DE99956C - - Google Patents

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DE99956C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D3/00Charging; Discharging; Manipulation of charge
    • F27D3/18Charging particulate material using a fluid carrier

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

Wefi-fetrifo. -ί
PATENTAMT
CJ'
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4Θ-: Hüttenwesen. %4 Yl
in HOLSTEIN (V. St. A.).
Elektrischer Ofen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. März 1898 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrischer Ofen, welcher insbesondere zur Herstellung von Calciumcarbid dienen soll. Derselbe ist in einer beispielsweisen Ausführungsform auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar ist
. Fig. ι eine Ansicht des vollständigen Ofens mit gehobener oberer Elektrode.
Fig. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Elektroden und das Fundament des Ofens.
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch die obere Elektrode nach der Schnittlinie 3-3 in Fig. 2.
Fig. 4 ist ein Horizontalschnitt durch die obere Elektrode nach der Schnittlinie 4-4 in Fig. 2.
Der elektrische Ofen besteht aus einem Fundament 10, welches aus Ziegelsteinen oder dergleichen hergestellt ist. Auf diesem Fundament 10 ist eine Elektrode 1 1 angebracht, zu welcher durch ein im Fundament 10 eingelegtes Rohr 12 ein Leitungskabel 13 führt, das mit einer Elektricitätsquelle 14 (Dynamomaschine) in Verbindung steht. Auf dem Fundament ruht ein Gehäuse 15, welches die zu behandelnde Mischung von Kalk und Kohle aufnehmen soll.
Dieses Gehäuse 1 5 besteht aus zwei Theilen, welche durch Scharniere 16 und an der entgegengesetzten Seite durch eine Klinke 17 mit einander verbunden sind, so dafs man nach Beendigung des Processes das Gehäuse 15 aus einander klappen kann. Die obere Wand des Gehäuses 15 hat in ihrer Mitte eine Oeffnung 18, durch welche eine beweglich aufgehängte Elektrode hindurchgeht. Ferner hat die obere Wand des Gehäuses 15 eine Anzahl Oeffnungen ig, welche durch Schieber 20 geschlossen werden können. Ueber dem Fundament 10 ist eine zweite Elektrode 21 aufgehängt, welche durch die Oeffnung 18 in das Gehäuse 15 hineinragt und auf- und abbeweglich ist. Die Elektrode 21 ist mit einem metallenen Ringe 22 versehen, mit welchem ein Leitungskabel 23, das von der Elektricitätsquelle 14 kommt, verbunden ist. Die Elektrode 21 ist aus einer Anzahl Kohlenstäbe gebildet, welche durchgehende Oeffnungen 24 in der Richtung ihrer Längsachse haben und mittelst Cements oder einer anderen geeigneten Substanz zu einem Bündel zusammengefügt sind. (Die Elektrode kann aber auch aus anderem Material und aus einem Stück mit einer oder mehreren Oeffnungen hergestellt werden.)
Am oberen Ende der Elektrode 21 befindet sich ein Ring 25 mit zwei Haken 26, welche einander gegenüberstehen. Der Ring 25 sitzt zur Hälfte auf der Elektrode 21 und mit der anderen Hälfte umschliefst er eine auf der Elektrode 21 aufsitzende Verlängerung 27 aus einem isolirenden Material, welche gleichfalls mit durchgehenden Oeffnungen 28 in der Richtung der Längsachse versehen ist, welche
mit den Oeffnungen 24 in der Elektrode 21 correspondiren.
Ein Krahn 30, welcher mittelst der Handkurbel 31 bethätigt werden kann, dient zum Auf- und Abbewegen der Elektrode 21. Die Seile 32 laufen über Rollen 33, welche auf den äufsersten Enden der Auslegerarme 34 angebracht sind. Die Seile 32 sind an den Haken 26 des Ringes 25 befestigt, und von diesen Haken 26 gehen zwei weitere Seile 35 nach dem Haken 36, welche an dem Gehäuse 1 5 einander gegenüber angebracht sind. Die letzteren Seile 35 sind so lang, dafs die Elektrode 21 so weit auf- und niederbewegt werden kann, dafs das untere Ende derselben im tiefsten Standpunkt auf der Elektrode 1 1 aufliegt und im höchsten Standpunkt sich dicht unter der oberen Wand des Gehäuses 15 befindet, ohne dafs die Seile 35 straff gezogen werden. Wenn aber die Elektrode 21 ihren höchsten Punkt erreicht hat und die Seile 32 durch den Krahn noch weiter angezogen werden, so spannen sich die Seile 35 an und das Gehäuse 15 wird vom Fundament 10, auf welchem es ruht, abgehoben.
Bei der Inbetriebsetzung des Ofens bringt man Calciumcarbid 37 in körniger Beschaffenheit zuerst unter das Gehäuse 15 auf das Fundament 10 und etwas angehäuft an den Seitenwandungen des Gehäuses 15 (s. Fig. 2). Eine Anzahl Stäbe 38, welche aus einem Gemisch von Kalk und Kohle hergestellt werden,, indem man diese Materialien pulverisirt und in angemessenen Theilen mischt, worauf die Mischung in geeigneten Formen einem hohen Druck ausgesetzt wird, so dafs verhältnifsmäfsig feste Stäbe entstehen, werden dann in die Oeffnungen 28 der oberen Verlängerung 27 der Elektrode 21 gesteckt, so dafs sie auch durch die Oeffnungen 24 der Elektrode 21 hindurchgehen und bis auf die auf dem Fundament 10 liegende Elektrode 11 aufstofsen.
Bei praktischen Ausführungen ist das obere Ende der Elektrode 21 ziemlich weit von der eigentlichen Schmelzstelle des Apparates entfernt, so dafs zwischen den genannten Theilen eine Wand eingeschoben werden kann, um den den Apparat bedienenden Arbeiter vor der starken Hitzeausstrahlung zu schützen.
Wenn der elektrische Strom eingeschaltet wird, wird sich zwischen den beiden Elektroden ein Lichtbogen bilden und die aus Kalk und Kohle bestehenden Stäbe, welche sich in diesem Lichtbogen befinden, werden rasch geschmolzen werden. Das geschmolzene Material vermischt sich aber mit dem körnigen Calciumcarbid 37, welches neben der Elektrode 11 auf dem Fundament 10 liegt, und es bildet sich eine geschmolzene Masse Calciumcarbid innerhalb des Gehäuses 15. Dieses geschmolzene Material ist ein sehr guter Elektricitätsleiter, und in dem Mafse, in welchem es im Gehäuseraum emporsteigt, wird mittelst des Kralines die obere Elektrode 21 angehoben, so dafs eine gewisse Entfernung zwischen der Elektrode 21 und der Oberfläche des geschmolzenen Calciumcarbids erhalten wird, so dafs stets ein elektrischer Lichtbogen sich bilden kann.
Der Procefs wird fortgesetzt, bis das Innere des Gehäuses 15 sich fast vollständig mit geschmolzenem Calciumcarbid angefüllt hat, worauf der elektrische Strom ausgeschaltet und der Krahn weiter bethätigt wird, um das Gehäuse 15 vom Fundament 10 abzuheben. Alsdann kann das Product langsam abkühlen und in bekannter Weise weiter behandelt werden.
Wenn es wünschenswerth ist, so kann man die Mischung von Kalk und Kohle in Pulverform durch die Oeffnungen der oberen Elektrode nach dem Lichtbogen gelangen lassen, wodurch man die Arbeit des Pressens der Mischung in Stäbe ersparen kann.
Der den Ofen bedienende Arbeiter kann durch Regulirung und Controle des Ergänzungsmaterials an Kalk und Kohle den elektrischen Strom zu allen Zeiten möglichst ausnutzen. Es ist am vortheilhaftesten, wenn man einen elektrischen Strom von solcher Stärke hat, dafs man alle Oeffnungen der oberen Elektrode mit Stäben aus Kalk und Kohle ausfüllen kann Und dafs man einen elektrischen Lichtbogen von ungefähr 5 bis 6 cm Länge zwischen den Elektroden sich bilden lassen kann und die Mischung aus Kalk und Kohle so schnell wie möglich schmilzt. Wenn jedoch der elektrische Strom in seiner Stärke schwankt und also auch der Lichtbogen zwischen den Elektroden sich verändert, so kann nicht das beste Resultat erzielt werden, wenn alle OefFnungen in der Elektrode zu jeder Zeit mit Kalk und Kohle angefüllt sind.
In der gezeichneten beispielsweisen Ausführungsform eines Ofens ist eine Elektrode mit einer Anzahl von Oeffnungen dargestellt, und der den Ofen bedienende Arbeiter hat es in der Hand, die Anzahl der im Lichtbogen befindlichen Stäbe zu vermehren oder zu vermindern nach Mafsgabe der gerade herrschenden Stromstärke, indem er einzelne der in den Oeffnungen befindlichen Stäbe in die Höhe zieht oder wieder in den Lichtbogen hineinsenkt. Wenn so regulirt wird, so wird jederzeit der volle elektrische Strom durch die im Lichtbogenraum befindlichen Stäbe aus Kalk und Kohle fliefsen und im Stande sein, auch bei geringerer Stärke eine gewisse Masse der Stäbe abzuschmelzen, während, wenn sich der elektrische Strom über eine zu grofse Anzahl von Stäben vertheilen müfste, die Wirkung desselben nicht so schnell und ausgiebig sein
würde. Auf diese Weise kann auch elektrischer Strom von wechselnder Stärke ganz ausgenutzt werden.
j Der den elektrischen Schmelzapparat bedienende Arbeiter ist vor jeder Möglichkeit eines Contactes mit dem elektrischen Strom durch die aus isolirendem Material bestehende Verlängerung der oberen Elektrode geschützt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein elektrischer Ofen, dessen eine Elektrode in der Sohle angeordnet und dessen zweite Elektrode über der ersten auf- und abbeweglich aufgehängt ist, dadurch gekennzeichnet, dafs die bewegliche Elektrode mit einer Anzahl von durchgehenden Oeffnungen in der Richtung ihrer Längsachse versehen ist und nach oben eine Verlängerung aus einem isolirenden Material hat, welche eine. Anzahl von durchgehenden Oeffnungen in der Richtung ihrer Längsachse hat, welche den Oeffnungen in der Elektrode entsprechen , so dafs eine Anzahl von Stäben aus einem Gemisch von Kalk und Kohle durch diese Oeffnungen nach dem Raum zwischen den beiden Elektroden geschoben, werden kann.
    Bei einem elektrischen Ofen nach Anspruch ι ein in senkrechter Richtung getheiltes Gehäuse mit Scharnier und Schlofs und einem Haken an jedem Theil des Gehäuses, wobei die bewegliche Elektrode durch eine obere Oeffnung des Gehäuses gehen kann, mit einem metallenen, zur Stromzuleitung dienenden Ring versehen ist und einen zweiten Ring mit gegenüberstehenden Haken hat, welcher zur Verbindung der Elektrode mit ihrer Verlängerung dient, wobei Seile vorgesehen sind, die einerseits die letztgenannten Haken mit den Haken am theilbaren Gehäuse verbinden und andererseits von den Haken an dem Ringe zur Verbindung der Elektrode mit ihrer Verlängerung nach einem Krahne führen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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