DE129282C - - Google Patents

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DE129282C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/10Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
    • H05B7/109Feeding arrangements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Ofen mit zwei beweglichen und hinter einander geschalteten Elektroden, bei welchem das durch den Abstich abfiiefsende Gut durch Heben und gleichzeitiges Heranrücken der einen Elektrode an die Abstichöffnung und durch Niedergehen der zweiten Elektrode gegen die Ofensohle in leichtflüssigem Zustande erhalten wird, da die Wärmeentwickelung an der ersten Elektrode erhöht, an der zweiten Elektrode dagegen.vermindert wird, wobei aber die Spannung an den Klemmen des Ofens infolge Hintereinanderschaltung der beiden Elektroden bei richtiger Führung derselben nicht erheblich geändert wird. Der elektrische Strom fliefst nämlich von der einen Anschlufsklemme durch die erste Elektrode und von hier theilweise durch das Schmelzgut und theilweise durch die Herdsohle zur zweiten Elektrode, die mit der anderen Anschlufsklemme verbunden ist. , ... ■ ■
Auf beiliegender Zeichnung ist eine zweckmäfsige Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes im Längsschnitt dargestellt.,
Die in den Schmelzraum hineinragenden Elektroden α, b werden von den Laufkatzen e,f mittelst der Ketten c, d getragen, die unter den an den Elektrodenkappen g, h angebrachten Laufrollen z, k herumlaufen und mit je einem Ende bei / befestigt sind. Das andere Ende jeder Kette ist über Gleitrollen πι geführt und über Trommeln η, ο derart geschlungen, dafs bei gleicher Drehungsrichtung der letzteren die beiden Elektroden in umgekehrter Richtung bewegt werden. Die Trommeln werden unter Benutzung je eines Schneckengetriebes .durch Handräderp, r in Umdrehung versetzt. Die Wellen s, f, welche die Handräder und Schnecken tragen, liegen in einer Achse und können unter Anwendung einer Klauenkupplung q mit einander gekuppelt werden. Die auf die Welle / aufgekeilte Kupplungsmuffe kann mit einem Handrad u versehen sein, dessen Durchmesser zwecks Unterscheidung dieses von den beiden anderen Handrädern p, r gröfser gewählt ist. ,
Während die Führungsrollen e1 der Laufkatze e fest mit den Achsen der Laufrollen e2 verbunden sind, sitzen die Führungsrollen /* der Laufkatze/ lose auf den Achsen der Laufrollen/2.
Infolge dieser Anordnung findet daher bei der Drehung der Führungsrollen der Laufkatzen e und/ nur eine Weiterbewegung der ersteren auf den Schienen ν statt, während eine Weiterbewegung der Laufkatze/ durch Drehung der Führungsrollen/1 ausgeschlossen ist.
Der Betrieb des Ofens gestaltet sich folgendermafsen:
Nachdem die Kupplungsmuffe q ausgelöst ist, werden die Elektroden α und b durch entsprechende Drehung der Handräder p, r bis auf die Ofensohle gesenkt, wobei dafür gesorgt wird, dafs die Ketten c und d etwas lose hängen. Die den Strom liefernde Dynamomaschine wird sodann in Betrieb gesetzt. Der Strom wird der Elektrode α durch den Leiter χ zugeführt, geht durch den oberen Theil der Sohle bezw. die über dieser angeordnete Kohlenschicht und kehrt durch die Elektrode b und den Leitery nach dem Stromerzeuger zurück.
Infolge Durchganges des Stromes werden die Ofensohle bezw. die auf dieser liegende Kohlenschicht glühend und bringen das in den Ofen eingeführte Schmelzgut in ihrer Umgebung zum Schmelzen. Da letzteres nach und nach mehr an der Stromleitung theilnimmt, so wird es möglich, die Elektroden mit Hülfe der beiden Handräder p, r bei ausgelöster Kupplung q allmählich weiter von der Ofensohle zu entfernen und die wirksame Schmelzfiäche zu vergröfsern. Gleichzeitig wird hierdurch in bekannter Weise die Spannung des Arbeitsstromes geregelt.
Während nun so die Elektrode b nur in senkrechter Richtung verstellt wird, führt die Elektrode α infolge der Kupplung der Führungsrollen e1 mit den Laufrollen e'2, wie oben gezeigt wurde, neben der senkrechten Bewegung noch eine wagerechte Bewegung aus, wodurch bei gleichzeitiger Hebung eine Annäherung an die Abstichöffnung erreicht wird.
Soll das Schmelzgut abgelassen werden, so werden kurze Zeit vorher die beiden Wellen s, t gekuppelt, so dafs durch deren entsprechende Drehung vermittelst des Handrades u und infolge der umgekehrten Wickelung der Ketten c, d auf den Trommeln ο, η die Elektrode b auf die Sohle niedergelassen und die Elektrode a in demselben Mafse gehoben wird, wobei diese letztere, wie weiter oben bemerkt, infolge der Kupplung der Führungsrollen el an das Abstichloch herangerückt wird. Dadurch, dafs die Elektrode b die Ofensohle berührt, geht ein gröfserer Theil des Stromes unmittelbar auf die Herdsohle über und durch diese bis nahe an das Abstichloch heran, um dann durch das hier befindliche Schmelzgut hindurch zu der Elektrode α zu gelangen.
Es tritt dadurch eine stärkere Erhitzung des Schmelzgutes in der Nähe der Abstichöffnung ein, wodurch ein leichtes Ablassen desselben ermöglicht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Elektrischer Ofen mit beweglichen und hinter einander geschalteten Elektroden, bei welchem durch Heranrücken einer Elektrode an die Abstichöffnung die Erhitzung in deren Umgebung gesteigert, und dadurch das durch die Abstichöffnung abfliefsende Gut im geschmolzenen Zustande erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bewegung der den elektrischen Strom zu- und ableitenden Elektroden derartig erfolgt, dafs beim Heben der der Abstichöffnung zunächst liegenden Elektrode gleichzeitig ein Heranrücken derselben an die Abstichöffnung und ein Niedergehen der Gegenelektrode zu der mit Kohle bedeckten Ofensohle stattfindet, wobei der Gesammtwiderstand innerhalb des Ofens und damit die Klemmenspannung nahezu unverändert bleibt.
    Eine Ausführungsform des elektrischen Ofens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Tragketten der flaschenzugartig an je einer Laufkatze (e, f) aufgehängten Elektroden fa, b) über Führungsrollen gleiten, die auf den Achsen der Laufrollen (e2,/2) der Laufkatzen (e,f) derartig angeordnet sind, dafs bei der die wagerecht verschiebbare Elektrode (a) tragenden Laufkatze (e) die Führungsrollen (e1) fest auf den Laufrollenachsen, bei der die andere Elektrode f&j tragenden Laufkatze (f) dagegen lose auf den Laufrollenachsen sitzen, so dafs bei Drehung der Führungsrollen (e1,/1) die erstere Laufkatze (e) sich fortbewegt, während die letztere ff) ihre Stelle nicht wechselt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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