DE273271C - - Google Patents

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DE273271C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Cultivation Of Plants (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- .M 273271 -KLASSE 12 o. GRUPPE
Zusatz zum Patent 272036.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1913 ab. Längste Dauer: 22. April 1928.
Es wurde gefunden, daß man nach dem Verfahren des Hauptpatents an Steile von Holz auch andere Pflanzenteile, welche der Industrie zugänglich sind, wie herbsttrockene Blätter, Schalen, Heu, Stroh u. dgl., auf niedere Fettsäuren in Form von Salzen verarbeiten kann.
Dem Verfahren liegt die Erfindung zugrunde, daß die Verbindungen, welche die Formyl-, Acetyl-, Propionyl- und Buttersäuregruppen enthalten, und welche allgemein am Aufbau der Pflanzen beteiligt zu sein scheinen, von verdünnten Alkalien, wie Kalilauge, Natronlauge, Ammoniaklösung, Sodalösung oder CaI-ciumhydroxydlösung, schon bei gewöhnlicher Temperatur und unter gewöhnlichem Druck gespalten werden, wobei die entsprechenden Fettsäuren als Salze in Lösung gehen. Diese Spaltung gelingt noch mit einer Alkalilösung ι: 2000. Daraus geht hervor, daß die in Frage kommenden Pflanzenteile durch das Verfahren wenig verändert werden und gegebenenfalls noch zu weiterer Verwendung geeignet sind. Blätter z. B. dürften durch den Entzug von säurebildenden Stoffen und den gesteigerten Gehalt an Mineralbestandteilen, z. B. Kalk, als Düngungsmittel wertvoller sein als vorher.
Nach dem Verfahren läßt man die in Frage kommenden Pflanzenteile, ζ. Β. herbsttrockene Blätter, mit einer der oben bezeichneten alkalischen Lösungen, z. B. mit Kalkwasser, bei gewöhnlicher Temperatur oder zur Beschleunigung der Extraktion bei mäßiger Erwärmung und unter gewöhnlichem Druck einen Tag stehen. Die nun neutrale Lauge wird abfiltriert, wieder mit Calciumhydroxyd gesättigt und zu frischem Material gegeben. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Lauge mit Salzen niederer Fettsäuren bei der gegebenen Temperatur gesättigt ist.
Um einerseits die Pflanzenteile vollständig ausnutzen zu können, anderseits um eine möglichst konzentrierte Lauge zu gewinnen, bedient man sich einer Diffusionsbatterie. Die Zellen werden entweder mit Rohmaterial beschickt, welchem eine der Ausbeute an Säuren entsprechende Menge von trocken gelöschtem Kalk beigemischt ist, oder man beschickt mit Rohmaterial ohne Kalkzusatz und sättigt dann die Lauge zwischen den einzelnen Zellen mit Calciumhydroxyd. Die Batterie wird durch Durchleiten von Wasser in Betrieb gesetzt. Ist eine Zelle ausgelaugt, dann wird sie entleert, mit frischem Material beschickt und am Ende der Batterie angeschlossen. Die hier auslaufende Salzlösung wird abgedampft. Der Rückstand kann nach den bestehenden Methoden auf niedere Fettsäuren verarbeitet werden.
Die Ausbeuten an niederen Fettsäuren, welche nach diesem Verfahren erzielt werden können,
60
schwanken nach Versuchen bei Buchenblättern und Heu um 4 Prozent des Gewichtes von lufttrockenem Material.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 272036 geschützten Verfahrens zur Gewinnung eines Gemisches von Salzen niederer Fettsäuren, darin bestehend, daß man an Stelle von Holz andere Pflanzenteile, wie herbsttrockene Blätter, Schalen u. dgl., mit verdünnten alkalischen Lösungen, wie Kalilauge, Natronlauge, Ammoniakwasser, Sodalösung oder Calciumhydroxydlösung, bei gewöhnlicher Temperatur oder zur Beschleunigung der Extraktion bei mäßiger Erwärmung undunter gewöhnlichem Druck, somit unter Vermeidung der Zerstörung des Rohmaterials, mit Hilfe einer Diffusionsbatterie bis zur Sättigung der Lösung mit Salzen niederer Fettsäuren auslaugt und hierauf die Lösung verdampft.
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