DE530470C - Verfahren zur Herstellung von Acetylcellulose - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetylcellulose

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DE530470C
DE530470C DEN26622D DEN0026622D DE530470C DE 530470 C DE530470 C DE 530470C DE N26622 D DEN26622 D DE N26622D DE N0026622 D DEN0026622 D DE N0026622D DE 530470 C DE530470 C DE 530470C
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acetylation
cellulose
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B3/00Preparation of cellulose esters of organic acids
    • C08B3/06Cellulose acetate, e.g. mono-acetate, di-acetate or tri-acetate

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Description

  • Verfahren zur Herstellung. von Acetylcellulose Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Acetylcellulose bestimmter Viskosität. Bekanntlich ist eine der wichtigsten Anforderungen, denen eine gute Spinnflüssigkeit zu genügen hat, die Viskosität. So ist eine große Viskosität der Spinnflüssigkeit im allgemeinen mit einer großen Stärke der daraus zu erzeugenden Fäden verknüpft; auch der Glanz wird durch eine höhere Viskosität verbessert, und das Spinnen geht leichter vonstatten.
  • Bis jetzt hat man jedoch zur Erzeugung einer höheren Viskosität nahezu ausschließlich die Mischverhältnisse der verschiedenen Komponenten der Acetylierungsmischung berücksichtigt und deren Menge wie auch diejenige der verwendeten Katalysatoren dem Feuchtigkeitsgehalt der Cellulose angepaßt.
  • Nach eingehenden Versuchen wurde jedoch gefunden, daß man den beabsichtigten Zweck in viel einfacherer Weise erreichen und außerdem die Regelung der Viskosität der Acetylverbindungen genauer ausführen kann, als dies nach den üblichen Verfahren der Fall ist.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß während der Acetylierung ein bestimmter Wassergehalt eingehalten wird, indem einerseits das Acetylierungsgemisch einschließlich Katalysator vor Zugabe der Cellulose so lange sich selbst überlassen wird, bis das vorhandene Wasser in dem gewünschten Maße oder gänzlich gebunden ist, und indem andererseits der Wassergehalt der zur Verwendung gelangenden Cellulose in Abhängigkeit vom Wassergehalt des wie angegeben behandelten AcetyUerangsgemisches gewählt wird.
  • Als Acetylierungsgemisch dient Essigsäureanhydrid, das mit geeignetenVerdünnungsmitteln gemischt ist, wie Eisessig. Als Kataly-_Sulfurylchlorid, satoren kommen Methylaminsulfat in Frage: Schwefelsäure, und andere übliche Stoffe wie auch Mischungen von zwei oder mehreren dieser Stoffe. Als Cellulose werden die für diesen Zweck üblichen Materialien verwendet und diese evtl. wunschgemäß' einer Vorbehandlung unterworfen.
  • Durch die Erfindung kann man den Wassergehalt sehr genau regulieren, wodurch man bedeutend bessere Endprodukte herstellen kann. Nach der Erfindung ist man nämlich imstande zu verhindern, daß unerwünschte Wassermengen auf die Reaktion einen Einfluß ausüben, die die Acetylierung in eine bestimmte Richtung führen oder Nebenreaktionen verursachen, die für ein gutes Produkt nicht erwünscht sind. Außerdem hat man den nicht zu unterschätzenden Vorteil, daß beim Arbeiten nach vorliegender Erfindung geringfügige Änderungen in der Temperatur weniger schädliche Folgen haben. Dies verursacht wiederum, daß die Acetylierung bedeutend erleichtert wird und regelmäßig stattfindet.
  • Die untenstehenden Beispiele geben einige der vielen Arbeitsweisen, in welchen man die Erfindung anwenden kann. Beispiel i Man mischt 4 kg Essigsäüreanhydrid mit 4,5 kg Eisessig und läßt diese Mischung während ungefähr 6 Stunden stehen. Darauf werden 6o g Sulfurylchlorid als Kondensationsmittel zugesetzt, worauf die Mischung wiederum einige Stunden sich selbst überlassen wird, wobei man, ebenso wie das erste Mal, dafür Sorge zu tragen hat, daß Wasser oder Wasserdampf nicht zutreten können. Darauf wird in die so erzeugte Mischung i kg Cellulose mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 6 °/6 getaucht. Die Acetylierung findet bei 6o° C statt und beansprucht ungefähr 6 Stunden. Beispiele 3,3 kg Essigsäureanhydrid werden mit 4 kg Eisessig gemischt und zwei Stunden lang sich selbst überlassen. Darauf werden ioo g konzentrierte Schwefelsäure hinzugefügt und die Mischung noch eine Stunde sich selbst überlassen. Alsdann wird i kg Baumwolle mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 41[2 °i, in der Mischung getränkt und kurze Zeit bei ungefähr 4o° C acetyliert. Das erhaltene Acetat=wird-därauf in bekannfer Weise weiterverarbeitet.
  • Im Zusammenhang mit der gewünschten Viskosität der Acetatlösung wählt man im allgemeinen die Mengen des Essigsäureanhydrides, Eisessigs und Kondensationsmittels und berücksichtigt dabei auch den Feuchtigkeitsgehalt der Cellulose und die Zeit, während der man die Mischung sich selbst überläßt: -Im allgemeinen kann gesagt werden, daß, je größer die Viskosität sein soll, desto länger muß man die Mischung sich selbst überlassen. Die stark viskosen Lösungen erzeugt man bei Verwendung .eines Acetylierungsbades, das sehr lange Zeit, z. B. io §tunden, sich selbst überlassen wird,. wodurch praktisch die letzten Wasserspuren der Essigsäure vom Essigsäureanhydrid gebunden sind.
  • Die folgende Tabelle zeigt, welche Viskosität eine Acetylcellulose bei erreichter Homogenität besitzt, je nachdem ein Acetylierungsbad verwendet wird, das längere oder kürzere Zeit sich selbst überlassen ist. Die Zeit ist in Stunden, die Viskosität, d. h. die Zeit, die ein bestimmtes Kügelchen zum Herabsinken über den gleichen Abstand in den flüssigen Produkten braucht, in Sekunden .angegeben. Es wurden als Ausgangsmaterial Baumwolleabfälle mit 71, °/o Wassergehalt, Essigsäureanhydrid von 92 °/o und Eisessig von 98 °/o verwendet, als Acetylierüngsbad eine Mischung von 64,6 Volumteilen Eisessig und 35,4 Volumteilen Essigsäureanhydrid mit 0,7,5 Volumprozent Schwefelsäure.
    Zeit: Viskosität:
    0 65
    i 9o
    2 150
    6 220
    24 277
    Aus dieser Tabelle geht hervor, daß die Viskosität zunimmt, sofern man das Acetylierungsbad vorher sich selbst längere Zeit überläßt.
  • In ähnlicher Weise wird auch die Viskosität der Acetylcellulose verändert, wenn man bei gleichbleibendem Acetylierungsbad Cellulose verschiedenen Wassergehaltes verwendet, wie folgendes Beispiel zeigt: Zu ioo Gewichtsteilen eines Acetylierungsgemisches, das aus 3o Gewichtsprozent Essigsäureanhydrid, 69 Gewichtsprozent wasserfreier Essigsäure und i °/o - Schwefelsäure besteht, fügt man je io Gewichtsteile Cellulose in Form von Linters zu, und zwar Linters mit o, 3, 6 und 9 °/o Wasser. Die Acetylierung wird bei einer Temperatur von 2ö° C über 24 Stunden vorgenommen und dann die Viskosität gemessen. Es wurde gefunden: Viskosität: 240 226 _ 114 65 Auch dieses Beispiel zeigt deutlich -die Bedeutung des neuen Verfahrens zur Herstellung von Acetylcellulose bestimmter Viskosität. Die bei der Acetylierung erhaltenen Produkte werden in bekannter Weise, z. B. mittels Fällung der erhaltenen Celluloseverbindung,weiterverarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Acetylcellulose bestimmter Viskosität, dadurch gekennzeichnet, daß während der Acety lierung ein bestimmter Wassergehalt eingehalten wird, indem einerseits das Acetyliergemisch einschließlich Katalysator vor Zugabe der Cellulose so lange sich selbst überlassen wird, bis das vorhandene Wasser in dem gewünschten Maße oder gänzlich gebunden ist, und indem andererseits der Wassergehalt der zur Verwendung gelangenden Cellulose in Abhängigkeit vom Wassergehalt des wie angegeben behandelten Acetyliergemisches gewählt wird.
DEN26622D 1925-12-24 1926-11-20 Verfahren zur Herstellung von Acetylcellulose Expired DE530470C (de)

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