DE447807C - Verfahren zum Koernen von Zuendsaetzen - Google Patents

Verfahren zum Koernen von Zuendsaetzen

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DE447807C
DE447807C DEH106920D DEH0106920D DE447807C DE 447807 C DE447807 C DE 447807C DE H106920 D DEH106920 D DE H106920D DE H0106920 D DEH0106920 D DE H0106920D DE 447807 C DE447807 C DE 447807C
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coring
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C7/00Non-electric detonators; Blasting caps; Primers
    • C06C7/02Manufacture; Packing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Air Bags (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Körnen von Zündsätzen. Die maschinelle Verladung der Zündsätze, insbesondere der Sprengkapselzündsätze, stellt große Anforderungen an die physikalische Beschaffenheit der Sätze. Da die jeweilige Zündsatzmenge nicht abgewogen, sondern dem Volumen nach abgemessen wird und durch eigenes Gewicht restlos in die Hülsen einfallen soll, muß der Satz ein sehr gleichmäßig grobes, möglichst rundes und schweres Korn aufweisen und frei von Staubpartikelchen sein. Indessen fallen nur wenig Zündstoffe in dieser günstigen Form bei der Herstellung an, so daß in den meisten Fällen eine besondere Körnung notwendig wird. Um ein einigermaßen festes Gefüge derart agglomerierter Körner zu erhalten, ist die Verwendung von Bindemitteln unerläßlich. Zu diesem Zwecke wurde bisher durchweg arabisches Gummi, daneben auch. Dextrin und Gelatine verwendet. Da diese Bindemittel jedoch ziemlich hygroskopisch sind, leidet durch ihre Anwendung die Feuchtigkeitsbeständigkeit der so hergestellten Sprengkapseln .sehr; auch ist der kolloidale Zustand dieser Bindemittel der Explosionsentwicklung sehr hinderlich.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß auch kristallisierende Stoffe, insbesondere wasserlösliche, jedoch nicht hygroskopische Salze, sich gut als Bindemittel für vorliegende Zwecke eignen und damit die angeführten Übelstände vermieden «erden können. Wohl ist es bekannt, daß das als Zusatz zu Knallquecksilbersätzen übliche Kaliumchlorat im feuchten Zustande schwach »backende« Eigenschaften besitzt, jedoch ist es unmöglich, auf dieser Grundlage ein brauchbares, festes Korn zu erhalten. Lediglich größere »Pillen« für Einzelverladung sind auf diese Weise hergestellt worden (siehe auch Kast, »Spreng- und Zündstoffe«, S. q.36)..
  • Ganz anders ist das Ergebnis, wenn Salze von größerer Löslichkeit als Kaliumchlorat, beispielsweise Kalium- und Bariumnitrat, Ammoniumperchlorat usw., und zwar am vorteilhaftesten nur in wässeriger Lösung, zur Anwendung kommen. Man erhält auf diese Weise feste, gleichmäßige Körner, die eine ziemlich robuste mechanische Behandlung aushalten, ohne zu zerfallen oder gefährlichen Staub zu entwickeln und die sich gut und gleichmäßig messen und verladen lassen. Durch die Wahl der Lösungskonzentration kann man die Festigkeit des Kornes leicht und fein variieren. Die nach diesem Verfahren hergestellten Sätze sind trotz des allerdings geringfügigen Gehaltes an wasserlöslichem Salze weit feuchtigkeitsbeständiger als die gummihaltigen Sätze, außerdem ist die Grenzzündladung kleiner als die der letzteren.
  • Die praktische Durchführung des Verfahrens erfolgt in der Weise, daß der trockene oder feuchte Zündsatz auf einer Nutsche mit der betreffenden Salzlösung gedeckt, hierauf scharf abgesaugt und schließlich auf den zum Granulieren günstigsten Feuchtigkeitsgehalt abgepreßt wird. Die Weiterbehandlung erfolgt in bekannter Weise. Das Verfahren kann auf alle Zündstoffe Anwendung finden: Knallquecksilber, fein gefälltes Bleiacid usw., insbesondere aber auf die neuen Mischsalze gemäß Patent 424 380.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Körnen von Zündsätzen, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel kristallisierbare Salze von größerer Löslichkeit als Kaliumchlorat, wie z. B. Kalium- und Bariumnitrat, Ammoniumperchlorat u. dgl., Verwendung finden.
  2. 2. Verfahren zum Körnen von Zündsätzen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Salze als Lösungen verschiedener Konzentration zur Anwendung kommen.
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