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Angelhaken für Türen, Klappen o. dgl. Die Erfindung betrifft eine
weitere Ausbildung des durch das Patent 495 854 geschützten Angelhakens für Türen
und Fensterläden, dessen Flacheisenschaft am Einschlagende in zwei beim Einschlagen
in das Holz sich selbst spreizende Einschlagspitzen gegabelt ist.
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Das Neue der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß das Einschlagende
des Angelhakens außer mit zwei selbstspreizenden Einschlagspitzen noch mit einer
zwischen ihnen angeordneten, nichtspreizenden Einschlagspitze versehen ist, die
vorteilhaft gegenüber den selbstspreizenden Einschlagspitzen wesentlich stärker
gehalten ist, so daß nach dem Einschlagen des Angelhakens in das Holz die gerade,
stärkere Einschlagspitze im wesentlichen das Tragen des Angelhakens übernimmt, während
die weit schwächer als bisher gehaltenen, widerhakenförmig gespreizten Einschlagspitzen
hauptsächlich ein Lockern und Herausfallen des Angelhakens verhindern.
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Aus dieser besonderen Ausbildung ergibt sich der Vorteil, daß infolge
der Schwächung der vorgesehenen selbstspreizenden Einschlagspitzen einerseits ein
stärkeres Spreizen dieser Spitzen erzielt wird und andererseits eine Beschädigung
des Holzes, wie es bei einer starken Ausbildung der selbstspreizenden Einschlagspitzen
leicht eintreten kann, nunmehr vermieden wird.
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Ist der Schaft des Angelhakens, wie an sich bekannt, aus zwei aufeinanderliegenden
Flacheisen gebildet, so kann vorteilhaft das eine der beiden Flacheisen an seinem
Einschlagende mit der stärkeren, nichtspreizenden Einschlagspitze, hingegen das
andere mit den beiden schwächeren, selbstspreizenden `Einschlagspitzen versehen
sein.
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Durch die Verlegung der gemäß der Erfindung verschiedenartigen Einschlagspitzen
in zwei getrennte Ebenen wird eine erhöhte Schonung des Holzes an der Einschlagstelle
des Angelhakens erreicht. Weiterhin hat diese Ausführungsform des Angelhakens aber
noch den Vorteil, daß beim Ausschneiden der Einschlagspitzen aus dem vollen Material
seitlich neben den Spitzen Schultern gebildet werden, durch die eine Begrenzung
der Einschlagtiefe des Angelhakens und außerdem durch die Schultern des unteren
Flacheisens eine gute Abstützung des Angelhakens bei eintretender Belastung erzielt
wird, wodurch die bisher gewöhnlich vorgesehenen besonderen Stützen entbehrlich
werden.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem
Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen Fig. i einen Angelhaken in Seitenansicht,
Fig. a eine Ansicht des Hakens von unten, Fig. 3 die gleiche Ansicht, aber nach
Einschlagen des Angelhakens in Holz, Fig. 4 einen Längsschnitt zu Fig. 3.
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Der Schaft des dargestellten Angelhakens besteht aus einem durch Falten
um i8o° gedoppelten Flacheisen a, b. das durch den am einen Ende eingenieteten Angeldorn
c zusammengehalten wird. Die obere Hälfte a des Doppelschaftes ist an ihrem Einschlagende
durch Ausschneiden zweier trapezförmiger Seitenstücke aus dem Flacheisen in der
Mitte mit einer keilförmigen Einschlagspitze d versehen, während an dem etwa um
die Hälfte kürzeren Einschlagende der unteren Schafthälfte b durch Ausnehmen eines
trapezförmigen Mittelstückes an den Schafträndern zwei Einschlagspitzen
f, f' gebildet sind, die gegenüber der an der oberen Schafthälfte a vorgesehenen
Einschlagspitze d wesentlich schwächer gehalten sind. Durch die trapezförmigen Ausschnittstücke
werden am Grunde der Einschlagspitzen d, f, f' beider Schafthälften Schultern
g gebildet, durch die das Einschlagende des Angelhakens begrenzt wird. Die beiden
seitlichen Einschlagspitzen f, f' der unteren Schafthälfte b sind
im Gegensatz zu der Einschlagspitze d der oberen Schafthälfte a nur an den einander
zugekehrten Seitenflächen h, hä abgeschrägt, während die einander abgekehrten
Seitenflächen i, i in gerader Flucht mit denen des Hakenschaftes liegen.
Hierdurch wird erreicht, daß diese beiden Spitzen f, f sich beim Einschlagen
des Angelhakens in das Holz h selbsttätig nach außen spreizen, da der beim Einschlagen
ausgeübte Druck des Holzes k auf die schrägen Seitenflächen h, li der Spitzen
f, f' stärker ist als der auf die geraden Seitenflächen i, i'. Im Gegensatz
hierzu dringt die stärkere keilförmige Einschlagspitze d der oberen Schafthälfte
a gerade in das Holz k ein.
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Bei auftretender Belastung des aus dein Holz herausragenden freien
Endes des Angelhakens übernimmt die gerade Einschlagspitze d im wesentlichen das
Tragen des belasteten freien Endes des Angelhakens, während die wid'erhakenartig
im Holz sitzenden Einschlagspitzen f, f' der unteren Schafthälfte b ein Lockern
und Herausfallen des Hakens verhindern. Dabei wird die Tragfähigkeit der oberen,
nichtspreizenden Einschlagspitze d durch die zwischen den beiden unteren, selbstspreizenden
Einschlagspitzen f, f' liegende breite Schulter g wesentlich erhöht, indem sich
diese Schulter bei Belastung des freien Schaftendes an das Holz anlegt und dadurch
den Hakenschaft a, b' gegen Herunterbiegen abstützt.
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Durch die Doppelung des Angelhakenschaftes, a., b ergibt sich
noch der besondere Vorteil, daß der eingenietete Drehzapfen c des Angelhakens auch
beim Eintreiben des Hakens zwischen den beiden auseinanderfedernden Schafthälften
a, b gegen Lockerung gesichert gehalten wird.
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Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt,
vielmehr sind auch andere Ausführungen möglich. So könnte der Hakenschaft auch aus
zwei getrennten oder gegebenenfalls auch aus einem einzigen, nicht gedoppelten Flacheisen
bestehen. Auch könnten die Einschlagspitzen statt durch Ausschneiden gegebenenfalls
durch Schmieden gebildet sein. Ferner könnte die Anordnung der verschiedenartigen
Einschlagspitzen in umgekehrter Weise, d. h. derart erfolgen, d'aß die beiden selbstspreizenden
Einschlagspitzen an der oberen, dagegen die nichtspreizende, stärkere Einschlagspitze
an der unteren Hälfte des Hakenschaftes angeordnet sind. Schließlich könnten die
selbstspreizenden Einschlagspitzen auch noch auf ihrer Ober- oder Unterfläche abgeschrägt
sein, um neben einer seitlichen zugleich auch eine vertikale Spreizung der Spitzen
beim Einschlagen in Holz zu erreichen.