DE515971C - Streuvorrichtung fuer Maschinengewehre - Google Patents

Streuvorrichtung fuer Maschinengewehre

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DE515971C
DE515971C DES90068D DES0090068D DE515971C DE 515971 C DE515971 C DE 515971C DE S90068 D DES90068 D DE S90068D DE S0090068 D DES0090068 D DE S0090068D DE 515971 C DE515971 C DE 515971C
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Germany
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spreading device
handwheel
spreading
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DES90068D
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Simson & Co
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Simson & Co
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A27/00Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
    • F41A27/04Scatter-fire arrangements, i.e. means for oscillating guns automatically during firing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

  • Streuvorrichtung für Maschinengewehre Die Erfindung betrifft eine Streuvorrichtung für Maschinengewehre.
  • Bisher erfolgte das Abstreuen eines Schußfeldes mittels eines Maschinengewehres zumeist dadurch, daß der Schütze die hintere Auflage des Maschinengewehres hin und her schwang und hierdurch die Seitenstreuung bewirkte, während er dabei gleichzeitig die Höheneinstellung des Maschinengewehres und damit seine Tiefenstreuung durch Rechts- und Linksdrehung der Einstellschraube fortgesetzt änderte. Hierbei mußte der Schütze selbstverständlich auch noch die Abziehvorrichtung bedienen und das Ziel beobachten, so daß er seine Aufmerksamkeit auf vier verschiedene Punkte verteilen mußte. Das ordnungsmäßige Abstreuen des Schußfeldes war angesichts dieser Tatsache nur sehr geübten Schützen möglich und auch diesen nur unter Aufwendung denkbar größter Aufmerksamkeit.
  • Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, die Streuvorrichtung vollständig selbsttätig in Gang zu halten und ihre Bewegungen von dem Gewehrmechanismus abzuleiten. Derartige Vorrichtungen sind aber ein für allemal starr eingestellt, und der von ihnen bestrichene Streubereich kann nicht mehr vom Schützen den jeweiligen Erfordernissen entsprechend vergrößert oder verkleinert werden.
  • Durch die Erfindung wird demgegenüber eine Streuvorrichtung geschaffen, bei der die zur Seiten- und Tiefenstreuung der Schußgarbe erforderlichen Bewegungen sowie die Betätigung des Abzuges mittels eines einzigen handbedienten Steuerungsgliedes, vorzugsweise eine Handrades, bewirkt werden, so daß der Schütze der hierbei dieses Steuerungsglied rein gefühlsmäßig bewegen kann, seine Aufmerksamkeit ausschließlich auf das Ziel konzentrieren kann.
  • Die Bedienung der Streuvorrichtung erfolgt in der Weise, daß der Schütze das Handrad zunächst hinten herunterdrückt und hierdurch die Abziehvorrichtung auslöst, worauf er durch wechselweise Rechts- und Linksdrehung. des Handrades die Seiten- und die Tiefenstreuung des Maschinengewehres bewirkt.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar zeigt Abb. z einen senkrechten Schnitt der Streuvorrichtung in der Zielrichtung gesehen, Abb. 2 eine graphische Darstellung der Streubewegung, Abb. 3 eine Oberansicht der Seitenstreuvorrichtung, Abb. q. und 5 eine Einzelheit der Abziehvorrichtung in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen. Die Streuvorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Handrad a, dessen Nabe ai die Form einer Kugelzone besitzt und in einer entsprechend kugeligen Führung a2 in einer durch die Achse des Handrades gelegten Ebene verschiebbar gelagert ist. Die gemeinsam mit dem Handrad a, al drehbare kugelige Führung a2 besitzt drei Zahnkränze b, c, d, von denen der Zahnkranz b als Innenverzahnung ausgebildet und der Zahnkranz d durch eine Büchse starr mit der Führung a2 verbunden ist. Die kugelige, in sich geteilte Nabe ai, a2 des Handrades a ist einerseits auf einer die Maschinengewehraufnahme tragenden Büchse s, andererseits auf einem büchsenförmigen Gehäuse a3 drehbar gelagert.
  • Von den drei Zahnkränzen des Handrades a greift der Innenzahnkranz b in ein Zahnrad f ein, während der Zahnkranz c auf der entgegengesetzten Seite, nämlich von innen her, mit einem zweiten, kleineren Zahnrad g in Eingriff steht. Der dritte Zahnkranz d schließlich greift in eine ortsfest angeordnete Zahnstange e ein und rollt sich bei der Rechts- und Linksdrehung des Handrades a in entgegengesetzter Richtung an dieser Zahnstange ab, wobei auch das büchsenförmige Gehäuse 0 mitsamt der Maschinengewehraufnahme an' der hierdurch bewirkten seitlichen Verschiebung des Zahnrades d teilnimmt-und infolgedessen die Seitenstreuung des Maschinengewehres herbeiführt.
  • Das Zahnrad g ist mittels einer zapfenähnlichen Führung in einer Bohrung des Rades f drehbar gelagert. Da die Zahnkränze b und c, wie schon erwähnt, von entgegengesetzten Seiten in die Zahnräder f und g eingreifen, so werden diese sich stets in entgegengesetzter Richtung drehen; das Zahnrad f beispielsweise rechts- und das Zahnrad g linksherum oder aber umgekehrt. Auf alle Fälle wird sich also stets eines der beiden Zahnräder f und g unabhängig von dem Drehungssinn des Handrades a, rechtsherum drehen. Diese Rechtsdrehung wird durch eine Klauenkupplung h mit sägezahnartig ineinandergreifenden Zähnen auf ein Zwischenzahnrad l übertragen, und zwar derart, daß dieser stets nur in einer Richtung gedreht wird, gleichgültig, ob der Antrieb jeweils durch das Zahnrad f oder durch das Zahnrad g erfolgt. Die Kupplung des jeweils wirksamen Zahnrades f bzw. g wird durch eine das betreffende Zahnrad ständig nach unten drückende Belastungsfeder i bzw. k mit der Kupplungshälfte des Zwischenzahnrades l in Eingriff gehalten, während die Kupplung des nicht wirksamen Zahnrades unter abwechselnder Zusammendrückung und Wiederfreigabe der betreffenden Belastungsfeder hüpfend über den Kupplungszahnkranz des Zwischenzahnrades l hinweggleitet. Die, wie schon erwähnt, ständig in gleicher Richtung erfolgende Drehung des Zwischenzahnrades l wird auf den Zahnkranzmi einer Büchse m übertragen, die auf der schon erwähnten hohlwellenartigen Büchse des Zahnkranzes d drehbar und mit einem radial ausladenden Seitenarm m2 versehen ist, der mittels einer Rollkugeln auf einer Scheibe o schleift. Diese ist um einen tangential angeordneten Bolzen p des Gehäuses a3 in senkrechter Ebene schwenkbar und kann mittels eines von außen her drehbaren Exzenters q mehr oder weniger stark geneigt werden. Nimmt der Exzenter seine tiefste Lage ein (Abb. _), so wird der Arm m2 bzw. die Rollkugeln auf der Scheibe o schleifen, ohne hierdurch eine Längsverschiebung auf der Büchse des Zahnkranzes d zu erleiden. Wird dagegen die Scheibe o mit Hilfe des Exzenters q mehr oder weniger schräg gestellt, so führt die Büchse m während ihres durch das Zwischenzahnrad l bewirkten Umlaufes eine auf- und abwärts gehendeBewegung aus, deren Größe sich nach der jeweiligen Schrägstellung der Scheibeo richtet. Diese Auf- und Abwärtsbewegung wird durch zwei Zapfen r, die hierzu in j e einem Längsschlitz der dem Zahnkranz d zugehörigen Büchse senkrecht gleiten können, auf die schon erwähnte Büchse s und durch diese auf die Maschinengewehraufnahme t übertragen. Eine Schraubenfeder x, die zwischen der Büchse des Zahnkranzes d und der Büchse s gelagert ist, hält hierbei die Büchse m; das Zapfenpaar y und die Büchse s ständig in kraftschlüssiger Fühlung.
  • Die Maschinengewehraufnahme t kann mittels einer am Rand aufgerauhten Stellscheibe u innerhalb der Büchse s nach Bedarf gehoben und gesenkt werden, um hierdurch das Gewehr genau auf das Ziel einstellen zu können.
  • In der Schwingungsbahn des Handrades a ist ein Winkelhebel v gelagert, der durch einen Bowdenzug w mit der Abziehvorrichtung des Maschinengewehres in Verbindung steht. Nimmt des Handrad a seine aus den Abb. z bis q, ersichtliche waagerechte Ruhelage ein, so befindet sich auch der Abzug in Ruhe. Wird jedoch das Handrad hinten heruntergedrückt, so führt es den Winkelhebel v aus seiner Ruhelage in die aus Abb. 5 ersichtliche Arbeitsstellung, bei der der Bowdenzug w den Abzug auslöst und hierdurch die Feuerabgabe des Maschinengewehres herbeiführt.
  • Soll während der Feuerabgabe gleichzeitig auch eine Seiten- und Tiefenstreuung und damit ein möglichst gleichmäßiges Bestreichen des i gesamten Schußfeldes herbeigeführt werden, so genügt es, ohne die Schrägstellung des Handrades zu ändern, dieses abwechselnd nach rechts und links zu drehen. Die Seitenstreuung wird; wie schon erwähnt, hierbei dadurch erreicht, daß i der Zahnkranz d sich an der ortsfesten Zahnstange e abrollt und hierdurch gleichzeitig auch eine abwechselnd nach rechts und links gerichtete Verschiebung der ganzen Streuvorrichtung und damit auch der Maschinengewehraufnahme i herbeiführt. Die Tiefenstreuung dagegen wird entsprechend der jeweiligen Schrägstellung der Scheibe o mittels der Zahnradpaare b, f und c, g sowie des Zahnradpaares h, m' und durch wechselweises Heben und Senken der Büchse m i bewirkt, die, wie vorher beschrieben wurde, hierbei auch die Maschinengewehraufnahme t mitnimmt. Die Maschinengewehraufnahme beschreibt hierbei einen Kurvenzug in Form mehrerer zusammenhängender Sinusbögen, der i: in Abb. 2 graphisch dargestellt ist und dessen Länge von der jeweiligen Winkeldrehung der Büchse in abhängig ist. Die Zahl der Einzelbögen, bezogen auf eine Umdrehung des Handrades a, ist hierbei von dem Übersetzungsverhältnis abhängig, mit dem die Drehung des Zahnkranzes b auf das Zahnrad f bzw. die Drehung des Zahnkranzes c auf das Zahnrad g übertragen wird. Bei günstiger Wahl dieses Übersetzungsverhältnisses kann der Verlauf der Streuungskuiven derart geregelt werden, daß eine Kurve sich niemals mit einer anderen deckt, so daß im Verlauf einer gewissen Zeit tatsächlich eine vollständige Bestreichung des gesamten Schußfeldes eintritt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Streuvorrichtung für Maschinengewehre, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienung der Abziehvorrichtung, der Seitenstreuvorrichtung sowie der Tiefenstreuvorrichtung gleichzeitig mittels eines einzigen handbedienten Steuerungsgliedes (Handrad a) erfolgt.
  2. 2. Streuvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Abziehvorrichtung, der Seitenstreuvorrichtung sowie der Tiefenstreuvorrichtung durch ein Handrad (a) erfolgt, das sowohl um seine Achse drehbar als auch in einer durch seine Achse gelegten Ebene schwenkbar ist.
  3. 3. Streuvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nabe (a1) des Handrades (a) die Form einer Kugelzone besitzt und in einer entsprechend kugeligen Führung (a2), die drei zum Antrieb der Tiefenstreuvorrichtung sowie der Seitenstreuvorrichtung dienende Zahnkränze (b, c, d) besitzt, in einer durch die Achse des Handrades gelegten Ebene verschiebbar gelagert ist. q..
  4. Streuvorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei (b, c) von den drei Zahnkränzen des Handrades (a) von entgegengesetzten Seiten in zwei ineinandergelagerte Zahnräder (f, g) eingreifen, die mittels zweier Freilaufkupplungen (h) ein zur Steuerung der Tiefenstreuvorrichtung dienendes gemeinsames Zwischenzahnrad (l) abwechselnd, jedoch stets in gleicher Richtung antreiben, während der dritte Zahnkranz (d) mit einer ortsfesten Zahnstange (e) zusammenwirkt und hierdurch die zur Seitenstreuung erforderliche seitliche Verschiebung der Vorrichtung herbeiführt.
  5. 5. Streuvorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefenstrcuvorrichtung aus einer in der Richtung der Handradachse verschiebbaren Büchse (m) besteht, die mittels eines Zahnkranzes (in') mit dem Zwischenzahnrad (l) ständig in Eingriff steht, mit einem radial ausladenden Arm (na°) auf einer beliebig neigbaren Scheibe (o) schleift und die ihr hierdurch erteilte Aufundabbewegung auf die Büchse (s) der Maschinengewehraufnahme (t) überträgt.
  6. 6. Streuvorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (o) um einen tangential angeordneten Bolzen (P) schwenkbar ist und mittels eines Exzenters (15) mehr oder weniger stark geneigt werden kann.
  7. 7. Streuvorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der die Tiefenstreuvorrichtung antreibenden Zahnkränze (b, c) des Handrades mit verschiedener Übersetzung auf die mit ihnen zusanmenwirkenden Zahnräder (f, g) und damit auf das Zwischenzahnrad (l) übertragen wird, so daß je nach der Drehrichtung des Handrades eine schnellere oder langsamere, aber zusammenhängende Tiefenstreuung erzielt wird. B. Streuvorrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinengewehraufnahme (t) mittels einer Stellscheibe (u) in ihrer Büchse (s) verstellbar ist, um das Gewehr auf das Ziel einstellen zu können. g. Streuvorrichtung nach Anspruch i bis q, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienung der Abziehvorrichtung (v, w) durch die in senkrechter Ebene erfolgende Schwenkung des Handrades (a) erfolgt, das hierbei einen Kniehebel (v) niederdrückt und durch einen von diesem gesteuerten Bowdenzug (w) den Abzug auslöst.
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