuführende Chlormenge entspricht ungefähr der theoretischen Menge, so daß die Chlorierung unterbrochen werden kann, wenn diese vorher berechnete Chlormenge verbraucht ist. Die Dauer der Behandlung beträgt bei einer Charge von 3 ooo kg Abbrand etwa 6 Stunden.
- Ein wesentlicher Vorzug des neuen Verfahrens besteht darin, daß nicht mehr so enge Grenzen für den Sulfidschwefelgehalt der Abbrände eingehalten werden müssen, wie bei der Chlorierung der Abbrände mit reinem Chlorgas. Dieser Umstand ist von besonderer Bedeutung für die Praxis, da die ständige Einhaltung eines sehr geringen Sulfidschwefelgehaltes von stets gleicher Höhe im Röstbetriebe äußerst schwierig ist und meist die Anwendung besonderer Einrichtungen nötig macht.
- Das neue Verfahren ist grundsätzlich verschieden von dem bekannten Verfahren der Herstellung von Metallchloriden, bei welchem gemischte Sulfid- und Oxyderze bei verhältnismäßig niederen Temperaturen einem Gemisch von Chlorwasserstoffgas und freiem Chlor mit zugemischtem Sauerstoff ausgesetzt werden sollen. Bei diesem älteren Verfahren bezweckt die Zugabe des Sauerstoffes lediglich die Bildung von Chlorschwefel und den damit verbundenen Chlorverlust zu verhindern. Der Erfindung gemäß bezweckt dagegen der Sauerstoffzusatz die gefahrlose Einhaltung der günstigsten Chlorierungsbedingungen, insbesondere der optimalen, verhältnismäßig hohen Chlorierungstemperatur, ohne störende Nebenwirkungen.
Claims (2)
- I'A'1'EN'I'ANS('kÜClfli: i. Verfahren zur Verarbeitung von Kupfer und Blei, gegebenenfalls neben Zink und anderen Metallen enthaltenden sulfidischen Eisenerzen nach Patent 5a6 61o, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einen Sulfidschwefelgehalt zwischen 0,5 bis i abgerösteten Eisenerze vor ihrer Laugung mit Chlorgas in der Wärme behandelt werden, welchem je nach der verhältnismäßig geringen Höhe des in den Abbränden vorhandenen Sulfidschwefelgehaltes entsprechende Mengen Sauerstoff oder Luft zugemischt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Chlorgas zugesetzte Menge Sauerstoff oder Luft derart bemessen wird, daß im Verlaufe der Chlorierung eine zwischen 40o bis 5oo° liegende Temperatur erreicht wird.
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