DE514396C - Stallstreumittel - Google Patents

Stallstreumittel

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DE514396C
DE514396C DEN28234D DEN0028234D DE514396C DE 514396 C DE514396 C DE 514396C DE N28234 D DEN28234 D DE N28234D DE N0028234 D DEN0028234 D DE N0028234D DE 514396 C DE514396 C DE 514396C
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barn litter
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Housing For Livestock And Birds (AREA)

Description

  • Stallstreumittel Bei der Stalldüngung kann bekanntlich nur ein kleiner Teil des Jauchestickstoffs und der anorganischen Salze dem Boden zugeführt «erden. Der Verlust an anorganischen Salzen ist auf die geringe Aufsaugefähigkeit der gebräuchlichen Strohstreu zurückzuführen, die Stickstoffverluste werden hauptsächlich durch Verdunstung des Ammoniaks und durch die denitrifizierende Wirkung von Mikroorganismen bedingt. Bei Verwendung aufsaugefähiger Materialien, wie Torfstreu und Torfmull, hat man bei Feldversuchen eine Steigerung der Wirkung des Stalldüngers feststellen können.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein bei der industriellen Holzverzuckerung in größeren Mengen anfallendes Abfallprodukt ein in mehrfacher Hinsicht vorzüglich geeignetes Stallstreumittel ist. Es ist dies der Ligninrückstand, der beim Aufschließen von Holz mittels Mineralsäuren zwecks H_vdrolvse der Cellulose entstellt. Dieses Lignin ist ein hochporöser Stoff, der nach dem Austrocknen zerfällt und durch Stampfen beliebig weit zerkleinert werden kann. Es enthält von der vorangegangenen Behandlung mit Säure her auch noch Säurerückstände und vereinigt also die gewünschte physikalische Eigenschaft hoher Aufsaugefähigkeit mit der chemischen Eigenschaft der sauren Beschaffenheit. Die erdige Form des Lignins ermöglicht ein günstiges Ausstreuen bei der Feldbestellung. Von den Bodenbakterien wird es nur langsam angegriffen, und für die denitrifizierenden Mikroorganismen ist es ein wesentlich ungünstigerer Nährboden als z. B. Strohstreu.
  • Es ist bereits bekannt, an Humussäure reiche Braunkohle zur Aminoniakbindung zu verwenden. Zu demselben Zweck hat man auch Sägemehl oder andere cell,ulosehaltige Stoffe, wie Torf, Häcksel usw., mit Bisulfaten oder Abfallschwefelsäure versetzt. Bei der Abwasserreinigung mittels Chemikalien wurde auch al'kal,isierte Cellulose zugegeben. Das aus Ligninrückständen bestehende Stallstreumittel der vorliegenden Erfindung ist aber weder Braunkohle nodli ein cellulosehaltiger Stoff und diesen vorbenutzten Stoffen schon deshalb technisch und wirtschaftlich überlegen, weil u. a. die Aufsaugefähigkeit des Ligninrückstandes z. B. die der Braunhöhle um ein Vielfaches übertrifft. Außerdem ist er ein wirkliches Abfallprodukt, das so verwendet werden kann. wie es in der Industrie anfällt.
  • Andererseits hat man auch schon Sulfitablauge, den Abfall der Cellulosefabriken, und entzuckerte Sulfitablauge zur Pflanzendiingung herangezogen: Nach der vorliegenden Erfindung bandelt es sich aber in erster Linie um die Benutzung eines als Stallstreumittel geeigneten Stoffes, der dann außerdem noch zur -Konservierung der für die Düngung wertvollen Stoffe dient.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Stallstreumittel, bestehend aus den bei der Aufschließung von Holz mittels Mineralsäuren anfallenden Ligninrückständen.
DEN28234D 1927-12-28 1927-12-28 Stallstreumittel Expired DE514396C (de)

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