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Abstreichvorrichtung für überschüssiges Kühlgut an einer das Kühlgut
gegen die Kühlfläche schleudernden Auftragsvorrichtung Die Erfindung bezieht sich
auf einen Auftragebehälter zum Auftragen von Emulsionen oder ähnlichen Werkstoffen
auf Kühltrommeln mit einer Auftragevorrichtung zum Verteilen des aufgetragenen Kühlguts
auf der Kühlfläche. Bei derartigen Kühlvorrichtungen, die in der Margarineindustrie
allgemein üblich sind, werden verschiedene Einrichtungen zum Auftragen des Kühlguts
auf die Kühlfläche verwendet. Beispielsweise hat man mehrfach sogenannte Auftragewalzen
verwendet, die meist in offene Emulsionsbehälter eintauchen; auch sind solche Walzen
zum Regeln der Schichtdicke oberhalb der Auftragebehälter verwendet worden, die
sich längs der Trommel erstrecken und dazu dienen sollen, eine möglichst gleichmäßige
und zusammenhängende Margarineschicht auf die Trommeloberfläche aufzutragen. Unter
Umständen können diese" Walzen in umgekehrter Richtung zur Kühltrommel angetrieben
werden. Die mit solchen oberhalb der offenen Auftragekästen angebrachten Walzen
zwingen die zurückfließende Emulsion in den Auftragekästen zu einer Vorkristallisation,
wodurch die Margarine grützig wird.
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In neuerer Zeit ist man zum Zwecke der rascheren Durchführung des
Kristall.isationsvorgangs dazu übergegangen, die Kühltrommel außerordentlich stark
zu kühlen und schneller umlaufen zu lassen und bedient sich zum Auftragen geschlossener
Behälter, die mit der einzigen offenen Seite gegen die vorbeiziehende Trommelmantelfläche
angedrückt werden. In diesen Behältern, die angewärmt werden, hält man, um eine
vorzeitige Erstarrung des Kühlguts hintanzuhalten, einen Kreislauf des erwärmten
Kühlguts aufrecht. Es wird hierdurch erreicht, daß nur die unmittelbar mit dem vorbeiziehenden
Kühltrommelmantel in Berührung kommenden Emulsionsteile erstarren, so daß die Kühltrommel
beim Vorbeiziehen eine Emulsionsschicht von einer gewissen durch die Kühltemperatur
regelbaren Dicke mitnimmt, ohne eine Erstarrung der Emulsion im Auftragebehälter
zu veranlassen. Derartige Kühlvorrichtungen arbeiten schnell und sicher und mit
.geringen Verlusten, erfordern aber natürlich eine Absperrung zwischen dem vorbeiziehenden
Trommelmantel und dem Auftragebehälter am oberen, seitlichen und unteren Rand dieses
Behälters. Während -die untere und seitliche Absperrung leicht zu bewirken ist,
da hier :die Absperrvorrichtung gegen den leeren Trommelmantel gedrückt werden kann,
muß am oberen Ende zwischen dem Trommelmantel und dem absperrenden Glied ein Schlitz
offen bleiben, durch den die aufgetragene Emulsionssch.icht durchtreten kann. Die
bisher zum Zweck dieser Absperrung benutzten Schieber haben sich insofern nicht
bewährt, als sie zu Verstopfungen Anlaß gaben. Besonders setzt sich an der dauernd
dem
hochgekühlten Trommelmantel zugekehrten oberen Seite des Absperrschiebers leicht
erstarrtes Kühlgut fest.
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Zweck der Erfindung ist, eine neuartige Absperrvorrichtung für derartige
Auftragebehälter zu schaffen, bei der dieser Mißstand nicht auftritt und die gleichzeitig
als Abstreichvorrichtung dient.
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Demgemäß besteht das wesentliche Merkmal des Erfindungsgegenstandes
darin, daß der an der Auslaßseite des Auftragebehälters zwischen diesem und der
Trommelwand befindliche Durchtrittsschlitz von einer zusätzlichen Abstreichwalze
versperrt ist, :die in der zum Trommelumlauf entgegengesetzten Richtung gedreht
wird.
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Diese Abstreichwalze soll nach der Erfindung mit einer Anstellvorrichtung
zusammenwirken. Diese Anstellvorrichtung besteht bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
aus einem durch Druckschrauben vortreibbareii Balken, der an seiner der Trommel
zugekehrten Seite eine Höhlung aufweist, in die die Abstreichwalze genau paßt.
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Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist im Schnitt von
der Seite in der Zeichnung gezeigt.
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An .der Kühltrommelwand i ist der Auftragebehälter 9 angelegt, der
mittels Holzleisten 3 gegen die Trommelfläche abgedichtet ist.
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Der Auftragebehälter ist doppelwandig, so daß ein Raum .4 für die
Durchströmung eines Temperiermittels gebildet wird.
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An der Rückwand des Auftragebehälters befindet sich ein Einlaufrohrstutzen.5,
durch den die zu kühlende Emulsion eingeführt wird und ein Rücklaufrohrstutzen 5',
aus welchem die zuviel eingepumpte Emulsion zurücklaufen kann.
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In dem Auftragebehälter befindet sich eine kannelierte Walze 7, die
aus einem Rohr mit aufgesetzten Rippen 8 hergestellt ist.
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Die Walze ist auf beiden Enden mit Böden abgedichtet, in denen Hohlachsen
befestigt sind, mittels deren die Walze im Auftragebehälter in der angegebenen Pfeilrichtung
in Drehung gesetzt wird, wobei die einströmende Emulsion durch die Schaufeln 8 gegen
die Kühltroininelwand i geschleudert wird.
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Auf dem Auftragebehälter 2 befindet sich an der oberen Seite eine
Schlitzöffnung 15 längs der ganzen Trommel, welche mittels einer Regelvorrichtung
i o' auf eine bestimmte Entfernung von der Kühltrommelfläche einstellbar ist, um
die Schichtdicke der anhaftenden Emulsion auf der Kühltrommelfläche i zu regeln.
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Hierzu bediente man sich bisher einer einfachen Abstreichschiene.
Da die Emulsion auf den Kühltrommeln nach den Patentendes Erfinders nur in einer
Dicke von etwa 0,3 mm aufgetragen werden soll, kann es vorkommen, daß die
enge Auslaßöffnung stellenweise verstopft wird. Dieses soll durch die neue Abstreichvorrichtung
verhindert werden.
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An der Regelvorrichtung io befindet sich ein Balken ii, der mittels
Stellschrauben 12 vor- und rückwärts bewegt werden kann und in det eingestellten
Lage mittels in Langlöcher des Ballrens eingreifenden Klemmschrauben 13 auf
dem Auftragebehälter festgespannt werden kann.
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Die der Trommelfläche zugekehrte Seite des Balkens i i ist so ausgerun.det,
daß eine Abstreichwalze 14 genau in die Rundung hineinpaßt. Diese Abstreichwalze
1d. wird in der entgegengesetzten Richtung zur Kühltrommel i gedreht und streicht
die von der kannelierten Walze 7 zuv iel gegen die Trommelfläche angeworfene Emulsion
ab und beseitigt zugleich die den Durchlaß störenden Körperchen, so daß bei dem
Arbeitsgang eine Störung in der Auftragung der Emulsion ausgeschlossen ist. Die
Abstreichwalze kann aus einem Rohr gebildet sein, durch das Temperierwasser geleitet
werden kann.