DE522230C - Vorrichtung zur Vorbereitung des Mahlens von Getreide - Google Patents

Vorrichtung zur Vorbereitung des Mahlens von Getreide

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DE522230C
DE522230C DEB118206D DEB0118206D DE522230C DE 522230 C DE522230 C DE 522230C DE B118206 D DEB118206 D DE B118206D DE B0118206 D DEB0118206 D DE B0118206D DE 522230 C DE522230 C DE 522230C
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MARGARETE BRADE GEB ZESCHKE
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MARGARETE BRADE GEB ZESCHKE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02BPREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
    • B02B1/00Preparing grain for milling or like processes

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  • Adjustment And Processing Of Grains (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Vorbereitung des Nahlens von Getreide Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Vorbereitung des Mahlens von Getreide. Die gebräuchliche Mehlmüllerei ist äußerst verwickelt und zeitraubend, d. h. unwirtschaftlich. Nachdem das Getreide eine Reihe von Maschinen, nämlich den Aspirateur, den Gesämeausleser, die Spitz-, die Schäl-_und die Bürstmaschine usw. durchlaufen hat, wird es samt der Schale auf zahlreichen Walzenstühlen und Mahlgängen zerrieben und zertrümmert, wodurch Schrot entsteht, aus dem durch Sichtmaschinen das von der Schale losgelöste feine Mehl gewonnen wird, welches indessen noch nicht die gesamte Menge der im Korn vorhandenen mehligen Bestandteile darstellt. Zur Gewinnung des Mehlrestes sind sieben bis zehn Durchgänge auf den Vermahlungsmaschinen durchzuführen, weil die V ermahlung schonend geschehen muß, damit die Schale nicht zu Pulver zerrieben wird.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, geschältes oder enthülstes Getreidekorn je nach dessen Trockenheit mit z bis 3 °lo Wasser, in welchem zweckmäßig 1/2°o Salz gelöst ist, anzufeuchten und dann während 2o bis 30 sec hohen Dampftemperaturen (35o bis 5oo°) auszusetzen, wodurch die äußere Kleieschicht gebacken, also zermürbt und aufgeschlossen werden sollte.
  • Die Erfindung verwendet ebenfalls Wasserdampf als Auflockerungsmittel, jedoch solchen von niedrigerer Temperatur (nicht viel über Siedetemperatur) und will dadurch erreichen, daß die Schale vom Kern sich löst, indem die dahinterbefindliche Bindemittelschicht erweicht, ohne daß die Schale selbst so wesentlich Veränderungen erleidet. Das Wesentliche ist dabei die Schaffung einer Einrichtung, mittels deren den Dampfteilchen Zutritt zur gesamten Oberfläche jedes einzelnen Kornes gewährt und später die gelockert.. Schale vom Mehlkern abgescheuert wird.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden - hat aber in der Praxis keinen Eingang gefunden -, das Getreidekorn über waagerechte Schleuderscheiben, die mit Auffangtellern abwechseln, in schleierartiger Verteilung herunterrieseln zu lassen und dabei der Einwirkung von Wasserdampf auszusetzen, um die Verbindung zwischen der Schale und der Kleberschicht zu lockern, worauf in einer Schälmaschine die Schale vom Kleber getrennt wird, der dann vollständig beim Mehl verbleibt, wodurch eine Sorte von Vollkornmehl entstehen dürfte.
  • Tatsächlich spielt die Erzeugung von Vollkornmehl, als so wünschenswert sie von manchen Hygienikern hingestellt wird, zur Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Gewünscht wird im allgemeinen die Gewinnung eines rein ,Weißen Mehles aus dem eigentlichen Mehlkern des Kornes, natürlich mit dem zur Backfähigkeit erforderlichen Kleber.
  • Gegen die ältere Vorrichtung ist ferner einzuwenden, daß sie mit umlaufenden Bestandteilen arbeitet, die der Lagerung und Schmierung bedürfen, und daher unerwünschte Stoffe, insbesondere Schmieröl, nicht in hygienisch einwandfreier Weise vom Mehl fernhält.
  • Die Erfindung besteht demgemäß im wesentlichen darin, daß das gereinigte Getreide in dünnem schleierartigem Strahl über ruhende Kaskadenbrettchen zum Fallen gebracht wird.
  • Auf der Zeichnung ist die den Erfindungsgegenstand bildende Vorrichtung in zwei zueinander rechtwinkligen Ansichten schematisch dargestellt.
  • Zunächst wird das Getreide in der gebräuchlichen Weise sauber gereinigt, und zwar mittels einer Bürsten-, Spitz- und Schälmaschine a, worauf das von der Holzfaser und den Spitzen (Keimen) befreite Getreide zum Dämpfapparat b gelangt. Dieser besteht aus einem im wesentlichen rechteckigen, oben und .unten offenen Kasten, in welchen zwei lotrechte, aus starkem Drahtgewebe bestehende Wände c eingebaut sind, die zu beiden Seiten des Kastens je eine Dampfverteilungskammer d abgrenzen. Mit Absperr- und Drosselhähnen e versehene Dampfzuleitungen f führen diesen Kammern ständig nassen, trocken gesättigten oder auch überhitzten Niederdruckdainpf zu. Welcher Dampfzustand die besten Ergebnisse liefert, wird für jede Getreidesorte besonders erprobt werden müssen. Auch die Anwendung von Hochdruckdampf ist nicht ausgeschlossen, würde aber umständliche Veranstaltungen notwendig machen und ist aus diesem Grunde vom Erfinder zunächst nicht in Aussicht genommen. Zwischen den beiden Drahtgewebewänden sind Kaskadenbrettchen g eingebaut, nämlich geneigte Brettchen, die abwechselnd von der Vorder- und der Hinterwand des Kastens b bis über dessen Mitte reichen und zwischeneinander je einen schmalen Durchfallsspalt h freilassen. Das oben in der Mitte auffallende gereinigte Getreide fällt durch die Spalte lt der Reihe nach iii dünner gelockerter Schicht, einen sogenannten Schleier bildend, von Brettchen zu Brettchen, und bei jedem Fall sind die dünnen, in einzelne Körner aufgelösten Getreidestrahlen der Einwirkung des von beiden Seiten her zutretenden Dampfes ausgesetzt. Bei der Abfallkante sind die Kaskadenbrettchen mit Schmirgel oder mit scharfem Stahldrahtgewebe belegt, damit beim :3.bgleiten des von Brett zu Brett herunterfallenden Getreides die gelösten Schalen abgescheuert werden. Der Dampf löst die Schale verblüffend leicht vom Mehlkern. Je nachdem die Schale rascher oder langsamer gelockert werden soll, wird der Druck (also auch die Temperatur) und die Menge des zutretenden Dampfes mittels der Drosselhähne e geregelt. Selbstverständlich kann statt der erläuterten Kaskadenbrettchen irgendeine andere Vorrichtung oder Maschine angewendet werden, um das Getreide in dünne Strahlen zerrieseln und den Dampf darauf einwirken zu lassen.
  • Bei Erreichung des unteren Endes des aus den Brettchen g gebildeten Turmes sitzt die Schale nur noch ganz lose auf dem Kern und hat sich teilweise auch schon ganz abgelöst. Unter dem freien Rande des untersten Brettchens befindet sich, einen Durchgangsspalt freilassend, eine Bürstenwalze i, welche sich, wie der eingetragene Pfeil j erkennen iäßt, der Brettchenkante entgegenbewegt. Ein Schieber k ermöglicht es, die Weite des Durchgangsspaltes nach Bedarf einzuregeln. Der Bürstenwalze gegenüber befindet sich, waagerecht verschiebbar und mittels außen befindlicher Griffe l einstellbar, ein nach erfolgtem Einstellen ruhender Bürstenkörper in, der an seiner um einen Teil der Bürstenwalze herumreichenden hohlzylindrischen Fläche mit Bürsten besetzt ist. Das Getreide wird von der Bürstenwalze mitgenommen. Durch die Hemmung, die es am Körper in, erfährt, werden die Kerne zurückgehalten und die Schalen abgebürstet, so daß die Kerne, mit abgetrennten Schalen gemischt, in den Sammeltrichter n fallen. Statt der gezeichneten, an sich bekannten Bürsteneinrichtung könnte auch eine an sich ebenfalls bekannte Schläger-, Bürst- oder Poliermaschine angewendet werden, um die Getreidekerne von den durch die vorgängige Dampfeinwirkung bereits gelockerten Holzfasern und von den Keimen zu befreien.
  • Über der Bodenöffnung des Trichters sammeln sich die von der Schale befreiten Getreidekerne an; sie werden zeitweise oder stetig abgelassen und gelangen dann zur Vermahlung, und zwar geschieht die Vermahlung in einem oder allenfalls zwei Arbeitsgängen, weil die Schalen bereits vollständig abgesondert sind und auf deren Erhaltung keine Rücksicht genommen zu werden braucht. Die Schalen werden von dem durch einen angeschlossenen Exhaustor o erzeugten Luft- und Dampfstrom erfaßt, weil sie diesem einen viel geringeren Widerstand bieten als die Mehlkerne, und werden durch den Exhaustor nach einem an sich bekannten Schlauchfilter p getrieben, der die Schalen zurückhält, während das angesaugte Gemisch aus Luft und Dampf entweicht. Die Verarbeitung der Schalen zu Kleie geschieht ebenfalls in einem einzigen Durchgang durch einen Schrotgang.
  • Der Erfinder erwartet von der Durchführung seines Verfahrens eine Verkürzung der bisherigen Mahldauer um 5o°Jo, ferner ein besonders weißes Mehl und eine höhere Ausbeute als bei den gebräuchlichen sieben bis zehn Verrnahlungsdurchgängen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zur Vorbereitung des Mahlens von Getreide unter Benutzung von Wasserdampf als Auflockerungsmittel, gekennzeichnet durch in einem senkrechten Gehäuse untergebrachte ruhende Kaskadenbrettchen (g), die beiderseitig durch im Abstand von den Seitenwänden angeordnete Siebwände (c) und am unteren Ende durch eine an sich bekannte Bürst-, Schläger- oder Poliermaschine abgeschlossen sind, so daß das gereinigte Getreide in dünnem schleierartigem Strahl zum Fallen gebracht und dabei von beiden Seiten her Niederdruckdampf durchströmt und dann gebürstet und geschält wird, worauf die Mehlkerne sich in einem Auffangtrichter (n) sammeln, während die Schalen nach einem Schlauchfilter (p) abgesaugt werden.
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB die Abfallkanten der Kaskadenbrettchen mit Schmirgel oder mit scharfem Stahldrahtgewebe belegt sind, damit die Schalen beim Abgleiten des von Brett zu Brett herunterfallenden Getreides abgescheuert werden.
DEB118206D 1925-02-17 1925-02-17 Vorrichtung zur Vorbereitung des Mahlens von Getreide Expired DE522230C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5259510A (en) * 1992-03-31 1993-11-09 Edward Lowe Industries, Inc. Apparatus for separating and removing fine particulates from a particle flow
DE19732765A1 (de) * 1997-07-30 1999-02-25 Kezlach Michael Abtrennen der Schale von Getreidekörnern

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5259510A (en) * 1992-03-31 1993-11-09 Edward Lowe Industries, Inc. Apparatus for separating and removing fine particulates from a particle flow
DE19732765A1 (de) * 1997-07-30 1999-02-25 Kezlach Michael Abtrennen der Schale von Getreidekörnern
DE19732765C2 (de) * 1997-07-30 2000-12-21 Kezlach Michael Abtrennen der Schale von Getreidekörnern

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