DE5261C - Garbenbindevorrichtung an Getreide-Erntemaschinen - Google Patents

Garbenbindevorrichtung an Getreide-Erntemaschinen

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DE5261C
DE5261C DE18785261D DE5261DD DE5261C DE 5261 C DE5261 C DE 5261C DE 18785261 D DE18785261 D DE 18785261D DE 5261D D DE5261D D DE 5261DD DE 5261 C DE5261 C DE 5261C
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DE18785261D
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English (en)
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TH. T. A.HANSEN in Kopenhagen. (
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D59/00Equipment for binding harvested produce

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

1S78.
THORWALD T. A. HANSEN in KOPENHAGEN.
Garbenbindevorrichtung an Getreide-Ernte-Maschinen.
Patcntirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1878 ab.
Der vorliegende Garbenbindeapparat bezweckt die Anwendung von gewundenen Halmbändern oder anderen weichen Bändern zur Bindung der Garben. /
Er zeichnet sich vor anderen bisher bekannten Bindeapparaten namentlich dadurch aus, dafs1 er fast gar keine oder nur eine sehr geringe Mithülfe des Vorarbeiters, des sogenannten Binders erheischt.
Dabei ist er von einfacher Construction und functioiiirt gut. ,
Dieser Bindeapparat wird mit einigen kleineren, an sich unwesentlichen Aenderungen an verschiedenen Arten von Erntemaschinen anwendbar sein. In beiliegenden Zeichnungen ist er beispielsweise mit der »Agaton« genannten Erntemaschine in Verbindung gebracht.
Fig. ι zeigt diese Erntemaschine in der Vorderansicht,
Fig. 2 dieselbe in der Seitenansicht,
Fig. 3 dieselbe von oben gesehen.
A ist der Schneideapparat mit Reihenablcgung. Der Tisch a, auf welchen das Getreide abgelegt wird, besteht in einer Anzahl Gurte ohne Ende, welche über zwei Reihen Walzen gehen, durch deren Bewegung das abgelegte Getreide während des Ganges der Maschine nach dem Elevator B geführt wird. Von da wird es nach dem Garbenapparate C geführt. Der Elevator wird von einer Anzahl Ketten ohne Ende gebildet, welche über entsprechende Kettenscheiben hinweggehen und unter einander durch hölzerne Leisten verbunden sind. Diese letzteren sind mit krummen Zähnen versehen, die mit ihrer convexen Seite das Getreide längs einer Fläche von gewelltem Blech, in deren Vertiefungen die Zähne gleiten, aufwärts führen. Am oberen Ende des Elevators wird das Getreide von den erwähnten Zähnen in den Garbenapparat C geworfen. Dieser wird gebildet aus einem Zaune von Stahldraht, den der Binder, durch irgend eine Hebelvorrichtung, oben um ein Paar Zapfen drehen kann, sobald er mit einer zur Bildung einer Garbe hinreichenden Menge Getreides gefüllt ist und geleert werden mufs. In Fig. 3 ist weder der Garbenapparat C, noch der Elevator B, mit Ausnahme des untersten Theiles des gewellten F.levatorbleches, gezeigt. Die Pfosten B' und der obere Theil der Pfosten B 2 sind als durchschnitten gedacht.
Bei Ausleerung des Garbenapparates C fällt das Getreide in ein Lager, welches durch den oben offenen Cylinder C1 und durch eine oder mehrere gebogene Stangen C2 gebildet wird, Fig. 3. b, Fig. ι und 3, ist der Sitz des Binders, d, Fig. 3, der Fufstritt, auf den der Binder mit dem Fufse drückt, um den Bindeapparat in Thätigkeit zu setzen.
Der Bindeapparat ist für sich, in seiner Ruhestellung, von der Vorderseite der Erntemaschine gesehen, in Fig. 11 dargestellt; Fig. 12 zeigt das Vorgelege, durch welches der Bindeapparat in und aufser Thätigkeit gesetzt wird, von derselben Seite und in der Ruhestellung des Bindeapparats gesehen. Fig. 13 zeigt dasselbe Vorgelege von oben und in Thätigkeit gedacht.
In den Fig. 4, 5, 6 und 7 werden die verschiedenen Stellungen, welche die drei Haupttheile des Bindeapparats während der Function unter einander einnehmen, und in den Figuren 8, 9 und 10 die Details des Bindeapparats und Vorgeleges dargestellt.
Das Binden der Garben geschieht in dem vorerwähnten, durch den Cylinder Ir1 und die Stange C2, Fig. 3, gebildeten Lager und mittelst eines gewundenen Halmbandes, das auf einer beliebig an der Erntemaschine angebrachten Rolle aufgewickelt ist, von wo es sich abwindet. Mit dem Ende dieses Halmbandes wird beim Garbenbinden eine Schlinge um die Garbe gebildet. ·
Die wesentlichen Bestandteile des Bindeapparates, aufser dem erwähnten Lager für die-Garben, sind: ein Bandumleger Cx, ein Bandführer /, und eine Bindezange m, Fig. 1,3 und 11, nebst einem Vorgelege, Fig. 1, 3, 12 und 13, durch welches die vorgenannten drei Theile mit dem Fahrrade E der Maschine so in Eingriff gebracht werden, dafs ihnen von diesem eine bestimmte, begrenzte Bewegung ertheilt wird, nach deren Vollführung sie wieder selbsttätig aus der Verbindung mit dem Fahrrade ausgelöst werden.
Der Bandumleger C1 dreht sich mit einer Hülse tf2 auf dem Zapfen c3, welcher den Cylinder £Λ trägt, Fig. 11. Er führt das Ende des Bandes zweimal rings um jede Garbe. Zu diesem Zwecke endigt er in einer Zange, Fig. 4, 5, 6 und 7, mit welcher er das freie Ende des Bandes fafst.. Der Cylinder c\ der ungefähr
bis zur Mitte der Garbe reicht, hat den Zweck, zu vermeiden, dafs der Bandumleger et bei seiner Bewegung die Garbe in -Unordnung bringe.
Der Bandführer /,, Fig. i, 3, 4, 5, 6, 7, ιϊ, fuhrt das von der Rolle kommende Band. Im Verein mit der Bindezange ;;/ bewirkt j\ , nachdem der Bandumleger C1 die zwei Rundschläge vollführt hat, das Kreuzen der Bandenden. Der Bandfuhrer j\ besteht aus einer Stange, welche oben in einer durchbohrten Knagge endigt. Das Halmband läuft von der Winde, auf der es aufgerollt ist, durch das Auge des Bandführers J1 nach dem Bandumleger <?,, von welchem das freie Ende des Bandes gefafst ist. Die Stange des Bandführers J1 ist in einem eisernen Rahmen, der von einer um den Bolzen.* drehbaren Gabel J1 gebildet wird, verschiebbar gelagert, Fig. 1, 3 und 11. Die Enden der Gabel J1 werden vermittelst der Bolzen J3 zusammengehalten. Die Bindezange m dreht sich mit der schrägstehenden Axe L1.
Wenn das zum Bilden einer Garbe nöthige Getreide in dem vom Cylinder C1 und den Stangen C1 gebildeten Lager vorhanden ist, so drückt der Binder, dessen Sitz b in der Nähe des Bindeapparats angebracht. ist, mit' dem Fufse auf den Tritt d, Fig. 3,· wodurch der Bindeapparat vermittelst des Vorgeleges in Bewegung gesetzt wird. Der Bandumleger C1 fuhrt dann das Ende des Bandes zweimal um die Garbe. Schon der erste Rundschlag wird sich über die Bindezange in legen, Fig. 5, indem sich diese schon der Garbe genähert hat.
Vor dem zweiten Rundschlag ist der Bandfuhrer J1 von seiner untersten in seine mittlere Stellung hinaufgerückt, wie in Fig. 5 zu sehen ist. Nach vollendetem zweiten Rundschlage ist die Bindezange m unter dem ersten Rundschlage hinauf über das durch den Bandführer J1 kommende Band getreten. Zu derselben Zeit wird der Bandfuhrer J1 nach rechts geführt. Hierdurch öffnet das Auge des Bandführers /, die Bindezange ///, so dafs diese sich über das von dem Bandumleger ^1 gehaltene Ende aufsperrt, Fig. 6. Der Bandfuhrer J1 wird demnächst in seine oberste Stellung hinaufgeschoben, während die Bindezange in gleichzeitig das freie Ende, welches vom Bandumleger C1 gehalten wird, erfafst. Dieses freie Ende kreuzt sich nun mit dem durch den Bandfuhrer J1 kommenden Bande, wird unter den Nachbarrundschlag hineingeführt nnd angezogen; ebenso zieht auch der Bandfuhrer /, das Band straff an, Fig. 7.
Hierauf nehmen der Bandurnleger C1, der Bandführer /, und die Bindezange m ihre ursprüngliche Lage ein, wie in Fig. 4, und der Binder schneidet das Band, das vom Bandführer J1 gehalten wird, ab und- wirft die Garbe zur Seite.
Die Bewegung der einzelnen Theile wird auf folgende Weise erreicht:
Die Drehung des Bandumlegers <?,, Fig. 11, wird bewirkt durch die Kettenscheibe gx an der Hülse C1 des Bandumlegers.
Zur Bewegung des Bandführers /, ist auf der Axe h ein Excenter Q*, combinirt mit einer Spurwalze Q11 angebracht, in Fig. 10 detaillirt gezeichnet. Das Excentpr Q1 wirkt auf eine Querstange oder Frictionsrolle J0, welche vermittelst des Armes Jh auf der Stange des Bandführers J1 befestigt ist. Eine Spiralfeder hat das Bestreben, den Bandfuhrer J1 und die Gabel J1 zurückzuschieben, sowie sie auch die Gabel J2 abwärts gegen die Spurwalze Q1 drückt. Durch letztere, in deren Spur eine auf der Gabel J1 befestigte Klinke j, eingreift, wird die Drehung der Gabel'/.,- nach beiden Seiten hin bewirkt.
Zur Bewegung der Bindezange m dient eine Excenter- oder Daumenscheibe P auf der Axe h, Fig. 9 und 11. Ein Arm k auf der Axe /', wird mit einem knieförmigen Ansatz fortwährend gegen die Daumenscheibe P gehalten, Fig. 3, so dafs die Axe «, während der Umdrehung der Axe h eine hin- und hergehende Bewegung erhält. Diese wird durch ein Universalgelenk auf die schräg gestellte Axe I1 der Bindezange übertragen.
Der Bandumleger <?, und die Axe h werden mittelst der Kettenscheiben gx und g3 bewegt, von denen gx nur halb so grofs als ^3 ist, damit der Bandumleger C1 bei jeder Umdrehung der Axe h sich zweimal umdreht. Die Kettenscheiben gt und gs , wie die Spannscheibe ^2 und die zugehörige Kette sind in Fig. 11 nur angedeutet.
Das Vorgelege, durch welches der Bindeapparat in -und aufser Thätigkeit gesetzt wird, ist in Fig. iz von der Vorderseite der Erntemaschine und in der Ruhestellung des Bindeapparats' gesehen. Fig. 13 zeigt dieses Vorgelege von oben, in Thätigkeit gedacht. Vermittelst der Kettenscheibe ^4 und der zugehörigen Kette steht das Vorgelege in Verbindung mit den Kettenscheiben gx , ^2 und ^3 des Bindeapparats, wie in Fig. 11 und 12 gezeigt. In Fig. 12 ist gA nur angedeutet.
Die Axe u der Kettenscheibe gn kann in ihren Lagern η und 0 verschoben werden und ist mit einem konischen Zahn- oder Frictionsrade q versehen, welches mit dem konischen Rade / an der Axe des Fahrrades E der Erntemaschine durch eine Stange r, welche durch Hebel mit dem früher erwähnten, vom Binder in Bewegung gesetzten Fufstritt in Verbindung steht, in Eingriff gebracht werden kann.
Das Rad q wird vom Eingriff mit dem Rade ρ durch, eine flache Feder s, die fortwährend strebt, die Axe ti nach auswärts zu drücken, abgehalten. Die Axe u ist ferner mit einer Spurwalze R versehen, welche in Fig. 8 für sich dargestellt ist. Die Spur in dieser Spurwalze ist an einer Stelle im Umkreise der Walze, nach innen, gegen die Mitte der Maschine offen,
und an dieser Stelle ist die Walze mit einer Sperrklinke s versehen, welche durch eine Feder fortwährend in der in Fig. 8 und 13 gezeigten Stellung gehalten wird.
Wenn das Rad q durch den oben erwähnten Fufstritt d und die Stange r mit dem Rade p in Eingriff gebracht wird, so wird die Spurwalze R gleichzeitig gegen den festen Arm y am Gestell der Maschine geführt. Dieser Arm tritt durch die Oeffnung der Spur in diese hinein und verhindert dadurch, dafs die Axe u der Walze R von der Feder ί wieder zurückgeführt wird, selbst wenn auf den Fufstritt nicht mehr getreten wird. Erst nachdem die Axe u eine ganze Umdrehung gemacht hat, kann der Arm y wieder aus der Spur heraustreten, indem er dann durch die Umdrehung der Walze den Sperrhaken ζ aufhebt, so dafs er die Oeffnung der Spur frei. macht. Eine weitere Drehung der Spurwalze R nebst der Axe u wird durch den Sperrhaken ζ verhindert.
Sobald der Arm y wieder aus der Oeffnung in der Spur der Walze R herausgetreten ist, wird die Axe u von der Feder ί zurückgeführt, wodurch die Räder / und q aufser Eingriff gebracht werden.
Zur Begrenzung der Bewegung der Axe u dient eine keilförmige Hemmung V1 am Gestell der Maschine. Wenn die Axe u zurück' geführt wird, greift diese Hemmung in einen entsprechenden Ausschnitt V2 an der Hinterseite der Spurwalze ein, wodurch zugleich die Stellung der letzteren fortwährend regulirt und gesichert wird. .
Die Kettenscheibe ,^4 mufs von denselben Dimensionen wie die Kettenscheibe ^3, Fig. 11, sein.

Claims (2)

. Patent-Ansprüche:
1. Die Mechanismen zur Beschaffung der für die richtige Function erforderlichen Bewegungen des Bandumlegers, des Bandführers und der Bindezange, in der Hauptsache wie beschrieben und dargestellt,
2. Die Koppelscheibe oder die Spurwalze, welche in Fig. 8 für sich gezeigt ist, in Verbindung mit dem Arm y und der Hemmung V1, der Feder ί und der Stange r, mit den dazu gehörigen Hebelverbindungen, durch welche die Bewegungsmechanismen des Bindeapparats auf die Weise mit dem Fahrrade der Erntemaschine zusammengekoppelt werden, dafs sie eine durchaus bestimmte Gröfse und Dauer erreichen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE18785261D 1878-02-09 1878-02-09 Garbenbindevorrichtung an Getreide-Erntemaschinen Expired DE5261C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE5261T 1878-02-09

Publications (1)

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DE5261C true DE5261C (de) 1879-05-19

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ID=34584219

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DE18785261D Expired DE5261C (de) 1878-02-09 1878-02-09 Garbenbindevorrichtung an Getreide-Erntemaschinen

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