DE515140C - Schalengussmaschine mit einem feststehenden Schalenglied, einem beweglichen Schalenglied und einem die Schmelzladung enthaltenden Tiegel - Google Patents

Schalengussmaschine mit einem feststehenden Schalenglied, einem beweglichen Schalenglied und einem die Schmelzladung enthaltenden Tiegel

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DE515140C
DE515140C DEA57525D DEA0057525D DE515140C DE 515140 C DE515140 C DE 515140C DE A57525 D DEA57525 D DE A57525D DE A0057525 D DEA0057525 D DE A0057525D DE 515140 C DE515140 C DE 515140C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/20Accessories: Details
    • B22D17/26Mechanisms or devices for locking or opening dies
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/02Hot chamber machines, i.e. with heated press chamber in which metal is melted

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)

Description

  • Schalengußmaschine mit einem feststehenden Schalenglied, einem beweglichen Schalenglied und einem die Schmelzladung enthaltenden Tiegel Die Erfindung richtet sich auf eine Schalengußmaschine derjenigen Art, welche mit einem feststehenden Schalenglied, einem beweglichen Schalenglied und einem die Schmelzladung enthaltenden, in bezug auf die Schalenglieder beweglichen Tiegel arbeitet.
  • Der Hauptsache nach kennzeichnet sich die Erfindung durch eine bestimmte Abhängigkeit jener Teile gegeneinander, nämlich dadurch, daß das bewegliche Schalenglied in der Mitte zwischen dem festen Schalenglied und dem Tiegel angeordnet ist, wobei der Tiegel mit dem Schmelzofen eine bewegliche Einheit bildet, die so angeordnet ist und angetrieben wird, beispielsweise durch ein Kniehebelgetriebe, daß sie sich schneller und um eine größere Strecke als das bewegliche Schalenglied gegenüber dem festen bewegt.
  • Weitere Besonderheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung und den Ansprüchen hervor.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen an verschiedenen Ausführungsbeispielen veranschaulicht; es sind: Abb. i Seitenansicht einer Schalengußmaschine, wobei einzelne Teile weggebrochen und im Schnitt gezeigt sind, Abb. 2 Aufsicht auf die Maschine, Abb.3 und 4. Stirnansichten von entgegengesetzten Seiten, Abb. 5 Schnitt einer Einzelheit gemäß Linie 5-5 der Abb. i, Abb.6 Querschnitt eines Druckregelventils gemäß Linie 6-6 der Abb. 7, Abb. 7 Querschnitt gemäß Linie 7-7 der Abb. 6, Abb.8 Ansicht einer Kurvenscheibe, Abb.9 Ansicht einer zweiteiligen Kurvenscheibe, die auf der entgegengesetzten Seite der in Abb. 8 gezeigten Kurvenscheibe angebracht ist, Abb. i o Querschnitt gemäß Linie i o- i o der Abb. 8, Abb. i z Seitenansicht eines Teils der Maschine, teilweise im Schnitt, von einer anderen Ausführungsform des Schmelztiegels und der zugehörigen Teile.
  • Abb. 12 Querschnitt durch die Maschine mit dem in Abb. i gezeigten Schmelztiegel, Abb. i3 Querschnitt des Ofens oder der Feuerbüchse gemäß Linie i3-23 der Abb. i, Abb. 1.4, 15, 16 und 17 Aufsicht, Seitenansicht, Vorderansicht und Rückansicht einer Maschine mit gewissen anderen Ausführungsformen, Abb. 18 Seitenansicht der Vorrichtung zum Abwischen des Metalls von dem Mundstück, Abb.19 Ansicht rechtwinklig zu Abb.18 mit denselben Teilen, Abb. 2o Querschnitt durch das Kupplungsgetriebe, Abb. 21 Querschnitt zwischen den Teilen einer Form, Abb. 22 Längsschnitt durch einen Schmelztiegel. In den Zeichnungen ist mit i das Bett oder der Rahmen der Maschine bezeichnet, an dessen Stirnseite eine Konsole beispiels# weise durch die L-förmigen Bolzen oder K1animern 2 befestigt ist. Die Konsole besteht aus einem Paar im Abstand voneinander angeordneter Knie oder Seitenteile 3 und einem unteren Querstück 4. Eine einstellbare Schraube oder Stütze 5 stützt das untere Querstück 4 und ermöglicht die lotrechte Einstellung der Konsole. Die Oberflächen der Seitenteile 3 bilden eine Bahn oder ein Gleis für die Rollen 6, die an der Plattform oder dem Wagen 7 sitzen, wodurch die Plattform leicht vor und zurück bewegt werden kann. Von der Plattform werden eine Anzahl herabhängender Bolzen 8 getragen. Auf jedem Bolzen sitzt ein Paar von schraubenförmigen Spannfedern 9, und die Bolzen dringen durch die Augen i o der Feuerbüchse oder des Ofens i i. Die Federn sind auf entgegengesetzten Seiten der Augen angebracht, so daß der Ofen nachgiebig an der hin und her gehenden Plattform angebracht ist und von Spannungen und Stößen bewahrt bleibt. Die Feuerbüchse oder der Ofen i i, der mit irgendeinem Brenner für flüssiges Öl oder brennbares Gas ausgerüstet sein 'mag, umgibt einen Schmelztiegel oder Behälter 12 für das Schmelzmetall und schließt ihn ein. Der Tiegel. erstreckt sich durch eine Öffnung in der Plattform 7 und ist mit einem ringförmigen Flansch versehen, der auf einer Schulter an der Öffnung der Plattform ruht (Abb. 12). Auf der Oberseite der Plattform und auf dem ringförmigen Flansch des Schmelztiegels liegend, sind Fußstücke 13 eines Paares von aufwärts gerichteten Stangen oder Säulen 14 aufgeschraubt. Die Säulen 14 tragen an ihren oberen Enden einen Luftzylinder 15. In dem Zylinder 15 geht ein Kolben 16 hin und her, dessen Kolbenstange 17 durch einen Stift 18 lösbar in dem Kopf i9 der Stange 2o befestigt ist. Das untere Ende der Stange 2o ist an dem Kreuzkopf 21 befestigt, der auf den Säulen 14 gleitet. Ein Tauchkolben 22 ist mit seinem oberen Ende abnehmbar an die untere Seite des Kreuzkopfes 21 angeschlossen und erstreckt sich in den Arbeitszylinder 23. In diesen tritt das geschmolzene Metall durch eine Öffnung 24 ein und wird dann durch eine Leitung 25 nach dem Mundstück abgeliefert oder ausgestoßen. Das Mundstück wird mit der Höhlung der Gußschalen in Verbindung gebracht, wenn die Schalenhälften 26 und 27 geschlossen sind. Die vordere Schalenhälfte 26 ist die bewegliche oder Deckelschale, während die Schalenhälfte 27 stillsteht oder am Rahmen der Maschine befestigt ist. Die Hälfte 27 kann mit entsprechenden Kernstücken und einer Ausstoßvorrichtung ausgerüstet sein, die von der Natur der zu erzeugenden Gußstücke abhängen.
  • Die Kraft zum Antrieb der verschiedenen Teile in geregelter Abhängigkeit voneinander wird von einer äußeren Kraftquelle entnommen, beispielsweise von einem nicht gezeichneten, ununterbrochen umlaufenden Motor, der eine Scheibe 28 antreibt. Die Scheibe 28 steht mit einer Kupplungsvorrichtung in Verbindung, die in dem Gehäuse 29 eingeschlossen ist und die Welle 3o in Drehung versetzen kann. Der Eingriff der Kupplung wird durch den Handhebe13 i geregelt. In einem Getriebekasten 32 ist ein Getriebe zur Übertragung der Drehung der Welle 3o auf eine Querwelle untergebracht. Die Querwelle trägt ein Ritzel32a, das in ein Paar von im Abstand zueinander angeordneten Zahnrädern 33 und 34 eingreift, die auf der Hauptwelle 35 befestigt oder aufgekeilt sind. Am Ende der Hauptwelle 3 5 ist eine Kurbel36 befestigt, an deren Kurbelzapfen das Ende eines Lenkers oder einer Stange 37 angelenkt ist. Die Stange 37 trägt in der Nähe ihres freien Endes eine Rolle 38, die auf der Oberfläche eines Halters 39 läuft, wenn sich die Hauptwelle dreht und infolgedessen die Stange hin und her schiebt. Wenn sich der Hub der Kurbe136 seinem vorderen Endpunkt nähert, trifft das Ende der Stange 37 auf einen seitlichen Stift oder Vorsprung 4o des Handhebels 31. Bei weiterer Bewegung wird der Hebel nach vorn geschwungen, wodurch die Kupplung ausgerückt oder gelöst und dadurch die Maschine stillgesetzt wird. Zu gleicher Zeit ist die Rolle 38 auf die geneigte Oberfläche 41 des Halters 39 aufgelaufen, wodurch die Stange 37 von dem Stift 40 freikommt. Infolgedessen kann der Handhebel von dem Arbeiter wieder in die Kuppelstellung eingerückt werden. Hervorzuheben ist, daß eine vollständige Umdrehung der Hauptwelle die verschiedenen Teile der Maschine in gegenseitiger Zusammenarbeit einen vollständigen Gießvorgang ausführen läßt. Es versteht sich, daß die Stange 37 fehlen kann, wenn gewünscht ist, daß die Maschine ununterbrochen durchläuft und die Arbeitsgänge zur Erzeugung eines Gußstückes nach dem anderen ohne Unterbrechung selbsttätig wiederholt. Durch das Eingreifen der Stange wird jedoch bewirkt, daß die Teile in derselben Stellung zur Ruhe kommen, nachdem die Maschine einen einzigen Arbeitsgang durchgeführt hat, wodurch es dem Arbeiter ermöglicht wird, fertige Gußstücke aus der Maschine zu entfernen. Der Arbeiter kann dann die Maschine wieder für einen anderen Arbeitsgang einschalten, indem er den Handhebel in die Einrückstellung der Kupplung bringt. Die inneren oder benachbarten Oberflächen der in Abstand voneinander stehenden Zahnräder 33 und 34 sind mit sich entsprechenden Kurvennuten 45 (Abb. 8) versehen. Ein schwingbarer Hebel 46 ist am Rahmen der Maschine bei 47 drehbar gelagert und steht zwischen den beiden Zahnrädern. An den beiden entgegengesetzten Seiten trägt der Hebel ein Paar von Laufrollen, die in die Kurvennuten eingreifen und bei der Drehung der Zahnräder eine Hinundherbewegung des Hebels hervorrufen. An dem Zapfen 48 am oberen Ende des Hebels 46 ist ein Jochglied 49 angelenkt, außerdem ein Paar von Lenkern 5o. Das Jochglied 49 besitzt einen mit Schraubengewinde versehenen Schaft 51, auf dem ein Kissen oder Buffer 52 sitzt, der vorzugsweise aus einem Gummiblock oder ähnlichem nachgiebigen Stoff besteht. Der Schaft 5 i durchdringt ein Querhaupt 54 und ist dort durch Muttern 53 befestigt. Zum Tragen des Gewichtes der Stange und um gleichzeitig ihre Hinundherbewegung zu ermöglichen, ist der Lenker 55 vorgesehen, der bei 56 am Rahmen i .gelenkig gelagert ist und bei 57 an das Querhaupt angeschlossen ist. Kuppelstangen 58 verbinden das Querhaupt mit dem Wagen oder der Plattform 7 und übertragen die Bewegung des Hebels 46 unmittelbar auf diese.
  • Die Lenker 5o sind durch einen Gelenkbolzen mit dem Kopf 59 verbunden, der auf das Ende der Stange 6o aufgeschraubt ist, die mit der Stange 61 aus einem Stück gebildet ist. Das entgegengesetzte Ende der Stange 61 gleitet in dem Lager 62. Die Bewegung der Stange 61 wird durch ein geeignetes ül;ersetzungsgetriebe auf das Querhaupt 63 übertragen, welches an den Enden der Stangen 64 befestigt ist, welche die Dekkelschalenhälfte 26 an ihren entgegengesetzten Enden erfassen. Im vorliegenden Beispiel besteht das übersetzungsgetriebe aus einem Satz von Kniehebeln, die oberhalb und unterhalb der Stange 61 angeordnet sind. Senkrecht durch die Stange erstreckt sich der Stift 66, der als Drehpunkt der Platten 67 und 68 dient. Die Lenker 69 und 70 verbinden die entsprechenden Platten mit festen Teilen der Maschine, während die Lenker 71 und 7 2 die betreffenden Platten an das Querhaupt 63 anschließen. Eine Rückwärtsschwingung des Hebels 46, also in Abb. i und 2 nach links, läßt die Kniehebel ausschwingen und hat das Bestreben, die Lenker 69 und 71 sowie 70 und 7 2 in gestreckte Lage zu bringen, wodurch die Kraft der Bewegung stark vergrößert und der dichte Schluß oder ein Zusammenklemmen der Schalenhälften herbeigeführtwird. Im selbenAugenblick ist natürlich die Bewegung zu Ende, und da die Plattform, die den Ofen und Schmelztiegel trägt, unmittelbar mit dem schwingenden Hebel verbunden ist, geht - ihre -Bewegung schneller und um eine größere Strecke vor sich. Infolgedessen ist das Bewegungsverhältnis derart, daß das Mundstück des Schmelztiegels völlig frei weg von der Deckelschale bewegt wird, wenn sich die Schalenhälften trennen. Dabei ist das Bewegungsmaß des Mundstückes gegenüber dem Bewegungsmaß der Deckelschale während der anfänglichen Öffnungsbewegung am größten, ebenso wie während der endgültigen Schließbewegung der Schalenhälften.
  • Auf der entgegengesetzten Seite oder Oberfläche des Zahnrades 33 ist die Kurvenscheibe 75 etwa durch Dübelbolzen befestigt. Die Kurvenscheibe wird zweckmäßig in zwei Hälften hergestellt, wie Abb. 9 zeigt. In der Kurvennut 76 läuft eine Rolle, die an dem Winkelhebel 77 sitzt. Dieser ist durch den Lenker 78 an dem Arm 79 auf der Schwingwelle 8o angeschlossen. Auf dem Ende der Schwingwelle 8o ist der Arm 81 befestigt, der durch eine Kuppelstange 82 mit dem Arm 83 auf der Welle 84 verbunden ist. Auf dieser Welle sitzt der Ventilkörper 85 in dem Gehäuse 86. Der Ventilkörper 85 hat zwei ausgeprägte Stellungen, in die er durch die Bewegung der Rolle des Kniehebels 77 11 der Kurvennut 76 bei einer Umdrehung der Hauptwelle gebracht wird. Bei der in Abb. 6 und 7 gezeichneten Stellung wird Luft oder Flüssigkeit unter Druck, die von einem Druckbehälter 87 durch die Leitung 88 zugeführt wird, in den Hohlraum oder die Kammer 89 in dem Ventilgehäuse eingelassen und gelangt durch eine Öffnung 9o in dem Ventilkörper 85 in eine Kammer 9i, die durch einen biegsamen Schlauch oder eine Leitung 92 mit der Seite des Zylinders 15 unterhalb des Kolbens 16 verbunden ist. Der Druck sucht den Kolben nach oben zu schieben. Beim Ansteigen des Kolbens entweicht die Luft über ihm durch den biegsamen Schlauch oder die Leitung 93, die mit der Kammer 94 in dem Ventilgehäuse in Verbindung steht. Diese Kammer steht jetzt mit einer Nut 95 in dem Ventil in Verbindung, die stets an die Außenluft durch die Kammer 96 und das Rohr 97 angeschlossen ist. Bei der anderen Stellung des Ventilkörpers 85 wird die Öffnung 9o mit der Kammer 94 in Deckung gebracht, und die Nut 95 setzt die Kammer 9 i mit der Außenluft in Verbindung. In diesem Falle wirkt das Druckmittel auf die Oberseite des Kolbens, während der Raum unterhalb des absteigenden Kolbens an den Auslaß angeschlossen ist.
  • Aus dem Gesagten ergibt sich, daß durch die Einrückung der Kupplung eine selbsttätige Bewegung der Maschine durch einen gegebenen Kreislauf hervorgerufen wird, wobei die Antriebskraft durch das Zahnradgetriebe, die Kurvenscheibe und die Lenkerverbindungen das Öffnen und Schließen der Schalenhälften, die Bewegung des Ofens und Schmelztiegels gegenüber den Schalenhälften und den Hinundhergang des Tauchkolbens herbeiführt, wodurch eine Ladung von geschmolzenem Metall in die Schalenhöhlung eingedrückt wird, alles in genauer zeitlicher Abstimmung.
  • Der Schmelztopf oder Tiegel mit dem Tauchkolben und dem Druckzylinder eignet sich besonders bei der Anwendung eines Metalls, das bei niedriger Temperatur schmilzt, z. B. Zinn, Blei und Zink. Es gibt jedoch auch gewisse Metalle, z. B. Aluminium, bei denen das Druckmittel unmittelbar dem Metallbad zugeführt werden muß, da die Metalle das Bestreben haben, den Kolben anzufressen. Für die Anwendung solcher Metalle ist die in Abb. i i veranschaulichte Ausführungsform geeignet. In diesem Falle ist das Zahnrad 34. auf seiner äußeren Oberfläche mit einer Platte i oo versehen, die der Platte 75 und dem Zahnrad 33 entspricht. Ein Winkelhebel i o i trägt eine Rolle, die in die. Kurvennut 102 in der Platte ioo eingreift, so daß der Winkelhebel bei der Drehung der Hauptwelle 3 5 in Schwingung versetzt wird. Diese Bewegung wird durch den Lenker i o3 auf einen Winkelhebel i 0q. übertragen, der durch eine Stange io5 mit einem Hebel io6 gekuppelt ist. Dieser ist bei io7 an dem Ventilgehäuse io8 angelenkt. In dem Gehäuse i o8 sind zwei Ventile i o9 und i t o eingeschlossen, deren Ventilstangen aus dem Gehäuse herausragen und Spannfedern i i i und i 12 tragen, welche die Ventile zu schließen suchen. Bei der Schwingung des Hebels i o6 in die in Abb. i i gezeichnete Stellung legt er sich gegen den Schaft des Ventils io9, wodurch dieses entgegen seiner Federspannung geöffnet wird und das Druckmittel aus der Druckleitung 113 durch den biegsamen Schlauch i i q. nach dem Oberteil des Schmelztiegels i 15 fließen iäßt. Hier wirkt das Druckmittel gegen das geschmolzene Metall im Tiegel und drückt dieses durch die Auslaßleitung i 16 und das mit der Höhlung in den Schalenhälften verbundene Mundstück hinaus. Schwingt der Hebel io6 in die entgegengesetzte Stellung, so schließt sich das Ventil i o9, während sich das Ventil i i o öffnet und den Druck herabsetzt, indem es die Luft oder das Druckmittel in die Außenluft entweichen läßt. An Stelle des vorhin beschriebenen Tauchkolbens ist hier ein Ventil oder ein Verschlußglied 117 an einer Öffnung i 18 im Oberteil des Schmelztiegels vorgesehen. Die Hinundherbewegung des Kolbens 16 in dem Zylinder 15 öffnet und schließt bei diesem Ausführungsbeispiel das Ventil 1i7 in L bereinstimmung mit der Druckzufuhr auf den Inhalt des Schmelztiegels. Der Zweck des Ventils oder des Verschlußgliedes ist doppelt. Zunächst ermöglicht es, Rohblöcke oder Zusatzmetall in den Schmelztiegel einzuführen und die Ladung zu vervollständigen. Zweitens unterstützt es die Wirkung des Ventils i i o bei der Entspannung des Druckes, nachdem eine Metalladung ausgestoßen ist. Dieser Umstand ist als eine Sicherung gegen Beschädigung des Arbeiters durch Verspritzen heißen Metalls gedacht, nachdem das Mundstück sich von den Schalenhälften wegbewegt, für den Fall, daß der Druck noch nicht ganz durch das Öffnen des Ventils i io verschwunden sein sollte, oder für den Fall, daß etwas Metall in den Schlauch hineingespritzt oder eingesaugt werden sollte, der oben am Schmelztopf befestigt ist und so verstopft werden könnte.
  • Die Auslaßleitung i 16 ist nicht, wie es bisher üblich war, als ein Stück des Schmelztiegels gebildet, sondern sie ist als eine abnehmbare und austauschbare Einheit an dem Schmelztiegel durch einen oder mehrere Schraubenbolzen i ,o befestigt. Diese Einheit umfaßt das Mundstück 121 und die herabhängende Verlängerung oder den Hals i22. Diese Anordnung wurde als besonders vorteilhaft befunden, da sie einen leichten Ersatz der Einheit im Falle ihrer Beschädigung durch Anfressung oder aus anderen Gründen ermöglicht, ohne daß der Ofen oder der Schmelztiegel und die zugehörigen Teile betroffen werden. Außerdem wird dadurch die Notwendigkeit beseitigt, daß man eine Anzahl. von Ersatztiegeln vorrätig halten muß, um für einen solchen Notfall gerüstet zu sein, wodurch die Betriebskosten herabgesetzt und Lagerkosten erspart werden.
  • In gewissen Fällen, wo die Form der Gußstücke verhältnismäßig große Schalenhälften erfordert, mag es erwünscht sein, ein Paar von Kuppelstangen 64. zu beiden Seiten des Lagerblockes in senkrechtem Abstand übereinander anzuwenden, wie es Abb. i i zeigt, an Stelle der in früheren Abbildungen gezeigten Anordnung. Der Lagerblock 123 in Abb. i i ist so gebaut, daß er entweder ein einziges Paar von Verbindungsstangen, wie zuvor beschrieben, oder zwei Paare von Stangen, so wie gezeichnet, zuläßt. Dadurch wird die Brauchbarkeit der Maschine erhöht, indem sie der Art der vorzunehmenden Arbeit angepaßt ist. Jedes Paar der lotrecht übereinanderliegenden Stangen ist durch ein Querstück 124 verbunden, an dem ein finit Schraubengewinde versehener Schaft 125 sitzt, der sich durch das Querhaupt 63 erstreckt und dort mit einstellbaren Muttern 126 befestigt ist. Infolgedessen ist die Einstellung von vier Verbindungsstangen wesentlich dieselbe wie bei zwei Stangen, wodurch manche Schwierigkeit in der genauen Ausrichtung der Schalenhälften vermieden wird.
  • Beim Betrieb kann sich geschmolzenes 'Metall an dem Mundstück und an der Mündung der Schale festsetzen. Dagegen ist eine selbsttätige Wischvorrichtung erwünscht, die das an den Oberflächen angesammelte Metall abwischt, wenn sich das Mundstück von der Schale wegbewegt. Diesem Zweck dient die in Abb. 18 und i 9 dargestellte Einrichtung.
  • Ein winkliger Längsschlitz i3o ist am Maschinenrahmen vorgesehen. Die bewegliche Plattform trägt in der Nähe des Mundstückes eine hin. und her gehende Stange 131. Das untere Ende der Stange besitzt eine Rolle 132, die sich in dem Schlitz 130 bewegt. Geht die Plattform hin und her, so bewegt sich die Rolle in dem Winkelteil des Schlitzes auf und ab, ivie aus Abb. i9 hervorgeht. Dabei setzt sie einen U'inkelhebel 133, der bei 134 drehbar gelagert ist, in -Schwingungen. Die Welle des Winkelhebels trägt einen Arm 135 mit einem Wischer 136, der sich über die Auslaßöfnung bewegt, die in Abb. 18 punktiert gezeichnet ist.
  • Die Ausführungsform gemäß Abb.14 bis 17 ist besonders zweckmäßig, um die Bewegungen der verschiedenen Teile in genauer zeitlicher Abstimmung herbeizuführen. Bei dieser Maschine erfolgt die Kraftzufuhr durch einen Riemen 137 (Abb. 14) zu einer Scheibe 138. Die Scheibe trägt ein antreibendes Ke-U a lglied 140 einer Kupplung (Abb. 2o). Das getriebene Kuppelglied 141 ist auf der Welle 139 gleitbar, aber nicht verdrehbar, wozu ein Federkeil 142 vorgesehen ist. Das Kuppelglied 141 wird von der drehbaren Hülse 143 umhüllt, die Vorsprünge oder Stifte 144 besitzt, die sich in eine Ringnut in der Muffe des Kuppelgliedes erstrecken, wodurch das Glied und die Hülse gegen axiale Bewegung zusammengehalten werden. Die Hülse trägt ferner einen Stift 145 (Abb. 17), der sich in dem gekrümmten Schlitz 146 eines festen Gehäuses 147 bewegen kann. Zum Einrücken der Kupplung mit der Hand wird ein hin und her gehendes Glied 148 von einem Hebel 149 und dem Lenker i 5o bewegt. Das Glied 148 ist mit mehreren Zähnen 151 versehen, die in entsprechende Zähne auf der Hülse 143 eingreifen. Durch eine Verstellung des Hebels 149 wird die Hülse 143 gedreht. Diese Drehung wird durch den Stift und Schlitz i,15, 1.16 in eine Verschiebung umgewandelt, wodurch die Kupplung zum Antrieb der Welle 139 eingerückt wird.
  • Die Welle 139 trägt an ihrem anderen Ende ein Ritzel 152, das in ein Zahnrad 153 eingreift. Dieses Zahnrad sitzt auf einer Welle :54, auf deren anderem Ende ein Ritzel i55 siezt, das eine Welle i 56 durch Eingriff in ein Zahnrad 157 antreibt. Auf dtn.1 Ende der Welle i 56 sitzt ein Ritzel i 58, «-elches ein großes Zahnrad i 59 antreibt, das auf einer Querwelle 16o angeordnet ist. Auf der Welle 16o sind die angetriebenen Glieder 16i und 162 befestigt. Diese Glieder 15 9, 16i und 162 dienen dazu, um die verschiedenen Teile der Maschine anzutreiben, wie jetzt erläutert wird.
  • Auf der Vorderseite des Rades 159 ;gemäß zi.bb.15) ist eine Kurvennut angebracht, in der eine Rolle 163 läuft. Diese Rolle wird von einem Hebef 164 getragen, der am Maschinenrahmen bei 165 angelenkt ist, und der an seinem oberen Ende mit einem Lenker 166 gelenkig verbunden ist. Das vordere Ende des Lenkers 166 ist an ein Querhaupt 16; angelenkt, das von den Enden der drehbaren Arme 168 getragen wird. Von den Enden des Querhauptes 167 erstrecken sich nach vorn die Lenker 169, die an der beweglichen Plattform (Abb. 15) angeschlossen sind. Zwischen das Gelenkende des Hebels 164 und dem Lenker 166 ist ein Gummiblock 17o eingeschaltet. Wird das bewegliche Glied so bewegt, daß sich das Mundstück in seine Arbeitsstellung verschiebt, so bewirkt der Gummipuffer 17o einen festen Sitz zwischen dem Schmelztiegel und den Schalenhälften und gleicht jede Änderung in der Ausdehnung der heißen Teile aus, die zusammengebracht werden sollen. Das nachgiebige Mittel kann auch ein anderes sein als ein Gummiblock, jedoch wird ein solcher wegen seiner größeren Zuverlässigkeit bevorzugt. In eine Kurvennut auf der anderen Seite des Zahnrades 159 greift eine Rolle 171 ein, die an dem in einer Schwalbenschwanznut gleitenden Glied 172 angebracht ist. Dieses Glied i72 schiebt ein Querhaupt i?; hin und her, von dessen Enden Stangen 174 ausgehen, die durch Führungen 17 5 treten und die vordere Schalenhälfte für das Gußstück tragen.
  • Der Hebel 176 (Abb. 15) wird um seinen Drehpunkt 178 durch eine an seinem oberen Ende befindliche Rolle 179 gedreht, die sich in einer Kurvennut des Treibgliedes 161 bewegt. Durch eine am unteren Ende des Hebels 176 angeschlossene Kuppelstange i8o wird ein Winkelhebel 181 gedreht, der an einer Stange i82 eine lotrecht hin und her gehende Bewegung erteilt. Diese Stange ist an das Ende eines Querstückes 183 angeschlossen. Das andere Ende des Querstückes kann an eine ähnliche lotrechte Stange angeschlossen sein, die durch ein Schwingglied auf, der anderen Seite der 'Maschine, entsprechend dem Winkelhebel 181, angetrieben wird, so daß das Querstück 183 genau bewegt wird. Das Querstück 183 hat die Aufgabe, einen Kern 184 aus der vorderen oder beweglichen Schale zu entfernen. Um einen lotrechten Kern 185. aus seiner Stellung zu heben, die teils in die feste, teils in die bewegliche Schalenhälfte eingreift, ist ein Winkelhebel 186 vorgesehen, der durch einen Lenker 187 bewegt wird (Abb. 22). Die Rolle 188 läuft in einer Kurvennut des getriebenen Gliedes 162 und versetzt einen Hebel 189 in Schwingungen. Dieser Hebel liegt fast unmittelbar hinter dem Hebel 176; man erkennt ihn aus den punktierten Linien- in Abb. 15. Der Hebel 189 ist durch einen Lenker 19o mit dem Kurbelarm 191 verbunden. Dieser Kurbelarm versetzt die Welle 192 in Schwingungen, auf der die aufwärts gerichtetenArme 193 befestigt sind, welche das Querhaupt 194 tragen. Aufwärts von dem Querhaupt 194 ragt ein Arm 195, der an seinem oberen Ende an den Lenker 187 angeschlossen ist. Dieser treibt, wie schon erwähnt wurde, den Winkelhebel 186. Das Querhaupt 194 hat ebenfalls einen herabhängenden Arm 196, der in Abb. 15 punktiert gezeichnet ist. Von dem unteren Ende des Armes 196 erstreckt sich ein Lenker 197 nach vorn, der einen Kern bewegt, der waagerecht in die Schale eintritt. Die Bewegung kann durch eine Kurbel 198 übertragen werden, die das vordere Ende der Stange 197 an eine lotrechte Welle 199 anschließt. Diese Welle kann den Kern waagerecht durch ein Ritzel und eine Zahnstange hin und her gehen lassen. In Abb. 21 ist diese Einrichtunj gezeichnet, wobei das waagerechte Kernglied mit Zoo und das Ritzel auf der lotrechten Welle mit 201 bezeichnet ist.
  • Mit dem Querhaupt 194 bewegt sich ein Gleitstück 2o2, das durch eine hindurchgehende Bahn ein Pendelglied führt, welches mit einem Tauchkolben und Ausstoßstiften vereinigt ist, wie noch beschrieben wird.
  • In Abb. 17 erkennt man eine Welle 203 mit einer Kurbel-o4. Die Rolle am Ende dieser Kurbel läuft in einer Kurvennut 2o5 auf dem Mantel des Gliedes 162. Die regelmäßigen Drehbewegungen der Welle 203 werden durch Kette 207 und Kettenräder auf eine Welle 2o6 übertragen. Die Drehbewegungen der Welle 2o6 treiben das Ventil 86 an, welches die Hinundherbewegungen des Kolbens in dem Zylinder für geschmolzenes Metall hervorruft, wie schon geschildert wurde.
  • Mit 2o8 ist eine andere Rolle bezeichnet, die in eine Kurvennut auf der Rückseite des Gliedes 162 eingreift. Diese Rolle 2o8 ruft die Hinundherbewegung einer Stange 2o9 hervor in derselben Weise, wie die Rolle 171 die Stange 172 bewegt. Die Stange 172 schwingt durch eine Kurbel 21o die Welle 211 hin und her, die ein Ritzel212 trägt, das in die erwähnte Zahnstange 21 3 eingreift. Wie schon gesagt, gleitet diese Zahnstange in dem Glied 2o2, das sich mit dem Querhaupt 194 bewegt. Das Glied 2o2 ist so ausgeschnitten, daß der Eingriff des Ritzels und der Zahnstange möglich ist. Die Bewegung der Zahnstange ruft die Bewegung des mit ihr verbundenen Kolbens 214 hervor, der Stifte 215 trägt, die sich so bewegen, daß sie das Gußstück aus der Form ausstoßen, nachdem die Hälften der Formen sich voneinander getrennt haben.
  • Auf dem Ende der Hauptwelle (Abb.14 und 15) ist ein Arm 216 befestigt, an den die Stange 217 gelenkig angeschlossen ist. Die 'Stange 217 wird zwischen aufwärts gebogenen Lappen an einen Halter des Rahmens geführt. Die Stange 217 trägt eine Rolle 219, die auf einen waagerechten Teil 22o des Halters laufen kann. An der Stange 217 ist ferner eine Nut 221 vorgesehen, die an einen Lappen 222 an dem. getriebenen Kupplungsglied 141 angreift, während die Stange sich hin und her bewegt. Die Anordnung ist so getroffen, daß bei,einerDrehung derHauptwelleim Uhrzeigersinne während der Vorwärtsbewegung der Stange 217 diese den'getriebenen Kuppz#lteil erfaßt und durch dessen Drehung und Hinundherbewegung infolge der Wirkung des Schlitzes 146 und des Stiftes 145 die Kupplung ausrückt, nachdem die Maschine ein Gußstück gebildet und die Schalen geöffnet hat. Nachdem die Kupplung ausgelöst ist, läuft die Rolle 219 waagerecht auf dem Halter 218 und hebt die Stange von der Kupplung ab. Die Vorrichtung ist außer Eingriff, bis eine neue Verstellung des Hebels 149 mit der Hand erfolgt. Es sei daran erinnert, daß die gewöhnliche Vorrichtung zum Ausrücken der Kupplung beim Ausrücken ebenfalls die Zahnstange 148 in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Will also der Arbeiter die Maschine wieder anlassen, so kann der Hebel 149 von neuem vorwärts geschwungen werden, um die Maschine einzurücken. Wird die Stange 217 von der Maschine entfernt oder wird sie in eine unwirksame Stellung zurückgeschwungen, so fährt die Maschine ununterbrochen fort, selbsttätig Gußstücke, eins nach dem anderen, herzustellen. Ist die Stange 217 in Arbeitsstellung, so geht der selbsttätige Betrieb nur für einen einzigen Kreislauf von Arbeitsverrichtungen vor sich, und nach jedem Kreislauf muß der Arbeiter die Teile wieder durch die Bewegung des Hebels 149 einrülzken.
  • Die Arbeitsweise der Maschine möge kurz beschrieben werden: Es werde angenommen, daß der Ofen in Stellung und der Schmelztiegel Mit geschmolzenem Metall beschickt ist sowie daß die Schalenhälften voneinander getrennt und die Kerne entfernt sind. Der Arbeiter legt jetzt den Hebel 149 nach rechts um in die durch Abb. 15 veranschaulichte Stellung. Dadurch wird das angetriebene Kuppelglied i-li in die Eingriffstellung mit dem treibenden Kuppelglied i 4o verschoben. Das Zahnradgetriebe fängt an zu laufen und setzt die treibenden Teile 159, 16 i und 162 auf der Welle i 6o in Drehung. Durch die beschriebene Einrichtung wird die vordere Schalenhälfte zurückgezogen, bis sie in Anlage an die feste hintere Hälfte kommt. Die verschiedenen Kerne werden in die Schale eingeschoben. Die Plattform mit dem Schmelztiegel wird rückwärts bewegt und bringt das Mundstück in Eingriff mit der Mündung der Schale. Das Ventil für die Druckluft wird verstellt, so daß sich der Tauchkolben bewegt und eine Ladung von geschmolzener Flüssigkeit in die Schale treibt. Auf diese Weise wird das Gußstück gebildet und gleichzeitig gekühlt. Man kann, wenn es gewünscht wird, Wasserkühlung anwenden, indem die Schalen mit einem Mantel versehen werden und Kühlflüssigkeit durch das Rohr 223 zugeleitet wird.
  • Bei weiterer Drehung der getriebenen Glieder entfernen sich darin die Kerne aus der Schale. Es hebt sich der Tauchkolben, wodurch eine neue Ladung in den Zylinder gelassen wird. Die Plattform geht nach vorn. Das an dem Mundstück und der Mündung der Schale klebende Metall wird abgewischt, und die vordere Schalenhälfte bewegt sich von der hinteren weg. Die Ausstoßstifte auf ihrem Kolben stoßen alsdann das Gußstück aus der Schale heraus. Ist jetzt die Stange 217 nicht in Gebrauch, so wiederholt sich der Kreislauf. der Arbeitsvorgänge und wird so lange fortgesetzt, bis der Hebel 149 die Bewegung des angetriebenen Kuppelteiles 141 umkehrt und die Maschine stillsetzt. Ist dagegen die Stange 2 i 7 in Stellung, wie in Abb. 15 gezeigt ist, so kuppelt die Stange 217 nach Vollendung eines Kreislaufes von Arbeitsvorgängen die Maschine von ihremAntrieb ab. Um sie wieder neu in Betrieb zu setzen, muß der Arbeiter den Hebel 149 umlegen.
  • Die verschiedenen Einrichtungen werden also alle in genauer zeitlicher übereinstimmung zueinander betrieben, und die Maschine kann selbsttätig laufen öder bei Anwendung der Stange 217 nach jedem vollendeten Arbeitskreislauf selbsttätig stillstehen.
  • Die Krümmungsnuten des Zahnrades 159 (Abb. i5), in denen die Laufrollen 163 und 171 angeordnet sind, weichen voneinander ab. Infolge dieser Verschiedenheit der Kurvenführungen können die gegenseitigen Bewegungen des beweglichen Schalengliedes und der aus Ofen und Tiegel bestehenden Einheit verändert werden, so daß die Wirkung zunächst dieselbe ist, wie sie durch das Kniehebelgetriebe der Abb. i bis 1q. herbeigeführt wird. Es kann also auch hier die Anordnung so getroffen werden, daß sich die aus Ofen und Tiegel bestehende Einheit schneller und um ein größeres Maß gegenüber der festen Scheibe bewegt, als es die bewegliche Scheibe tut.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schalengußmaschine mit einem feststehenden Schalenglied, einem beweglichen Schalenglied und einem die Schmelzladung enthaltenden Tiegel, der in bezug auf die Schalenglieder beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Schalenglied in der Mitte zwischen dem festen Schalenglied und dem Tiegel angeordnet ist, wobei der Tiegel mit dem Schmelzofen eine bewegliche Einheit bildet, die so angeordnet ist und angetrieben wird, beispielsweise durch ein Kniehebelgetriebe, daß sie sich schneller und um eine größere Strecke als das bewegliche Schalenglied gegenüber dem festen bewegt. a. Maschine nach Anspruch i mit einem Kniehebelgetriebe und einer Antriebsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Ofen und Tiegel bestehende Einheit unmittelbar an das Antriebsmittel, dagegen das bewegliche Schalenglied an dieses Antriebsmittel unter Zwischenschaltung des Kniehebelgetriebes angeschlossen ist. 3. Maschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Ofen und Tiegel bestehende Einheit einstellbar und vorzugsweise abnehmbar angeordnet ist, beispielsweise mit Hilfe von Bolzen und Federn, so daß die Einheit genau gegenüber der Spritzöffnung eingestellt werden kann. ¢. Maschine nach einem der Ansprüche i bis 3, wobei die aus Ofen und Tiegel bestehende Einheit auf einem Rahmen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen beweglich und lotrecht einstellbar ist, beispielsweise mittels Schlittens und Klemmbolzen. 5. Maschine nach einem der Ansprüche i bis q. mit einem Kniehebelgetriebe zwischen dem beweglichen Schalenglied und dem es antreibenden Glied, dadurch gekennzeichnet, daß das Kniehebelgetriebe ein Paar Winkelhebel umfaßt, die mit einem Ende an das antreibende Glied angelenkt sind, und an deren anderen Enden sowie in mittleren Punkten Lenker angeschlossen sind, die mit ihren freien Enden an den beweglichen Träger des Schalengliedes bzw. an einen festen Träger angeschlossen sind. 6. Maschine nach einem der Ansprüche i bis 5 mit einer selbsttätigen Ausstoßvorrichtung, die im Takt mit der Maschine arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstoßvorrichtung Stifte an sich bekannter Art umfaßt, die in dem festen Schalenglied angeordnet sind. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bewegungen der Schalenglieder und des Tiegels selbsttätig im richtigen Takt geregelt werden und wobei der Ausstoß der Ladung aus dem Tiegel durch einen Kolben oder eine ähnliche Vorrichtung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeit des Kolbens durch die taktgemäße Bewegung von Luftventilen gleichfalls selbsttätig hervorgerufen wird. B. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Ausstoß der Ladung aus dem Tiegel in die Höhlung der Schalen selbsttätig geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Tiegel selbsttätig aufgehoben wird, wenn die volle Ladung ausgestoßen ist, um nötigenfalls eine Nachfüllung des Tiegels zu erleichtern. 9. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer selbsttätig betriebenen Ke111anordnung, gekennzeichnet durch einen in dem festen und dein beweglichen Schalenglied angeordneten Kern, der durch von Kurbeln o. dgl. angetriebene Kurvenscheiben im gegel)erien Augenblick bewegt wird. i o. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die selbsttätige Aufeinanderfolge der Arbeitsvorgänge durch eine Kupplung geregelt und immer nur für einen einzigen Arbeitsgang hervorgerufen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung von einem Kurbelarm auf der Hauptantriebswelle ausgerückt wird, der am Ende einer jeden Umdrehung der Welle auf eine Vorrichtung schlägt, welche die Ausrückung herbeiführt. i i. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein nachgiebiges, die Ausdehnung ausgleichendes Glied zwischen der aus Ofen und Tiegel bestehenden Einheit und 'der Antriebsvorrichtung, so daß ein fester Sitz der Düse auf der Spritzmündung herbeigeführt wird. 12. Selbsttätig betriebene Schalengußmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Wischvorrichtung, die selbsttätig die Spritzmündung nach jeder Einspritzung abwischt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE904463C (de) * 1949-04-13 1954-02-18 Rudolf Raetzer Spritzgussvorrichtung fuer warmformbare Kunststoffe
DE973314C (de) * 1949-12-13 1960-01-21 Rudolf Raetzer Spritzgussmaschine mit einer um eine waagerechte Achse kippbaren Formschliesseinheit

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DE904463C (de) * 1949-04-13 1954-02-18 Rudolf Raetzer Spritzgussvorrichtung fuer warmformbare Kunststoffe
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