DE51189C - Verfahren zur Herstellung von Sprenggelatine in dünnen Drähten behufs Verwendung derselben als Patronenbesatz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sprenggelatine in dünnen Drähten behufs Verwendung derselben als Patronenbesatz

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DE51189C
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Germany
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FR. A. ABEL und J. DEWAR, Professor, Beide in London, Nr. 1 Adam Street Adelphi
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/38—Separately-loaded propellant charges, e.g. cartridge bags

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
als Patronenbesatz.
Die1 Explosivstoffe, welche unter dem Namen »Sprenggelatine« bekannt sind, bestehen gröfstentheils aus Nitroglycerin, in welchem Nitrocellulose aufgelöst ist. Oefters sind sie auch mit anderen Ingredienzien gemengt. Derartige Sprengstoffe sind zum Sprengen sehr geeignet infolge ihrer »brisanten« Explosion; sie sind , aber nicht gut zu Patronen verwendbar, da hierfür Explosivstoffe nöthig sind, die eine mehr schleudernde als brisante Kraft ausüben.
Es ist vorgeschlagen worden, den oben erwähnten Ingredienzien Körper beizumengen, die von neutraler Natur sind, wie z. B. Campher, wodurch die Schnelligkeit der Verbrennung reducirt und somit die Explosivstoffe zum Schiefsen verwendbar gemacht werden sollen. Wenn aber dieser neutrale Zusatz flüchtiger Natur oder sonst geneigt ist, sein Volumen oder seine Beschaffenheit zu ändern, so ist der Explosivstoff nicht genügend beständiger Natur um ■—· falls er selbst längere Zeit 'hindurch aufbewahrt wird — völlig zuverlässig beim Gebrauch zu sein.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf Mittel zur Behandlung von Sprenggelatine, ob mit oder ohne Beimischung anderer Ingredienzien, wie z. B. Nitraten der Kohlenwasserstoffe von nicht flüchtiger Natur in der Weise, dafs dessen brisante Eigenschaft verringert wird und dasselbe als Besatz für Patronen verwendbar wird. Zu diesem Zwecke wird Sprenggelatine auf gewöhnlichem Wege hergestellt, nur mit einem gröfseren Gehalt von löslicher Nitrocellulose und mit einem flüchtigen Lösungsmittel, wie Aceton oder Essigäther, so dafs das Ganze eine gallertartige Consistenz erhält, oder es wird gewöhnliche Sprenggelatine mit einem Zusatz von löslicher Nitrocellulose und Lösungsmitteln, welche genügen, um die oben erwähnte Consistenz zu erhalten, genommen und diese Mischung durch Löcher in einer Platte geprefst und dadurch eine Anzahl von Drähten gebildet, die von verschiedener Dicke sein können, z. B. 3 mm, oder auch mehr oder weniger.
Diese Drähte, welche zuerst weich und biegsam sind, werden durch Verflüchtigung des Lösungsmittels zähe. Sie werden dann in Stücke zerschnitten, welche neben einander in Patronenhülsen eingesetzt werden und somit Drahtbündel von Explosivstoff bilden, welche bei der Verbrennung eine wenig brisante, aber sehr bedeutende Schleuderkraft entwickeln.
Die Schnelligkeit .der Verbrennung solcher Patronenladungen kann zwischen weiten Grenzen variirt werden, indem die Dicke der Gelatinedrähte entsprechend variirt wird, da ein Bündel von dünnen Drähten rascher brennt wie ein Bündel dickerer Drähte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Explosivstoffen für Patronen, gekennzeichnet dadurch, dafs man Sprenggelatine, mit oder ohne Beimischung von anderen Stoffen, in plastischem Zustande durch Löcher . preist, um dünne Drähte zu bilden, die dann in entsprechende Längen zerschnitten und neben einander in Patronenhülsen eingesetzt werden.
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