DE5165C - Verfahren zur Herstellung künstlicher Borsten und die hierzu benützten Maschinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung künstlicher Borsten und die hierzu benützten MaschinenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A46—BRUSHWARE
- A46B—BRUSHES
- A46B3/00—Brushes characterised by the way in which the bristles are fixed or joined in or on the brush body or carrier
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
1878.
Klasse 9.
LEO KUNZ & CO. in DONAUESCHINGEN. Verfahren zur Herstellung künstlicher Borsten und die hierzu benutzten Maschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. September 1878 ab.
Vorliegende Maschine bezweckt die Herstellung künstlicher Borsten, als Ersatz der Schweinsund
anderer Borsten, wie solche in der Bürsten- und Pinselfabrikation benutzt werden. Es handelt
sich hierbei hauptsächlich darum, dem von der Natur gelieferten Rohproduct (der sog. mexikanischen
Fiber) die nothwendige Dauerhaftigkeit, Elasticität, Festigkeit und Glätte zu verleihen,
welche die Schweinsborsten besitzen und die unbedingt für ein gutes Fabrikat erforderlich
sind.
Der Faserstoff wird zunächst in kleine Bündel gebunden und abgekocht. Darauf werden letztere
auf einen Dampftrockenapparat gebracht und bei 450C. ca. 48 Stunden lang getrocknet,
um sämmtliche Feuchtigkeit zu entfernen, was für die folgende Operation nothwendig ist. Man
kann sich hierzu jedweder zu ähnlichem Zweck passenden Einrichtung bedienen.
Sind die Faserstoffe gehörig getrocknet, so werden sie gefettet, und man benutzt hierzu
feine OeIe, welche man, mit Seife vermischt, in Wasser auflöst. Die Fetttheile werden mittelst
Dampfs in die Fasern hineingekocht, damit der Stoff die Dauerhaftigkeit, Elasticität erhält und
sich später wie natürliche Borsten anfühlt. Müssen die Faserstoffe gefärbt werden, so geht das
Färben dieser Manipulation voran.
Da man die Fetttheile mit Wasser verdünnen mufs, damit solche in den Stoff eindringen können,
so ist selbstverständlich, dafs dieser Feuchtigkeits- oder Wassergehalt wieder entfernt werden
mufs. Um dieses zu bewerkstelligen, wird der Stoff einer Centrifugalmaschine übergeben und
nach der Behandlung in dieser Maschine in dem Trockenraum 48 Stunden lang bei 45 ° C.
vollends getrocknet.
Hiernach hat der Stoff eine Festigkeit und Zähigkeit erhalten, dafs er trockenen und nassen
Gebrauch aushalten kann. Um ihm den Glanz zu geben, so dafs er den natürlichen Borsten
auch im Ansehen gleicht, befeuchtet man ihn mit etwas Leimwasser und polirt ihn dann auf
einer Maschine.
Eine derartige Maschine ist auf beiliegenden Zeichnungen in verschiedenen Ansichten dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Kopfansicht von rechts, Fig. 3 eine Kopfansicht
von links, Fig. 4 eine Rückansicht, Fig. 5 eine Oberansicht und Fig. 6 einen Verticalschnitt
nach A-B, Fig. 1.
Der wie vorhin beschriebene präparirte Faserstoff wird in einer Zange A befestigt. Diese
Zange ist auf dem Support B montirt und besteht aus den beiden Leisten a, welche durch
die Schiene b und Schraube d, Fig. 1, aufeinandergeprefst
werden und den Stoff festhalten, Fig. 6. Die Polirung der Faser erfolgt durch die rotirenden Bürstenwalzen D, von denen die
untere festgelagert ist, während die obere der Höhe nach verstellbar ist. Die untere Bürstenwalze
erhält durch die feste und lose Riemscheibe E ihre Bewegung und überträgt dieselbe
mittelst der Scheiben u und ν und des gekreuzten
Riemens k auf die obere Bürstenwalze.
Der in die Zange A gespannte Stoff erhält
zugleich eine horizontale, hin- und hergehende Bewegung, indem der Support B auf den beiden
horizontalen Schienen i hin- und hergeführt wird. Wie Fig. 5 zeigt, sind diese Schienen
gegen den Support etwas geneigt, so dafs die Fasern A eine etwas gegen die Bewegungsrichtung
der Bürstenwalze D geneigte Lage einnehmen. Dies hat zur Folge, dafs jede Faser
auf ihrem ganzen Umfange sauber polirt wird. Die Bewegung des Supports B erfolgt von der
Welle 0 aus mittelst Kurbel m, Pleuelstange n,
sowie, Hebel p und q. Die Hebel/ und q sind auf der Welle r befestigt und letztere umfassen
mit ihrem gabelförmigen Ende die auf der Stange s verschiebbaren Muffen t. Die Stange s
ist ihrerseits unveränderlich mit dem Support verbunden. Die Welle ο wird von dem Zahnradvorgelege
F und letzteres durch die Riemscheiben / und g von der unteren Bürsten-,
walze D aus getrieben. Unter Einwirkung der rotirenden Bürsten D erfolgt eine Polirung der
,Faserstoffe, welche ein Fabrikat liefert, das nach Angabe des Erfinders an Güte sogar die natürlichen
Schweinsborsten übertreffen und billiger als diese sein soll.
Claims (2)
1. Das vorbeschriebene Verfahren zur Herstellung künstlicher Borsten aus Faserstoff (mexikanische
Fiber).
2. Die vorbeschriebene Maschine zum Poliren der präparirten Fasern, insbesondere die Verwendung
der rotirenden Bürsten D in Combination mit der, wie beschrieben und gezeichnet,
geführten Zange A.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5165C true DE5165C (de) |
Family
ID=283713
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5165D Active DE5165C (de) | Verfahren zur Herstellung künstlicher Borsten und die hierzu benützten Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5165C (de) |
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