DE511889C - Verfahren zur Herstellung von Presslingen aus angefeuchteter Depolarisationsmasse fuer galvanische Elemente - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Presslingen aus angefeuchteter Depolarisationsmasse fuer galvanische ElementeInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Preßlingen aus angefeuchteter Depolarisationsmasse für galvanische Elemente Bekanntlich werden die Preßlinge, die sogenannten Puppen, aus der Depolarisationsmasse für galvanische Elemente dadurch hergestellt, daß man die Depolarisationsmasse vor dem Pressen anfeuchtet. Das Anfeuchten macht die Depolarisationsmasse plastisch und ermöglicht die Herstellung fester Puppen. Die Depolarisationsmasse enthält insbesondere Braunstein, dem z. B. Ruß oder Graphit oder sonstige Kohlenstoffe bzw. andere Massen beigemischt werden. Den Graphit verwendet man außer wegen seiner bekannten Eigenschaften auch bereits zu dem Zwecke, daß die Preßlinge nicht an der Form kleben, sondern gewissermaßen geschmiert sich leicht ausstoßen lassen. Da jedoch der Graphit mit angefeuchtet wird, so verliert er an Schmierfähigkeit, was dann besonders nachteilig ist, wenn zur Leistungssteigerung der Batterie die Zusätze von Braunstein und Ruß stark erhöht werden, d. h. an sich verhältnismäßig nur wenig Graphit zur Verfügung steht. Diese kleine Menge Graphit genügt demnach nicht mehr, um ein für die Fabrikation gleichmäßig gutes Ausstoßen der Preßlinge aus den Formen zu ermöglichen. Vielmehr klebt die Mischung in den Formen fest, und es entsteht wegen des fortwährend störenden Anklebens der Preßlinge verhältnismäßig viel Ausschuß.
- Gemäß der Erfindung werden die Nachteile dadurch beseitigt, daß man zu der angefeuchteten, an sich fertigen Depolarisationsmasse trockenen Graphit kurz zumengt. Dadurch behält der Graphit seine Eigenschaft, die Depolarisationsmasse gleitend zu machen, was ein leichtes Herauspressen der Puppen aus den Formen ermöglicht. Außerdem hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß Batterien, die nach diesem Verfahren hergestellt werden, auf dem Amperemesser gemessen, viel weiter ausschlagen, was auf die Herabsetzung des inneren Widerstandes schließen läßt, so daß die Leistungsfähigkeit der Batterie wesentlich erhöht wird. Man kann also annehmen, daß der trockene Graphit eine höhere Leitfähigkeit hat als der angefeuchtete, und daß dadurch die bessere Wirkung erzielt wird. Außerdem kann man der Depolarisationsmasse nunmehr von vornherein mehr Elektrolyt beimischen, weil man. nicht mehr befürchten muß, durch zu starkes Anfeuchten die Depolarisationsmasse noch klebriger zu machen. Die Vermehrung der Elektrolytmenge aber ist ebenfalls sehr vorteilhaft für das Element.
- Bei diesem Verfahren ist das Wesentliche einzig und allein, daß ganz am Schluß der Mischungsherstellung trockener Graphit beigemischt wird, ganz gleichgültig, in welcher Weise die Mischung mechanisch hergestellt wird oder woraus die Mischung an sich besteht.
- Das Verfahren wird z. B. in der Weise ausgeführt, daß in dem anzufeuchtenden Gemische nur ein Teil des normal beizufügenden Graphits verarbeitet wird und der andere Teil derjenige Graphit ist, der nach Fertigstellung des feuchten Gemisches trocken zum Schluß zugemischt wird. Oder man verarbeitet in dem anzufeuchtenden Gemische überhaupt keinen Graphit und mischt die normal beizufügende Graphitmenge erst nach der Fertigstellung des feuchten Gemisches ganz zum Schluß trocken zu. Schließlich könnte man zunächst nur den Bräunstein anfeuchten und das trockene Gemisch aus Ruß und Graphit dem feuchten Braunstein trocken beimischen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung von Preßlingen aus angefeuchteter Depolarisationsmasse für galvanische Elemente unter Verwendung von Graphit; dadurch gekennzeichnet, daß der Depolarisationsmasse nach erfolgtem Anfeuchten der Graphit ganz oder teilweise vor dem Verpressen trocken beigemischt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet; daß in dem anzufeuchtenden Gemische nur ein Teil des normal beizufügenden Graphits verarbeitet wird und der andere Teil derjenige Graphit ist, der nach der Fertigstellung des feuchten Gemisches zum Sehluß trocken zugemischt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß in dem anzufeuchtenden Gemische überhaupt kein Graphit verarbeitet wird und die normal beizufügende Graphitmenge erst nach der Fertigstellung des feuchten Gemisches zum Schluß trocken zugemischt wird. q.. Verfahren nach Anspruch r; dadurch gekennzeichnet, daß nur Braunstein angefeuchtet und das trockene Gemisch aus Ruß und Graphit dem feuchten Braunstein trocken beigemischt wird.
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