DE52035C - Verfahren zur Gewinnung von Nickel und Kobalt - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Nickel und Kobalt

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DE52035C
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cobalt
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iron chloride
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DENDAT52035D
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C. w. B. NATUSCH in Niederlöfsnitz bei Dresden
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B23/00Obtaining nickel or cobalt
    • C22B23/04Obtaining nickel or cobalt by wet processes
    • C22B23/0407Leaching processes
    • C22B23/0415Leaching processes with acids or salt solutions except ammonium salts solutions
    • C22B23/0423Halogenated acids or salts thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
' bei DRESDEN.
Verfahren zur Gewinnung von Nickel und Kobalt.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. October 1889 ab.
Die Erfindung bezweckt die Gewinnung von reinen Nickel- und Kobaltlösungen direct aus Erzen, Rohproducten u. dergl., indem diese unter Anwendung der vielfach im Grofsbetriebe abfallenden Chlorverbindungen des Eisens bei Rothglut chlorirt und mit Wasser ausgelaugt werden. Geschwefelte und arsenhaltige Nickel-- und Kobalterze werden bis zur vollständigen Oxydation des Schwefels bezw. Arsens geröstet, oxydische Erze dagegen zur Vertreibung des hygroskopischen Wassers oder des überflüssigen Sauerstoffes einfach geglüht.
Das Röstgut wird gemahlen, mit wasserfreiem Eisenchlorür gemischt und zur innigeren Mischung mit Eisenchlorürlösung angefeuchtet. Nach dem Trocknen wird diese Mischung in einen Röstofen gebracht und bis zur vollständigen Zersetzung des Eisenchlorürs geglüht. Die Umsetzung geht nach folgender Gleichung vor sich:
Co2 O3 + 2 Fe Cl2 = 2 Co Cl2 + Fe2 O3 oder Co O + Fe Cl2 = Co Cl2 + FeO.
Vorhandenes Eisenchlorid setzt sich beim Glühen ebenfalls mit Nickel- und Kobaltoxyd um.
Co2 O8 + Fe2 Cl6 = Co2 Cl6 + Fe2 O3 oder ■ ■2 CoO + Fe2 Cl6 = Co2 Cl6 + 2 Fe O.
Die sich beim Trocknen gebildeten Klumpen zerfallen während des Glühens zu feinem Pulver und sobald eine mit Wasser behandelte Probe dieser Masse im Auszuge kein Eisen mehr enthält, ist der Procefs beendet. Das Product wird in eiserne Pfannen gezogen und die vorhandenen Nickel- und Kobaltmengen, welche vollständig in Chloride übergeführt sind, durch Lösen ,in Wasser eisenfrei gewonnen. Die nickel- und kobalthaltigen Schmelzproducte werden nach dem Zerkleinern einer Röstung unterworfen und alsdann in derselben Weise, wie angegeben, weiter verarbeitet.
Um sicher zu sein, die vorhandenen Metalle mit einer Manipulation bis auf ein Minimum zu gewinnen, ist es erforderlich, dafs, sobald λ die Mischung gleichmäfsig glüht, noch unzersetztes Eisenchlorür. vorhanden sein mufs, weil die Umsetzung, allem Anschein nach, vollständig erst in dieser Temperatur vor sich geht. Bei einem gerösteten Rohstein mit 10 pCt. Co, 5 pCt. Ni und 5 pCt. Cu genügt ein Zusatz von 20 pCt. Eisenchlorür, um diese. Metalle bis auf 0,16 pCt. Ni + Co zu gewinnen. Eine Charge von 200 kg Mischung erfordert an Zeit bei einem in Betrieb befindlichen Röstofen etwa ι Stunde. Je nach der Menge der zur Auslaugung verwendeten Wassermenge erhält man direct eine concentrirte Lösung von Nickel und Kobalt, welche, weil eisenfrei, ohne Verluste und Schwierigkeiten verarbeitet werden kann.
Nach diesem Verfahren lassen sich aus sämmtlichen nickel- und kobalthaltigen Producten diese Metalle, sowie noch vorhandene, wie Gold, Silber, Zink und Kupfer, in verhältnifsmäfsig sehr kurzer Zeit gewinnen und · bleibt beim Verarbeiten von Schmelzproducten als ausgelaugter Rückstand ein verwendbares reines
Eisenchlorid.. Zur Verwendung gelangen die bei der C.ementkupferfabrikation abfallenden werthlosen Eisenchlorürlösungen, deren noch eventuell vorhandene freie Säure durch Behandeln mit Eisenschrot abgestumpft und alsdann ,'bis zur festen Consistenz eingedampft wird.; Das nickel- und kobalthaltige Product kann auch direct mit der Eisenchlorürlösung gemischt und eingedampft werden, wobei die frei vorhandene Salzsäure das Eisenoxyd löst und Eisenchlorid bildet. Durch, die Verwendung der in grofsen Mengen vorhandenen Eisenchlorürlösungen stellen sich die Unkosten des Verfahrens so gering, dafs diese schon allein durch die Gewinnung des zurückbleibenden reinen Eisenoxyds gedeckt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüch:
    Die Gewinnung von Nickel und Kobalt aus Erzen, Rohproducten u. dergl. durch Glühen des vorher gerösteten Materials mit Eisenchlorür, wodurch diese Metalle, sowie die etwa noch vorhandenen, wie Gold, Silber, Zink und Kupfer, vollständig in Chloride übergeführt und durch, Lösen in Wasser eisenfrei gewonnen werden.
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