DE53005C - Vorrichtung zum Auslösen des Objektivverschlusses bei photographischen Apparaten und zur Einführung von Magnesiumpulver in einen Beleuchtungsapparat - Google Patents
Vorrichtung zum Auslösen des Objektivverschlusses bei photographischen Apparaten und zur Einführung von Magnesiumpulver in einen BeleuchtungsapparatInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B41/00—Circuit arrangements or apparatus for igniting or operating discharge lamps
- H05B41/14—Circuit arrangements
- H05B41/30—Circuit arrangements in which the lamp is fed by pulses, e.g. flash lamp
- H05B41/32—Circuit arrangements in which the lamp is fed by pulses, e.g. flash lamp for single flash operation
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- Stroboscope Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographs.
CC. SCHIRM in BERLIN.
Bei photographischen Aufnahmen, welche mit Hülfe von Magnesiumblitzlicht, eventuell unter
gleichzeitiger Mitbenutzung von gedämpftem Tageslicht vor sich gehen, kommt es in erster
Linie darauf an, die Zeitdauer der Exposition genau so zu. bestimmen, dafs die Platte weder
überlichtet wird, noch zu wenig Licht empfängt. Bisher hat man das Magnesiumblitzlicht
in der Weise verwendet, dafs man die das Objectiv bedeckende Verschlufskappe von
Hand entfernte, alsdann die Magnesiumflamme eine kurze Zeit aufleuchten liefs und schliefslich
das Objectiv wieder von Hand bedeckte. Bei diesem Verfahren hing das Gelingen der
Aufnahme lediglich von der mehr oder minder grofsen persönlichen Geschicklichkeit des Photographen
ab, und eine genaue Regulirung der Expositionsdauer war nur selten oder überhaupt
nicht zu erreichen.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, sind bei der vorliegenden Erfindung diese drei Vorgänge,
das Fortnehmen der Verschlufsplatte, das Aufblitzen der Magnesiumflamme und das
Bedecken des Objective in ein abhängiges Verhältnifs zu einander gebracht, derart, dafs durch
den ersten ^ Vorgang der zweite automatisch eingeleitet wird, während letzterer wiederum
das Eintreten des dritten Vorganges automatisch herbeiführt. Der Photograph hat demnach
nur nöthig, durch eine Bewegung seiner Hand die Entfernung der Verschlufskappe herbeizuführen;
letztere wird alsdann während ihrer Bewegung den Apparat zur Speisung der Magnesiumflamme
in Thätigkeit setzen, und dieser Apparat wiederum führt das automatische Bedecken
des Objectivs herbei. Je nachdem nun der zwischen den einzelnen Vorgängen liegende
Zeitraum gröfser oder kleiner ist, fällt auch die Expositionsdauer gröfser oder kleiner aus, und
da die angewendeten Mechanismen sich in ihrer Wirkungsweise leicht verstärken oder abschwächen
lassen, so kann durch die Schnelligkeit, mit welcher diese Vorgänge einander
folgen, die Belichtungsdauer genau bestimmt werden.
Die Art und Weise, wie das vorbeschriebene Verfahren in der Praxis ausgeführt wird, soll
nachstehend an einem Beispiel erläutert werden.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Vorrichtung in derjenigen Stellung, in welcher
sie zum Gebrauch fertig ist, d. h. die eine Verschlufsplatte bedeckt das Objectiv, während
die andere Verschlufsplatte sich in gehobener Stellung befindet, so dafs sie nach dem Entfernen
der ersten Platte, also nach dem Oeffnen des Objectivs herabfallen und das Objectiv
wieder bedecken kann. Der Blasebalg, welcher dazu dient, das Magnesiumpulver in die Flammen
zu blasen, wird mittelst starker Federn gespannt erhalten, so dafs er in dem Zeitraum
zwischen dem Herabfallen der ersten Verschlufsplatte und der Bedeckung des Objectivs
durch die zweite Verschlufsplatte zur Erzeugung des Magnesiumblitzlichtes in Bewegung gesetzt
werden kann.
Die Verschlufsplatten α und b werden durch
die als Arretirvdrrichtung dienenden Magnetanker d d1 in ihrer Lage gehalten werden,
während Elektromagnete m m1 bei ihrer Bethätigung
die Arretirvorrichtung in Bewegung setzen und ein Herabfallen der Verschlufsplatten
veranlassen. Der Blasebalg B, welcher durch den Schlauch S mit den Bunsen'schen
Brennern für das Magnesiumlicht in Verbin-
Claims (1)
- dung steht, wird durch die Zugstange \ und die Sperrklinke d'2 der Wirkung der Federn F entgegengesetzt in. gespannter Lage erhalten. Ein Elektromagnet m 2 giebt durch Anziehen der Sperrklinke d2 den Blasebalg der Einwirkung der Federn F frei und veranlafst somit die Hervorbringung des Magnesiumblitzlichtes. Durch die Contactvorrichtungen c c1 c2 c3 c4 und c5 wird der von den Elementen E ausgehende Strom ,der Reihe nach durch die Elektromagnete W1Tn2Jn geleitet, so dafs die Bewegungen der beiden Verschlufsplatten a und b, sowie des Blasebalges B in der gewünschten Reihenfolge stattfinden.Die Wirkungsweise dieser einzelnen Anordnungen ist folgende.Die Vorrichtung möge zunächst die in der Zeichnung dargestellte gebrauchsfertige Stellung einnehmen. In diesem Zustande sind die Stromleitungen unterbrochen, so dafs die Elemente E sich aufser Thätigkeit befinden. Wird nun der Contact c von Hand geschlossen, so geht ein elektrischer Strom durch die Leitungen i, 2 zur Platte b, von hier zur Leitung 3 durch den Elektromagneten m1 und durch Leitung 4, Contactvorrichtung cs und Leitung 5 zur Batterie zurück. Auf diese Weise wird der Elektromagnet ml in Thätigkeit gesetzt und durch Auslösen der Arretirvorrichtung d1 das Herabfallen der Platte b veranlafst. Hat sich die Verschlufsplatte b während ihres freien Falles so weit bewegt, dafs der leitende Ansatz i die Contactvorrichtung c1 berührt, so . wird der Strom in der vorigen Leitung unterbrochen und durch Draht 1, 2, Ansatz i, Contact c1 und Draht 6 zum Elektromagneten m2 und von hier durch Draht 7, Contact c3 und Leitung 5 zur Batterie zurückgeführt. Hierdurch wird der Elektromagnet w2 in Thätigkeit gesetzt und durch Anziehen der Arretirvorrichtung d2 der Blasebalg B der Druckwirkung der Federn F überlassen, so dafs während eines kurzen Zeitraumes ein Zuströmen von Magnesiumpulver zu den Bunsen'schen Flammen und ein Aufleuchten des Magnesiumlichtes erfolgt. Gegen das Ende seiner Bewegung trifft der Blasebalg B mit seiner leitenden unteren Leiste auf den Contact c4, so dafs der elektrische Strom jetzt durch die Leitung 1, 8, Ansatz i1, Contact c5 zum Elektromagneten m fliefst und von hier durch Leitung 9, Contact c4 und Leitung 5 zur Batterie zurückkehrt. Es wird auf diese Weise der Elektromagnet m ' erregt und durch Anziehen der Arretirvorrichtung d die Verschlufsplatte α herabgelassen.Anstatt die Platten α und b um Scharniere drehbar anzuordnen, wie die Zeichnung dies darstellt, kann man auch verticale, in geeigneten Führungen verschiebbare Verschlufsplatten wählen, welche ihre Bewegungen entweder unter der Wirkung ihrer eigenen Schwere oder unter Zuhülfenahme von Federn und1 Gewichten ausführen. Anstatt des elektrischen Stromes kann man auch irgend eine andere Art der Kraftübertragung wählen und, ohne von dem Grundgedanken der Erfindung abzuweichen, das Auslösen der einzelnen Bewegungen auch auf pneumatischem Wege oder durch Hebelwirkung erreichen.Allerdings ist es nicht zu leugnen, dafs der elektrische Strom der Kraftübertragung auf pneumatischem Wege oder durch Hebelwirkung insofern überlegen ist, als er einen ruhigen Gang der Vorrichtung bedingt. Wenn indessen das Untergestell für den photographischen Apparat hinreichend stark gebaut ist, um von etwaigen, für die photographische Aufnahme schädlichen mechanischen Erschütterungen nicht beeinflufst zu werden, so läfst sich, wie der Erfinder bereits festgestellt haben will, die Elektricität auch durch comprimirte Luft oder durch Hebel ersetzen.Hervorzuheben ist nach Angabe des Erfinders noch, dafs die Aufnahme mit dem vprbeschriebenen Apparat unter gleichzeitiger Benutzung des Tageslichtes vor sich gehen kann, und die Zeitdauer, während welcher das Tageslicht auf die photographische Platte einwirkt, ganz von der Geschwindigkeit abhängt, mit welcher die Bewegungen der Verschlufsplatten und des Blasebalges einander folgen. Man soll unter Umständen die Bewegung der ersteren durch Anwendung von Federn und Gewichten so beschleunigen können, dafs der Zeitraum, während dessen. das Objectiv geöffnet wird, gerade hinreicht, um das Magnesiumlicht einwirken zu lassen. Das Tageslicht soll in diesem Falle einen merklichen Einflufs auf die photographische Platte nicht ausüben. Andererseits soll man die Bewegung der Verschlufsplatten a und b derart verlangsamen können, dafs das Tageslicht zur vollen Geltung kommt und das Magnesium gewissermafsen nur zur Unterstützung desselben dient.Patenτ-A νspruch:Eine Vorrichtung zum Auslösen des Objectivverschlusses bei photographischen Apparaten und zur Einführung von Magnesiumpulver in einen Beleuchtungsapparat, bei welcher die sich öffnende Verschlufsklappe (b) durch Contactschlufs und Elektromagnetenwirkung ein Spannwerk zur Bethätigung des Magnesiuminjectionsapparates (B) auslöst, während letzterer wiederum bei seiner Bewegung durch Contactschlufs und Elektromagnetenwirkung das Herabfallen der bis dahin arretirten zweiten Verschlufsklappe (a) herbeiführt.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53005C true DE53005C (de) |
Family
ID=327680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53005D Expired - Lifetime DE53005C (de) | Vorrichtung zum Auslösen des Objektivverschlusses bei photographischen Apparaten und zur Einführung von Magnesiumpulver in einen Beleuchtungsapparat |
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0
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