DE528239C - Herstellung hochaktiver Kohle - Google Patents

Herstellung hochaktiver Kohle

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DE528239C
DE528239C DEV25251D DEV0025251D DE528239C DE 528239 C DE528239 C DE 528239C DE V25251 D DEV25251 D DE V25251D DE V0025251 D DEV0025251 D DE V0025251D DE 528239 C DE528239 C DE 528239C
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DE
Germany
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charcoal
highly active
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peat
methylene blue
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DEV25251D
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Inventor
Dr Emil Zimmer
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VER FARBWERKE ACT GES
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VER FARBWERKE ACT GES
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/342Preparation characterised by non-gaseous activating agents
    • C01B32/348Metallic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Herstellung hochaktiver Kohle Es ist bekannt, aktive Kohle in der Weise herzustellen, daß man Holz, Torf oder andere kohlenstoffhaltige Stoffe mit Salzen oder Säuren tränkt und hierauf in Glühöfen unter Luftabschluß auf Glühtemperatur erhitzt. Das erhaltene Glühprodukt wird durch Auslaugen mit Wasser oder Säuren gereinigt.
  • Für medizinische Zwecke ist eine besonders hochwertige Kohle erforderlich, die nach dein D. A. B. 6 einen Methylenblautiter von wenigstens 35 haben soll. Die im Handel befindlichen aktiven Kohlen, die für medizinische Zwecke bestimmt sind, erfüllen diese Anforderung gewöhnlich nicht.
  • Es wurde gefunden, daß man eine besonders hochaktive, die Anforderungen des D. A. B. 6 noch übertreffende Kohle erhält, wenn man Holz, Torf oder andere kohlenstoffhaltige Materialien oder Gemische von solchen mit Alkalisalzen höherer gesättigter oder ungesättigter Fettsäuren oder Harzsäuren oder auch Gemischen dieser Seifen, insbesondere Kaliseifen, für sich allein oder im Gemisch mit Alkalicarbonaten oder -sulfaten oder -bisulfaten oder auch mit Mischungen dieser unter Luftabschluß glüht und die Glühprodukte dann in üblicher Weise durch Auslaugen reinigt.
  • Zwar ist die Verwendung von Rückständen aus den Filterpressen beim Raffinieren von Speiseölen, welche neben solchen auch Spuren von Seifen und freien Fettsäuren sowie anorganische Stoffe, wie Bleicherde o. dgl., enthalten, zur Herstellung kohleartiger Erzeugnisse, welche als Entfärbungskohle Verwendung finden können, bereits bekannt; indessen handelt es sich hierbei nicht um die Herstellung hochaktiver medizinischer Kohle, und es konnte daher auch nicht vorausgesehen werden, daß durch Imprägnieren kohlenstoffltaltiger Stoffe, wie Holz o. dgl., mit Salzen höherer Fettsäuren und Glühen unter Luftabschluß eine aktive Kohle von besonders hochwertigen Eigenschaften gewonnen werden kann.
  • Eine besonders hochwertige, aktive Kohle erhält man nach folgendem Ausführungsbeispiel: 5 kg Kiefernholzsägemehl und 5 kg Torf werden gut gemischt und mit einer Lösung von je 2,5 kg gewöhnlicher, käuflicher Schmierseife, Kaliumcarbonat und Kaliumbisulfat vermischt und gut durchtränkt, so daß die Benetzung von Holz und Torf durch die ganze Masse gleichmäßig hindurchgeht und alle Poren erfüllt. Nach dem Trocknen und Glühen des Gemenges bei einer Temperatur von Soo bis z ooo° erhält man eine Kohle von besonders niedrigem Litergewicht und nach dein Auswaschen mit Wasser und nachfolgendem Ausziehen mit verdünnter, heißer Salzsäure und Nachwaschen bis zum Verschwinden der Azidität eine hochaktive Kohle, die nach dem Trocknen einen Methylenblautiter von 50 zeigt.
  • Ähnlich gute Resultate wurden erhalten, wenn an Stelle von Schmierseife eine Kaliharzseife und an Stelle von Sägemehl und Torf andere kohlenstoffhaltige Materialien der angegebenen Art verwendet wurden.
  • Da die beim Auswaschen mit Wasser erhaltenen alkalischen Laugen immer wieder zum Ansetzen neuer Partien verwendet werden können, ist das neue Verfahren besonders wirtschaftlich.
  • Die einzelnen Ansätze bestanden jedesmal aus 25o g Torf, 25o g Sägemehl, 150 g Kaliumbisulfat, 150 g Kaliumcarbonat und 21 Wasser.
  • Als Zusatzaktivierungsmittel wurde bei Versuch I i 5o g rohes Leinöl verwendet. Die erzielte aktive Kohle zeigte einen Methylenblautiter von 30 ccm.
  • Bei Versuch 2 wurden i 5o g rohes Leinöl mit 30 g Ätzkali verseift und zu dem Ansatz hinzugegeben. Die entstandene Kohle hatte einen Methylenblautiter von 5o ccm.
  • Bei Versuch 3 wurden 150 g Schmierseife Marke »Rheinschatz« Düsseldorf zu dem Ansatz hinzugefügt. Die resultierende aktive Kohle hatte einen Methylenblautiter von 50 ccm.
  • Bei Versuch 4 wurden 150 g Schweineschmalz mit 30 g Ätzkali verseift und zu dem Ansatz hinzugefügt. Die entstandene aktive Kohle hatte einen Methylenblautiter von 40 ccm.
  • Bei Versuch 5 wurden 150 g Rindstalg zu dem Ansatz hinzugefügt. Die entstandene aktive Kohle hatte einen Methylenblautiter von io ccm und bei einem zweiten Versuche von 15 ccm.
  • Bei Versuch 6 wurden 150 g Rindstalg mit 30 g Ätzkali verseift und zu dem Ansatz hinzugefügt. Die entstandene aktive Kohle hatte einen Methylenblautiter von 30 ccm. Bei Versuch 7 wurden 150 g halmkernöl zu dem Ansatz hinzugefügt. Die entstandene aktive Kohle hatte einen Methylenblautiter von 28 ccm.
  • Bei Versuch 8 wurden 150g Palmkernöl mit 30 g Ätzkali verseift und dem Ansatz zugefügt. Die entstandene aktive Kohle hatte in einem Fall einen Methylenblautiter von 45 ccm und im andern Falle von 50 ccm.
  • Der vollständige Ansatz, bestehend aus Torf, Sägemehl, Kaliumbisulfat, Kaliumcarbonat, Wasser und Fettseife, wurde vollständig getrocknet und dann in eine eiserne Retorte eingefüllt und der Destillation unterworfen. Nach etwa 12 Stunden war die Masse verkohlt. Nach dem Erkalten wurde die Retorte entleert, die entstandene Kohle in kleine Tiegel eingefüllt und in einem Muffelofen auf 95o bis i ooo° erhitzt. Auf dieser Temperatur wurden die Tiegel 2o Minuten erhalten, dann aus dem Ofen herausgenommen und nach dem Abkühlen entleert. Die Kohle wurde mit Wasser ausgelaugt, mit Salzsäure gereinigt und mit Wasser säurefrei gewaschen und getrocknet. Zur Prüfung auf Methylenblaulösung wurde die Kohle bei 1o5° 3 Stunden lang getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung hochaktiver Kohle aus kohlenstoffhaltigen Stoffen, wie Holz, Torf, Holzkohle, Sulfitcellulosekohle, Braunkohle usw., durch Imprägnieren derselben mit den üblichen anorganischen, aktivierend wirkenden Chemikalien, wieAlkalicarbonaten, -sulfaten, -bisulfaten oder Gemischen dieser, Glühen unter Luftabschluß und darauffolgendes Auslaugen, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten Ausgangsstoffe außerdem noch mit Alkalisalzen höherer gesättigter oder ungesättigter Fettsäuren oder Harzsäuren (Seifen) imprägniert werden.
DEV25251D 1929-05-05 1929-05-05 Herstellung hochaktiver Kohle Expired DE528239C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1907913A1 (de) * 1968-02-16 1969-09-25 Standard Oil Co Aktivkohle und Verfahren zu ihrer Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1907913A1 (de) * 1968-02-16 1969-09-25 Standard Oil Co Aktivkohle und Verfahren zu ihrer Herstellung

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