DE516887C - Aus gegossenen, feuerfesten Stoffen bestehender Siemens-Martin-Ofen - Google Patents

Aus gegossenen, feuerfesten Stoffen bestehender Siemens-Martin-Ofen

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DE516887C
DE516887C DE1930516887D DE516887DD DE516887C DE 516887 C DE516887 C DE 516887C DE 1930516887 D DE1930516887 D DE 1930516887D DE 516887D D DE516887D D DE 516887DD DE 516887 C DE516887 C DE 516887C
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siemens
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
    • F27B3/002Siemens-Martin type furnaces
    • F27B3/005Port construction

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Aus gegossenen, feuerfesten Stoffen bestehender Siemens-Iwiartin-Ofen Die Verwendung von gegossenem, feuerfestem Material als Baustoff für Siemens-Martin-öfen gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Ein derartiger Baustoff ist wesentlich widerstandsfähiger gegen Hitze und Schlackenangriffe, da er ein viel dichteres Gefüge hat als gemahlenes, geformtes und gepreßtes Material. Er hat aber eine größere Neigung, bei Temperaturwechsel zu springen und zu splittern.
  • Im allgemeinen kann man bei Martin-öfen die Temperatur auch über Sonntag so gleichmäßig halten, daß der gegossene Baustoff keinen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Unter Umständen ist dies aber bei denjenigen Ofenteilen nicht immer vermeidlich, die oberhalb des Bades liegen, weil hier die oft offen stehenden Türen den Zutritt kalter Außenluft zu diesen Bauteilen ermöglichen. Die Gefahr der Abkühlung dieser Ofenteile ist besonders groß am Sonntag, wenn gleichzeitig die Flamme abgestellt werden muß, zum Zwecke der Reinigung der Gaszuführungsleitungen. Dann ist trotz fester Schließung des Schornsteinschiebers eine Abkühlung der Bauteile zwischen Herd und Gewölbe oft unvermeidlich, zumal dann, wenn gleichzeitig kleine Reparaturen im Ofen ausgeführt werden müssen. Es handelt sich also darum, eine Bauweise zu finden, bei der die .einzige unangenehme Eigenschaft des durch Gießen hergestellten Baustoffes - das Springen bei Temperaturwechsel - ausgeschaltet wird und nur seine günstigen Eigenschaften zur Geltung kommen.
  • Zu diesem Zweck werden gemäß der Erfindung die bewußten Bauteile, also die Rückwand, die Türpfeiler, die Stirnwände und die Seitenwandungen der Brenn- bzw. Mischkammer und des Gaszuges, abgeschrägt und mit einem dem jeweilig verwendeten Baustoff angepaßten Böschungswinkel ausgebildet. In einer solchen schrägen Wand kann das feuerfeste, ;uegossene Material splittern und springen, ohne daß es dabei seine Ortslage verändert und als Baustoff versagt.
  • Es ergeben sich nun hieraus zwei Bauweisen, eine, bei der die im Sinne des Böschungswinkels gebauten Wandungen die darüberliegenden Gewölbe tragen; dann muß der Böschungswinkel mindestens erreicht sein, und eine, bei der der gegossene Baustoff die Gewölbe nicht trägt; dann braucht er nur annähernd im Böschungswinkel aufgeschichtet zu sein. Das hintermauerte Material, also der tragende Bauteil, braucht dann nicht besonders schwer schmelzbar zu sein, braucht auch keine große Widerstandsfähigkeit gegen Schlackenangriffe zu haben. An Stelle eins tragenden Bauteils kann man auch ein Gerüst, z. B. aus eisernen Platten, verwenden. Ebenso kann man auch das Gewölbe selber aus einem nichtgegossenen Baustoff herstellen, weil durch die Hitzeabstrahlung desselben nach außen und durch die Höhenlage oberhalb des Bades das Gewölbe nicht so sehr auf schwere Schmelzbarkeit und Schlackenangrifiswiderstandsfähigkeit angewiesen ist wie die seitlichen Bauteile zwischen dem Gewölbe und dem Bade.
  • Man hat zwar bereits die Rückwand von Martin-Öfen sowie auch die Ecken der Kopfwände in Form von Böschungswinlzeln ausgeführt. Dies geschah aber aus ganz anderen Gründen. Diese Teile zeichneten sich dadurch vor den anderen Ofenbauteilen aus, daß sie durch die Türen zugänglich sind. Infolgedessen war es möglich, diese Teile während des Betriebes zu flicken, indem man durch Rufschaufeln und Hinschleudern von feuerfestem Material die durch den Betrieb entstandenen Schädigungen dauernd ausbesserte. Man hat hierfür aber ausschließlich Stoffe verwendet, die ganz andere Eigenschaften hatten als die geschmolzenen Baustoffe, d. h. sie waren weniger feuerfest und widerstandsfähig, neigten aber nicht zum Springen und Platzen. Meistens handelte es sich einfach um Dolomit, auf jeden Fall aber um solche Stoffe, die während des Betriebes dauernd ersetzt werden können. Aus diesem Grunde hat man diese Bauweise auch niemals auf andere Ofenbauteile angewendet als auf die eben erwähnten, die durch die Türen zugänglich sind.
  • Die beiliegende Zeichnung zeigt einen nach der vorliegenden Erfindung gebauten Martin-Ofen, und zwar ist Abb. i die Hälfte des Querschnittes, Abb. 2 die Hälfte des waagerechten Schnittes, Abb.3 der Schnitt durch den Herd und Abb. ,l der Schnitt durch den Gaszug.
  • Der Ofenherd ist mit a bezeichnet, das Bad mit b, der Brenn- bzw. Mischraum mit c, die aus den Regeneratoren, die selber nicht mitgezeichnet sind, aufsteigenden Luftzüge mit d, der waagerechte Gaszug und der aus den Regeneratoren aufsteigende senkrechte Gaszug mit e.
  • Die im Sinne des Böschungswinkels aufgeführten Ofenteile zwischen Herd und Gewölbe sind dann die Rückwand, die mit f bezeichnet ist, die Ecken der Stirnwände ,,g, die Umfassungswände der Brenn- und Mischkammer ft, in die die senkrechten Luftkzniile d münden, die Seitenwände des Gaszuges i und schließlich die Türpfeiler und Türseitenwände ft.
  • Diese Türpfeiler bekommen, da sie im Sinne des Böschungswinkels gebaut sind, eine konische Form. Dadurch erhalten die Türöffnungen in Verbindung mit der ebenfalls im Böschungswinkel aufgeführten Ecke der vorderen Kopfwand gleichfalls eine konische Form, indem sie unten schmaler sind als oben. Diese Formgebung ist aber ein Vorteil, denn die Chargiermulden sind meistens etwas konisch ausgeführt, indem sie eine schmalere Bodenfläche haben und eine breitere obere Öffnung und außerdem meistens der sperrige Schrott oberhalb der oberen öffnung noch über die Seitenränder dieser üffnung hinausragt. Die durch die Böschungswinkelbauweise entstandenen Türen passen sich also besonders zweckentsprechend den Bedürfnissen an.
  • Das Gewölbe ist mit L bezeichnet. Dieses ruht gemäß Zeichnung nicht auf den im Böschungswinkel ausgeführten Seitenwänden, sondern vielmehr auf Wänden aus üblichem geformten und feuerfesten Material, nämlich auf der Rückwandm, den Ofenkopfwändenn, während an der Arbeitsseite die Türbogen und damit das Ofengewölbe durch gekühlte Rahmen o getragen sind.
  • - Der waagerechte Gaszug e dagegen ist laut Zeichnung (Abb. q.) so ausgeführt, daß die im Böschungswinkel aufgeführten Seitenwände das Gewölbe tragen, welches in diesem Falle abnehmbar und mit p bezeichnet ist.

Claims (1)

  1. P_zTENTAN SPRUCH Aus gegossenen, feuerfesten Stoffen bestehender Siemens-1blartili-Ofen mit geneigter Vorder- und Rückwand, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Umfassungswände der Brenn- bzw. Mischkammer oder die Seitenwände der Türen, oder die Türpfeiler selber oder die Seitenwände des Gaszuges aus schräg aufgeführten, annähernd nach dem Böschungswinkel des jeweilig verwendeten Materials verlaufenden Böschungen bestehen.
DE1930516887D 1930-03-09 1930-03-09 Aus gegossenen, feuerfesten Stoffen bestehender Siemens-Martin-Ofen Expired DE516887C (de)

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