DE515551C - Vorrichtung zur Erzeugung von Kaelte - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung von KaelteInfo
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Description
- Vorrichtung zur Erzeugung von Kälte In dem Hauptpatent ist ein Verfahren zur Kälteerzeugung beschrieben, das darin besteht, daß aus Salmiakgeist das Ammoniak unter vermindertem Druck zur Abdampfung gebracht wird, wobei zur Ausübung des Verfahrens ein an eine Wasserstrahlpumpe angeschlossener zylindrischer Verdampfer dient.
- In einem Zusatzpatent ist eine weitere Ausbildung dieser Vorrichtung mit besonderer Berücksichtigung ihrer Verwendung für Kühlschränke beschrieben. Es handelt sich dabei um eine periodisch arbeitende Apparatur.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine vollkommen kontinuierlich arbeitende Einrichtung, bei der sowohl das Kältemittel, Salmiakgeist, kontinuierlich zugeführt als auch die verarmte Lösung kontinuierlich abgeführt wird.
- Erfindungsgemäß wird die Eintrittsstelle des kontinuierlich dem Verdampfer zufließenden Kältemittels und die Austrittsstelle für die verarmte Lösung so getrennt voneinander angeordnet, daß das Kältemittel auf seinem Weg von der Eintritts- zur Austrittsstelle sein Gas verliert, worauf die verarmte Lösung kontinuierlich abfließt. Zweckmäßig wird durch die Formgebung des Verdampfers, z. B. seine Ausbildung als Schlangenrohr o. dgl., durch Rippen, Querwände o. dgl. oder durch in den Verdampfer eingebrachte Füllmassen die von dem Kältemittel zu durchfließende Weglänge genügend vergrößert. Die Abb. i bis 4. zeigen beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung.
- Die Abb. i und 2 zeigen eine Apparatur nach der Erfindung, insbesondere zur Verwendung für Kühlschränke, während die Abb. 3 und q. einen sogenannten Kleinkälteapparat darstellen, wie er sich besonders zur Speiseeisherstellung, aber auch zur Kühlung von Getränken eignet.
- Im Innern des Kühlschrankes i befindet sich der als Rohrspirale ausgebildete Verdampfer 2, der zweckmäßig in ein als Kältespeicher ausgebildetes, z. B. mit Salzlauge gefülltes Gefäß q. eingebaut ist. Dem Verdampfer 2 wird das Kältemittel aus dem Vorratsbehälter 5 durch die Steigleitung 6 zugeführt und passiert vor Eintritt in die Verdampferspirale 2 die Kapillardrosse17, vermöge der das Kältemittel kontinuierlich in abgestimmt kleiner Menge dem Verdampfer zufließt. Das untere Ende 3 der Verdampferspirale 2 führt zur hier nicht dargestellten Wasserstrahlpumpe, die sowohl die Zuführung des Kältemittels durch die Kapillardrossel 7 als auch die Verdampfung des gelösten Gases und fernerhin die Abführung der verarmten Lösung bewirkt.
- Es ist vorteilhaft, einen möglichst großen Teil der Kältemittelzuleitung 6 innerhalb des Absaugrohres 3 zu führen, um eine Vorkühlung des Kältemittels nach dem Gegenstromprinzip durch die abgesaugten kalten Gase und die abfließende verarmte Lösung zu erreichen.
- Um die Durchflußgeschwindigkeit des Kältemittels zu verlangsamen und größere wirksame Oberflächen zu erhalten, kann der Verdampfer, wie es in Abb. 2 beispielsweise dargestellt ist, zum Teil mit porösen Füllmassen 8, z. B gekörnte Kieselsäure, granulierte Kohle, Textilstoffe u. dgl., gefüllt werden.
- Bei dem Kleinkälteapparat nach Abb. 3 ist ein zur Aufnahme des Kühlgutes vorgesehenes Gefäß 9 außen mit spiralig verlaufenden Rinnen =o umgeben; das Gefäß 9 ist gasdicht in das isolierende Gefäß 13 eingebaut. Aus diesem zwischen Gefäß 9 und 13 entstehenden mantelförmigen Hohlraum führt das Absaugerohr =i zu der nicht dargestellten Wasserstrahlpumpe. Aus dem mit dem Kältemittel gefüllten Vorratsbehälter 5 führt wieder die Steigleitung 6 über die Kapillardrossel7 zu dem oberen Ende der Spiralrinne =o.
- Bei Tätigkeit der Wasserstrahlpumpe wird Kältemittel in die Spiralrinne befördert und während des Herunterfließens die Wärme dem Kühlgut im Gefäß 9 entzogen. Das gefrorene Gut läßt sich vermöge des Doppelkreuzes 17, das an der Schraubenspindel 16 befestigt ist, mittels des Flügelgriffes 14 leicht herausheben, bei dessen Drehung das Doppelkreuz 17 durch das Muttergewinde 15 angehoben wird und sich das gefrorene Gut von den Gefäßwänden loslöst. Der ganze Apparat wird durch den isolierenden Deckel 12 verschlossen.
- Auch bei diesem Apparat kann die Rinne =o mit porösem, zweckmäßig Docht- oder Filzmaterial 18 ausgekleidet werden, wie das auf Abb. 4 dargestellt ist.
- Bei diesen kontinuierlich arbeitenden Anordnungen braucht das Kältemittel nicht einen spiralförmigen Weg geführt zu werden, sondern es kann z. B. bei dem Apparat nach Abb. i auch ein zylindrischer Verdampfer Verwendung finden, der mit gekörnter Kieselsäure oder ähnlichen Füllmassen gefüllt ist oder der Rippen, Querwände oder ähnliche den Weg verlängernde Einrichtungen enthält und den das Kältemittel von oben nach unten durchfließt. Auch bei dem Kleinkälteapparat kann der Mantelraum mit Füllmasse gefüllt werden, wobei die Rinnen =o in Fortfall kommen können.
- Es ist ohne weitere Erläuterung verständlich, daß das gashaltige Kältemittel auf seinem Weg durch den Verdampfer das Gas verliert, wenn die Durchflußgeschwdndigkeit in der richtigen Weise einreguliert ist, und daß. sowohl das verdampfte Gas als auch die verarmte Lösung von dem Treibwasser der Wasserstrahlpumpe in einfacher Weise abgeführt werden.
- Es ist natürlich nicht notwendig, daß Absaugleitung für das Gas und die verarmte Lösung zu einer Leitung vereinigt sind; es kann z. B. die Gasabsaugleitung oben am Verdampfer vorgesehen sein, während sich nur die Saugleitung zur Abführung der verarmten Lösung entfernt von der Eintrittsstelle für das Kältemittel befindet.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung, insbesondere zur Ausübung des Verfahrens des Hauptpatents 498I33 zur Erzeugung von Kälte, nach welchem eine wäßrige Ammoniaklösung bestimmter Konzentration mit Hilfe einer Wasserstrahlpumpe einem Unterdruck ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Kältemittel kontinuierlich dem Verdampfer zufließt und die Eintrittsstelle für das Kältemittel und die Austrittsstelle für die verarmte Lösung so getrennt voneinander angeordnet sind, daß das Kältemittel auf seinem Weg von der Eintritts- zur Austrittsstelle sein Gas verliert, worauf die verarmte Lösung kontinuierlich abfließt.
- 2. Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Formgebung des Verdampfers, z. B. seine Ausbildung als Schlangenrohr o. dgl., durch Rippen, Querwände usw. oder durch in den Verdampfer eingebrachter Füllmassen die von dem Kältemittel zu durchfließende Weglänge vergrößert wird.
- 3. Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Saugleitung unten am Verdampfer angeordnet ist, die sowohl die entstandenen Gase als auch das verarmte Kältemittel ableitet.
- 4. Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zuführungsleitung für das Kältemittel zu dem Verdampfer eine Drosseleinrichtung, z. B. eine Kapillare, eingebaut ist, die den kontinuierlichen Zufluß des Kältemittels regelt.
- 5. Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den Verdampfer ein Eisgenerator eingebaut ist, an dessen Außenwand kontinuierlich das aus der Zuführungsleitung zufließende Kältemittel der Saugleitung zufließt.
- 6. Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitung für das Kältemittel und die Saugleitung einen Wärmeaustauscher bilden, in dem das frische Kältemittel durch die abziehenden kalten Gase bzw. durch das abfließende verbrauchte Kältemittel vorgekühlt wird.
Priority Applications (3)
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Also Published As
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