DE387680C - Durchgenaehtes Schuhwerk - Google Patents

Durchgenaehtes Schuhwerk

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DE387680C
DE387680C DEW56466D DEW0056466D DE387680C DE 387680 C DE387680 C DE 387680C DE W56466 D DEW56466 D DE W56466D DE W0056466 D DEW0056466 D DE W0056466D DE 387680 C DE387680 C DE 387680C
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DE
Germany
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insole
shoe
shoes
upper leather
lips
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Expired
Application number
DEW56466D
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English (en)
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SIDNEY C WILSON
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SIDNEY C WILSON
Publication date
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Publication of DE387680C publication Critical patent/DE387680C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/02Footwear stitched or nailed through

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Durchgenähtes Schuhwerk. Die Erfindung betrifft die Herstellung von Schuhen mit Hilfe einer neuartigen Brandsohle, durch welche sich ein verbessertes Erzeugnis in der Massenherstellung ergibt. Die Erfindung bezweckt, bis zu einem hohen Grade die bei Rahmenschuhen, Wendeschuhen und Schuhen mit durch alle Lagen hindurchgehender Steppung erzielten einfachen Herstellungsarten zu vereinigen und eine einfache und anpassungsfähige Anordnung zu schaffen, welche es ermöglicht, einen gewöhnlichen, bei der Herstellung von Rahmenstiefeln verwendeten Leisten zu benutzen, so daß die bei der Herstellung von Schuhen mit durch alle Lagen hindurchgehender Steppung verwendeten Umbiegeplatten für das Umbiegen der Zwickstifte fortfallen. Ferner soll der Schuh mittels Zwickmaschine für Rahmenschuhe aufgezwickt werden können, und es soll die Verbindung des Oberleders, der Brandsohle und der Außensohle mittels durch sämtliche Lagen hindurchgehender Stiche erfolgen. Bei Anwendung der Brandsohle und des Verfahrens nach der Erfindung wird die Herstellung eines genähten Schuhes ermöglicht, bei welchem die Zwecken, die zum Aufzwicken des Schuhes auf den Leisten dienen, nicht wie bei dem bekannten Verfahren zur Herstellung von Schuhen mit durch alle Lagen hindurchgehenden Nähten oder Nagelung dauernd in dem Schuh verbleiben, sondern nach der Abnahme des Schuhes von dem Leisten fortfallen, wie bei dem üblichen Herstellungsverfahren von Rahmenschuhen. Es wird aber trotzdem ein einfacher, kräftiger und dauerhafter Schuh mit durchgehenden Nähten erzielt, so daß das Erzeugnis einen zweckenlosen Schuh mit durch alle Lagen hindurchgehenden Nähten darstellt, der durch die bei der Herstelllung von Rahmen- 1 schuhen verwendeten Maschinen- und Arbeitsverfahren aufgezwickt wird und in der aufgezwickten Lage an einer Lippe der Brandsohle festgehalten wird, ähnlich wie dies bei der Befestigung des Oberleders und der Sohle bei der Herstellung von Wendeschuhen geschieht.
  • Der Schuh gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch eine Brandsohle, die an beiden Flächen mit zwei Rissen versehen ist, von denen ' der eine durch Einschneiden von der Außen-' kante her und der andere durch Einschneiden von der Mitte der Sohle nach der Außenkante zu entsteht, so daß an der Außenfläche zwei längsverlaufende Lippen gebildet werden, an welchen das Oberleder durch geeignete Befestigungsmittel, z. B. Klammern, dauernd befestigt ist, während die Durchnähnaht unter den Seitenlippen liegt, so daß der Schuh innen das Aussehen eines Rahmenschuhes bietet.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Abb. Z ist ein Grundruß der Brandsohle von der Narbenseite, also der dem Fuße zugekehrten Seite,-des Leders, gesehen und mit einer eingeschnittenen Fuge, die die durchgehende Naht verdecken soll.
  • Abb.2 ist ein Grundruß der umgekehrten Seite, also der Fleischseite der Brandsohle, in welchem die Befestigungslippe angedeutet ist.
  • Abb. 3 stellt den auf den Leisten gezwickten Schuh in verschiedenen Herstellungsstufen im Querschnitt dar.
  • Abb. q. ist ein Teilquerschnitt, und Abb. 5 ist ein Querschnitt durch einen fertigen Schuh.
  • Bei der Herstellung des Schuhes wird die Brandsohle z am Rande und nahe der Narbenseite am Vorderteil und Gelenkteil bis zur Tiefe 2 gespalten, so daß an jeder Seite ein Lappen 3, 3 entsteht, der sich von dem Spitzenteil q. bis zum Hackenteil 5 erstreckt. Auf der Kehrseite, also auf der Fleischseite der Brandsohle, werden auch durch Einschneiden von der Mitte her nach dem Rande zu zwei Lippen 6, 6 gebildet, deren innere Kanten mit 7, 7 bezeichnet sind. Die zur Bildung der Lippen 6, 6 gemachten Einschnitte gehen bis zu einer Tiefe bzw. Linie 8, die etwas mehr nach der Mitte der Sohle liegt, als die Einschnittlinie 2 des Lappens auf der Narbenseite. Die Lippen 6, 6 erstrecken sich ebenfalls von dem Spitzenteil q. nach dem Hackenteil 5. Die Teile ,¢ und 5 werden vorzugsweise nicht gespalten. Die auf beiden Seiten gemachten Einschnitte der Brandsohle ermöglichen einerseits die unmittelbare Befestigung des Oberleders durch Annähen o. dgl. an den Lippen der einen Seite und das Zurückklappen der Lippen mit dem angenähten Oberleder, wodurch nur wenig Füllung zwischen der Brandsohle und der Außensohle erforderlich wird. Ferner gestatten die Lappen 3, 3, daß die Außenkanten der Brandsohle nach dem Aufzwicken in ausreichendem Maße nach der Mitte zu zurückgeschlagen werden, so daß die durch alle Lagen hindurchgehende Naht, die die Brandsohle, Außensohle und das Oberleder zusammenhält, ein wenig gegen die das Oberleder mit der Brandsohle vereinigenden Stiche versetzt ist. Die Versetzung der durch alle Lagen hindurchgehenden Stiche ist vorzugsweise derart, daß letztere näher an der Außenkante der Brandsohle zu liegen kommen als die das Oberleder an die Brandsohle anheftenden Stiche.
  • Nachdem die Brandsohle mit den beschriebenen auf zwei Seiten gemachten Einschnitten versehen ist, wird sie auf den Leisten io gebracht. Es können Leisten jeder beliebigen Bauart oder Gestalt, wie Klotzleisten, Scharnierleisten usw., verwendet werden. Vorzugsweise wird der normale Holzleisten, wie er bei der Herstellung von Rahmenschuhen verwendet wird, angewendet, und zwar ohne Umbiegeplatte, mit Ausnahme des Hackenteils. Dieser Leisten kann daher die Spitzen der Zwickstifte ohne Schädigung aufnehmen. Beim Aufzwicken können die Lappen 3, wie in der Abb. 3 rechts angedeutet, umgeklappt werden, sie können aber auch in der Lage, in der sie sich nach dem Einschneiden der Sohlenkante befinden, gelassen werden, wie in der Abb.3 links gezeigt, um später vor dem Durchnähen hochgeklappt zu werden. Die zum Oberteil des Schuhes gehörigen Teile werden nun auf den Leisten gebracht, und der Schuh wird auf einer Überholmaschine bearbeitet. Hierdurch wird das Oberleder über den Leisten geholt und der Spitzenteil des Schuhes auf der Brandsohle aufgezwickt. Dann wird der Schuh an jeder Längsseite und dem Gelenkteil durch Rahmenschuh-Zwickmaschinen oder ähnliche Vorrichtungen gezwickt, wobei die Maschine das Oberleder herüberholt, und an der Brandsohle und dem Leisten durch Eintreiben von vorübergehend benutzten Zwickstiften 1q befestigt. Dieser Arbeitsgang erfolgt in genau derselben Weise wie bei der Herstellung von Rahmenschuhen. Nachdem der Schuh richtig aufgezwickt ist, wird die Kante des Oberleders an der inneren Lippe 6 der Brandsohle befestigt, und zwar durch in dem Schuh verbleibendeBefestigungsmitteli5 (Abb. 3 rechts). Die Befestigungsmittel können aus dünnen Metallklammern bestehen, die in bekannter Weise durch eine Maschine beliebiger Art oder von Hand oberhalb der Aufspannzwicken durchgetrieben werden. Nun werden die Zwickstifte _4. herausgenommen, genau wie bei der Herstellung von Rahmenschuhen, und die überflüssigen Kanten des Oberleders und der Lippen 6 werden weggeschnitten. Das Wegschneiden dieser Kanten ist jedoch nicht durchaus erforderlich, da die Lippe 6 sich sehr dicht an den Körper der Brandsohle anschmiegt und die geringe Dicke des Oberteils bzw. Oberleders z2 keine erhebliche Erhöhung zwischen den beidenSohlen bildet; es ist daher möglich, ohne besondere Zwischenlagen auszukommen. Vorzugsweise wird aber wie bei Rahmenstiefeln Füllmaterial 16 angewendet.
  • Nachdem der Schuh so weit hergestellt ist, wird die Außensohle angebracht, indem sie vorübergehend an dem aufgezwickten Schuh angeheftet wird, und zwar entweder durch das Haftvermögen eines klebrigen Füllmaterials 16 oder durch besonderen Klebstoff. Die Außensohle ist mit einem Einschnitt 21 versehen, so daß ein Lappen 22 entsteht, der zum Überdecken der Durchnähnaht dient. Der Schuh wird nun glattgemacht, und der Leisten. io wird aus demselben herausgezogen. Dann werden die Brandsohle, das Oberleder und die Außensohle durch Stiche 25 fest und dauerhaft zusammengenäht. Diese Stiche werden mittels Nähmaschinen, die ein Nähhorn besitzen, ausgeführt. Ehe diese Stiche ausgeführt werden, werden jedoch die Lappen 22 der Außensohle zurückgeschlagen, und in dem Falle, daß die Lappen 3 der Brandsohle iri der in Abb. 3 links gezeigten Lage gelassen worden sind (also nicht in der rechts in dieser Abbildung gezeigten Weise vorher zurückgeschlagen wurden), werden auch die Lappen 3 zurückgeschlagen, wobei die Brandsohle zuerst angefeuchtet und angewärmt wird. Sind die Stiche 25 gemacht, so werden die Brandsohlenlappen 3 mit Klebstoff versehen und in beliebiger Weise heruntergeklappt. Der Schuh wird dann nochmals aufgeleistet und in der üblichen Weise geweitet und fertiggestellt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Durchgenähtes Schuhwerk, gekennzeichnet durch eine Brandsohle, die an beiden Flächen mit je zwei Rissen (2, 8) versehen ist, von denen der eine durch Einschneiden von der Außenkante her und der andere durch Einschneiden von der Mitte der Sohle nach der Außenkante zu entsteht, so daß an der Außenfläche zwei längsverlaufende Lippen (6) gebildet werden, an welchen das Oberleder (i2) durch geeignete Befestigungsmittel (i5) dauernd befestigt ist, während die Durchnähnaht unter den Lippen (3) liegt.
DEW56466D Durchgenaehtes Schuhwerk Expired DE387680C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITBO20090422A1 (it) * 2009-07-01 2011-01-02 Eredi Di Ciucani Mocassino Machiner Y Di Ciucani M Metodo per il mutuo bloccaggio dei bordi di elementi di un articolo in particolare articoli di calzature, di abbigliamento e/o arredo

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITBO20090422A1 (it) * 2009-07-01 2011-01-02 Eredi Di Ciucani Mocassino Machiner Y Di Ciucani M Metodo per il mutuo bloccaggio dei bordi di elementi di un articolo in particolare articoli di calzature, di abbigliamento e/o arredo
WO2011001387A1 (en) * 2009-07-01 2011-01-06 Eredi Di Ciucani Mocassino Machinery Di Ciucani Mario A method tor mutual blocking of edges of elements of an item, in particular footwear, clothing and/or furniture items

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