DE520592C - Verfahren zur Herstellung von Schuhzeug mit Lederoberteil und Gummisohle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schuhzeug mit Lederoberteil und Gummisohle

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DE520592C
DE520592C DEM109064D DEM0109064D DE520592C DE 520592 C DE520592 C DE 520592C DE M109064 D DEM109064 D DE M109064D DE M0109064 D DEM0109064 D DE M0109064D DE 520592 C DE520592 C DE 520592C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D35/00Presses for shaping pre-existing loose soles, shoe bottoms or soles fixed to shoe bottoms
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C35/00Heating, cooling or curing, e.g. crosslinking or vulcanising; Apparatus therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2021/00Use of unspecified rubbers as moulding material

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schuhzeug mit Lederoberteil und Gummisohle Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit Lederoberteil und anvulkanisierter Gummisohle. -Bekannt ist Schuhwerk, bei dem der Rand des Lederoberteils zwischen einer Innensohle und einer Laufsohle aus Gummi eingelegt und die Befestigung der Gummisohle am Rand des Oberleders durch einenVulkanisierprozeß bewirkt ist.
  • Auch ist beim Schuhsohlenvulkanisieren bereits so verfahren, daß der Schuh mittels eines von einer Kolbenstange gehaltenen Hohlleistens auf eine mit Kautschukmischung gefüllte Sohlen- und Hackenformplatte gepreßt wird, die auf der Oberseite eines Darnpfheizkastens angebracht wird.
  • Gemäß der Erfindung wird im wesentlichen in der Weise verfahren, daß ein Lederoberteil über einen Leisten, dessen Abmessungen unter der gewöhnlichen Leistengröße liegen, gespannt und vorzugsweise nach Auflegen einer Innen- oder Brandsohle aus Webstoff oder Leder über eine Decksohle aus Gunirni gezogen und mit seinem gummierten Raild darauf festgeklebt wird. Hierauf wird eine Laufsohle aus Gummi aufgebracht. Der Zusammenhang zwischen diesen Teilen wird durch einen Klebgummiaufstrich erreicht. Der soweit zusammengebaute Schuh wird dann von dem Leisten befreit, erhält eine aufblasbare Einlage und wird mit dieser in eine Vulkanisierpreßform von den richtigen Abmessungen eingeschlossen. Die aufblasbare Einlage wird dann durch Druck zur Ausdehnung gebracht, die sich auf den umschließenden Schuh übertrugt, derart, daß beim Vulkanisieren die Decksohle und die Laufsohle in innigen vollständigen Verband mit dem eingefalzten Rand des Lederoberteils gebracht werden. Bei der Ausdehnung des Oberleders wird sein Randteil um ein kleines Maß aus seiner Läge zwischen der Decksohle und der Laufsohle nach außen gezogen und nimmt dabei einen aus der Laufsohle staninienden Rand von Gummi mit. Dieser Rand bildet eine keilförmige Borte, die den Randsaum zwischen Oberleder und Sohlenrand ausfüllt und eine nicht unerhebliche Sicherheit dagegen bietet, daß der Oberteil verbrannt oder sonstwie beschädigt wird. Die zwischen dem Oberteil und den Sohlen erzielte Bindung ist sehr wirksam und verhindert, daß bei gewöhnlicher Beanspruchun.- die Sohle von dem Oberleder abreißt.
  • Gemäß der Erfindung kann ferner mittels einer herausnehmbaren metallenen 13iiilegeplatte, die während des Vulkanisierens zwischen der Innen- oder Brandsohle und der aufblasbaren Einlage eingesetzt ist, die flache gleichmäßige Form der Innensohle erhalten und die Gleichmäßigkeit der Vulkanisierung gefördert werden.
  • Fig. i ist eine Drattfsiclit auf eine Vulkanisierpreßform, die vorzugsweise zur Durchführung des Herstellungsverfahrens gemäß der Erfindung benutzt werden kann. Die Preßform ist mit geöffnetem Verschlußstiick dargestellt. Der Heiztisch ist teilweise anaedeutet.
  • Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die geschlossene Preßform.
  • Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 - der Fig. 2.
  • Fig.4 ist ein unvollständiger Längsschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 2.
  • Fig. 3 ist ein vergrößerter Schnitt durch den Rand des fertigen Schuhes und zeigt die Bildung des keilförmigen Kautschukrandes zwischen Oberleder und Laufsohle infolge des \achaußenziehens des Oberlederrandes durch die Aufblasvorrichtung.
  • A bezeichnet den Heiztisch bekannter Bauart. der Hohlräume zum Durchleiten von Dampf enthält und auf einer Temperatur von ungefähr r4o' C gehalten @iird. Der unbewegliche Teil B der Preßform ist -auf dem Heiztisch A durch Bolzen b befestigt. Der Zehenteil C ist mit dem unbeweglichen Formteil B durch Querbolzen c' verbunden. Der Fersenteil D ist durch einen Bolzen il mit dem Formteil B gelenkig verbunden und kann seitlich geöffnet werden, um das Innere des hinteren Teils der Preßform freizugeben. Das Verschlußstück Eist mittels Scharnier F mit dem Zehenteil C gelenkig verbunden und zum Üttnen und Schließen mit einem Handgriff G versehen. In der Schließstellung wird das Verschlußstück E mit dein festen Teil B der Form durch eine auf einem Exzenterzapfen I sitzende Klammer H verriegelt, die mit Hilfe eines an dem Lxzenterzapfen sitzenden Handgriffs K angezogen wird. Das Verschlußstück wird außerdem durch einen Haken L verriegelt, der gleich wie die Klammer H auf einem exzentrischen Drehzapfen iI! sitzt, der einen Handgriff trägt. Das Verschlußstück E trägt die feste Sohlenplatte P.
  • Zur Herstellung eines Schuhes wird ein Leisten genommen, der kleiner als der für den fertigen Schuh bestimmte Leisten ist. Auf die Sohle dieses Leistens ,wird eine Innensohle d aus Webstoff oder Leder aufgelegt, und auf diese Innensohle kommt eine Decksohle b aus einem Kautschukteig, der @- ulkanisierungsbeschleuniger enthält. Das Anhaften wird dadurch bewirkt, daß man die sich berührenden Flächen mit einer Kautschuklösung bestreicht. Der Rand c des Lederoberteils d wird mit einer Kautschuklösung versehen, die ebenfalls die Vulkanisierung beschleunigende Bestandteile enthalt. Der Lederoberteil d wird auf den Leisten gebracht und mit seinem Rand c über die Decksohle b gezogen. Sein gummierter Rand wird derart auf die Decksohle niedergehä muiert oder gewalzt, daß ein sicheres Anhaften des Randes an der Decksohle erzielt wird. Die Zehen- und Fersenteile des Oberlederrandes «-erden eingefaltet, und eine Kautschuklösung oder ein dünner Kautschukkitt, der ebenfalls @"ulkanisierbeschleuniger enthält, wird auf fien niedergebogenen Rand c aufgestrichen. um ein sicheres Anhaften der Laufsohle an der Decksohle und am Rand des Oberteils zu erzielen. Eine fertige Laufsohle e mit oder ohne Absatz wird nun auf das Werkstück aufgelegt und so darauf niedergedrückt, daß sie auf der Unterfläche der Decksohle b und auf dem eingefalteten Oberlederrand c haftet. Der soweit zusammengebaute Schuh wird von dein Leisten abgenommen und eine Einlegeplatte R aus hartem Metall so in den Schuh eingeführt. daß sie auf der Innensohle a liegt. Dann wird ein aus Gummi bestehender Dehnungsbeutel Q in den Schuh eingesetzt.
  • Der Schuh wird in die offene Preßform gebracht und auf die Sohlenplatte P gesetzt, worauf das Verschlußstück E geschlossen und verriegelt wird. Die Sohlenplatte P greift in die Seitenwände der Formteile B, C, D und E ein. S ist der Nippel des Dehnungsbeutels Q, und T ist ein brückenartiges Widerlager, das den vom Dehnungsbeutel Q ausgeübten aufwärts gerichteten Druck aufnimmt.
  • Der obere Teil der Preßform, der ebenso wie der Sohlenteil aus Metall besteht, ist mehr der Luft ausgesetzt, und es besteht infolgedessen ein Temperaturabfall von dei; Sohlenplatte nach dem Oberteil der Form hin. Der Dehnungsbeutel Q wird auf ungefähr ; Atm. Druck während des V ülkanisierens gehalten. Die Länge dieses Zeitabschnittes richtet sich nach den Eigenschaften der Kautschukmischung. Um eine befriedigende Vukanisierung des Gummis zu erreichen, muß darauf Rücksicht genommen werden, da?, die Temperatur unterhalb der Sohle am höchsten ist und von der Sohle nach aufwärts rasch abnimmt. Eine beträchtliche Wärmemenge wird in der Laufsohle c absorbiert; daher erreicht der Oberlederrand c nicht die Temperatur der Heizplatte A. Da die Laufsohle e einer höheren Temperatur ausgesetzt ist als die Decksohle b und der Rand c des Oberteils, muß die in der Decksohle verwendete Kautschukmischung mehr Vulkanisierbeschleuniger als die Laufsohle enthalten, um eine gleichmäßige Vulkanisierung zu erzielen. Wenn mit Hilfe des Dehnungsbeutels Q Druck ausgeübt wird, wird mittels der Einlegeplatte R bewirkt, daß die Innensohle d flach bleibt und nicht dünner wird, und die Gleichmäßigkeit der Vulkanisierung gefördert.
  • Die Einlegeplatte R wird entfernt, sobald der Vulkanisierungsvorgang vollendet ist. Der zur Wirkung gebrachte Druck dehnt das Oberleder d aus und bringt es auf die volle Abmessung der Form. Bei dieser Ausdehnung wird der Randteil c des Oberleders um einen kleinen Betrag aus seiner Lage zwischen. der Decksohle b und der Laufsohle e nach außen gezogen und nimmt dabei einen aus der Laufsohle stammenden Kautschukrand f mit. Dieser Kautschukrand bildet eine keilförmige Borte, die den Randsaum ausfüllt und eine nicht unerhebliche Sicherheit dagegen bietet, daß der Oberteil verbrannt oder sonstwie beschädigt wird. Die zwischen dem Oberteil und den Sohlen erzielte Bindung ist so wirksam, daß es in der Regel nicht möglich ist, das Oberleder von der Sohle abzureißen.
  • Um das Aufrechterhalten eines kühlen Zustands im oberen Teil der Preßforrn zu sichern, können die Gußstücke, aus denen die Form besteht, zellenartige Höhlungen T% aufweisen. Durch diese findet Wasserumlauf statt, der die Wärme abführt, die von der heißen Sohlenplatte P der Form nach oben übertragen wird.
  • Nach Beendigung der Preßvulkanisierung wird der Luftdruck in dem Dehnungsbeutel Q aufgehoben, die Preßform geöffnet und der fertige Schuh herausgenommen. Der Dehnungsbeutel Q und die metallene Einlegeplatte R werden dann aus dem Schuh herausgenommen. Das Herstellungsverfahren ist im wesentlichen das gleiche für Stiefel, Schuhe und Pantoffel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von Schuhzeug mit Lederoberteil und Gummisohle, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lederoberteil (d) über einen Leisten von geringerer als der gewöhnlichen Größe auf eine Gummidecksohle (b) gespannt und mit seinem gummierten Rand (c) darauf festgeklebt wird, worauf eine Gummilaufsohle (e) darauf gebracht und mit dem Rand (c) des Lederoberteils (d) verklebt wird, und daß hierauf das Arbeitsstück nach Entfernen des Leistens in eine Vulkanisierpreßform von den richtigen Abmessungen eingeschlossen und durch eine Aufblasvorrichtung (Q) von innen ausgedehnt wird. z. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer herausnehmbaren metallenen Einlegeplatte (R), die während des Vulkanisierens zwischen einer Innensohle (a) und der biegsamen Aufblasvorrichtung (Q) eingesetzt ist, die flache Gestalt der Innensohle (a) erhalten und die Gleichmäßigkeit der Vulkanisierung gefördert wird.
DEM109064D 1929-03-07 1929-03-07 Verfahren zur Herstellung von Schuhzeug mit Lederoberteil und Gummisohle Expired DE520592C (de)

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DE (1) DE520592C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077108B (de) * 1957-05-24 1960-03-03 Herbert Ludwig Schuh, insbesondere mit Mokassineinsatz

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077108B (de) * 1957-05-24 1960-03-03 Herbert Ludwig Schuh, insbesondere mit Mokassineinsatz

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