DE528238C - Verfahren zur Herstellung von Teigwaren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Teigwaren

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DE528238C
DE528238C DEB122975D DEB0122975D DE528238C DE 528238 C DE528238 C DE 528238C DE B122975 D DEB122975 D DE B122975D DE B0122975 D DEB0122975 D DE B0122975D DE 528238 C DE528238 C DE 528238C
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phosphatides
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L7/00Cereal-derived products; Malt products; Preparation or treatment thereof
    • A23L7/10Cereal-derived products
    • A23L7/109Types of pasta, e.g. macaroni or noodles

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Description

  • Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Dezember 1925 ab Bei der Herstellung von Teigwaren, z. B. Nudeln, finden Eier Verwendung. Der für die Ernährung besonders günstige Bestandteil der Eier ist das Lecithin. Es ist nun gefunden worden, daß sich dieses Eierlecithin in vorteilhafter Weise durch Pflanzenlecithin ersetzen läßt, wie es wohlfeil und in großen Mengen aus lecithinhaltigen Pflanzenstoffen, z. B. aus Sojabohnen, erhalten werden kann.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, Getreidekeime nach dem Entfernen der in ihnen enthaltenen Feuchtigkeit mit Aceton, Petroläther, Schwefelkohlenstoff oder Äther zu entölen und dann zur Gewinnung des Lecithins mit 9o- bis 95°%igem Äthyl- oder Methylalkohol auszulaugen. Durch die Art dieser Gewinnung bleiben die alkoholunlöslichen bzw. alkoholschwerlöslichen Phosphatide zurück: weiterhin wird das nach den neueren Forschungen für die Vitaminwirkung in Verbindung mit Lecithin besonders wichtige Phytosterin ausgelöst und gelangt nicht in das Lecithin, geht also für die Ernährung verloren.
  • Diese Nachteile werden vermieden, wenn durch Anwendung geeigneter Lösungsmittel, insbesondere eines Gemisches von Alkohol und Benzol, zunächst die gesamten Phosphatide und das Phytosterin beispielsweise aus den Sojabohnen gewonnen werden. Die Reinigung der Phosphatide erfolgt unter Vermeidung solcher Lösungsmittel, die das Phytosterin aus denselben entfernen, indem z. B. die in den Phosphatiden enthaltenen unangenehmen Geschmacks- und Geruchsstoffe unter vermindertem Luftdruck mit Wasserdampf abgetrieben werden.
  • Diese phytosterinhaltigen Phosphatide bestehen aus einem zähen, wachsartigen Körper von hellbrauner Farbe, dessen Beschaffenheit nicht gestattet, ihn ohne weiteres in den Teig hineinzuarbeiten, da hierbei Zusammenballungen entstehen würden, die sich nicht oder nur sehr schwer in der ganzen Masse gleichmäßig verteilen lassen.
  • Um dieses zu vermeiden, stellt man zunächst eine Mischung der Phosphatide, mit einem geeigneten Fett, z. B. mit gehärtetem Sojabohnenöl, her, indem man beide Teile unter Erwärmen innig miteinander verreibt. Diese mit Fett gemischten, salbenförmigen Phosphatide lassen sich leicht in dem Mehl oder dem angewirkten Teig verteilen.
  • Ferner kann man auch so verfahren, daß man die wachsartigen Phosphatide zunächst mit einer kleinen Menge trockenen Mehles in einer geeigneten Zerkleinerungsvorrichtung, z. B. einer Kugelmühle, verarbeitet und dann mehr Mehl hinzugibt. Es entsteht hierbei ein nicht wieder zusammenbackendes Pulver, das sich gut und gleichmäßig mit der Gesamtmasse des zur Herstellung der Teigwaren erforderlichen Mehles mischen läßt.
  • Die Extraktion von Sojabohnen mit einem Gemisch von Alkohol und Benzol zwecks Befreiung der in den Bohnen enthaltenen eiweißreichen Stoffe von dem Ö1 ist bekannt. Bei dieser Extraktion der Soja- Bohnen werden gleichzeitig Phosphatide mit dem Öl ausgelöst, die -in bekannter Weise von dem Öl äIgefrenrit werden und bei der Herstellung von,---Nahrungsmitteln Verwendung finden können.
  • Daß das auf diese Weise erhaltene und von dem Öl abgetrennte Lecithin phytosterinhaltig und aus diesem Grunde für die Verwendung bei der Herstellung von Teigwaren besonders geeignet ist, war dagegen seither nicht bekannt und in keiner Weise vorauszusehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Teigwaren, dadurch gekennzeichnet, daß hierbei aus Pflanzenstoffen, insbesondere Sojabohnen herrührende, gereinigte phytosterinhaltige Phosphatide, nämlich Lecithin, alkoholunlösliche und alkoholschwerläsliche Phosphorverbindungen Verwendung finden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphatide zunächst mit Fett unter Erwärmen angerieben und dann mit dem Mehl oder Teig angewrkt werden. ,3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphatide zunächst in einer geeigneten Zerkleinerungsvorrichtung mit Mehl gemischt werden, worauf man weitere Mengen Mehl hinzu-`fügt und schließlich das so erhaltene Pulver in der Gesamtmenge des zu verarbeitenden Mehles verteilt.
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