DE85335C - - Google Patents

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DE85335C
DE85335C DE189385335D DE85335DA DE85335C DE 85335 C DE85335 C DE 85335C DE 189385335 D DE189385335 D DE 189385335D DE 85335D A DE85335D A DE 85335DA DE 85335 C DE85335 C DE 85335C
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chamber
electrodes
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graphite
carbon
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DE189385335D
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/02Details
    • H05B31/06Electrodes
    • H05B31/16Apparatus or processes specially adapted for manufacturing electrodes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
in PARIS. ■
Zweiter Zusatz zum Patente ΛΪ 78926 vom 10. August 1893.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Dezember 1893 ab. Längste Dauer: 9. August 1908.
Es ist bereits von den Erfindern vorgeschlagen worden, widerstandsfähige Kohle bezw. Kohlengegenstände, welche namentlich für elektrische Zwecke grofse Brauchbarkeit besitzen, dadurch herzustellen, dafs man die betreifende Kohle bezw. Kohlengegenstände der Hitzewirkung des elektrischen Lichtbogens derart aussetzt, dafs der Kohlenstoff ganz oder theilweise durch die etwa zum Schmelzen, Erweichen bezw. zur Verflüchtigung desselben hinreichende Temperatur in Graphit (Kohlenstoff, welcher nach der bekannten Berthelotschen Methode Graphitsäure liefert) umgewandelt wird.
Zur Ausführung dieses Vorschlages kann man mit Hülfe einer Elektrode einen elektrischen Lichtbogen auf das zu 'behandelnde Kohlenstück, welches gleichzeitig die aridere Elektrode bildet, unmittelbar wirken lassen.
Auf solche Weise kann man das betreffende KohlenstUck völlig oder theilweise in Graphit umwandeln. Die so behandelte Kohle besitzt eine grofse Widerstandsfähigkeit. Dieselbe eignet sich in hervorragendem Mafse für elektrische Zwecke (so für Lampenelektroden und elektrolytische Elektroden), kann aber auch anderweitige technische Verwendung als Ersatz für Graphit finden. So eignet sich derartige Kohle zur Anfertigung von Schreibstiften, welche in der Regel aus gepulvertem Graphit hergestellt werden.
Zu diesem Zwecke, überhaupt in allen Fällen, in welchen Graphit in stückiger, körniger oder pulverförmiger Gestalt zur Verarbeitung gelangt, wird man bei Anwendung von in Graphit übergeführter Kohle die in beschriebener Weise behandelten Kohlenkörper zerkleinern müssen.
Um nun an Arbeit zu sparen, erscheint es wünschenswerth, die Kohle nicht als vorher geformte Körper, sondern ungeformt als stückige, körnige, pulverförmige Masse mittelst des Lichtbogens in Graphit zu verwandeln.
Dieses kann nun nach vorliegender Erfindung nicht wie bei Kohlenstäben, Platten oder Kohlengegenständen durch unmittelbare Einwirkung des Lichtbogens erfolgen, sondern soll nach vorliegender Erfindung in folgender Weise erreicht werden. Man setzt das stückige, körnige oder pulverige Material, in einem Behälter (bezw. in einer Graphitirungskammer) eingeschlossen, der Einwirkung des elektrischen Lichtbogens in der Weise aus, dafs dieser Behälter so zwischen zwei Elektroden einer Stromleitung geschaltet wird, dafs zwischen jeder dieser Elektroden und dem Behälter je ein Lichtbogen entsteht. Es wirken dann zwei hinter einander geschaltete Lichtbogen auf den Inhalt des genannten Behälters durch letzteren hindurch auf das stückige, körnige oder pulverige Kohlenmaterial ein und verwandeln dieses durch die dabei entstehende, zum Schmelzen, Erweichen bezw. zur Verflüchtigung
fis. Auflage, ausgegeben am 10. Märi igojj.J
des Kohlenstoffes hinreichende Temperatur in Graphit.
Um den Betrieb zu einem ununterbrochenen gestalten zu können, empfiehlt es sich nach vorliegender Erfindung, den Behälter für das zu behandelnde Kohlenmaterial beiderseits offen zu gestalten, damit das letztere ununterbrochen mit einer der. gewünschten Uniwandlung in Graphit entsprechenden Geschwindigkeit durch den Behälter hindurchgeführt werden kann.
Um mittelst der beiden hinter einander geschalteten Lichtbogen die erforderliche Temperatur mit Sicherheit zu erzielen, empfiehlt es sich ferner, dieselben innerhalb einer ringsum geschlossenen Kammer wirken zu lassen, welche geeignet ist, die Ausstrahlung von Wärme nach aufsen zu verhindern.
In der Zeichnung ist beispielsweise ein derartiger Ofen dargestellt.
Derselbe besitzt als Graphitirungskammer einen Kohlencylinder r, welcher gleichzeitig als Zwischenelektrode für die hinter einander geschalteten Lichtbogen dient. Der elektrische Strom wird durch eine Elektrode s zugeführt und erzeugt zwischen letzterer und dem Kohlencylinder r einen Lichtbogen, während ein zweiter zwischen dem Kohlencylinder r und der Ableitungselektrode u entsteht. Man kann rings um den Kohlencylinder r auch zwei oder mehrere Paare Elektroden in entsprechender Weise anordnen und so zwei oder mehrere Paar hinter einander geschalteter Lichtbogen erzeugen, welchen der Kohlencylinder r immer als Zwischenelektrode dient.
Das zu behandelnde Kohlenmaterial / wird von oben in die Graphitirungskammer r eingegeben. Die Beschickungsöffnung ist durch einen Deckel ν geschlossen. Der Doppellichtbogen wirkt nun auf das in der Kammer r befindliche Kohlenmaterial /, welches nach genügender Behandlung, nach und nach sich nach unten bewegend, durch die untere Oeffnung y oder andere geeignete Auslässe den Ofen verläfst.
Zur Unterstützung bezw. zur Vermehrung der Graphitbildung wird vortheilhaft eine Gaszuleitung n> vorgesehen, durch welche man Gase (gewünschten Falles unter Druck) einleitet, die etwa oxydirendwirkende Luft verdrängen oder auch noch durch eigene Dissociation graphilerzeugend mitwirken sollen. Als solche Gase sind verwendbar Stickstoff, Kohlenoxyd, Schwefelkohlenstoff u. a.
Die Graphitirungskammer r, sowie die Elektroden su werden von einer hitzebeständigen und Wärme, schlecht leitenden Masse α umgeben. Die den Lichtbogen zunächst befindlichen Theile dieser Masse bestehen zweckmäfsig aus Kohle, welche von Magnesia umgeben sein kann. Die Magnesia kann man von der Kohle unter Umständen durch Zwischenlagerung einer Gasschicht trennen.
Diese Wärme-Isolirung α wird zweckmäfsig von einer dichten Metallhülle b umgeben. Die Elektroden werden durch letztere vortheilhaft mittelst Stopfbüchsen hindurchgeführt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Das durch Anspruch ι des D. R. P. Nr. 78926 gekennzeichnete Verfahren in der Weise zur Erzeugung widerstandsfähiger Kohle, welche auch eine Verwendung an Stelle des Graphits etwa zur Schreibstiftherstellung gestattet, aus stückigem, körnigem bezw. pulverförmigem Kohlenmaterial ausgeführt, dafs man dieses Material in einer zwischen einem oder mehreren Elektrodenpaaren angeordneten Kammer, welche als Zwischenelektrode dient, der Einwirkung eines oder mehrerer Doppellichtbogen aussetzt, welche sich zwischen der Kammer-, wandung und den Elektrodenpaaren bilden, welche Wirkung unterstützt werden kann durch Einleiten eines nicht oxydirenden und gewünschten Falles kohlenstoffhaltigen Gases.
2. Ein zur Ausübung des durch Patent-Anspruch ι gekennzeichneten Verfahrens geeigneter Apparat, im wesentlichen bestehend aus einer Graphitirungskammer r, angeordnet zwischen einem Elektrodenpaar oder mehreren solcher Paare (s u) und umgeben von einer widerstandsfähigen, die Wärmeausstrahlung verhindernden Hülle (a), innerhalb welcher die entstehenden Lichtbogen sich entwickeln, wobei die Graphitirungskammer mit einer Gaszuleitung ausgestattet sein kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189385335D 1893-08-10 1893-12-30 Expired DE85335C (de)

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DE85335T 1893-12-30

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