DE51189C - Verfahren zur Herstellung von Sprenggelatine in dünnen Drähten behufs Verwendung derselben als Patronenbesatz - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Sprenggelatine in dünnen Drähten behufs Verwendung derselben als PatronenbesatzInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
als Patronenbesatz.
Die1 Explosivstoffe, welche unter dem Namen
»Sprenggelatine« bekannt sind, bestehen gröfstentheils aus Nitroglycerin, in welchem Nitrocellulose
aufgelöst ist. Oefters sind sie auch mit anderen Ingredienzien gemengt. Derartige
Sprengstoffe sind zum Sprengen sehr geeignet infolge ihrer »brisanten« Explosion; sie sind
, aber nicht gut zu Patronen verwendbar, da hierfür Explosivstoffe nöthig sind, die eine mehr
schleudernde als brisante Kraft ausüben.
Es ist vorgeschlagen worden, den oben erwähnten Ingredienzien Körper beizumengen,
die von neutraler Natur sind, wie z. B. Campher, wodurch die Schnelligkeit der Verbrennung
reducirt und somit die Explosivstoffe zum Schiefsen verwendbar gemacht werden sollen.
Wenn aber dieser neutrale Zusatz flüchtiger Natur oder sonst geneigt ist, sein Volumen
oder seine Beschaffenheit zu ändern, so ist der Explosivstoff nicht genügend beständiger Natur
um ■—· falls er selbst längere Zeit 'hindurch aufbewahrt wird — völlig zuverlässig beim
Gebrauch zu sein.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf Mittel zur Behandlung von Sprenggelatine,
ob mit oder ohne Beimischung anderer Ingredienzien, wie z. B. Nitraten der Kohlenwasserstoffe
von nicht flüchtiger Natur in der Weise, dafs dessen brisante Eigenschaft verringert wird
und dasselbe als Besatz für Patronen verwendbar wird. Zu diesem Zwecke wird Sprenggelatine
auf gewöhnlichem Wege hergestellt, nur mit einem gröfseren Gehalt von löslicher Nitrocellulose und mit einem flüchtigen Lösungsmittel,
wie Aceton oder Essigäther, so dafs das Ganze eine gallertartige Consistenz erhält, oder
es wird gewöhnliche Sprenggelatine mit einem Zusatz von löslicher Nitrocellulose und Lösungsmitteln,
welche genügen, um die oben erwähnte Consistenz zu erhalten, genommen und diese Mischung durch Löcher in einer Platte geprefst
und dadurch eine Anzahl von Drähten gebildet, die von verschiedener Dicke sein können, z. B.
3 mm, oder auch mehr oder weniger.
Diese Drähte, welche zuerst weich und biegsam sind, werden durch Verflüchtigung des
Lösungsmittels zähe. Sie werden dann in Stücke zerschnitten, welche neben einander in
Patronenhülsen eingesetzt werden und somit Drahtbündel von Explosivstoff bilden, welche
bei der Verbrennung eine wenig brisante, aber sehr bedeutende Schleuderkraft entwickeln.
Die Schnelligkeit .der Verbrennung solcher Patronenladungen kann zwischen weiten Grenzen
variirt werden, indem die Dicke der Gelatinedrähte entsprechend variirt wird, da ein
Bündel von dünnen Drähten rascher brennt wie ein Bündel dickerer Drähte.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Explosivstoffen für Patronen, gekennzeichnet dadurch, dafs man Sprenggelatine, mit oder ohne Beimischung von anderen Stoffen, in plastischem Zustande durch Löcher . preist, um dünne Drähte zu bilden, die dann in entsprechende Längen zerschnitten und neben einander in Patronenhülsen eingesetzt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51189C true DE51189C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51189C (de) |
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