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Schalengußmaschine mit einem feststehenden Schalenglied, einem beweglichen
Schalenglied und einem die Schmelzladung enthaltenden Tiegel Die Erfindung richtet
sich auf eine Schalengußmaschine derjenigen Art, welche mit einem feststehenden
Schalenglied, einem beweglichen Schalenglied und einem die Schmelzladung enthaltenden,
in bezug auf die Schalenglieder beweglichen Tiegel arbeitet.
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Der Hauptsache nach kennzeichnet sich die Erfindung durch eine bestimmte
Abhängigkeit jener Teile gegeneinander, nämlich dadurch, daß das bewegliche Schalenglied
in der Mitte zwischen dem festen Schalenglied und dem Tiegel angeordnet ist, wobei
der Tiegel mit dem Schmelzofen eine bewegliche Einheit bildet, die so angeordnet
ist und angetrieben wird, beispielsweise durch ein Kniehebelgetriebe, daß sie sich
schneller und um eine größere Strecke als das bewegliche Schalenglied gegenüber
dem festen bewegt.
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Weitere Besonderheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
und den Ansprüchen hervor.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen an verschiedenen Ausführungsbeispielen
veranschaulicht; es sind: Abb. i Seitenansicht einer Schalengußmaschine, wobei einzelne
Teile weggebrochen und im Schnitt gezeigt sind, Abb. 2 Aufsicht auf die Maschine,
Abb.3 und 4. Stirnansichten von entgegengesetzten Seiten, Abb. 5 Schnitt einer Einzelheit
gemäß Linie 5-5 der Abb. i, Abb.6 Querschnitt eines Druckregelventils gemäß Linie
6-6 der Abb. 7, Abb. 7 Querschnitt gemäß Linie 7-7 der Abb. 6, Abb.8 Ansicht einer
Kurvenscheibe, Abb.9 Ansicht einer zweiteiligen Kurvenscheibe, die auf der entgegengesetzten
Seite der in Abb. 8 gezeigten Kurvenscheibe angebracht ist, Abb. i o Querschnitt
gemäß Linie i o- i o der Abb. 8, Abb. i z Seitenansicht eines Teils der Maschine,
teilweise im Schnitt, von einer anderen Ausführungsform des Schmelztiegels und der
zugehörigen Teile.
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Abb. 12 Querschnitt durch die Maschine mit dem in Abb. i gezeigten
Schmelztiegel, Abb. i3 Querschnitt des Ofens oder der Feuerbüchse gemäß Linie i3-23
der Abb. i, Abb. 1.4, 15, 16 und 17 Aufsicht, Seitenansicht, Vorderansicht
und Rückansicht einer Maschine mit gewissen anderen Ausführungsformen, Abb. 18 Seitenansicht
der Vorrichtung zum Abwischen des Metalls von dem Mundstück, Abb.19 Ansicht rechtwinklig
zu Abb.18 mit denselben Teilen, Abb. 2o Querschnitt durch das Kupplungsgetriebe,
Abb. 21 Querschnitt zwischen den Teilen einer Form, Abb. 22 Längsschnitt durch einen
Schmelztiegel.
In den Zeichnungen ist mit i das Bett oder der Rahmen
der Maschine bezeichnet, an dessen Stirnseite eine Konsole beispiels# weise durch
die L-förmigen Bolzen oder K1animern 2 befestigt ist. Die Konsole besteht aus einem
Paar im Abstand voneinander angeordneter Knie oder Seitenteile 3 und einem unteren
Querstück 4. Eine einstellbare Schraube oder Stütze 5 stützt das untere Querstück
4 und ermöglicht die lotrechte Einstellung der Konsole. Die Oberflächen der Seitenteile
3 bilden eine Bahn oder ein Gleis für die Rollen 6, die an der Plattform oder dem
Wagen 7 sitzen, wodurch die Plattform leicht vor und zurück bewegt werden kann.
Von der Plattform werden eine Anzahl herabhängender Bolzen 8 getragen. Auf jedem
Bolzen sitzt ein Paar von schraubenförmigen Spannfedern 9, und die Bolzen dringen
durch die Augen i o der Feuerbüchse oder des Ofens i i. Die Federn sind auf entgegengesetzten
Seiten der Augen angebracht, so daß der Ofen nachgiebig an der hin und her gehenden
Plattform angebracht ist und von Spannungen und Stößen bewahrt bleibt. Die Feuerbüchse
oder der Ofen i i, der mit irgendeinem Brenner für flüssiges Öl oder brennbares
Gas ausgerüstet sein 'mag, umgibt einen Schmelztiegel oder Behälter 12 für das Schmelzmetall
und schließt ihn ein. Der Tiegel. erstreckt sich durch eine Öffnung in der Plattform
7 und ist mit einem ringförmigen Flansch versehen, der auf einer Schulter an der
Öffnung der Plattform ruht (Abb. 12). Auf der Oberseite der Plattform und auf dem
ringförmigen Flansch des Schmelztiegels liegend, sind Fußstücke 13 eines Paares
von aufwärts gerichteten Stangen oder Säulen 14 aufgeschraubt. Die Säulen 14 tragen
an ihren oberen Enden einen Luftzylinder 15. In dem Zylinder 15 geht ein Kolben
16 hin und her, dessen Kolbenstange 17 durch einen Stift 18 lösbar in dem Kopf i9
der Stange 2o befestigt ist. Das untere Ende der Stange 2o ist an dem Kreuzkopf
21 befestigt, der auf den Säulen 14 gleitet. Ein Tauchkolben 22 ist mit seinem oberen
Ende abnehmbar an die untere Seite des Kreuzkopfes 21 angeschlossen und erstreckt
sich in den Arbeitszylinder 23. In diesen tritt das geschmolzene Metall durch eine
Öffnung 24 ein und wird dann durch eine Leitung 25 nach dem Mundstück abgeliefert
oder ausgestoßen. Das Mundstück wird mit der Höhlung der Gußschalen in Verbindung
gebracht, wenn die Schalenhälften 26 und 27 geschlossen sind. Die vordere Schalenhälfte
26 ist die bewegliche oder Deckelschale, während die Schalenhälfte 27 stillsteht
oder am Rahmen der Maschine befestigt ist. Die Hälfte 27 kann mit entsprechenden
Kernstücken und einer Ausstoßvorrichtung ausgerüstet sein, die von der Natur der
zu erzeugenden Gußstücke abhängen.
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Die Kraft zum Antrieb der verschiedenen Teile in geregelter Abhängigkeit
voneinander wird von einer äußeren Kraftquelle entnommen, beispielsweise von einem
nicht gezeichneten, ununterbrochen umlaufenden Motor, der eine Scheibe 28 antreibt.
Die Scheibe 28 steht mit einer Kupplungsvorrichtung in Verbindung, die in dem Gehäuse
29 eingeschlossen ist und die Welle 3o in Drehung versetzen kann. Der Eingriff der
Kupplung wird durch den Handhebe13 i geregelt. In einem Getriebekasten 32 ist ein
Getriebe zur Übertragung der Drehung der Welle 3o auf eine Querwelle untergebracht.
Die Querwelle trägt ein Ritzel32a, das in ein Paar von im Abstand zueinander angeordneten
Zahnrädern 33 und 34 eingreift, die auf der Hauptwelle 35 befestigt oder aufgekeilt
sind. Am Ende der Hauptwelle 3 5 ist eine Kurbel36 befestigt, an deren Kurbelzapfen
das Ende eines Lenkers oder einer Stange 37 angelenkt ist. Die Stange 37 trägt in
der Nähe ihres freien Endes eine Rolle 38, die auf der Oberfläche eines Halters
39 läuft, wenn sich die Hauptwelle dreht und infolgedessen die Stange hin und her
schiebt. Wenn sich der Hub der Kurbe136 seinem vorderen Endpunkt nähert, trifft
das Ende der Stange 37 auf einen seitlichen Stift oder Vorsprung 4o des Handhebels
31. Bei weiterer Bewegung wird der Hebel nach vorn geschwungen, wodurch die Kupplung
ausgerückt oder gelöst und dadurch die Maschine stillgesetzt wird. Zu gleicher Zeit
ist die Rolle 38 auf die geneigte Oberfläche 41 des Halters 39 aufgelaufen, wodurch
die Stange 37 von dem Stift 40 freikommt. Infolgedessen kann der Handhebel von dem
Arbeiter wieder in die Kuppelstellung eingerückt werden. Hervorzuheben ist, daß
eine vollständige Umdrehung der Hauptwelle die verschiedenen Teile der Maschine
in gegenseitiger Zusammenarbeit einen vollständigen Gießvorgang ausführen läßt.
Es versteht sich, daß die Stange 37 fehlen kann, wenn gewünscht ist, daß die Maschine
ununterbrochen durchläuft und die Arbeitsgänge zur Erzeugung eines Gußstückes nach
dem anderen ohne Unterbrechung selbsttätig wiederholt. Durch das Eingreifen der
Stange wird jedoch bewirkt, daß die Teile in derselben Stellung zur Ruhe kommen,
nachdem die Maschine einen einzigen Arbeitsgang durchgeführt hat, wodurch es dem
Arbeiter ermöglicht wird, fertige Gußstücke aus der Maschine zu entfernen. Der Arbeiter
kann dann die Maschine wieder für einen anderen Arbeitsgang einschalten, indem er
den Handhebel in die Einrückstellung der Kupplung bringt.
Die inneren
oder benachbarten Oberflächen der in Abstand voneinander stehenden Zahnräder 33
und 34 sind mit sich entsprechenden Kurvennuten 45 (Abb. 8) versehen. Ein schwingbarer
Hebel 46 ist am Rahmen der Maschine bei 47 drehbar gelagert und steht zwischen den
beiden Zahnrädern. An den beiden entgegengesetzten Seiten trägt der Hebel ein Paar
von Laufrollen, die in die Kurvennuten eingreifen und bei der Drehung der Zahnräder
eine Hinundherbewegung des Hebels hervorrufen. An dem Zapfen 48 am oberen Ende des
Hebels 46 ist ein Jochglied 49 angelenkt, außerdem ein Paar von Lenkern 5o. Das
Jochglied 49 besitzt einen mit Schraubengewinde versehenen Schaft 51, auf dem ein
Kissen oder Buffer 52 sitzt, der vorzugsweise aus einem Gummiblock oder ähnlichem
nachgiebigen Stoff besteht. Der Schaft 5 i durchdringt ein Querhaupt 54 und ist
dort durch Muttern 53 befestigt. Zum Tragen des Gewichtes der Stange und um gleichzeitig
ihre Hinundherbewegung zu ermöglichen, ist der Lenker 55 vorgesehen, der bei 56
am Rahmen i .gelenkig gelagert ist und bei 57 an das Querhaupt angeschlossen ist.
Kuppelstangen 58 verbinden das Querhaupt mit dem Wagen oder der Plattform 7 und
übertragen die Bewegung des Hebels 46 unmittelbar auf diese.
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Die Lenker 5o sind durch einen Gelenkbolzen mit dem Kopf 59 verbunden,
der auf das Ende der Stange 6o aufgeschraubt ist, die mit der Stange 61 aus einem
Stück gebildet ist. Das entgegengesetzte Ende der Stange 61 gleitet in dem Lager
62. Die Bewegung der Stange 61 wird durch ein geeignetes ül;ersetzungsgetriebe auf
das Querhaupt 63 übertragen, welches an den Enden der Stangen 64 befestigt ist,
welche die Dekkelschalenhälfte 26 an ihren entgegengesetzten Enden erfassen. Im
vorliegenden Beispiel besteht das übersetzungsgetriebe aus einem Satz von Kniehebeln,
die oberhalb und unterhalb der Stange 61 angeordnet sind. Senkrecht durch die Stange
erstreckt sich der Stift 66, der als Drehpunkt der Platten 67 und 68 dient. Die
Lenker 69 und 70 verbinden die entsprechenden Platten mit festen Teilen der
Maschine, während die Lenker 71 und 7 2 die betreffenden Platten an das Querhaupt
63 anschließen. Eine Rückwärtsschwingung des Hebels 46, also in Abb. i und 2 nach
links, läßt die Kniehebel ausschwingen und hat das Bestreben, die Lenker 69 und
71 sowie 70 und 7 2 in gestreckte Lage zu bringen, wodurch die Kraft der
Bewegung stark vergrößert und der dichte Schluß oder ein Zusammenklemmen der Schalenhälften
herbeigeführtwird. Im selbenAugenblick ist natürlich die Bewegung zu Ende, und da
die Plattform, die den Ofen und Schmelztiegel trägt, unmittelbar mit dem schwingenden
Hebel verbunden ist, geht - ihre -Bewegung schneller und um eine größere Strecke
vor sich. Infolgedessen ist das Bewegungsverhältnis derart, daß das Mundstück des
Schmelztiegels völlig frei weg von der Deckelschale bewegt wird, wenn sich die Schalenhälften
trennen. Dabei ist das Bewegungsmaß des Mundstückes gegenüber dem Bewegungsmaß der
Deckelschale während der anfänglichen Öffnungsbewegung am größten, ebenso wie während
der endgültigen Schließbewegung der Schalenhälften.
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Auf der entgegengesetzten Seite oder Oberfläche des Zahnrades 33 ist
die Kurvenscheibe 75 etwa durch Dübelbolzen befestigt. Die Kurvenscheibe wird zweckmäßig
in zwei Hälften hergestellt, wie Abb. 9 zeigt. In der Kurvennut 76 läuft eine Rolle,
die an dem Winkelhebel 77 sitzt. Dieser ist durch den Lenker 78 an dem Arm 79 auf
der Schwingwelle 8o angeschlossen. Auf dem Ende der Schwingwelle 8o ist der Arm
81 befestigt, der durch eine Kuppelstange 82 mit dem Arm 83 auf der Welle 84 verbunden
ist. Auf dieser Welle sitzt der Ventilkörper 85 in dem Gehäuse 86. Der Ventilkörper
85 hat zwei ausgeprägte Stellungen, in die er durch die Bewegung der Rolle des Kniehebels
77 11 der Kurvennut 76 bei einer Umdrehung der Hauptwelle gebracht wird. Bei der
in Abb. 6 und 7 gezeichneten Stellung wird Luft oder Flüssigkeit unter Druck, die
von einem Druckbehälter 87 durch die Leitung 88 zugeführt wird, in den Hohlraum
oder die Kammer 89 in dem Ventilgehäuse eingelassen und gelangt durch eine Öffnung
9o in dem Ventilkörper 85 in eine Kammer 9i, die durch einen biegsamen Schlauch
oder eine Leitung 92 mit der Seite des Zylinders 15 unterhalb des Kolbens 16 verbunden
ist. Der Druck sucht den Kolben nach oben zu schieben. Beim Ansteigen des Kolbens
entweicht die Luft über ihm durch den biegsamen Schlauch oder die Leitung 93, die
mit der Kammer 94 in dem Ventilgehäuse in Verbindung steht. Diese Kammer steht jetzt
mit einer Nut 95 in dem Ventil in Verbindung, die stets an die Außenluft durch die
Kammer 96 und das Rohr 97 angeschlossen ist. Bei der anderen Stellung des Ventilkörpers
85 wird die Öffnung 9o mit der Kammer 94 in Deckung gebracht, und die Nut 95 setzt
die Kammer 9 i mit der Außenluft in Verbindung. In diesem Falle wirkt das Druckmittel
auf die Oberseite des Kolbens, während der Raum unterhalb des absteigenden Kolbens
an den Auslaß angeschlossen ist.
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Aus dem Gesagten ergibt sich, daß durch die Einrückung der Kupplung
eine selbsttätige Bewegung der Maschine durch einen
gegebenen Kreislauf
hervorgerufen wird, wobei die Antriebskraft durch das Zahnradgetriebe, die Kurvenscheibe
und die Lenkerverbindungen das Öffnen und Schließen der Schalenhälften, die Bewegung
des Ofens und Schmelztiegels gegenüber den Schalenhälften und den Hinundhergang
des Tauchkolbens herbeiführt, wodurch eine Ladung von geschmolzenem Metall in die
Schalenhöhlung eingedrückt wird, alles in genauer zeitlicher Abstimmung.
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Der Schmelztopf oder Tiegel mit dem Tauchkolben und dem Druckzylinder
eignet sich besonders bei der Anwendung eines Metalls, das bei niedriger Temperatur
schmilzt, z. B. Zinn, Blei und Zink. Es gibt jedoch auch gewisse Metalle, z. B.
Aluminium, bei denen das Druckmittel unmittelbar dem Metallbad zugeführt werden
muß, da die Metalle das Bestreben haben, den Kolben anzufressen. Für die Anwendung
solcher Metalle ist die in Abb. i i veranschaulichte Ausführungsform geeignet. In
diesem Falle ist das Zahnrad 34. auf seiner äußeren Oberfläche mit einer Platte
i oo versehen, die der Platte 75 und dem Zahnrad 33 entspricht. Ein Winkelhebel
i o i trägt eine Rolle, die in die. Kurvennut 102 in der Platte ioo eingreift, so
daß der Winkelhebel bei der Drehung der Hauptwelle 3 5 in Schwingung versetzt wird.
Diese Bewegung wird durch den Lenker i o3 auf einen Winkelhebel i 0q. übertragen,
der durch eine Stange io5 mit einem Hebel io6 gekuppelt ist. Dieser ist bei io7
an dem Ventilgehäuse io8 angelenkt. In dem Gehäuse i o8 sind zwei Ventile i o9 und
i t o eingeschlossen, deren Ventilstangen aus dem Gehäuse herausragen und Spannfedern
i i i und i 12 tragen, welche die Ventile zu schließen suchen. Bei der Schwingung
des Hebels i o6 in die in Abb. i i gezeichnete Stellung legt er sich gegen den Schaft
des Ventils io9, wodurch dieses entgegen seiner Federspannung geöffnet wird und
das Druckmittel aus der Druckleitung 113 durch den biegsamen Schlauch i i
q. nach dem Oberteil des Schmelztiegels i 15 fließen iäßt. Hier wirkt das
Druckmittel gegen das geschmolzene Metall im Tiegel und drückt dieses durch die
Auslaßleitung i 16 und das mit der Höhlung in den Schalenhälften verbundene
Mundstück hinaus. Schwingt der Hebel io6 in die entgegengesetzte Stellung, so schließt
sich das Ventil i o9, während sich das Ventil i i o öffnet und den Druck herabsetzt,
indem es die Luft oder das Druckmittel in die Außenluft entweichen läßt. An Stelle
des vorhin beschriebenen Tauchkolbens ist hier ein Ventil oder ein Verschlußglied
117 an einer Öffnung i 18
im Oberteil des Schmelztiegels vorgesehen.
Die Hinundherbewegung des Kolbens 16 in dem Zylinder 15 öffnet und
schließt bei diesem Ausführungsbeispiel das Ventil 1i7 in L bereinstimmung mit der
Druckzufuhr auf den Inhalt des Schmelztiegels. Der Zweck des Ventils oder des Verschlußgliedes
ist doppelt. Zunächst ermöglicht es, Rohblöcke oder Zusatzmetall in den Schmelztiegel
einzuführen und die Ladung zu vervollständigen. Zweitens unterstützt es die Wirkung
des Ventils i i o bei der Entspannung des Druckes, nachdem eine Metalladung ausgestoßen
ist. Dieser Umstand ist als eine Sicherung gegen Beschädigung des Arbeiters durch
Verspritzen heißen Metalls gedacht, nachdem das Mundstück sich von den Schalenhälften
wegbewegt, für den Fall, daß der Druck noch nicht ganz durch das Öffnen des Ventils
i io verschwunden sein sollte, oder für den Fall, daß etwas Metall in den Schlauch
hineingespritzt oder eingesaugt werden sollte, der oben am Schmelztopf befestigt
ist und so verstopft werden könnte.
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Die Auslaßleitung i 16 ist nicht, wie es bisher üblich war,
als ein Stück des Schmelztiegels gebildet, sondern sie ist als eine abnehmbare und
austauschbare Einheit an dem Schmelztiegel durch einen oder mehrere Schraubenbolzen
i ,o befestigt. Diese Einheit umfaßt das Mundstück 121 und die herabhängende Verlängerung
oder den Hals i22. Diese Anordnung wurde als besonders vorteilhaft befunden, da
sie einen leichten Ersatz der Einheit im Falle ihrer Beschädigung durch Anfressung
oder aus anderen Gründen ermöglicht, ohne daß der Ofen oder der Schmelztiegel und
die zugehörigen Teile betroffen werden. Außerdem wird dadurch die Notwendigkeit
beseitigt, daß man eine Anzahl. von Ersatztiegeln vorrätig halten muß, um für einen
solchen Notfall gerüstet zu sein, wodurch die Betriebskosten herabgesetzt und Lagerkosten
erspart werden.
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In gewissen Fällen, wo die Form der Gußstücke verhältnismäßig große
Schalenhälften erfordert, mag es erwünscht sein, ein Paar von Kuppelstangen 64.
zu beiden Seiten des Lagerblockes in senkrechtem Abstand übereinander anzuwenden,
wie es Abb. i i zeigt, an Stelle der in früheren Abbildungen gezeigten Anordnung.
Der Lagerblock 123 in Abb. i i ist so gebaut, daß er entweder ein einziges
Paar von Verbindungsstangen, wie zuvor beschrieben, oder zwei Paare von Stangen,
so wie gezeichnet, zuläßt. Dadurch wird die Brauchbarkeit der Maschine erhöht, indem
sie der Art der vorzunehmenden Arbeit angepaßt ist. Jedes Paar der lotrecht übereinanderliegenden
Stangen ist durch ein Querstück 124 verbunden, an dem ein finit Schraubengewinde
versehener Schaft 125 sitzt, der sich durch das Querhaupt 63 erstreckt und
dort
mit einstellbaren Muttern 126 befestigt ist. Infolgedessen ist die Einstellung von
vier Verbindungsstangen wesentlich dieselbe wie bei zwei Stangen, wodurch manche
Schwierigkeit in der genauen Ausrichtung der Schalenhälften vermieden wird.
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Beim Betrieb kann sich geschmolzenes 'Metall an dem Mundstück und
an der Mündung der Schale festsetzen. Dagegen ist eine selbsttätige Wischvorrichtung
erwünscht, die das an den Oberflächen angesammelte Metall abwischt, wenn sich das
Mundstück von der Schale wegbewegt. Diesem Zweck dient die in Abb. 18 und i 9 dargestellte
Einrichtung.
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Ein winkliger Längsschlitz i3o ist am Maschinenrahmen vorgesehen.
Die bewegliche Plattform trägt in der Nähe des Mundstückes eine hin. und her gehende
Stange 131. Das untere Ende der Stange besitzt eine Rolle 132, die sich in dem Schlitz
130 bewegt. Geht die Plattform hin und her, so bewegt sich die Rolle in dem
Winkelteil des Schlitzes auf und ab, ivie aus Abb. i9 hervorgeht. Dabei setzt sie
einen U'inkelhebel 133, der bei 134 drehbar gelagert ist, in -Schwingungen. Die
Welle des Winkelhebels trägt einen Arm 135 mit einem Wischer 136, der sich über
die Auslaßöfnung bewegt, die in Abb. 18 punktiert gezeichnet ist.
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Die Ausführungsform gemäß Abb.14 bis 17 ist besonders zweckmäßig,
um die Bewegungen der verschiedenen Teile in genauer zeitlicher Abstimmung herbeizuführen.
Bei dieser Maschine erfolgt die Kraftzufuhr durch einen Riemen 137 (Abb.
14) zu einer Scheibe 138. Die Scheibe trägt ein antreibendes Ke-U a
lglied
140 einer Kupplung (Abb. 2o). Das getriebene Kuppelglied 141 ist auf der Welle 139
gleitbar, aber nicht verdrehbar, wozu ein Federkeil 142 vorgesehen ist. Das Kuppelglied
141 wird von der drehbaren Hülse 143 umhüllt, die Vorsprünge oder Stifte 144 besitzt,
die sich in eine Ringnut in der Muffe des Kuppelgliedes erstrecken, wodurch das
Glied und die Hülse gegen axiale Bewegung zusammengehalten werden. Die Hülse trägt
ferner einen Stift 145 (Abb. 17), der sich in dem gekrümmten Schlitz 146 eines festen
Gehäuses 147 bewegen kann. Zum Einrücken der Kupplung mit der Hand wird ein hin
und her gehendes Glied 148 von einem Hebel 149 und dem Lenker i 5o bewegt. Das Glied
148 ist mit mehreren Zähnen 151 versehen, die in entsprechende Zähne auf der Hülse
143 eingreifen. Durch eine Verstellung des Hebels 149 wird die Hülse 143 gedreht.
Diese Drehung wird durch den Stift und Schlitz i,15, 1.16 in eine Verschiebung umgewandelt,
wodurch die Kupplung zum Antrieb der Welle 139 eingerückt wird.
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Die Welle 139 trägt an ihrem anderen Ende ein Ritzel 152, das in ein
Zahnrad 153 eingreift. Dieses Zahnrad sitzt auf einer Welle :54, auf deren anderem
Ende ein Ritzel i55 siezt, das eine Welle i 56 durch Eingriff in ein Zahnrad 157
antreibt. Auf dtn.1 Ende der Welle i 56 sitzt ein Ritzel i 58, «-elches ein großes
Zahnrad i 59 antreibt, das auf einer Querwelle 16o angeordnet ist. Auf der Welle
16o sind die angetriebenen Glieder 16i und 162 befestigt. Diese Glieder 15
9, 16i und 162
dienen dazu, um die verschiedenen Teile der Maschine anzutreiben,
wie jetzt erläutert wird.
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Auf der Vorderseite des Rades 159 ;gemäß zi.bb.15) ist eine Kurvennut
angebracht, in der eine Rolle 163 läuft. Diese Rolle wird von einem Hebef 164 getragen,
der am Maschinenrahmen bei 165 angelenkt ist, und der an seinem oberen Ende mit
einem Lenker 166 gelenkig verbunden ist. Das vordere Ende des Lenkers 166 ist an
ein Querhaupt 16; angelenkt, das von den Enden der drehbaren Arme 168 getragen wird.
Von den Enden des Querhauptes 167 erstrecken sich nach vorn die Lenker 169, die
an der beweglichen Plattform (Abb. 15) angeschlossen sind. Zwischen das Gelenkende
des Hebels 164 und dem Lenker 166 ist ein Gummiblock 17o eingeschaltet. Wird das
bewegliche Glied so bewegt, daß sich das Mundstück in seine Arbeitsstellung verschiebt,
so bewirkt der Gummipuffer 17o einen festen Sitz zwischen dem Schmelztiegel und
den Schalenhälften und gleicht jede Änderung in der Ausdehnung der heißen Teile
aus, die zusammengebracht werden sollen. Das nachgiebige Mittel kann auch ein anderes
sein als ein Gummiblock, jedoch wird ein solcher wegen seiner größeren Zuverlässigkeit
bevorzugt. In eine Kurvennut auf der anderen Seite des Zahnrades 159 greift eine
Rolle 171 ein, die an dem in einer Schwalbenschwanznut gleitenden Glied 172 angebracht
ist. Dieses Glied i72 schiebt ein Querhaupt i?; hin und her, von dessen Enden Stangen
174 ausgehen, die durch Führungen 17 5 treten und die vordere Schalenhälfte für
das Gußstück tragen.
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Der Hebel 176 (Abb. 15) wird um seinen Drehpunkt
178 durch eine an seinem oberen Ende befindliche Rolle 179 gedreht,
die sich in einer Kurvennut des Treibgliedes 161 bewegt. Durch eine am unteren Ende
des Hebels 176 angeschlossene Kuppelstange i8o wird ein Winkelhebel 181 gedreht,
der an einer Stange i82 eine lotrecht hin und her gehende Bewegung erteilt. Diese
Stange ist an das Ende eines Querstückes 183 angeschlossen. Das andere Ende des
Querstückes kann an eine ähnliche lotrechte Stange angeschlossen sein, die durch
ein Schwingglied auf, der anderen Seite der 'Maschine, entsprechend dem Winkelhebel
181, angetrieben
wird, so daß das Querstück 183 genau bewegt wird.
Das Querstück 183 hat die Aufgabe, einen Kern 184 aus der vorderen oder beweglichen
Schale zu entfernen. Um einen lotrechten Kern 185. aus seiner Stellung zu heben,
die teils in die feste, teils in die bewegliche Schalenhälfte eingreift, ist ein
Winkelhebel 186 vorgesehen, der durch einen Lenker 187 bewegt wird (Abb. 22). Die
Rolle 188 läuft in einer Kurvennut des getriebenen Gliedes 162 und versetzt einen
Hebel 189 in Schwingungen. Dieser Hebel liegt fast unmittelbar hinter dem Hebel
176; man erkennt ihn aus den punktierten Linien- in Abb. 15. Der Hebel 189 ist durch
einen Lenker 19o mit dem Kurbelarm 191 verbunden. Dieser Kurbelarm versetzt die
Welle 192 in Schwingungen, auf der die aufwärts gerichtetenArme 193 befestigt sind,
welche das Querhaupt 194 tragen. Aufwärts von dem Querhaupt 194 ragt ein Arm 195,
der an seinem oberen Ende an den Lenker 187 angeschlossen ist. Dieser treibt, wie
schon erwähnt wurde, den Winkelhebel 186. Das Querhaupt 194 hat ebenfalls einen
herabhängenden Arm 196, der in Abb. 15 punktiert gezeichnet ist. Von dem unteren
Ende des Armes 196 erstreckt sich ein Lenker 197 nach vorn, der einen Kern bewegt,
der waagerecht in die Schale eintritt. Die Bewegung kann durch eine Kurbel 198 übertragen
werden, die das vordere Ende der Stange 197 an eine lotrechte Welle 199 anschließt.
Diese Welle kann den Kern waagerecht durch ein Ritzel und eine Zahnstange hin und
her gehen lassen. In Abb. 21 ist diese Einrichtunj gezeichnet, wobei das waagerechte
Kernglied mit Zoo und das Ritzel auf der lotrechten Welle mit 201 bezeichnet ist.
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Mit dem Querhaupt 194 bewegt sich ein Gleitstück 2o2, das durch eine
hindurchgehende Bahn ein Pendelglied führt, welches mit einem Tauchkolben und Ausstoßstiften
vereinigt ist, wie noch beschrieben wird.
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In Abb. 17 erkennt man eine Welle 203
mit einer Kurbel-o4. Die
Rolle am Ende dieser Kurbel läuft in einer Kurvennut 2o5 auf dem Mantel des Gliedes
162. Die regelmäßigen Drehbewegungen der Welle 203 werden durch Kette
207 und Kettenräder auf eine Welle 2o6 übertragen. Die Drehbewegungen der
Welle 2o6 treiben das Ventil 86 an, welches die Hinundherbewegungen des Kolbens
in dem Zylinder für geschmolzenes Metall hervorruft, wie schon geschildert wurde.
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Mit 2o8 ist eine andere Rolle bezeichnet, die in eine Kurvennut auf
der Rückseite des Gliedes 162 eingreift. Diese Rolle 2o8 ruft die Hinundherbewegung
einer Stange 2o9 hervor in derselben Weise, wie die Rolle 171 die Stange 172 bewegt.
Die Stange 172 schwingt durch eine Kurbel 21o die Welle 211 hin und her, die ein
Ritzel212 trägt, das in die erwähnte Zahnstange 21 3 eingreift. Wie schon gesagt,
gleitet diese Zahnstange in dem Glied 2o2, das sich mit dem Querhaupt 194 bewegt.
Das Glied 2o2 ist so ausgeschnitten, daß der Eingriff des Ritzels und der Zahnstange
möglich ist. Die Bewegung der Zahnstange ruft die Bewegung des mit ihr verbundenen
Kolbens 214 hervor, der Stifte 215 trägt, die sich so bewegen, daß sie das Gußstück
aus der Form ausstoßen, nachdem die Hälften der Formen sich voneinander getrennt
haben.
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Auf dem Ende der Hauptwelle (Abb.14 und 15) ist ein Arm 216 befestigt,
an den die Stange 217 gelenkig angeschlossen ist. Die 'Stange 217 wird zwischen
aufwärts gebogenen Lappen an einen Halter des Rahmens geführt. Die Stange 217 trägt
eine Rolle 219, die auf einen waagerechten Teil 22o des Halters laufen kann. An
der Stange 217 ist ferner eine Nut 221 vorgesehen, die an einen Lappen 222 an dem.
getriebenen Kupplungsglied 141 angreift, während die Stange sich hin und her bewegt.
Die Anordnung ist so getroffen, daß bei,einerDrehung derHauptwelleim Uhrzeigersinne
während der Vorwärtsbewegung der Stange 217 diese den'getriebenen Kuppz#lteil erfaßt
und durch dessen Drehung und Hinundherbewegung infolge der Wirkung des Schlitzes
146 und des Stiftes 145 die Kupplung ausrückt, nachdem die Maschine ein Gußstück
gebildet und die Schalen geöffnet hat. Nachdem die Kupplung ausgelöst ist, läuft
die Rolle 219 waagerecht auf dem Halter 218 und hebt die Stange von der Kupplung
ab. Die Vorrichtung ist außer Eingriff, bis eine neue Verstellung des Hebels 149
mit der Hand erfolgt. Es sei daran erinnert, daß die gewöhnliche Vorrichtung zum
Ausrücken der Kupplung beim Ausrücken ebenfalls die Zahnstange 148 in ihre Ausgangsstellung
zurückbewegt. Will also der Arbeiter die Maschine wieder anlassen, so kann der Hebel
149 von neuem vorwärts geschwungen werden, um die Maschine einzurücken. Wird die
Stange 217 von der Maschine entfernt oder wird sie in eine unwirksame Stellung zurückgeschwungen,
so fährt die Maschine ununterbrochen fort, selbsttätig Gußstücke, eins nach dem
anderen, herzustellen. Ist die Stange 217 in Arbeitsstellung, so geht der selbsttätige
Betrieb nur für einen einzigen Kreislauf von Arbeitsverrichtungen vor sich, und
nach jedem Kreislauf muß der Arbeiter die Teile wieder durch die Bewegung des Hebels
149 einrülzken.
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Die Arbeitsweise der Maschine möge kurz beschrieben werden: Es werde
angenommen, daß der Ofen in Stellung und der Schmelztiegel Mit geschmolzenem Metall
beschickt ist
sowie daß die Schalenhälften voneinander getrennt
und die Kerne entfernt sind. Der Arbeiter legt jetzt den Hebel 149 nach rechts um
in die durch Abb. 15 veranschaulichte Stellung. Dadurch wird das angetriebene Kuppelglied
i-li in die Eingriffstellung mit dem treibenden Kuppelglied i 4o verschoben. Das
Zahnradgetriebe fängt an zu laufen und setzt die treibenden Teile 159, 16
i und 162
auf der Welle i 6o in Drehung. Durch die beschriebene Einrichtung
wird die vordere Schalenhälfte zurückgezogen, bis sie in Anlage an die feste hintere
Hälfte kommt. Die verschiedenen Kerne werden in die Schale eingeschoben. Die Plattform
mit dem Schmelztiegel wird rückwärts bewegt und bringt das Mundstück in Eingriff
mit der Mündung der Schale. Das Ventil für die Druckluft wird verstellt, so daß
sich der Tauchkolben bewegt und eine Ladung von geschmolzener Flüssigkeit in die
Schale treibt. Auf diese Weise wird das Gußstück gebildet und gleichzeitig gekühlt.
Man kann, wenn es gewünscht wird, Wasserkühlung anwenden, indem die Schalen mit
einem Mantel versehen werden und Kühlflüssigkeit durch das Rohr 223 zugeleitet wird.
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Bei weiterer Drehung der getriebenen Glieder entfernen sich darin
die Kerne aus der Schale. Es hebt sich der Tauchkolben, wodurch eine neue Ladung
in den Zylinder gelassen wird. Die Plattform geht nach vorn. Das an dem Mundstück
und der Mündung der Schale klebende Metall wird abgewischt, und die vordere Schalenhälfte
bewegt sich von der hinteren weg. Die Ausstoßstifte auf ihrem Kolben stoßen alsdann
das Gußstück aus der Schale heraus. Ist jetzt die Stange 217 nicht in Gebrauch,
so wiederholt sich der Kreislauf. der Arbeitsvorgänge und wird so lange fortgesetzt,
bis der Hebel 149 die Bewegung des angetriebenen Kuppelteiles 141 umkehrt und die
Maschine stillsetzt. Ist dagegen die Stange 2 i 7 in Stellung, wie in Abb. 15 gezeigt
ist, so kuppelt die Stange 217 nach Vollendung eines Kreislaufes von Arbeitsvorgängen
die Maschine von ihremAntrieb ab. Um sie wieder neu in Betrieb zu setzen, muß der
Arbeiter den Hebel 149 umlegen.
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Die verschiedenen Einrichtungen werden also alle in genauer zeitlicher
übereinstimmung zueinander betrieben, und die Maschine kann selbsttätig laufen öder
bei Anwendung der Stange 217 nach jedem vollendeten Arbeitskreislauf selbsttätig
stillstehen.
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Die Krümmungsnuten des Zahnrades 159 (Abb. i5), in denen die Laufrollen
163 und 171 angeordnet sind, weichen voneinander ab. Infolge dieser Verschiedenheit
der Kurvenführungen können die gegenseitigen Bewegungen des beweglichen Schalengliedes
und der aus Ofen und Tiegel bestehenden Einheit verändert werden, so daß die Wirkung
zunächst dieselbe ist, wie sie durch das Kniehebelgetriebe der Abb. i bis 1q. herbeigeführt
wird. Es kann also auch hier die Anordnung so getroffen werden, daß sich die aus
Ofen und Tiegel bestehende Einheit schneller und um ein größeres Maß gegenüber der
festen Scheibe bewegt, als es die bewegliche Scheibe tut.