DE52299C - Webstuhl für Schufs-Sammt - Google Patents

Webstuhl für Schufs-Sammt

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DE52299C
DE52299C DENDAT52299D DE52299DA DE52299C DE 52299 C DE52299 C DE 52299C DE NDAT52299 D DENDAT52299 D DE NDAT52299D DE 52299D A DE52299D A DE 52299DA DE 52299 C DE52299 C DE 52299C
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Germany
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knife
knives
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52299D
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English (en)
Original Assignee
G. A. J. schott in Bradford, 36 Richmond Road, Yorkshire, England
Publication of DE52299C publication Critical patent/DE52299C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/10Wire-tapestry looms, e.g. for weaving velvet or Brussels or Wilton carpets, the pile being formed over weftwise wires

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
(Yorkshire, England).
Webstuhl für S ch u Ts - S am m t.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. October 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Webstuhl, welcher zur Herstellung von Sammt, Plüsch u. dergl. Geweben dient, deren Flor aus den Schufsfäden gebildet wird. Ein derartiger Webstuhl ist in der Patentschrift No. 42923 dargestellt, wobei die Flottungen des Schusses durch Messer geschnitten werden, welche, durch Harnisch und Blatt gehend, vermittelst einer Stange Bewegung erhalten, die sich in dem hinteren Theil des Stuhles, hinter dem Geschirr oder Harnisch, befindet.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine Einrichtung, deren Gebrauch besser für solche Fälle geeignet ist, bei welchen es sich um die Herstellung von Sammt u. s. w. handelt, dessen Flor von der Kette nicht allzu festgehalten wird, wie es bei vielen ordinäreren Sammten vorkommt; ferner ist die Construction der Einrichtung eine möglichst einfache und eine solche, dafs sie leicht an vorhandenen Stühlen angebracht werden kann. Um diese Zwecke zu erreichen, wird die die Messer treibende Stange vor dem Blatt angeordnet und die Flottungen werden durch Bewegung der Messer gegen das Blatt hin durchschnitten, so dafs die Flottungen in dem Augenblick zertheilt werden, wo sie festgeschlagen und von dem Blatt gegen den Vorstofs der Messer gestützt werden, deren Form den veränderten Bedürfnissen zweckmäfsig angepafst ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Vorrichtung näher gekennzeichnet und stellt Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 einen Grundrifs dar. Die Fig. 3 bis 7 zeigen Details der Vorrichtung und in den Fig. 8, 9 und 10 ist eine besondere Form und Anbringung der Messer veranschaulicht. In den Figuren bezeichnen a a die Messer der Vorrichtung, b ist die Lade und c der Brustbaum des Stuhles; das Messer (in Fig. 4, 5 und 7 in gröfserem Mafsstabe dargestellt) besteht aus zwei breiteren Enden, die durch ein ganz schmales Stück, den Draht a1, verbunden sind. Der Theil α ist so geformt, dafs er durch Einlegen in die sogenannte Messerstange d in dieser Halt findet; das andere Ende d1 enthält eine Durchbohrung mit einem darin' einmündenden Einschnitt αΆ, Fig. 4, womit es leicht in dem Oehr e1 einer Litze des Geschirrs befestigt werden kann, Fig. 7. Das Ende α des Messers ist mit einer spitz zulaufenden Kante a* versehen, die als Schneide dient; werden die Messer aus dünnem Stahl gefertigt, · so ist ein Schärfen der Schneiden nicht erforderlich. Das gerundete Ende des Messers wird in der Stange d durch einen übergreifenden Deckel d1 gehalten, und zwar derart, dafs dem Messerende gleichzeitig eine Drehung durch die Schäfte e e, Fig. 1, gestattet ist. Wie aus dieser Figur ersichtlich, gehen die Messer durch das Blatt und man braucht ebenso viele Messer, als Flottungen zu schneiden sind. Zur Aufrechthaltung und Anordnung der Messer in gleichmäfsiger Entfernung von einander ist die Anwendung einer Spiralfeder von einem solchen Durchmesser zweckmäfsig, der dem Durchmesser des zwischen den Theilen d und d1 gebildeten runden Raumes gleich ist, wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich. Die Enden der Messer
werden zwischen den Windungen der Feder gehalten.
Die Messerstange d wird gegen das Blatt hin- und von demselben abbewegt, wobei die .Bewegung gegen das Blatt, bei welcher das Schneiden der Messer stattfindet, eine plötzliche ist und gerade dann ausgeführt wird, wenn das Blatt den Florschufs anschlägt. Je nach der Art der herzustellenden Waare wird mehr oder weniger Bewegung erforderlich sein.
Für sehr feine Waaren genügt schon eine sehr geringe Bewegung der Stange. Zur Erzielung der in Rede stehenden Bewegung der Messerstange gegen das Blatt hin ist im vorliegenden Falle dieselbe an zwei oder mehr Punkten vermittelst Zugstangen f mit Winkelhebeln g gl verbunden, die auf einer Achse h befestigt sind, welche in am Brustbaum befestigten Lagern ruht. Auf dem Arm g1 ist eine geneigte Ebene g2 befestigt, welche auf besagtem Arm verstellt werden kann, und an der Lade b ist eine Rolle i angebracht. Die Theile sind so eingestellt, dafs, sobald die Lade dem Brustbaum am nächsten kommt, also den Schufsfaden anschlägt, die Rolle i auf die geneigte Ebene g2 aufstöfst, wodurch die Achse h eine plötzliche leichte Drehung erfährt, welche, durch gf auf die Messerstange übertragen, einen kurzen, ruckweisen Vorschub der letzteren und damit der Messer veranlafst. Die Lagerung der Messerstange ist derartig, dafs sie die vorbezeichnete Bewegung leicht und sicher machen kann, wozu im vorliegenden Falle die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Montirung gewählt ist. Jedes Ende der Stange ist mit zwei Bolzen k k1 versehen, die auf einer Schiene I gleiten, welche vermittelst eines Trägers I1 an dem Brustbaum befestigt ist; die besagten Bolzen werden durch eine federnde Deckplatte I2 gehalten, und die Stützfläche für den Bolzen k1 ist etwas nach unten abgeschrägt, Fig. 3, womit beabsichtigt wird, die Messerstange leicht zu neigen und dadurch die Rücken der Messer auf den Grund des Gewebes herunterzudrücken, wennn der Flor geschnitten wird. Es ist ferner rathsam, das Gewebe in dem Theil zu stützen, der unmittelbar unter den Messern α liegt. Zu diesem Zweck ist eine Stange in angebracht, über welche der nach dem Brustbaum gehende Stoff gleitet. Die besagte Stange wird von Stützen w1 getragen, welche am Brustbaum befestigt sind.
Wie schon erwähnt worden, ist für jede zu schneidende Flottung ein Messer vorgesehen, ■ und für jeden Florschufs werden die Messer, welche die Flottungen dieses Schusses schneiden sollen, an den Boden des Faches herabgelassen, so dafs das Schiffchen über die Drähte der Messer hinweggeht. Diejenigen der letzteren, welche nicht schneiden sollen, werden in den oberen Theil des Faches emporgehoben. Die Fig. ι zeigt die Messer in diesen beiden Stellungen, wobei das Kettenfach ganz offen und die Lade am Ende ihres Rückganges ist. Zur Eintragung der Grundschüsse, welche den Gewebegrund bilden, werden alle Messer gehoben, so dafs das Schiffchen unterhalb aller Drähte entlang geht.
Der eingeschossene Florfaden schwebt über dem Draht a1 jedes in unterer Stellung gehaltenen Messers, und wenn der Schufs geschlagen wird, wird jede Flottung den Draht entlang gegen die Schneide al geschoben. Die Form dieser Schneide oder ihre Stellung mit Bezug auf die Schlaglinie werden variiren je nach der Länge des Flors, der zu schneiden/ ist. Während der Florschufs von dem Blatt angeschlagen wird und ehe das Blatt seinen Rückgang beginnt, werden die Messer, wie schon beschrieben, plötzlich nach dem Blatt hingetrieben, so dafs die Einschlagflottungen geschnitten werden, während sie zwischen den Rietstäben und den Messerschneiden liegen. Sobald die Lade zurückgeht, wird die Messerstange durch die Wirkung einer Feder η oder durch irgend ein anderes passendes Mittel zurückgezogen.. Da der Drahttheil a1 des Messers sehr dünn ist, kann in manchen Fällen seine obere Kante beim Trennen ' der Flottungen helfen, besonders bei sehr feinen Geweben; es ist dies einleuchtend, wenn man bedenkt, dafs, wenn die kurzen Flottungen solcher Gewebe beinahe geschlagen sind, die auf den Drähten angespannt werden und wirklich getrennt werden könnten, ehe sie die geneigte Schneide a* erreichen.
Die Fig. 8 bis 10 zeigen eine Abänderung in der Gestaltung der Messer, die besonders passend ist beim Weben von Sammten und feinen Geweben, die auf ein bestimmtes Mafs eine grofse Anzahl von Flottungenbahnen haben. In den Beispielen der genannten Fig. 8 bis 10 sind die Messer ganz aus Draht hergestellt, der flach, dreieckig etc. oder gar rund im Querschnitt sein kann. Bei runden Drähten oder solchen, die keine scharfe Kante haben, wird der Draht in dem Theil, welcher bei der Trennung der Flottungen thätig sein soll, abgeplattet. Solche Drähte müssen in anderer Weise an der Messerstange befestigt werden. In dem gezeichneten Beispiel ist das Vorderende des Drahtes gebogen und in einen Haken geformt, der um eine Stange ο greift, welche in einer Vertiefung der Messerstange liegt und dort vermittelst einer mit Scharnier versehenen Deckplatte d2 festgehalten wird. Wenn die Decke d2 nach oben gekehrt ist, kann die Stange 0 mit den Messern herausgenommen oder so weit hochgehoben werden, dafs zerbrochene oder beschädigte Drähte ersetzt werden können. In Fig. 10 ist dem Draht eine in dem Theil λ4 eingebogene Form gegeben,
welche analog der Einrichtung Fig. ι das eigentliche Messer bildet. Fig. io zeigt gleichfalls eine Abänderung in der Art, in welcher die Drähte im Harnisch befestigt werden. Das Ende des Drahtes geht durch das Auge eines Oehrs oder einer Litze ρ und wird nach oben geführt, an ein zweites Auge r gehakt, welches nahe dem oberen Schaftrahmen liegt, so dafs das hier eingehakte Ende des Drahtes nicht in das Kettenfach kommt. Beim Weben verschieden gemusterter Stoffe können die Enden der Drähte von Jacquard-Maschinen angehoben werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Webstuhl für Schufssammt der mit Patent No. 42923 geschützten Art, bei welchem die Sicherheit des Aufschneidens der Florschufsfäden dadurch erhöht wird, dafs die Flormesser (a) in dem Augenblick des Anschlagens, und zwar von der anschlagenden Lade selbst aus eine Schiebungsbewegung erfahren.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT52299D Webstuhl für Schufs-Sammt Expired - Lifetime DE52299C (de)

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