DE527174C - Verfahren zur Herstellung einer bituminoesen Schotterdecke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer bituminoesen SchotterdeckeInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Schotterdecke Das Prinzip der sogenannten wassergebundenen Schotterstraße (Macadam-Chaussee) beruht darauf, daß das grobe Steinmaterial, Schotter oder Steinschlag genannt, auf der planierten bzw. nivellierten Straßenfläche in bestimmter Schichtdicke ausgebreitet und dann derart eingewalzt wird, daß möglichst wenig Fugen verbleiben und ein möglichst inniger Verbund der Steine untereinander stattfindet. Die Dichtung dieser Steinschlagbahn erfolgt dann mit Hilfe lehmigen Sandes, der bekanntlich die Eigenschaft hat, beim Trocknen steinhart zu erhärten und somit die einzelnen Schottersteine festzulegen. Die nach diesem Verfahren hergestellten Landstraßen genügten den Ansprüchen des modernen Kraftwagenverkehrs nicht mehr; es trat bald ein Heraussaugen und Herausschleudern des als Bindemittel dienenden lehmigen Sandes ein. Die Folge war bei feuchtem Wetter Schmutzbildung, bei trockenem Wetter Staubentwicklung und Zerstörung der Decke. Einen Ausweg aus dieser Schwierigkeit suchte man durch Emulgieren von Teer in dem als Bindemittel dienenden lehmigen Sande und Verwendung der Teer-Lehm-Emulsion an Stelle von Lehm als Bindemittel zu erreichen. Ein anderer Weg war der, den Lehm als Bindemittel überhaupt zu vermeiden und die Steinschlagdecke dadurch zu befestigen, daß die Fugen soweit wie möglich mit feinem Steinsplitt oder Sand ausgefüllt wurden, worauf man dann dieser noch porösen Decke als Deckenüberzug eine Oberflächenbehandlung mit Teer oder Bitumen gab. Die in der geschilderten Weise hergestellten Straßendecken bedeuteten zwar einen Fortschritt, litten aber unter dem Übelstand, daß eine innige Verbindung der Steine unter der Deckschicht der oberflächlichen Teerung oder Bituminierung nicht statt hatte, da ein Bindemittel fehlte. Zum Schaden der Oberflächendecke war daher die Möglichkeit des Wackelns oder Verschiebens der Steine gegeben. Trat ferner durch den Verkehr eine Beschädigung der Deckenschicht ein, so hatte das Wasser durch die entstehenden Schlaglöcher Zutritt zu der Schotterung. Eine baldige Zerstörung solcher Decken war daher möglich.
- Es wurde gefunden, daß sich die Vorteile des Lehmbindungsverfahrens mit den Vorteilen der Oberflächenteerung oder -bituminierung besonders günstig vereinigen lassen, wenn man in folgender Weise vorgeht.
- Man stellt zunächst die Steinschlagdecke in bekannter Weise, z. B. vorteilhaft mit dachförmigem Profil, her. Dann wird mit lehmigem Material, z. B. lehmigem Sande oder Straßenabzug, eingeschlämmt. Ist die Straßendecke soweit fertiggestellt, so wird, solange die Fahrbahn noch recht naß ist, durch Spülen mit Wasser das lehmige Schlämmaterial von den Steinköpfen und aus den nach oben geöffneten Fugen wieder entfernt. In diesem Stadium der Herstellung sind die Steine bis zur Schulter, d. h. bis zu der Stelle, wo sie sich an die Nachbarsteine anlehnen, durch das lehmige Material verbünden, dagegen sind die Steinköpfe freigelegt.. Damit ist erreicht, daß das zur Festlegung der Steinschüttung nach Abtrocknung so wichtige und entscheidende Lehmmaterial in den Fundamentfugezr der neuen Steinbahn vorhanden ist, daß es aber an den Steinköpfen und in den nach oben geöffneten Fugen, wo es das Eindringen und die Erhaltung des Teer-Splitt-Gemenges verhindern würde, wieder beseitigt ist.
- Ist die Schotterdecke jetzt getrocknet, so folgt die Teerung oder Bituminierung in der Weise, daß das durch Spülen entfernte lehmige Material durch Teer bzw. Bitumen ersetzt wird, ohne daß die Steinköpfe durch einen Bitumen-Splitt-Teppich überdeckt werden. Die Straßenfläche wird dann in bekannter Weise mit Splitt bestreut. Dies feine Steinmaterial setzt sich in dem Teer bzw. Bitumen in den Fugen zwischen den Steinen fest und bildet mit dem Teer oder Bitumen eine feste, wasserbeständige, die Schottersteine verkittende Masse.
- Der Vorteil der geschilderten Arbeitsweise liegt darin, daß eine Straßenbefestigung erreicht wird, die sich durch außerordentliche Widerstandsfähigkeit gegen die Verkehrsbeanspruchung auszeichnet. Bei der bisherigen Oberflächenteerung mußte der Teer- oder Bitumen-Splitt-Teppich den Druck der Fahrzeuge aufnehmen und auf die Steinbahn übertragen. Die gemäß der Erfindung hergestellte Steinbahn - im Fundament mit lehmigem Material gebunden, im oberen Teil mit Teer- oder Bitumen-Splitt-Pfropfen lückenlos und wasserdicht verkittet - trägt dagegen die Last unmittelbar und als Einheit. Die Wirtschaftlichkeit einer solchen Befestigung ist nicht nur durch ihre Wohlfeilheit gegeben, sondern vor allem durch eine lange Haltbarkeit. Eine jährlich zu wiederholende Oberflächenteerung ist bei diesem Verfahren nicht notwendig, da die Ausbildung einer Teer- oder Bitumendecke nicht im Sinne des Verfahrens liegt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer bituminösen Schotterdecke, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die Schotter-Walzdecke mit lehmigem Füllstoff voll eingeschlämmt wird, unmittelbar darauf das lehmige Schlämmaterial von den Steinköpfen und aus den nach oben geöffneten Fugen bis zur Schulter der Steine wieder entfernt und dann der herausgenommene lehmige Füllstoff durch Aufbringen von Teer oder Bitumen und Aufstreuen von Splitt ersetzt wird.
Priority Applications (1)
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| DE527174C true DE527174C (de) | 1931-06-15 |
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| DEB136222D Expired DE527174C (de) | 1928-03-02 | 1928-03-02 | Verfahren zur Herstellung einer bituminoesen Schotterdecke |
Country Status (1)
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