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Maschine zum Auflegen von Kremschichten auf Biskuite Gegenstand der
Erfindung ist eineMaschine zum Auflegen von Kremschichten auf Biskuite oder ähnliche
Gegenstände, bei welcher in bekannter Weise ein sich bewegender, die Formöffnungen
für die Kremmasse tragender Behälter und eine endlose Fördervorrichtung für die
Träger der mit den Formöffnungen nacheinander in Übereinstimmung zu bringenden Biskuite
vorgesehen ist.
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Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, daß in dem Formbehälter
eine um eine senkrechte Welle umlaufende und mit einer Anzahl von Öffnungen versehene
Formplatte angeordnet ist, und daß die Biskuitträger in einer waagerechten Ebene
in einer solchen Bahn umlaufen, daß ein Teil dieser Bahn mit der der Formöffnungen
zusammenfällt.
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Jeder Biskuitträger ist mit einem Pfosten versehen, an welchem der
Träger in senkrechter Richtung verschiebbar gelagert ist, so daß er an bestimmter
Stelle zur Aufnahme der Kremschicht durch das auf ihn liegende Biskuit unter die
Formöffnung gehoben werden kann.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß über der Formplatte
ein feststehender Abstreicher sowie ein Führungsblech vorgesehen sind, durch, welche
bei der Drehung der Formplatte die außerhalb der Bewegungsbahn der Formöffnungen
liegende Kremmasse immer wieder in diese Bahn zurückgebracht wird und durch den
Abstreicher durch die Formöffnungen gedrückt werden kann.
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Die zu überziehenden Biskuite sind in bekannter Weise in einem Behälter
angeordnet, der nach der Erfindung mit nachgiebigen Führungsteilen versehen ist,
welche den Zweck haben. die Biskuite auf den Trägern in die zur Aufnahme der Kremschicht
bestimmte Stellung auszurichten.
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Um die Kremschicht nach dem Auflegen auf das Biskuit von der Unterseite
der Formplatte zu trennen, sind unterhalb derselben nachgiebige Finger angeordnet,
die mit den Rändern der Biskuite in Berührung kommen.
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Durch eine Einstellschraube kann die Winkeleinstellung der Formöffnung
der Formplatte in bezug auf die sie tragende Welle geregelt werden.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung dargestellt, und zwar ist
Abb.
i ein Längsschnitt durch eine gemäß der Erfindung ausgeführte Vorrichtung unter
Fortlassung einzelner Teile zwecks größerer Übersichtlichkeit, Abb. 2 ein Grundriß
von Abb. i, Abb. 3 eine Endansicht, z. T. im Schnitt, Abb.4 ein Schnitt durch einen
Biskuitträger; Abb. 5, 6 und 7 sind eine Seiten-, Endansicht und ein Grundriß eines
Biskuitbehälters, Abb. 8 ein Schnitt nach der Linie 8-8 von Abb. 3, Abb. 9 ein Grundriß
nach der Linie 9-9 von Abb. i ; Abb. io ist eine schaubildliche Darstellung derFormplatte,
deren einerTeil weggebrochen ist; Abb. ii zeigt einen Einzelteil im Grundriß und
Abb. 12 im Schnitt Abb. 13 bis i9 sind schematische Seitenansichten eines Biskuitträgers
und seines Pfostens in verschiedenen Stellungen dieser Teile während eines Arbeitsspieles
zur Herstellung eines Biskuits.
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Bei der Anwendung der Erfindung an einer z. B. zur Herstellung von
Kremsandwichbiskuite geeigneten Art von Maschinen ist ein Gestell oder eine Säule
i (Abb. i und 3) mit einem Ausleger oder einem Arm -2, der verschiedene Teile der
Vorrichtung trägt, wie später beschrieben wird, und mit einer Platte 3 versehen,
die ein Paar Säulen 4. und 5 trägt. Die Säule 4 enthält Lager für eine senkrechte
Welle 6. die mittels eines Kegelrades 7 von einer Querwelle 8 aus angetrieben wird,
welche ihrerseits ihren Antrieb von einem losen Zahnrade 9, einem Zahntriebe io
und dem Motor i i durch Vermittlung einer mittels Handhebel 13 zu betätigenden Kupplung
12 erhält. An dem oberen Ende der Welle 6 ist ein Kopf 14 befestigt, der aus einem
Kettenrad 15 und einem Sitz 16 für eine Kremformpfanne 17 besteht. Die Säule 5 enthält
Lager für eine stehende Welle 18, die in beliebiger Weise durch Kegelräder i9, Ketten
und Kettenräder 2o von einem an dem Zahnrad 9 befestigten Kettenrad 21 aus angetrieben
wird.
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Das Gestell i trägt ferner auf Pfosten, Armen oder Säulen eine äußere
und eine innere U-förmige Führung 22 bzw. 23 (Abb. 2), durch welche die waagerechte
Bewegung der Biskuittragevorrichtung gesichert wird. Die Führungen 22 und 23 werden
ebenfalls von an dem Tragarm 2 befestigten Pfosten' getragen.
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Unter den Fiilirungen 22, 23 ist eine Hubschiene 2,. (Abb. i) von
U-förmigem Profil angeordnet, die vorzugsweise sich über den Tragarm 2 erhebt und
auf Pfosten 25 und 26 durch Schrauben einstellbar angeordnet ist, welche durch ein
auf dem Pfosten 25 angeordnetes Handrad 27 in senkrechter Richtung verstellt werden
können, wobei die Drehung mittels einer Kette 29 gleichzeitig auf eine auf dem Pfosten
26 drehbare Mutter 28 übertragen wird. In der Nähe des äußeren Endes des Armes 2
ist ein senkrechter Wellenstumpf 3o befestigt, um welchen ein dem Kettenrad 15 entsprechendes
Kettenrad 31 sich drehen kann.
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Die die Biskuite tragende Vorrichtung besteht aus einem Träger 32
(Abb. r und 4), der einen Überzug aus Gummischwamm 33 oder irgendein anderes Kissen
oder Polster aufweist, welches zur Aufnahme eines Biskuits geeignet ist. Der Biskuitträger32
ist auf einer Spindel 34 befestigt, die von einer verschiebbaren und an ihrem unteren
Ende ein Paar Vorsprünge 36 tragenden Hülse 35 umgeben ist. In den Vorsprüngen 36
ist eine Hubrolle 37 gelagert, die auf der Hubschiene 24 zu laufen bestimmt ist.
Um die Hubrolle seitlich in ihrer Stellung auf der Hubschiene zu erhalten, sind
die Vorsprünge 36 mit Ansätzen 38 versehen, die zu beiden Seiten der Hubschiene
2.4 liegen.
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Auf dem oberen Ende der Hülse 35 ist eine kurze Hülse 39 verschiebbar
angeordnet, welche mit einem Führungstisch oder einem Schieber 40 und mit Vorsprüngen
.41 aus einem Stück besteht oder diese trägt. Diese Vorsprünge 4.1 bilden den rechten
und linken Schenkel eines Gliedes einer Kette, die um die Kettenräder 15 und 31
läuft. Die Hülse 35 endet kurz unter dem oberen Ende der Hülse 39, die vorteilhafterweise
über den Tisch d.o ragt und dort einen Ring 42 bildet. Die Spindel 34 hat unmittelbar
unter dem Biskuitträger 32 einen Flansch 43, der sich gegen den Ring 42 stützt.
Zwischen dem Flansch .43 und dem oberen Ende der Hülse 35 ist eine schwache Feder
.i.4 vorgesehen, und um die Hülse 35 und um den unteren Teil der Hülse 39 ist eine
Feder .45 angeordnet. Die Feder _I5 ist ,dazu bestimmt, die Rolle mit der Hubschiene
24 in Berührung zu halten. Die Rolle 37 erteilt der Hülse 35 und dem Biskuitträger
32 eine von der Hubschiene 24. abgeleitete senkrechte Verschiebung, wobei die Feder
44 diese Bewegung dämpft und einen Spielraum für eine Relativbewegung zwischen der
Hülse 35 und der Plattform herstellt.
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Der Führungstisch 40 hat einen Pfosten oder einen mit dem Biskuit
in Berührung kommenden Teil 40b, der von dem Tisch nach oben ragt und vorzugsweise
in einen Schlitz 33a der Plattform 32 und ihres Belages 33 greift. Der Pfosten hat
eine solche Höhe, daß er bei seinem Wege längs der Führungsschiene frei vom Boden
der Formpfanne 17 bleibt und
in wirksamer Verbindung mit gefüllten
Biskuitzuführungsbehältern steht, die später beschrieben werden. Der Pfosten wandert
stets in gleichbleibender Höhe, während die senkrechte Stellung des Trägers 32 und
demzufolge die des Biskuits in bezug auf den Pfosten je nach der ihm durch die Bahn
der Hubschiene erteilten Verschiebung sich ändert. Die Pfosten d.ob können einstellbar
sein, wenn es wünschenswert ist, und sind dazu bestimmt, die waagerechte Bewegung
der Biskuite zu bewirken oder zu regeln (Abb. 4.).
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DerFührungstischd.ogleitet in in denSeitenflächen der Schienen 22
und 23 vorgesehenen Nuten und wird durch diese in einer bestimmten waagerechten
Bahn geführt. Um die Bewegung der Tische 4o um die gekrümmten Teile der Führungsschienen
zu erleichtern, ist ihre äußere Kante abgerundet oder abgeschrägt. Die Plattform
für die Biskuite sind eng miteinander gekuppelt und, damit sie die gekrümmten Teile
ihres Weges leicht überwinden und ein gegenseitiges Hemmen derselben verhindert
wird, ist eine ihrer Ecken. wie aus Abb. 2 ersichtlich, bei 32b abgerundet oder
abgeschrägt. Die äußeren Enden der Führungsschienen und Nuten können schwach erweitert
sein, um den Eintritt der Tische zwischen die Führungen zu erleichtern, nachdem
sie um das Kettenrad 31 herumgelaufen sind.
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Im vorstehenden ist nur eine einzige Biskuittragevorrichtung beschrieben
«-orden. Bei der Ausführung der Erfindung ist jedoch eine größere Anzahl oder eine
ganze Reihe solcher Tragvorrichtungen vorgesehen, wie aus Abb. r und 2 ersichtlich
ist, und als Teil einer Kette 4.6 ausgebildet, die um die beiden Kettenräder
31 und 15 läuft und von dem letzteren mittels der erwähnten Zahnräder angetrieben
wird. iedes Glied .h ist durch ein Zwischenglied oder Zwischenglieder mit dem entsprechenden
Gliede der nächsten Biskuittragevorrichtung verbunden, so daß die Reihe der Biskuittragevorrichtungen
angetrieben wird und in endloser Aufeinanderfolge den in Abb. 2 dargestellten Weg
durchläuft.
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Die Führungen und die Hubschiene 24 sind U-förmig gekrümmt, d. h.
die um das Kettenrad 31 gehenden Teile sind fortgelassen, aus dem Grunde,
weil eine beständige Führung um dieses Kettenrad keinen besonderen Zweck haben würde,
da der Eingriff der Kettenglieder mit dem Kettenrad 31 eine wirksame Überführung
und Stützung der Biskuitplattformen und der damit verbundenen Teile von dem einen
Schenkel der U-förmigen Führungsschienen zu dem anderen gewährleistet.
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In Abb. 2 sind an den Stellen 4.7 und .I8 Biskuitbehälter angedeutet,
von denen der Behälter 47 jeden der Biskuitträger 32 nacheinander mit einem Biskuit
versieht, welches mit einer Kremschicht versehen werden soll, während der bei .I8
gezeigte Behälter dazu bestimmt ist, auf die auf dem ersten Biskuit aufgebrachte
Kremschicht ein zweites Biskuit aufzulegen, um das Sandwich herzustellen, wenn die
Maschine derartige Erzeugnisse herstellen soll. Wenn einfache Biskuite mit einem
Überzug versehen werden sollen, kann der zweite Behälter fortgelassen oder außer
Betrieb gesetzt werden.
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Die Behälter (Abb. 5, 6 und 7) bestehen aus senkrecht geschlitzten
Führungen 49 für die Aufnahme eines senkrechten Stapels von Biskuiten 5o. Der Behälter
ist an seinem unteren Ende offen, um den Durchgang der Pfosten .lob der darunter
weglaufenden Biskuittragevorrichtungen zu gestatten. Das unterste Biskuit ruht auf
einem Paar nach innen vorspringender Schienen 51, die mit Schlitzen 52 versehen
sind, damit die Krümchen hindurchfallen können und sich nicht auf den Rändern ansammeln
können. Auf jeder Seite des Behälters ist in der Längsrichtung ein Schlitz oder
eine Öffnung 53 vorgesehen, und in diesen Schlitz ragt auf derjenigen Seite des
Behälters, von welcher die Biskuite austreten, ein Finger oder eine Zunge 54, die
mittels einer .in einem Schlitz der Behälterwand verschiebbaren Stellschraube 55
befestigt werden kann, so daß die senkrechte Höhe des Fingers 54 einstellbar ist
je nach der Dicke der Biskuite. Die Wirkung dieses Fingers besteht darin, das vorletzte
Biskuit des Stapels in seiner Stellung zu halten, bis das unterste Biskuit darunter
hinweggeführt worden ist.
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Zu diesem Zweck streift der Pfosten dob des Biskuitträgers bei seinem
Durchgange durch die Schlitze 53 des Behälters gegen das unterste Biskuit, welches
auf den Schienen 5 r ruht und schiebt dieses aus dem Behälter hinaus, während das
darüber befindliche Biskuit durch den Finger 54 an dein Hinausschieben verhindert
wird. Sobald das unterste Biskuit aus dem Stapel entfernt ist, senkt "ich der Stapel
durch sein eigenes Gewicht, so daß das entfernte Biskuit durch ein anderes ersetzt
wird. welches frei und durch den Pfosten d.ob des nächsten Biskuitträgers hinausgeschoben
wird.
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Um die Biskuite beim Auflegen auf die Polster 33 der Biskuitträger32
und beim Hinwegführen aus dem Behälter gleichzurichten, ist der bei 47 dargestellte
Behälter (Abb.2) mit einem Paar mehr oder wenig nachgiebiger, seitlicher Führungsplatten
56 versehen, während der bei ,I8 dargestellte Behälter ähnliche Führungsplatten
56a aufweist, und um unter dem Behälter die auf den Polstern 33 befindlichen und
bereits mit einer Kremschicht versehenen Biskuite gleichzurichten,
sind
abgeschrägte Platten 57 vorgesehen (Abb. 5). In Verbindung mit dem Behälter 4.8
sind Mittel vorgesehen, um das auf die Kremschicht aufgelegte Biskuit sanft aufzupressen,
wenn es die Führungen 56u verläßt. Diese Preßvorrichtung kann aus einem Paar nachgiebiger
Zungen 58 (Abb. 2 und 5) bestehen, die über dem Wege der Biskuitträger in beliebiger
Weise angeordnet sind.
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Die Formpfanne 17 (Abb. 9, io) ist mit einem ebenen Scheibenboden
59 versehen, in welchem Formöffnungen 6o angeordnet sind, deren Gestalt der der
zu behandelnden Biskuite entspricht. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind
diese Formöffnungen kreisrund. Der Zwischenraum zwischen den Öffnungen entspricht
dem Zwischenraum zwischen den Pfosten der Biskuitträger, wenn sie auf ihrem bogenförmigen
Wege um das Kettenrad 15 laufen. Der Mittelpunkt jeder Formöffnung liegt auf einem
Kreise, der denselben Halbmesser wie der bogenförmige Weg hat.
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Die Formplatte 59 hat eine äußere Wand und eine innere Wand oder Nabe
61. In der Mitte der Formplatte 59 ist eine Öffnung vorgesehen, so daß die Pfanne
auf das Ende der Welle 6 aufgesetzt und durch eine Kappe 6a (Abb. i) befestigt werden
kann, welche mittels eines Keiles auf der Welle befestigt ist und die Scheibe mittels
einer Mutter 63 festklemmt. Die Kappe hat einen Fortsatz 64 (Abb. 2) mit einem mit
Gewinde versehenen Loch, in welches ein Stellstift mit einem gerändelten Rädchen
65 geschraubt ist, wobei die Enden des Stiftes in Vorsprünge oder Ansätze 66 auf
der Innenfläche der Wand 61 greifen. Durch Drehen des gerändelten Rädchens wird
der Stift bewegt und sich in der Längsrichtung verschieben, wodurch er eine geringe
Winkelverdrehung der Pfanne 17 gegenüber der Welle 6 hervorruft. Diese Einsteilung
hat den Zweck, eine genaue Winkeleinstellung der Formöffnungen zu erreichen.
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Der Formpfanne wird, da sie auf der auch das Kettenrad 15 tragenden
Hauptwelle 6 befestigt ist, eine gleichgerichtete Drehung von der gleichen Winkelgeschwindigkeit
wie die des Kettenrades 15 erteilt. Da die Mittelpunkte der Formöffnungen und die
bogenförmige Bahn der Biskuite zusammenfallen, besteht zwischen den Fortnöffnungen
und den Biskuiten keine Relativbewegung, und infolgedessen wird eine Übertragung
vollkommen geformter und unbeschädigter Formauflagen erreicht. In dem ringförmigen
Zwischenraum zwischen der inneren und der äußerenWand derPfanne ist eine feststehende
Sammelvorrichtung 67 (Abb. io) angeordnet, so daß der an den Wandungen der Pfanne
liegende Krem nach der ringförmigenZone zu geleitet wird, in welcher die Formöffnungen
umlaufen. Diese Sammelvorrichtung kann die Form eines gekrümmten Abstreichers oder
einer Platte haben,' die sich von der einen Seite des ringförmigen Zwischenraumes
bis zur anderen Seite erstreckt und in der Nähe der Zone der Formöffnungen eine
Ausnehmung 67d aufweist, die den Durchgang des Krembandes gestattet (Abb. io). Die
Sammelvorrichtung ist leicht herausnehmbar und wird in beliebiger Weise durch den
Eingriff eines Paares von Bolzen 68 (Abb. 3 und 10)
mit vorspringenden Stiften
69 der Sammelplatte an Ort und Stelle gehalten. Diese Bolzen sind an einer an der
Säule 5 angebrachten Platte 7o befestigt und ragen von dieser nach unten. Diese
Platte kann ferner einen Abstreicher 71 tragen, der zweckmäßig unter einem Winkel
zur Horizontalen geneigt angeordnet ist. Wenn die Formöffnungen unter diesem Abstreicher
vorbeigehen, wird die Kremmasse zurückgehalten, und der Abstreicher streift über
die Oberfläche der Pfanne, so daß jede Formöffnung mit einer Kremmenge gefüllt wird,
deren Oberfläche mit der der Scheibe mit den Formöffnungen abschneidet.
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In Abb. 9 ist die Sammelvorrichtung 67 veranschaulicht, wie sie die
in der Nähe der Pfannenwandungen liegenden Kremmengen nach der Mitte des ringförmigen
Pfannenraumes zu einem Bande 75 zusammenstreicht, welches durch die Ausnehmung 67a
der Vorrichtung 67 läuft, so daß der Weg der Formöffnungen vollständig von Krem
überdeckt ist. Wenn die Kremmasse mit der Pfanne rund herumgeführt wird und gegen
denAbstreicher 71 trifft, bewirkt der letztere außer der Füllung der Formöffnungen,
wenn sie unter ihm weglaufen, auch eine Teilung des Krembandes 75 nach den Wänden
der Pfanne zu, wie dies bei 7.6 angedeutet ist. Die Drehrichtung der Formpfanne
ist durch den Pfeil77 bezeichnet.
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Auf der Unterseite des Pfannenbodens ist in der Nähe jeder Formöffnung
ein Paar von federnden Fingern oder Zungen 72 (Abb. i i) so angeordnet, daß sie
gerade frei vom Rande der Formöffnungen sind, aber von den Seitenrändern der Biskuite
getroffen und durch die senkrechte Bewegung der Biskuite gegen die Scheibe gepreßt
werden, damit bei dem darauffolgenden Senken der Biskuitträger eine sichere Trennung
des Biskuits mit der darauf befindlichen Kremschicht von der Formöffnung bewirkt
wird. In Abb. ii ist die Formöffnung mit 6o bezeichnet, während die punktierte Linie
73 die Lage eines kreisrunden Biskuits in bezug auf die Finger 72 andeutet.
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Um die Unterfläche der Formscheibe reinzuhalten,
ist
eine Wischvorrichtung 590 (Abb. i und 2) angeordnet, die an einem drehbar gelagerten
Träger 59b befestigt ist. Dieser Träger hat eine Verlängerung 59c, an welcher eine-
Feder 59d befestigt ist, um die Wischvorrichtung nachgiebig in Berührung mit der
Unterseite der Pfanne zu halten. Die Wischvorrichtung drückt die federnden Zungen
72 bei ihrem Gange mit der Pfanne nieder und gleitet über sie hinweg. Um eine angemessene
Zuführung von Krem zu derFormpfanne aufrechtzuerhalten, ist ein Trichter 78 (Abb.
i und 8) in irgendeiner Weise auf einem Querträger 79, welcher von der Säule 5 getragen
wird, z. B. mittels zweier Pfosten 8o lösbar befestigt, über welche mit Löchern
versehene Ansätze 81 und Arme 82 greifen. Durch Flügelmuttern 83 wird schließlich
der Trichter an Ort und Stelle gehalten. Durch diese Anordnung kann der Trichter
im ganzen leicht abgenommen werden. Der Trichter ist mit einem Boden 84 versehen,
der eine durch einen Schieber 86 (Abb. 3) verdeckte Austrittsöffnung 85 hat. Dieser
Schieber kann durch eine mit einem gerändelten Kopf 87 versehene Stange von außen
betätigt werden. Der Boden ist ferner mit einer mittleren Öffnung versehen, um welche
eine Büchse 88 befestigt ist, in der ein Standrohr 89 angeordnet ist.
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Die Welle 18 trägt innerhalb des Trichters eine Rührvorrichtung. Diese
besteht aus einem Kopf go (Abb. 3 und 8), der auf dem Ende der Welle i8 verkeilt
und mittels einer Flügelmutter gi befestigt ist. Der Kopf go trägt eine Anzahl von
Führungs- oder Versteifungsarmeng2, die mit der Innenwand des Trichters in leichter
Berührung stehen. Ein von dem Kopf go ausgehender rohrförmiger Fortsatz
93 trägt ein Paar von Rühr- oder Ausführarmen 94 (Abb. 8), welche wie Schaber
geformte gekrümmte Enden aufweisen, oder auf welchen Schaber g.5 befestigt sind,
und welche zweckmäßig schaufelförmig gestaltet sind oder überhängen, so daß sie
den Krem nach dem Boden des Trichters zu fördern bestrebt sind. Wenn die Öffnung
85 offen ist, so werden die Arme zweimal bei jeder Umdrehung der Welle 18 eine gewisse
Kremmenge durch die Öffnung 85 austreiben. Der Trichter ist so angeordnet, daß seine
Austrittsöffnung von der Sammelplatte 67 oder zwischen die Sammelplatte 67 und den
Abstreicher 71 der Formpfanne zu liegen kommt (Abb. g), so daß das Kremband 75 in
gewissen Zeitabständen eine Zufuhr vonKrem erhält. Die Kremmasse in dem Trichter
78 wird durch Brenner 96 (Abb. 3) oder durch elektrische Heizmittel warm
gehalten. Gewünschtenfalls kann der Trichter mit Rührwerken oder Entleerungsvorrichtungen
versehen sein, die ununterbrochen einen schwachen Strom von Krem in die Pfanne 17
abführen.
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Der U-förmigen Hubschiene 24 ist eine solche Oberfläche gegeben, daß
sie die Biskuitträger in Übereinstimmung mit den verschiedenen Arbeitsvorgängen
hebt und senkt. Die Hubschiene ist mit einem erhöhten Teil toi (Abb. i) versehen,
um die Biskuitträger anzuheben, damit sie aus dem Behälter 47 Biskuite aufnehmen
können, und auf dem anderen Schenkel mit einem ähnlichen erhöhten Teil, um die Plattformen
-zu heben, damit sie aus dem Behälter 48 Biskuite empfangen können und die Abführung
der Biskuite zu unterstützen. Ein vertiefter Teil io2 der Hubschiene dient dazu,
die Biskuite von dem Boden der Formpfanne und den federnden Fingern 72 frei zu machen.
Bei 103 ist ein erhöhter Teil in der Hubschiene vorgesehen, der in dem bogenförmigen
Teil seiner Bahn um das Kettenrad 15 liegt und dazu dient, die Biskuitträger anzuheben,
damit sie aus den Formöffnungen Krem aufnehmen und die Biskuitträger zu zwingen,
während einer gewünschten Zeitdauer in dieser angehobenen Stellung zu verbleiben.
Auf den erhöhten Teil io3 folgt ein vertiefter Teil, um die Biskuite zurückzuziehen
und von den Formöffnungen zu trennen. In der Zone, wo die Biskuitträger die Führungen
56a des Biskuitbehälters 48. verlassen, ist eine zusätzliche vertiefte Stelle 104
in der Hubschiene vorgesehen (Abb. 5), in welche die Rolle 37 soeben einzutreten
im Begriffe ist. Diese Vertiefung senkt auf einen Augenblick die Biskuitträger,
um eine Beschädigung des hinteren Teiles des Biskuits durch :die Wirkung der federnden
Finger 58 zu verhüten (siehe z. B. das soeben unter den Fingern 58 befindliche Biskuit
1o5).
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Die Reihenfolge der Arbeitsvorgänge der Maschine ist folgendermaßen:
Die Biskuitträger wandern in endloser Aufeinanderfolge den durch die Kette 46 vorgeschriebenen
Weg entlang. Die Führungstische 4o bewegen sich in den Führungen 2 2 und 23, welche
sie und die Pfosten 40b in einer beständig waagerechten Lage halten, während die
mit der Hubschiene 24 in Berührung befindliche Hubrolle 37 die Biskuitträger 32
gemäß der Form der Hubschiene hebt und senkt. Die Bewegungsrichtung der Kette ist
in Abb. i und 2 durch Pfeile gekennzeichnet. Wenn die Biskuitträger sich auf den
Biskuitbehälter 47 zu bewegen, so werden sie nacheinander durch die Steigung ioi
der Hubschiene angehoben und durch eine bestimmte Wegstrecke hindurch in dieser
angehobenen Stellung zwecks Aufnahme von Biskuiten erhalten. Wenn jeder der Biskuitträger
(Abb. 13 bis ig) unter den Behälter
gelangt, schiebt der Pfosten
40b das unterste Biskuit roh (Abb. 13) vor sich her, so daß es auf dem Polster
33 abgelegt wird und dabei an dem Pfosten anliegt. Die Vertiefung io2 der Hubschierte
bewirkt eine Senkung des Biskuitträgers 32, wobei sie und das darauf befindliche
Biskuit unter den benachbarten Teil der Formpfanne in die Beschickungsstellung gelangen,
damit sie von der Formscheibe und .den Fingern 72 frei bleiben (Abb. 14). Sobald
die Hubrolle 37 eines Biskuitträgers an dem erhöhten Teil i o3 der Hubschiene anlangt,
bringt der Träger sein Biskuit in Berührung mit der in der entsprechenden Stellung
befindlichen Formöffnung 6o (Abb. 15), und diese Stellung wird -während eines bestimmten
Teiles des bogenförmigen Weges unter der Formöffnung beibehalten, bis die Formöffnung
den Abstreicher 71 passiert hat und von diesem frei geworden ist. Auf diese Weise
erhält das Biskuit eine Kremauflage aus der entsprechenden Forrnöffnung.
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Nach dem Verlassen der Abstreichstellung gelangt die Hubrolle 37 in
eine andere Vertiefung der Hubschiene, so daß das Biskuit von der Formscheibe freikommt
(Abb. i6), durch die Wirkung der Finger 72 die Trennung des Biskuits von der Scheibe
herbeigeführt wird, worauf es sich mit der darauf befindlichen Kremschicht Goa weiter
bewegen kann.
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Wenn Sandwichbiskuite hergestellt werden sollen, wird der Biskuitträger
32 bei der Annäherung an den Behälter 48 wieder angehoben. Die Seiten des Biskuits
kommen mit den Führungen 57 in Berührung, wodurch ihre Lage berichtigt wird. Wenn
der Biskuitträger unter den Behälter gelangt, schiebt der Pfosten 40b das unterste
Biskuit io6a hinaus, so daß es genau über die Kremschicht Goa und auf dieselbe zu
liegen kommt (Abb. 17). Wenn das Biskuit den Behälter verläßt, bringen die Führungen
56a das obere Biskuit i oha mit dem unteren io6 in Übereinstimmung, richten es aus,
und die federnden Finger 58 drücken sanft auf das obere Biskuit und die darauf befindliche
Kremschicht, so daß das Sandwichbiskuit fertig ist. Sobald das Sandwich unter den
Fingern 58 vorbeigegangen ist, wirrt der Biskuitträger für einen Augenblick durch
die Vertiefung io4 (Abb. 5) gesenkt (Abb. i8), um eine Beschädigung des rückwärtigen
Teiles des Sandwich durch die Finger und eine Lagerveränderung und, ein Zusammendrücken
der Kremschicht zu verhindern.
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Nach der Fertigstellung der Sandwichbiskuiüe bleibt nichts weiter
übrig, als dieselben von den Biskuitträgern zu entfernen. Dies kann selbstverständlich
von Hand geschehen, es ist aber vorzuziehen, hierzu eine Vorrichtung zu benutzen,
die sie selbsttätig und seitlich aus dem Wege der Biskuitträger schafft.
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Dies kann in bequemer Weise dadurch erreicht werden, daß in dem Wege
der Biskuitträger ein fester Abstreicher oder eine Schiene io7 an einer etwas über
dem Weg der Spitze des Pfostens 40b gelegenen Stelle befestigt ist. Die Hubschiene
24 ist mit einer weiteren Erhöhung versehen, durch welche die Biskuitträger, nachdem
sie den Behälter 48 verlassen haben, bis zu einer über der Spitze des Pfostens 40b
gelegenen Höhe angehoben werden (Abb. ig), so daß die Biskuite bei der Berührung
mit dem Abstreicher 107 von ihrem Wege abgelenkt und abgeführt werden. In
der Nähe des Abstreichers 107 kann eine Abführrinne für die Biskuite vorgesehen
und angeordnet sein, die die Biskuite aufnimmt und zwecks Entfernung aus ihrem Wege
ableitet. Die Rinne kann nach unten geneigt sein, so daß die Abführung der Biskuite
durch ihre Schwere begünstigt wird. Vorteilhafterweise wird die Rinne mit einem
endlosen Förderband ausgestattet, welches sie einer Sammel-, Lege- oder Stapelvorrichtung
zuführt.