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Webstuhl zur Herstellung von Kettensamtgeweben u. dgl. Die Erfindung
bezieht sich auf einen Webstuhl zur Herstellung von Kettensamtgeweben, und zwar
jener Art, bei welchem die Polfäden zwecks Herstellung eines Einschußfaches angehoben
werden und längsweise bewegliche Hakennadeln benutzt sind, welche die Polfäden erfassen,
um die Flornoppen zu bilden. Bei einer dieser bekannten Art von Webstühlen werden
die Polfäden nicht seitlich bewegt, sondern es wird die Hakennadel selbst um ihre
Mittellinie mittels einer Kurbel gedreht, so daß sie den Polfaden umfaßt. Bei einer
anderen Art derartiger Webstühle sind die Spitzen der Hakennadeln seitlich abgebogen,
so daß sie beim Vorwärtsbewegen der Nadeln in das Schußfach eintreten und bei der
Zurückbewegung der -Nadeln die seitlich abgebogenen Teile derselben mit den Fäden
erfassen. Bei diesen Einrichtungen ist indessen die Arbeit der Hakennadel zwecks
Erfassens der Fäden eine wenig zuverlässige, andererseits ist die Vorrichtung, durch
welche den Hakennadeln eine drehende und bzw. längsweise Bewegung erteilt wird,
eine äußerst verwickelte. Zur Vermeidung dieser Übelstände werden der Erfindung
gemäß die angehobenen Fäden nach der einen Seite ihrer normalen Lage hin durch eine
unabhängig von den Hakennadeln wirkende Vorrichtung bewegt werden, worauf die Hakennadeln
derartig vorwärts bewegt werden, daß sie zwischen die Fäden treten, die alsdann
durch genannte Vorrichtung seitlich bewegt nach der anderen Seite der Hakennadeln
hin bewegt werden, worauf das Zurückziehen der letzteren erfolgt, indem jede eine
Noppe trägt.
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Die neue \"orrichtung ist in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht;
in denselben zeigt Abb. i in einer Längsansicht mit Beziehung zu den Kettenfäden
die Stäbe und Riets un 1 einen Teil des Ladendeckels in ihren norma len Stellungen.
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Abb. 2 ist eine ähnliche Ansicht wie Abb. i, aus welcher ersichtlich
ist, wie die Rietstäbe nach links gebogen sind. Durch strichpunktierte Linien sind
die Rietstäbe in ihrer nach rechts gebogenen Lage dargestellt.
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Abb.3 zeigt einen Querschnitt durch die in Abb. i dargestellte Einrichtung.
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Abb. 4 ist ein Querschnitt mit teilweistr Seitenansicht, woraus eine
der Hakennadeln und die Befestigungsvorrichtung für dieselbe ersichtlich ist.
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Abb. 5 ist ein Längsschnitt durch die Querstange, die zur Befestigung
der Hakennadeln dient.
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Abb.6 zeigt eine Draufsicht auf die aus Abb. 5 ersichtliche Querstange.
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Abb. 7 bis 12, zeigen in Seiten- bzw. Schnittansichten die aufeinanderfolgenden
Stellungen, welche die Hakennadel bei ihren verschiedenen Bewegungen einnimmt. Aus
diesen Abbildungen ist gleichzeitig einer der ausgewählten Polfäden sowie die Art
und Weise zu ersehen, in welcher derselbe zu einer Schleife geformt wird.
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Abb. 13 zeigt in einer Längsansicht mit Beziehung zu den Kettenfäden
die Vorrichtung, durch welche den Fäden des Riets eine seitliche Bewegung erteilt
wird, sowie die Vorrichtung zur Bewegung der Querstange, welche die Hakennadeln
trägt.
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Abb. i.1 zeigt eine Draufsicht der aus Abb. 13 ersichtlichen
Einrichtung.
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Abh. 15 zeigt eine Seitenansicht der in Alb. 13 dargestellten Einrichtung.
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Abb. 16 zeigt in einer Seitenansicht die Einrichtung zum Durchschneiden
der Schleifen.
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Abb. 17 zeigt einen Schnitt durch die aus Abb. 16 ersichtliche
Einrichtung und
Abb. i8 eine Draufsicht auf letztere.
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Abb. i9 zeigt in einer Draufsicht bei größerem Maßstabe die Vorrichtung
zur Unterstützung der Messer.
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Abb. 2o ist eine Endansicht der aus Abb. i9 ersichtlichen Einrichtung.
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Abb. 21 zeigt in einer schnittweisen Längsansicht eine der Hakennadeln.
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Abb. 22 ist ein Querschnitt nach der Linie X-X der Alb. 21: Abb.23
zeigt in einem Querschnitt eine Vorrichtung zum Durchschneiden der Schleifen nach
einer abgeänderten Ausführungsförm.
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Abb. 24 zeigt in einer Seitenansicht eines der Messer.
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Abb.25 zeigt in einer Draufsicht die Befestigungsvorrichtung für die
Messer. Abb.26 zeigt in einer Längsansicht die Vorrichtung zur Befestigung der Rietstäbe
in ihren Abständen am Ladendeckel und Abb.27 ist eine ähnliche Ansicht wie die Abb.
26, bei welcher die Rietstäbe in gebogener Lage dargestellt sind.
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Abb.28 zeigt in schaubildlicher Ansicht den Trennungskörper im Ladendeckel,
durch welchen die Rietstäbe in entsprechenden Abständen voneinander gehalten werden.
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Abb. 29 zeigt einen Querschnitt durch die aus Abb. 26 ersichtliche
Einrichtung. Abb.3o zeigt in Seitenansicht bzw. im Schnitt die Vorrichtung, durch
welche die Rietstäbe im Ladenboden lösbar befestigt gehalten werden.
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Abb. 31 zeigt einen Querschnitt in rechtem Winkel zu Abb. 30.
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Abb.32 zeigt eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung, durch welche
die Rietstäbe im Ladenboden befestigt gehalten werden.
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Abb. 33 zeigt in einer schaubildlichen Ansicht die Vorrichtung, durch
welche die das Anheben der Polfäden bewirkenden Teile in ihre umwirksame Lage gebracht
werden.
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Abb. 34 ist eine Draufsicht mit teilweisem Schnitt auf die aus Abb.
33 ersichtliche Einrichtung.
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Abb.35 zeigt eine Schnittansicht, woraus die Vorrichtung zum Anheben
der Polfäden in ihre wirksame Lage ersichtlich ist.
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Abb. 36 zeigt einen Schnitt der aus Abb. 35 ersichtlichen Einrichtung,
aus welchem die das Anheben der Polfäden bewirkenden Teile in ihre unwirksame Lage
ersichtlich sind.
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Bei der dargestellten Einrichtung, welche vorzugsweise zur Ausführung
kommt, sind die längsweise in Kettenrichtung beweglichen Ruten oder Nadeln :2 mit
aufwärts gebogenen Halsen i, die gerade und senkrecht verlaufen, mit einer Vorrichtung
verbunden, durch welche die Polfäden 3 zur richtigen Zeit abwechselnd nach beiden
Seiten hin bewegt werden, um sie zu veranlassen, mit den Hakennadeln in Eingriff
zu gelangen und über den Ruten 2 derselben Noppen q. zu bilden, die sich während
des Webens des Gewebes längs des Schaftes?, der Hakennadeln allmählich zurückzieht.
Die hinteren Teile derselben sind mit unabhängig wirkenden Messern 42 (Abb. 16 bis
21) in Verbindung gebracht oder zu Messern 5 ausgebildet, 'welche die Noppen q.
zwecks Bildung des Flors durchschneiden.
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Um die erforderlichen Seitwärtsbewegungen des ausgewählten. Polfadens
herbeizuführen, ist das Riet zweckmäßig mit biegsamen Stäben 7 ausgestattet. Die
unteren Enden derselben sind in der Stange 8 befestigt, die ihrerseits wieder im
Ladenboden 6 befestigt ist. Die obere Stange g ist im Ladendeckel io seitlich beweglich.
Es ergibt sich hierbei eine seitliche Bewegung für den kammförmigen Teil i i, welcher
Zähne 12 besitzt, die sich zwischen die Rietstäbe 7 erstrecken, um dieselben nach
der einen oder anderen Seite hin seitlich auszubiegen. Um den Rietstäben 7 bei ihrer
Winkelbewegung mit Beziehung zur horizontal beweglichen oberen Stange 9 einen gewissen
Ausgleich zu erteilen und zu verhindern, daß sie sich zu einer Doppelkurve ausbilden,
ist jeder kammförmige Teil ii an der oberen Stange 9 mittels eines zentralen Zapfens
54 derartig befestigt, daß ihm gestattet wird, eine mehr oder weniger schräge Lage
in der einen oder anderen Richtung anzunehmen, entsprechend der geneigten Lage der
Rietstäbe 7 oder es könnte der kammförmige Teil i i in der oberen Stange 9 auch
derartig gehalten werden, daß er befähigt ist, sich frei senkrecht sowie leicht
seitwärts zu bewegen, um die erforderliche Schräglage einzunehmen.
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Gemäß den Abb.26, 27, 28, 29, die eine vorzugsweise Ausführung der
Sicherung der Rietstäbe bezüglich ihrer Anordnung im Ladendeckel veranschaulichen,
ist der Ladendeckel mit einem festen Trennungskörper ausgestattet, welcher aus einem
Paar von Platten 7o besteht, zwischen denen sich in der Querrichtung eine Anzahl
von in gleichen Abständen zueinander angeordneten zylindrischen Stiften 71 erstrecken:
Dieser Trennungskörper ist im Ladenkörper in der dargestellten Art und Weise befestigt,
wobei sich die oberen Enden der Rietstäbe frei zwischen die Stifte 7 hinein erstrecken;
wenn die Rietstäjbe hierbei gebogen werden, wobei ihre unteren Enden befestigt,
ihre oberen Enden dagegen frei sind, so nehmen sie die aus Abb. 27 ersichtliche
einfache Kurvenform an, die von einer Doppelkurvenform sich unterscheidet, welche
sich ergeben würde, wenn die Riet-. Stäbe auch an ihren oberen Enden befestigt
wären.
Der aus den Platten 70 und den Stiften 71 bestehende Trennungskörper ist
an dem gleitenden Teil des Ladendeckels befestigt und bewegt sich mit demselben
hin und her.
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Aus den Abb. 3o bis 32 ist zu ersehen, daß die unteren Enden der biegsamen
Rietstäbe 7 zwischen die Zähne eines Kammes 72 eingeführt sind, welcher im Ladenboden
befestigt gehalten wird. Im Kamm 72 ist eine Feststellstange 73 vorgesehen, welche
mit einer in den Stäben 7 vorgesehenen Nut 74 in Eingriff steht. Die unteren Enden
der Rietstäbe ruhen auf einer Stange 75 auf. Die Feststellstange 7 3 wird in ihrer
Lage durch eine Stange 76 festgehalten, die aus Abb. 30 zu ersehen ist; zufolge
der vorbeschriebenen lösbaren Befestigungsart der Rietstäbe wird ermöglicht, daß
sie einzeln auszuwechseln sind, falls sie schadhaft geworden sein sollten.
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Die Rietstäbe 7 sind von gerader Gestaltung. Um indessen der Gefahr
vorzubeugen, daß sie an die vorderen Enden der Haken. i anstoßen, wobei eine Beschädigung
der Rietstäbe und der Haken eintreten bzw. ein Brechen der Florfäden stattfinden
könnte, erhalten die Rietstäbe unmittelbar oberhalb des Teiles, welcher den Einschuß
gegen die Wagenkante anschlägt (Abb. 3 und 12), eine entsprechende Ausnehmung. Dieses
ist insbesondere von Wichtigkeit, wenn die Haken an ihren Seiten bzw. in ihrer senkrechten
Ausdehnung in der Art und Weise, wie im folgenden beschrieben, gestaltet sind.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung vollzieht sich wie folgt. Wenn angenommen
wird, daß sich die Hakennadeln i in ihrer vorderen Lage oberhalb der Platte 52 über
dem Gewebe 53 befinden (Abb. 7), so werden die ausgewählten Polfäden 3 aufwärts
und alsdann seitwärts nach links (oder nach rechts) mit Beziehung zu den Hakennadeln
bewegt (Abb. 8). Die Hakennadeln i bewegen sich nunmehr rückwärts (Abb. 9) auf das
Webblatt zu. Die Polfäden 3 werden alsdann nach rechts (oder links) umgelegt (Abb.
io). Alsdann bewegen sich die Hakennadeln vorwärts, bis sich der innere Winkel der
Nadel unmittelbar oberhalb der Kante der Platte 52 befindet (Abb. ii), wobei die
Nadeln veranlaßt werden, mit den Polfäden in Eingriff zu gelangen, worauf letztere
abwärts in der Richtung nach rechts (oder links) fallen (Abb. 12). Die Lade schlägt
nunmehr den unteren Einschußfaden an, der während der Bewegung der Hakennadeln zur
Einführung gelangt ist. Die Nadeln führen nunmehr eine kurze Rückwärts- und Vorwärtsbewegung
aus, so daß die Schleifen angezogen werden. Während dieser kurzen Vorwärtsbewegung
der Hakennadeln wird Fach für den obgren Schuß gebildet und dieser durch die Lade
angeschlagen, um eingebunden zu werden, nachdem die Hakennadeln zurückbewegt worden
sind.
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In den Ab. 7 bis I2 ist der Grundschuß nicht dargestellt.
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Wie zu ersehen, schwingt die Lade wie üblich hin und her, während
die obere Stange 9, die im Ladendeckel ro unterstützt gehalten wird, eine seitlicheSchwingöewegung
nachbeicien Seiten ihrer mittleren Lage hin ausführt. Die Vorrichtung, durch welche
diese seitlichen Schwingungen herbeigeführt werden, wird von einem Teil 13 getragen
(Abb. 13), der eine längsweise Schwingbewegung in Übereinstimmung mit der Lade ausführt.
Die obere Stange 9 ist mit Schlitzen 32 versehen, mit welchen die an den Ladenschwertern
24 sitzenden Stifte 33 in Eingriff stehen. Zufolge dieser Einrichtung wird der oberen
Stange g eine begrenzte Hin- und Herbewegung zu beiden Seiten der Kettenfäden erteilt.
Die Nadeln 2 sind in einem Träger 14 befestigt. Letzterer sitzt an einer Querstange
So (Abb. 3 und 13), welche längsweise beweglich ist. Die Hakennadeln sind zu diesem
Zwecke in, Schlitze 15 im: Träger 14 eingesetzt, die in genau gleichen Abständen
voneinander angeordnet sind. Um die Hakennadeln in Lage zu halten, ist der Träger
mit einer umgekehrt V- oder vierkantig gestalteten Rippe 16 ausgestattet,
welche mit den betreffenden Ausnehmungen an der Unterseite der Nadeln 2 in Eingriff
steht. Die eigentliche Befestigung der Nadeln erfolgt alsdann durch die Platte 17,
die oben auf dem Träger 14 aufgeschraubt wird, oder es können die Nadeln in der
aus Abb. 21 ersichtlichen Art und Weise mit einem Auge 41 versehen sein, «-elches
am Schaft :2 vorgesehen ist. Wenn dagegen die Nadel in der im folgenden beschriebenen
Art und Weise mit einer Nut 40 versehen ist, werden die Augen mit den Zähnen 48
im Träger 14 in Eingriff gebracht, worauf alsdann die Nadeln durch eine Platte in
der vorbeschriebenen Weise festgestellt werden. Es könnten die Nadeln indessen auch
in die Schlitze 15 im Träger 14 eingelötet sein, wobei letzterer bei sehr breiten
Webstühlen in Abschnitte von geeigneter Länge unterteilt wird. Die Längsbewegungen
der Nadeln werden durch zwei Kurbelarme 18 herbeigeführt, welche von einer Querwelle
19 getragen werden. Letztere wird mittels einer anderen Kurbel und eines Gelenkes
2o unter der Wirkung eines Hebels 21 hin und her geschwenkt, der unter dem Einfluß
einer an der Welle 31 sitzenden unrunden Scheibe 22 steht. Die Anordnung der Welle
i9 kann unterhalb der Platte bzw. der gewebten Ware, wie dargestellt, erfolgen.
Andererseits könnte sie vor dem Webstuhl und dem Gewebe getroffen sein, um die zusätzlichen
Kurbelarme
in geeigneten Abständen längs der Breite des Webstuhls
anordnen zu können.
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Um zu ermöglichen, daß der Teil 13, welcher die Vorrichtung zur Erteilung
der seitlichen Schwingungen an die Stange g trägt, sich in Übereinstimmung mit der
Lade bewegt, ist derselbe mit seinem unteren Ende an der Welle 23 befestigt, die
gleichzeitig die Ladenschwerter 24 trägt. Das obere Ende des Teiles dagegen ist
an dem Schützenkastenfortsatz 25 am Ladenboden 6 angeschlossen.
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Der oberen Stange g wird ihre Schwingbewegung durch ein Gelenk 26
erteilt, welches an einem Winkelhebe127 angeschlossen ist, der an dein Teil 13 sitzt.
Das andere Ende des Winkelhebels 27 ist mittels Universalgelenken an ein Gelenk
28 angeschlossen, welches mit einem Hebel 29 in Verbindung steht, der durch eine
an der Welle 31 sitzende unrunde Scheibe 3o verschwenkt wird.
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Um die zur Herstellung des Flors dienenden Noppen zu durchschneiden,
sind unabhängig voneinander angeordnete Messer vorgesehen. Die Schäfte der Hakennadeln
sind vorzugsweise im Querschnitt von schmaler trogförmiger Gestalt, oder es können
sich die in demselben vorgesehenen öffnungen vollständig durch die Schäfte der Nadeln
hindurch erstrecken. Bei einer abgeänderten Ausführungsform werden -die Hakennadeln
je aus zwei besonderen seitlichen Teilen .hergestellt, die in entsprechendem Abstand
voneinander miteinander verbunden sind, um einen Zwischenraum zwischen sich zu lassen.
Jedes Messer greift in einen entsprechend gestalteten trogförmigen Schaft ein. Die
Schneidkanten der Messer erstrecken sich schräg aufwärts oder in einer Kurvenform
sowie rückwärts und vorwärts mit Beziehung zum oberen trogförmigen Kanal der Nadeln,
so daß die Schleifen während des Webevorgangs, wobei sie sich an den Messern bzw.
hinter denselben führen, in der gehörigen Weise zerschnitten werden. Die Messer
sind vorzugsweise von der Gestalt runder Blätter oder Scheiben (Abb. 16 bis 2z),
wobei ein besonderes Messer in jeden trogförmigen Kanal eingreift. Genannter Kanal
erstreckt sich in der nötigen Länge längs des Schaftes 2 der Nadel, um dem Messer
während seiner Längsbewegung an der Nadel genügend Spielraum zu gestatten. Die Messer
werden zweckmäßig an einem Teil45 befestigt, welcher kammförmig geschlitzt bzw.
mit entsprechend breiten Zähnen 51 versehen ist. Jeder so gebildete Schlitz
44 dient hierbei zur Aufnahme eines Messers. Letztere werden in ihrer Lage
durch eine Welle 43 gehalten, die sich abwechselnd durch ein in der Mitte jedes
Messers vorgesehenes Loch sowie durch ein Loch in einen der Zähne 5 I hindurch
erstreckt, wobei die Messer in entsprechenden Abständen voneinander gehalten werden.
Die Messer 42 sind an der Querwelle 43 drehbar. Andererseits könnten sie indessen
an genannter Welle auch frei befestigt sein, wobei sie durch die Flornoppen langsam
gedreht werden, wenn sich letztere an die Messer anlegen, oder es können sich die
Messer auch anfangs nach der einen Richtung rasch drehen, worauf ihre Drehung in
der anderen Richtung unter der Wirkung der Reibung an den Seiten der Nuten erfolgt,
wenn sich die Hakennadeln hin und her bewegen. Des weiteren können die Messer derartig
befestigt sein, daß sie sich während ihrer Tätigkeit in fester Lage befinden, während
sie sich gelegentlich zu drehen vermögen, um eine neue Schneidstelle den Schleifen
darzubieten, wenn etwa eine andere Stelle derselben stumpf geworden sein sollte.
Es können ferner auch runde Messer an einer Querwelle 43 befestigt sein, wobei dieselben
von stärkerer oder widerstandsfähigerer Bauart gehalten sind. Hierbei könnte die
Welle, an welcher die Messer sitzen, oder die Messer einzeln oder in Gruppen dierekten
Drehungsantrieb in einer Richtung erhalten, welche der Bewegungsrichtung der Hakennadeln
entgegengesetzt ist.
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Um die Welle 43, welche die Rollenmesser trägt, in eine horizontale
Lage zu erhalten, ist eine starke Querstange 46 oberhalb der Messen fest angeordnet,
welche den Teil 45 trägt. Letzterer sowie die Welle 43 sind in Abschnitte von angemessener
Länge geteilt. Die Querstange 46 wird bei breiten Webstühlen in angemessenen Abständen
mit Beziehung zur oberen vorderen Querstange oder einem anderen geeigneten Teil
des Webstuhls entsprechend versteift. Die Oberfläche der Querstange 46 erhält vorzugsweise
die -Gestalt eines Auflagebretts mit abgerundeter Kante, worauf der Arbeiter seine
Scheren oder anderen kleinen Werkzeuge ablegen kann und auf welchen er die Schützen
wieder füllen kann. Die Querstange 46 wird insbesondere bei sehr breiten Webstühlen
aus einem Stahlträger hergestellt, welcher kanalförmigen Querschnitt besitzt und
an beiden Enden durch geeignete Lagerstücke gehalten wird. Bei der abgeänderten
Ausführungsform werden die Messer von sektorförmiger Gestalt hergestellt, wobei
ihre Schneidkanten in die Nuten eingreifen. Die Befestigung erfolgt hierbei an einer
festen schwingenden Welle, so daß sie den Noppen eine sich bewegende Schneidkante
darbieten, wobei die Noppen leicht und schnell durchschnitten werden, oder es könnte
die Welle nebst den Messern auch feststehend; jedoch leicht einstellbar angeordnet
sein, um eine neue Schneidstelle dem Noppen_darbieten zu können, wenn eine andere
Stelle
etwa stumpf geworden sein sollte. Des weiteren könnten die Welle und die Messer
eine leichte Bewegung nach vorwärts und rückwärts ausführen. Ferner könnten die
DIesser die Gestalt von schuhförmigen Klingen 54 (Abb. -23 bis 25) erhalten. Hierbei
werden sie mittels eines kammförmigen Teiles 55 festgehalten, an welchem sie durch
eine Stange 56 befestigt werden, die abwechselnd in Nuten ,;; der Klinge 54 sowie
in. Nuten 58 in den Zähnen des Teiles 55 einfällt. Der Teil 55 wird in der (tierstange46
dadurch festgehalten, daß er in eine A,usnehinung 49 in der Querstange .I6 eingelegt
ist und durch eine Winkelplatte 6o mittels einer Daumenschraube 61 festgehalten
wird. Die Messerklingen 54 sind hierbei feststehend, wobei sie die Noppen durchschneiden,
während sich letztere während des Webens an sie lieranl:ewegeii. Der Teil 55 der
Stange 58 und die Winkelplatte 6o sind in entsprechende Abschnitte von gewisser
Länge eingeteilt. gemäß welchen irgendeine Messerklinge leicht und schnell ausgewechselt
werden kann, indem der betreffende Abschnitt der Winkelplatte 6o gelöst wird. Wenn
die Querstange 46 aus einem Stahlträger von trogförinigein Querschnitt hergestellt
wird, so wird die Nut 59 in einem geeigneten Guß- !, stück hergestellt, welches
an dem Träger starr angeschlossen wird. Anstatt eine Stange 56 für die Feststellung
der 'Messer 54 zu benutzen, könnten letztere in ihrer Lage auch dadurch festgehalten
werden, daß man eine abwärts sich erstreckende Lippe an der vorderen Kante der Winkelplatten
6o vorsieht. Die Nuten 57, 58 kommen hierbei in Fortfall.
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Wie aus den Abb. 23 und 2d. zu ersehen ist, besitzt jede Messerklinge
einen zugespitzten Fersenteil 6:2. Letzterer befindet sich vorzugsweise in
der in der Hakennadel vorgesehenen Nut. Wenn sich dieselbe hin und her bewegt, so
dient genannter fersenförmiger Teil dazu, Gewebeabfälle zu entfernen, die sich in
der im Schaft der Nadel befindlichen Nut etwa ansammeln. Der hintere Teil der Schäfte
2 der Hakennadel erhält eine scharfe Schnittkante 5 (Abb.4, ; und 12), welche die
Noppen durchschneidet, wenn das Gewebe an der schrägen Platte 52 zufolge der üblichen
Aufnahmebewegung abwärts gezogen wird.
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Die schräge Platte 52 besitzt an ihrem vorderen Ende eine Breithalterwalze
47, die eine Anzahl von kleinen Spitzen besitzt, die i an jedem Ende oder durch
die ganze Länge der Walze 47 hindurch vorgesehen sind. Diese Spitzen werden vorzugsweise
in Schraubengangform wie das Schraubengewinde einer Schnecke angeordnet. Die so
mit Spitzen besetzte Walze wird in ähnlicher Weise benutzt, wie solche Walzen zuweilen
benutzt werden, um das Gewebe in seiner vollen Breite gespannt zu erbalten. Im vorliegenden
Fall dient die Walze in Zusammenwirkung mit der Vorrichtung zur Bildung des Flors
und zum Durchschneiden desselben dazu, die seitliche Verschiebung des Gewebes zu
verhindern, wenn sich die Florfäden seitwärts bewegen.
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Die Tiefe des Flors läßt sich regeln entweder in der bereits erwähnten
Art und Weise, und zwar bei entsprechender Verstellung der Höhenlage der Welle der
Hakennadeln oder dadurch, daß die Hakennadel v eranlaßt wird, den Florfaden eine
größere oder geringere Entfernung hinter die Kanten der Webstuhlplatte zti ziehen,
wobei die Noppe des Florfadens eine größere oder kleinere wird.
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Es können auch andere geeignete Mittel vorgesehen sein, um eine angegebene
seitliche Bewegung den Florfäden zu entsprechender Zeit zu erteilen, beispielsweise
ein seitlich beweglicher Kamm, welcher an der Fadenkappe vor dem Riet unterstützt
gehalten wird und nia Zähnen versehen ist, die die Florfäden erfassen. Die erforderliche
Seitwärtsbewegung kann dein Kamm mittels einer ähnlichen Vorrichtung erteilt werden,
wie sie mit Beziehung zu jener Einrichtung beschrieben worden ist, durch welche
die obere Stange des Riets 9 bewegt wird (Abb. 13, 14 und 15). Die erforderlichen
Seitwärtsbewegungen der Florfäden können nach einer anderen abgeänderten Ausführungsform
auch dadurch herbeigeführt werden, daß (las ganze Riet seitwärts bewegt wird, oder
es könnte der obere Teil der Rietstäbe eine gebogene oder zickzackförinige Gestalt
erhalten, um den Florfäd.en die erforderlichen Seitwärtsbewegungen zu erteilen,
wenn sich dieselben zwischen den Rietstäben auf-und abwärts bewegen. Außer den für
genannten Zweck im vorstehenden beschriebenen Maßnahmen könnte der aufwärts gerichtete
Teil der Hakennadel zum Zwecke, den Florfäden eine Seitwärtsbewegung zu erteilen,
sich nur in senkrechter Richtung erstrecken, wie es am zweckmäßigsten erscheint,
oder es könnte sich genannter Teil seitwärts erstrekken, um den Florfaden leichter
zu erfassen, welche Maßnahme bereits vor der Ausführung der vorliegenden Erfindung
in Anwendung gekommen ist.
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Die Hakennadeln werden zweckmäßig in der vorbeschriebenen und durch
die Zeichnungen dargestellten Art vorwärts und rückwärts bewegt. Bei sehr breiten
Webstühlen empfiehlt es sich indessen, die Haken aufeinanderfolgend mittels eines
Bügels, Keiles oder anderen Hilfsmittels zu bewegen, welches sich längs der Unterstützung
der Nadeln bewegt und so angeordnet ist, daß es beim Vorbeigehen an jeder Nadel
letztere mitnimmt. Das Zurückziehen der Nadeln erfolgt hierbei entweder durch entsprechendes
Bewegen des Bü-
Gels, Keiles o. dgl. oder dusch Zurückziehen desselben.
Es können ein oder mehrere Biigelteile o. dgl. entsprechend der Breite des Webstuhls
in Benutzung genommen werden. Zur Bildung des Faches kann in irgendeiner beliebigen
Art eine Anhebevorrichtung für die Florfäden benutzt werden. Derartige Mittel werden
zweckmäßig durch eine mittels einer unrunden Scheibe bewegten Stange in Wirksamkeit
gesetzt, welche sich in ihrer Längsrichtung bewegt.
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Wenn das Florgewebe in seiner ganzen Länge fertiggewebt ist, ist es,
üblich, e:Inen Streifen Gewebe ohne Flor zu weben. Um dies zu ermöglichen, kann
eine Vorrichtung getroffen sein, um die zum Anheben der Polfäden dienenden Mittel
zu entsprechender Zeit unwirksam zu machen, und eine .derartige Einrichtung ist
in den Abb. 33 bis 36 dargestellt, besteht im wesentlichen aus einer Stange 77,
welche .die Vorrichtung zum Anheben der Polfäden in Tätigkeit setzt. Die Stange
77 bewegt sich in ihrer Längsrichtung, wobei diese Bewegung für gewöhnlich auf eine
Stange 78 unter Vermittlung eines Distanzstückes 79 übertragen wird. Durch einen
Schlitz 87 im Hebel 83 ist ein Stift 86 hindurchgeführt. Bei entsprechender Seitwärtsschwingung,
wie in Abb. 3.4 und 36 dargestellt, wird es der Stange 77 gestattet, sich hin und
her zu bewegen. Am unteren Teil der Stange 78 sitzt eine Hülse 81, deren Ansätze
82 einen Gelenkstift 8o tragen, der zur Befestigung des Hebels 83 dient. Die Hülse
81 besitzt einen Schiltz 8¢, in welchem das Distanzstück 79 bewegt werden kann.
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Lm das Distanzstück 79 in der in Abb. 35 ersichtlichen Lage zu erhalten,
kann ein beweglicher Bund 85 vorgesehen sein, welcher auf das obere Ende des Distanzstückes
79 niederfällt, indessen auch aufwärts bewegt werden kann, um zu ermöglichen, daß
der Teil 79 seitwärts bewegt werden kann.