DE52491C - Verfahren zur Darstellung von Oxalsäure aus den Kochlaugen der Sulfitcellulose-Fabrikation - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Oxalsäure aus den Kochlaugen der Sulfitcellulose-Fabrikation

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DE52491C
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oxalic acid
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sulphite cellulose
cellulose production
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DENDAT52491D
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Dr. A. S. NETTL in Prag, Ferdinandsquai 590
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/295Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with inorganic bases, e.g. by alkali fusion

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Abgesehen von den geringen Mengen von Oxalsäure, die aus Zucker oder ähnlichen Kohlenhydraten gewonnen wird, wird zur Zeit fast die gesammte Menge der fabriksmäfsig erzeugten und zur Verwendung kommenden Oxalsäure bezw. oxalsaurer Verbindungen durch Behandeln von Sägespänen oder dergleichen mit Alkalien gewonnen, wobei die Ausbeute 20 pCt. selten übersteigt.
Nach dem neuen Verfahren ist es bei einiger Achtsamkeit möglich, Oxalsäure bezw. oxalsäure Verbindungen in reichlicher und lohnender Ausbeute aus den Ablaugen der Sulfitcellulosefabrikation mit oder ohne Benutzung der bei dieser Industrie abfallenden Säge- oder Schälspäne oder ähnlicher organischer Substanzen zu gewinnen, wobei erreicht wird, dafs ein vielfach zu Klagen Anlafs gebendes Abfallproduct der Sulfitcellulosefabrikation (die Kochablaugen) nutzbare Verwendung und völlige Beseitigung findet.
Das Verfahren besteht im Nachfolgenden:
Die bei der Sulfitcellulosefabrikation abfallende Kochablauge wird zunächst entweder durch Filzbeutel oder durch mit Sägemehl gefüllte Filterkästen oder in ähnlicher Weise filtrirt und so von etwaig vorhandenen mechanischen Verunreinigungen befreit; behufs weiterer Reinigung wird das Filtrat, das neben der organischen Substanz in der Hauptsache Kalksalze enthält (100 Theile Lauge geben im Mittel 12 Theile Trockensubstanz mit 9,5 organischen und 2,5 mineralischen Bestandtheilen), zur Abscheidung dieser in mit Dampfeinrichtung versehenen Holzbottichen mit der den Kalksalzen reichlich äquivalenten Menge Schwefelsäure versetzt und unter Umrühren so lange erwärmt, bis alle freie und frei gewordene schweflige Säure (die nach Wunsch aufgefangen und anderweitig verwerthet wird) ausgetrieben ist, wovon man sich durch die bekannte Jodstärkereaction überzeugt; während gleichzeitig der in der Lauge enthaltene Kalk als schwefelsaurer Kalk zu Boden fällt. Einen etwaigen Ueberschufs von zugesetzter Schwefelsäure beseitigt man durch vorsichtiges Neutralisiren mit kohlensaurem Kalk oder Aetzkalk. Die über den Bodensatz stehende, sich schnell klärende Flüssigkeit kann entweder durch vorsichtiges Abziehen oder durch Filterpressen von diesem getrennt und sodann, wie angegeben, weiter behandelt werden.
Sieht man von der directen Gewinnung der in der Lauge enthaltenen schwefligen -Säure ab, und handelt es sich nur darum, die Lauge kurzer Hand zu reinigen, so verfährt man in der Weise, dafs man zu der filtrirten Lauge eine entsprechende Menge Kalk zusetzt, wodurch sich der in der Lauge vorhandene Kalk mit dem zugesetzten als unlöslicher einfach schwefligsaurer Kalk abscheidet, der, wie oben angegeben, von der Lauge getrennt wird.
Erwärmen beschleunigt auch hier die Abscheidung; auch ist eine weitere Verwerthung des Sediments nicht ausgeschlossen.
Die so gereinigten Laugen werden in besonders hierzu geeigneten Verdampfapparaten auf ca. 40° B. eingedickt, eventuell auch zur Trockene gebracht und, wenn ohne weitere Zusätze verarbeitet, in noch warmem Zustande mit der doppelten Menge eines Gemisches von 2 Theilen Aetzkali und 1 Theil Aetznatron
oder je nach Bedarf einer äquivalenten Menge der Alkalien gleichmäfsig versetzt und in eisernen Gefäfsen unter stetem Umrühren und unter Vermeidung einer Verkohlung ι bis 4 Stunden je nach Bedarf auf über i8o° C. erhitzt und das so gewonnene Product in bekannter Weise behufs Reindarstellung der Oxalsäure bezw. oxalsaurer Verbindungen weiter behandelt; oder es werden die gereinigten und von Kalksalzen befreiten Ablaugen auf 300 B. eingedickt und in dieser oder ähnlicher Concentration mit Säge-■oder zerkleinerten Schälspänen oder ähnlichen organischen Substanzen vermischt und zu einem dicken, möglichst gleichartigen Brei verarbeitet, der sodann, wie oben, entsprechend mit Aetzalkalien versetzt und in gleicher Weise weiter behandelt wird.
In beiden Fällen übersteigt die Ausbeute an Oxalsäure weit jene Mengen, wie dieselben nach der bisherigen Weise durch die bislang bekannten Darstellungsarten gewonnen wurden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Darstellung von Oxalsäure bezw. oxalsaurer Verbindungen aus den bei der Sulfitcellulosefabrikation abfallenden Kochablaugen durch Behandeln der gereinigten und concentrirten Laugen mit Aetzalkalien bei einer Temperatur von über 1800C.
2. Die Darstellung von Oxalsäure bezw. oxalsaurer Verbindungen aus den Ablaugen der Sulfitcellulosefabrikation durch Vermischen der gereinigten und concentrirten Laugen mit Säge- oder Schälspänen oder ähnlichen organischen Substanzen und Behandeln des Gemenges mit Aetzalkalien bei einer Temperatur von über i8o° G.
DENDAT52491D Verfahren zur Darstellung von Oxalsäure aus den Kochlaugen der Sulfitcellulose-Fabrikation Expired - Lifetime DE52491C (de)

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