DE100477C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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-
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Elektrischer Ofen mit Glühleiter.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. September i8g7 ab.
Der vorliegende elektrische Ofen ist insbesondere zur Herstellung von Calciumcarbid
und anderen metallischen Carbiden bestimmt und gehört zu der Gattung der Oefen mit
elektrischem Glühleiter zur Erzeugung der Hitze durch starke Glühwirkung. Der Ofen
ist dadurch gekennzeichnet, dafs zwei oder mehrere getrennte Elektroden für sich mit
Leitungen eines Mehrphasenstromes verbunden sind, dessen Phasenzahl gleich ist der Anzahl
der Elektroden, wobei eine Elektrode als gemeinsame Anschlufsleitung für die Mehrphasenströme
dient.
Fig. 1 zeigt eine Oberansicht des verbesserten elektrischen Ofens, Fig. 2 einen Querschnitt
nach Linie 2-2 von Fig. 1, Fig. 3 eine Vorderansicht des Umschalters, Fig. 3 a eine ähnliche
Ansicht, theils im Schnitt, eines Theiles des Umschalters, Fig. 4 ein Schema des Ofens und
der elektrischen Leitung zur Veranschaulichung der Benutzung des Mehrphasenstromes, und
Fig. 5 einen Querschnitt einer Abart des Ofens.
Wie Fig. ι und 2 zeigen, ist der Ofen 1
aus feuerfestem Material in der Form eines länglich offenen Kastens ausgeführt, in dem
die gemeinsame Elektrode in Form eines grofsen aufrecht stehenden Kohlenstabes 2 an einer
Ofenseitenwand angeordnet ist. Die getrennten Elektroden bestehen aus sechs in gleichen
Abständen von einander befindlichen cylindrischen Kohlenstäben 3, die durch die entgegengesetzte
Seitenwand des Ofens und in derselben Ebene wie die Elektrode 2 in den Ofen wagerecht
eintreten. Das äufsere Ende einer jeden Elektrode ist mit einer Klemme 4, einem Draht 5, einem Umschalter 6 und einem Amperemeter
7 auf dem Schaltbrett 8 mit einer Leitung 9 eines Mehrphasenstromerzeugers 19 (Fig. 4) leitend verbunden.
Zwischen jede getrennte Elektrode 3 und die gemeinsame Elektrode 2 ist ein Glühkörper
in Form eines dünnen Kohlenstabes ι ο gebracht, der mit diesen Elektroden in sicherem
Contact mittelst einer Feder 11 unter Druck gehalten wird, der auf das äufsere Ende jeder
getrennten Elektrode wirkt. Die Feder drückt gegen das Schaltbrett 8 und wird von einem
Eisenstab 12 gehalten, der mit dem äufseren
Ende der Elektrode fest verbunden ist. Die Elektrode ist ferner mittelst des Eisenstabes
gehalten, der durch das Schaltbrett führt und durch eine Nase 13 (Fig. 3 a), die in eine Längsnuth
des Stabes eintritt, an einer Drehung verhindert wird. Der Stab ist auf einem Theil
seiner Länge mit Gewinde versehen, und auf diesem sitzt an der Vorderseite des Schaltbrettes
eine Handkurbel 14, durch deren Drehung die Elektrode aus dem Ofen herausgezogen
werden kann.
Der Ofen ist von einer Haube 1 5 überdeckt, die ihre Fortsetzung in einem Schornstein 16
findet, durch welchen beim Betrieb des Ofens die Gase abziehen. Ein Fülltrichter 17 dient
zur Aufnahme des zu behandelnden Materials
Claims (1)
- •und wird für gewöhnlich durch eine Klappe 18 geschlossen, die am besten an einer Seite der Haube über jeder Elektrode 3 liegt, so dafs der Ofen mit frischem Material leicht beschickt werden kann.Erweist sich eine directe Leitung nach der gemeinsamen Elektrode 2 als wünschenswerth, so kann letztere aufsen aus dem Ofen vortreten, und ein passendes Anschlufsmittel 24 kann für die Verbindung mit der Leitung dienen.Die Bedienung des Ofens ist folgende: Der kleine Kohlenstab 10 wird zunächst eingebracht, und dann wird das Material x, das vorzugsweise aus einem pulverförmigen Gemisch von 65 Theilen Koks und 100 Theilen Kalk besteht, in den Ofen eingebracht, am besten so, dafs es den Stab 10 und die Elektroden (Fig. 2) vollständig bedeckt. Dann wird der Stromkreis mittelst des Schalthebels 6 geschlossen, wodurch jeder Stab 10 in starkes Glühen gebracht wird, so dafs das Material zwischen den Elektroden geschmolzen und in Calciumcarbid übergeführt wird. Das so gebildete Carbid leitet den elektrischen Strom weiter und nimmt mehr und mehr an Menge zu, bis eine Maximalmenge Carbid sich gebildet hat, was dadurch sich bemerkbar macht, dafs, wie das Amperemeter anzeigt, die Stromstärke nicht mehr höher steigt.Durch Drehen des Schaltarmes 6 wird dann der Stromkreis unterbrochen, die Elektroden 3 werden durch Drehen der Handkurbel 14 etwas zurückgezogen, das erzeugte Calciumcarbid y wird dadurch frei und kann mittelst Zangen, von dem umgebenden Material frei, aus dem Ofen in der Form eines Barrens herausgebracht werden. Der kleine Kohlenstab hat sich in der Masse in Carbid umgesetzt. Die Operation wird sodann wiederholt, indem man wiederum einen kleinen Stab zwischen die Elektroden 2 und 3 bringt, weiteres Material zuführt und wie vorbeschrieben verfährt.Die Gase, die während des Processes austreten, brennen gewöhnlich gleich nach dem Austritt aus dem Material, und die Verbrennungsproducte ziehen durch den Schornstein 16 ab.Der Strom wird nach einander durch die einzelnen Elektroden 3 geschickt, und so wird eine Reihe von Einzeloperationen vorgenommen und zwischen ihren Anfängen ein gewisser Zeitraum belassen, so dafs, wenn die letzte Operation einer Reihe beendigt ist, die erste Operation der nächsten Reihe stattfinden kann u. s. w.In dem Ausführungsbeispiel Fig. 5 sind die Federn 11 losgelassen. Die Stellung der Elektroden 3 wird mittelst einer Handmutter 14 geregelt, und der Contact zwischen den Elektroden 2 und 3 und dem Stab 10 mittelst Kohlenpulver oder Kohlenstaub gesichert, der in einer hinter der' gemeinsamen Elektrode 2 liegenden Kammer sich befindet bezw. in der Elektrode 3 eingeschlossen ist. Der Stab 10 wird durch eine Oeffnung 21 in der Seitenwand des Ofens durch den Kohlenstaub in der Kammer 20 und eine Oeffnung 22 .in der Elektrode 2 in den Innenraum der getrennten Elektrode 3, der ebenfalls Kohlenstaub enthält, eingebracht. Wenn ein Barren Carbid sich gebildet hat und herausgeschafft worden ist, so wird ein neuer Stab eingebracht und der verbliebene Theil des vorigen Stabes durch das eiserne Rohr 12 in der Elektrode 3 weiter vorgeschoben. Der in der Kammer 20 verbliebene Theil des vorigen Stabes kann mit dem neu eingeführten Stabe in Contact bleiben und durch das Material im Ofen nach der gegenüberliegenden Elektrode weitergeschoben werden.Pa tent-A ν s ρ r υ c η:Ein elektrischer Ofen mit elektrischem Glühleiter (10) zwischen den Elektroden zur Erzeugung der Hitze durch starke Glühwirkung, dadurch gekennzeichnet, dafs zwei oder mehrere getrennte Elektroden (3) für sich mit Leitungen eines Mehrphasenstromes verbunden sind, dessen Phasenzahl gleich ist der Anzahl der Elektroden, und bei welchem eine Elektrode (2) als gemeinsame Anschlufsleitung für die Mehrphasenströme dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE100477C true DE100477C (de) |
Family
ID=371291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT100477D Active DE100477C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE100477C (de) |
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