DE516697C - Nachstellvorrichtung fuer Elektroden - Google Patents
Nachstellvorrichtung fuer ElektrodenInfo
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- DE516697C DE516697C DES75179D DES0075179D DE516697C DE 516697 C DE516697 C DE 516697C DE S75179 D DES75179 D DE S75179D DE S0075179 D DES0075179 D DE S0075179D DE 516697 C DE516697 C DE 516697C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B7/00—Heating by electric discharge
- H05B7/02—Details
- H05B7/10—Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
- H05B7/109—Feeding arrangements
Landscapes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Plasma & Fusion (AREA)
- Furnace Details (AREA)
Description
Bei elektrischen Schmelzöfen, Carbidöfen
o. dgl. werden Elektroden verwandt, die wechselweise durch hydraulisch wirkende Vorrichtungen
gehalten werden und ein Vorrücken der Elektrode bewirken. Die Steuerung dieser
Vorschubvorrichtung erfolgte bisher meist von Hand, so daß eine ständige Überwachung
der Öfen erforderlich war.
Diese Nachteile werden dadurch vermieden, daß die Nachstellvorrichtung, bei der zwei
durch Elektromotoren gesteuerte Haltevorrichtungen für die Elektrode derart angeordnet
sind, daß mindestens die eine die Bewegung der Elektrode innerhalb eines bestimmten
Weges mitmacht, dann von der Elektrode gelöst wird und zurückläuft, während die andere Haltevorrichtung in der Zwischenzeit
die Elektrode festhält, erfindungsgemäß so ausgebildet ist, daß das Heben und Senken
selbsttätig mittels Kontaktgliedern erfolgt, und zwar werden für die Steuerung des Motors für die bewegliche Haltevorrichtung
Anschläge derart angebracht, daß in der tiefsten Lage der beweglichen Haltevorrichtung
die andere, festgelagerte Haltevorrichtung die Elektroden hält, während die bewegliche
Haltevorrichtung unter Lösung ihrer Klemmvorrichtung rückwärts bewegt wird; bei Erreichung ihrer oberen Lage wird die be-
wegliche "Haltevorrichtung mit der Elektrode gekuppelt und die Kupplung zwischen der
festgelagerten Haltevorrichtung und der Elektrode gelöst. Das Spiel wiederholt sich in
gleicher Weise. Soll eine neue Elektrode eingesetzt werden, so kann diese, ohne daß
der Betrieb unterbrochen zu werden braucht, an das Ende der alten Elektrode herangeführt
und mit dieser in einfachster Weise durch Nippel u. dgl. verbunden werden. Die neue Elektrode läuft hinter der alten und
wird, sobald sie in den Bereich der beweglichen Haltevorrichtung kommt, von dieser
ebenso wie die alte Elektrode gefaßt.
Die Kupplung der Haltevorrichtung mit der Elektrode kann auf verschiedene Weise
durch Festklemmen, z. B. unter Verwendung von Hebeln o. dgl., erfolgen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. 1 ist die Kohlenelektrode,
2 und 3 sind Zangen, die abwechselnd zum Halten der Elektrode dienen, während 4 die Fassung zur Stromzuführung
ist. Die Zangen 2 und 3 sind nach Art der bekannten Steinzangen ausgebildet. Die
Zange 2 ist in dem Balken 5 gelagert. Sie ist an den Seilen 6 und 7, die über die Rollen
8, 9 und ι ο zu der Trommel 11 laufen,
aufgehängt. Der Mittelpunkt 12 des Winkelhebels der Zange 2 ist durch das Seil 13, das
über die Rollen 14 und 15 läuft, mit der
Trommel 16 verbunden. Zum Antrieb der Trommel 16 dient der Motor 17 über das Vor-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Fran\ Josef Mosch in Berlin-Siemensstadt.
gelegeiS. Der Balkens der Zange 2 trägt
einen Ansatz 1 9, der beim Aufundniedergehen
der Zange die Schaltorgane 20 und 21 betätigt.
Die Zange 3 ist in dem Balken 22, der im
Ofenhaus raumfest angeordnet ist, gelagert. Der Mittelpunkt 23 ihres Kniehebels steht in
Verbindung mit dem einen Ende des doppelarmigen Hebels 24, der sich um den Festpunkt25
dreht und an seinem freien Ende das Gewicht 26 trägt. Dieses Gewicht hängt
an dem Seil 27, das über die Rolle 28 zur Trommel 29 läuft. Die Trommel 29 wird durch das Vorgelege 30 und den Motor 31
angetrieben.
Die Kontaktvorrichtung zur Stromzuführung 4 ist durch die Streben 3 2 mit den Balken
22 verbunden, ihre Entfernung von die
sen Balken ist den Betriebsverhältnissen entsprechend einstellbar. Sie besteht aus einem
ein- oder mehrteiligen festen Ring 33, der
künstlich gekühlt sein kann, und mehreren in diesem Ringe be\veglichen Kontaktstücken 34,
durch die der Strom zu der Kohle geführt wird. Diese Kontaktstücke werden durch Feder
3 s mit einem solchen Druck an die Kohle angepreßt, daß der Stromdurchgang gesichert
ist. Der Druck ist jedoch so gering, daß die Elektrode durch die Fassung hindurchrutschen
kann.
Der Arbeitsgang ist folgender: In der gezeichneten Stellung hängt die
Elektrodenkohle 1 an der Zange 2. Die Zange 3 ist durch Anheben des Gewichtes 26
geöffnet. Der Motor 31 bleibt dauernd unter Spannung stehen. Das Getriebe 30 ist nicht
selbstsperrend, sondern ein Freilaufgetriebe. Da die Trommel 16 einen kleineren Durchmesser hat als die Trommel 11, so legen die
Seile 6 und 7 einen etwas größeren Weg zurück als das Seil 13. Die ganze Last der
Elektrode hängt daher an dem Seil 13. Hierdurch werden die Backen der Zange mit
großer Kraft an die Kohle angepreßt. Entsprechend dem Abbrande der Kohle wird
durch den Motor 17 über das Vorgelege 18 die Zange 2 gesenkt. Die Steuerung des
Motors geschieht in an sich bekannter Weise auf elektrischem Wege. Erreicht die Zange 2
ihre tiefste Stellung, so trifft der Anschlag 19 auf den Schalter 21. Durch diesen Schalter
wird der Motor 31 stromlos, so daß das Gewicht 26 herabfällt und hierdurch die
Zange 3 an die Elektrode anpreßt. Hiermit übernimmt diese Zange 3 das Halten der
Elektrode. Gleichzeitig wird der Motor 17 durch denselben Schalter 21 umgeschaltet, so
daß er in entgegengesetzter Drehrichtung! läuft. Da die Seile 6 und 7 einen etwas
größeren Weg machen als das Seil 13, wird
•die Zange an ihrem Balkens in die Höhe
j gezogen, während der Mittelpunkt 12 des Kniehebels durch Nachlassen des Seiles 13
sich senkt und hierdurch die beiden Greifer die Kohle freigeben. Der Motor 17 zieht jetzt
die Zange 2 so weit in die Höhe, bis der Anschlag 19 gegen den Schalter 20 stößt.
Dieser Schalter schaltet zuerst den Motor 31 ein, so daß das Gewicht 26 hochgewunden
wird und hierdurch die Zange. 3 sich öffnet. Danach läuft der Motor 17 in anderer Drehrichtung
an, das Seil 13 strafft sich und zieht die Zange 2 fest. Hiermit beginnt der Arbeitsgang von neuem.
Die Vorrichtung kann natürlich auch außer bei Öfen für andere Zwecke verwandt werden,
bei denen es sich um einen Vorschub von Elektroden handelt. Man kann auch statt nur zweier Haltevorrichtungen deren
mehrere anwenden, die dann entsprechend gesteuert werden. Statt der Anwendung zweier
getrennter Antriebsniaschinen für die beiden
Haltevorrichtungen, die durch Schalter gesteuert werden, kann auch eine Antriebsmaschine
angeordnet werden, bei der die Steuerung der Haltevorrichtungen z. B. durch Kurvenscheiben erfolgt.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Nachstellvorrichtung für Elektroden, insbesondere für elektrische Schmelzöfen, bei denen zwei durch Elektromotoren gesteuerte Haltevorrichtungen für die Elektrode derart angeordnet sind, daß mindestens die eine die Bewegung der Elektrode innerhalb eines bestimmten Weges mitmacht, dann von der Elektrode gelöst wird und zurückläuft, während die andere Haltevorrichtung in der Zwischenzeit die Elektrode festhält, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Motors für die bewegliche Haltevorrichtung mit Hilfe· von an dieser angebrachten Anschlägen selbsttätig derart erfolgt, daß in der tiefsten Lage der beweglichen Haltevorrichtung die andere, festgelagerte Haltevorrichtung die Elektrode hält und die bewegliche Haltevorrichtung unter Lösung ihrer Klemmvorrichtung rückwärts bewegt wird, während bei Erreichung ihrer oberen Lage die bewegliche Haltevorrichtung mit der Elektrode gekuppelt und die Kupplung zwischen der festgelagerten Haltevorrichtung und der Elektrode gelöst wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung der festgelagerten Haltevorrichtung durch einen besonderen Motor gesteuert wird.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung der festgelagerten Haltevor-richtung derartig unter Feder- oder Gewichtswirkung steht, daß sie die Elektrode festhält, wenn ihr Steuermotor stromlos ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung zu den Elektroden getrennt von den Haltevorrichtungen erfolgt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch, gekennzeichnet, daß der die Kontaktteile für die Stromzuführung an die Elektrode anpressende Druck von solcher Größe ist, daß er einerseits den Stromdurchgang sichert und andererseits die Elektrode beim Vorschub zwischen den Kontaktteilen hindurchgleiten kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES75179D DE516697C (de) | 1926-07-04 | 1926-07-04 | Nachstellvorrichtung fuer Elektroden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES75179D DE516697C (de) | 1926-07-04 | 1926-07-04 | Nachstellvorrichtung fuer Elektroden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE516697C true DE516697C (de) | 1931-01-30 |
Family
ID=7505190
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES75179D Expired DE516697C (de) | 1926-07-04 | 1926-07-04 | Nachstellvorrichtung fuer Elektroden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE516697C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958320C (de) * | 1952-05-20 | 1957-02-14 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Vollautomatische Nachsetz- und Haltevorrichtung fuer die Elektroden elektrischer OEfen |
| DE1056299B (de) * | 1953-10-22 | 1959-04-30 | Knapsack Ag | Vorrichtung zum Halten und Vorschieben von Elektroden |
| US2896003A (en) * | 1957-06-07 | 1959-07-21 | Shawinigan Chem Ltd | Apparatus for controlling slipping of continuous electrodes |
-
1926
- 1926-07-04 DE DES75179D patent/DE516697C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE958320C (de) * | 1952-05-20 | 1957-02-14 | Demag Elektrometallurgie Gmbh | Vollautomatische Nachsetz- und Haltevorrichtung fuer die Elektroden elektrischer OEfen |
| DE1056299B (de) * | 1953-10-22 | 1959-04-30 | Knapsack Ag | Vorrichtung zum Halten und Vorschieben von Elektroden |
| US2896003A (en) * | 1957-06-07 | 1959-07-21 | Shawinigan Chem Ltd | Apparatus for controlling slipping of continuous electrodes |
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