DE511160C - Verfahren zur Erzeugung von Formgummierung auf den Verschlussklappen von Briefumschlaegen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Formgummierung auf den Verschlussklappen von Briefumschlaegen

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DE511160C DED57349D DED0057349D DE511160C DE 511160 C DE511160 C DE 511160C DE D57349 D DED57349 D DE D57349D DE D0057349 D DED0057349 D DE D0057349D DE 511160 C DE511160 C DE 511160C
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Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Formgummierung auf den Verschlußklappen von Briefumschlägen Für das Auftragen des Klebstoffes auf die Verschlußklappen von Briefumschlägen und ähnlichen Werkstücken kommen zwei Verfahren in Betracht, und zwar das Ausstreichgummierverfahren und die Typengummierung.
  • Bei dem Ausstreichverfahren werden die Formschnitte so über- und hintereinander gestaffelt, daß die Ränder der Verschlußklappen genau um den Betrag der verlangten Gummierbreite voneinander entfernt sind, und das auf diese Weise gebildete ununterbrochene Papierband wird entweder in schräger Bahn an einem Gummibehälter entlang geführt, der mit einer offenen Seite dem Papierband zugekehrt und an seinen aufliegenden Rändern mit Filz gegen diese abgeschlossen ist, oder es wird die sogenannte Bürstengummierung angewandt, wobei eine umlaufende Bürste den Gummi empfängt und auf das Papier überträgt. Diese beiden als Ausstreichverfahren bezeichneten Maßnahmen ermöglichen eine sehr hohe Leistung, sie bedingen aber durch Idas Entlangführen des Papierbandes unter der Gummiauftragvorrichtung und durch das Staffeln der Formschnitte, daß der Gummiauftrag nach den Seitenklappen zu mit einer parallel zu den Seitenklappenfalzkanten verlaufenden geraden Linie und nach der Verschlußklappenfalzkante zu mit einer Linie abschließt, die dem Außenrand der Verschlußklappe selbst entspricht, da an jedem Formschnitt die Begrenzung des Gummiauftrages durch die Breite des Gummibehälters und den Verschlußklappenrand des vorhergehenden Schnittes bestimmt wird.
  • Demgegenüber läßt sich bei Anwendung der Typengummierung, wobei eine Type den Gummi von einer Walze entnimmt und auf den Formschnitt überträgt, d. h. aufdruckt, ein Gummiauftrag von jeder gewünschten Umrißform erzielen.
  • Während nun das Ausstreichverfahren eine unbedingt einwandfreie Gummierung gewährleistet, weil dabei das Entstehen schlecht oder gar nicht gummierter Stellen ausgeschlossen und sowohl ein starker Gummiauftrag wie auch eine innige Verbindung des Gummis mit dein Papier möglich ist, läßt der Ausfall der Typengummierung häufig zu wünschen übrig, insofern, als sich dabei oft zu dünn oder gar nicht gummierte Stellen ergeben. Auch bieten bestimmte Papiersorten an sich bei dieser Art der Gummierung Schwierigkeiten, indem sie den Gummi schlecht annehmen. Schließlich haftet dem Typengummierverfahren der Nachteil an, daß die hin und her schwingenden Guanmiertypen nur eine verhältnismäßig geringe Leistung zulassen, die jedoch immerhin noch für die Anwendung innerhalb sogenannter Klappenmaschinen genügt.
  • Trotzdem wird der Typengummierung für bestimmte Warengattungen der Vorzug gegeben, weil man ihren kurvenförmigen, geschwungen verlaufenden Umrißlinien eine vorteilhaftere Wirkung und dadurch der Ware ein besseres Aussehen zuschreibt. Die erwähnten Nachteile -müssen-,dabei auf Kosten dieser äußeren Vorzüge wohl oder übel in Kauf genommen werden.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist in erster Linie ein-Verfahren zur Erzeugung von Formgummierung, dessen Neuheit und fortschrittliche Wirkung darin besteht, daß der für eine gute Klebüng wichtigste und bei den marktgängigsten Arten der Formgummierung auch deren weitaus größter Flächenteil nach dem rationellen und zuverlässigen Ausstreichverfahren hergestellt und dann unmittelbar hinterher durch eine zusätzliche Typengummierung die gewünschte endgültige Umrißform erzielt wird.
  • Die zusätzliche Typengummierung beschränkt sich beispielsweise bei Briefumschlägen des sogenannten Fünfsiegelformats mit der hinsichtlich ihrer Umrißform meist gebräuchlichen Formgummierung auf die Anfügung eines kleinen bogenförmigen seitlichen Abschlusses der Ausstreichgummierung und auf eine Abrundung im Scheitel des durch die innere Begrenzungslinie der Ausstreichgummierung gebildeteten Winkels. Hierbei verläuft der innere Umriß der Formgummierung stets in seinem wesentlichsten Teil parallel zu den äußeren Umrissen der Ver schlußklappe. Ist das letztere nicht der Fall, d. h. wenn die innere Abschlußlinie der Formgummierung vom äußeren Umriß der Verschlußklappe größtenteils oder vollkommen abweicht, so wird die entlang des Verschlußklappenrandes, also dort, wo eine sichere Klebung in erster Linie notwendig ist, zuerst aufgetragene Ausstreichgummierung durch eine in sich zusammenhängende Typengummierung von gewünschter Umrißform ergänzt.
  • Aufbauend auf diesem Verfahren erstreckt sich die Erfindung des weiteren auf eine Vorrichtung zu dessen Ausübung. Dabei wird als Grundlage eine Ausstreichgummiermaschine bekannter Art angewandt. In ihr werden die Formschnitte zunächst in der üblichen Weise auf- und hintereinander gestaffelt und mittels Gummibehälter oder Bürste gummiert, alsdann wird unmittelbar daran anschließend durch eine in die Maschine eingebaute Sondervorrichtung die zusätzliche Typengummierung vorgenommen. Dadurch erfährt die Ausstreichgummiermaschine keinerlei Beeinträchtigung in ihrer Leistungsfähigkeit, weil für die zusätzliche Typengummierung das Rotationsprinzip angewandt und somit jeld-e hin und her gehende Typenbewegung vermieden wird. Auch steht nichts im Wege, die Maschine nach Einbau der Typengummiervorrichtung gleichwohl als reine Ausstreichgummiermaschine zu benutzen, sie kann also wahlweise zur Erzeugung von Formgummierung oder von gewöhnlicher Ausstreichgummierung Verwendung finden.
  • In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Dabei ist angenommen, daß für den Einbau der zusätzlichen Typengummiervorrichtung eine Ausstreichgummiermaschine angewendet wird, wie sie besonders in Verbindung mit Walzenfaltmaschinen bekannt geworden ist. Es zeigt: Abb. i einen senkrechten Längsschnitt durch die Maschine unter Weglassung aller für die Erfindung nicht unmittelbar in Betracht kommenden Teile, Abb.2 die Verschlußklappe eines Briefumschlages im Fünfsiegelformat mit der am meisten gebräuchlichen Art einer Formgummierung, Abb.3 die verschiedene Staffelung der Formschnitte innerhalb einer für das Verfahren der Erfindung eingerichteten Ausstreichgummiermaschine von an sich bekannter Art, Abb. ¢ ein Einzelteil, Abb. 5 die für die zusätzliche Gummierung angewandte Typenwalze in Seiten- und Unteransicht, Abb.6 die Verschlußklappe eines Briefumschlages mit einer besonderen Art von Formgummierung.
  • Von dem zwischen den Anschlägen i ruhenden Formenschnittstapel 2 (AbL i ) wird das jeweils unterste Blatt durch an sich bekannte Einrichtungen zwischen die Walzen 3, 3' um einen solchen Betrag eingezogen, daß sich die einzelnen Schnitte staffelförmig über- und hintereinander legen. Die nächstfolgenden Walzenpaare q., q.' und 5, 5' bewirken sodann in ebenfalls bekannter Weise je nach ihrer Einstellung die endgültige Staffelung der Formschnitte mit einer Entfernung ihrer Ränder voneinander, wie sie entsprechend der gewünschten Breite der Verschlußklappengummierung erforderlich ist. In dieser Staffelung gelangen die Schnitte alsdann zwischen die Gurttrommel 6 und ihre darüberliegende Gegenrolle 7 und damit auch zwischen die beiden Gummiergurtpaare 8, 8'. Das linke bzw. obere Gummiergurtpaar 8 ist über die Trommel 6 und die Rolle 9 geführt und wird durch eine verstellbare Spannrolle io in der notwendigen Spannung gehalten. Das untere Gummiergurtpaar 8' läuft über die Rolle 7, alsdann um einen Teil des Umfanges der Trommel 6 sowie über die Rolle 12 und wird durch die verstellbare Rolle 13 gespannt. Auf ihrem Weg von der Trommel 6 bis zur Rolle 9 bzw. i2 laufen die beiden Gurtpaare 8, 8' in gegenseitiger Deckung übereinander und sie sind auf diesem Weg über einen gewölbten Tisch 23 geführt, so daß auf diesem die beiden einander zugekehrten Stränge der beiden Gurtpaare dicht übereinanIderliegen. Spie sichern dabei zwischen sich die Lage der Formschnitte, deren Staffelung hier der nach Abb. 3, oben, entspricht. Auf dem Tisch 23 erfolgt der Gummiauftrag auf die Formschnitte für die Verschlußklappenklebung nach dem Ausstreichverfahren durch das Gummikästchen 14, das zwischen das obere Gurtpaar 8 eingebaut ist. Seine unteren, mit Filz =kleideten Kanten liegen dicht an der Papierbahn an, so daß der im Kästchen befindliche Gummi G einerseits von der unteren Wand und den Seitenwänden des Kästchens und andererseits von den Formschnitten selbst gehalten wird. Dadurch geschieht eain Gummiauftrag, wie er in den Abb. 3, 4 und 6 durch senkrechte Schraffur dargestellt ist. Zwischen den Rollen 9 und 12 treten die Formschnitte aus den Gummiergurten 8, 8' aus und gelangen zunächst zwischen ein unteres Gurtpaar im' und ein mit diesem zusammenarbeitendes Rollenpaar 16 und alsdann unter das zum Gurtpaar im' gehörige Gegengur tpaar im. Das letztere ist über die festen Rollen 17 und 18 und über die verstellbare Spannrolle i9, das Gurtpaar 15' über die festen Rollen 2o und 21 sowie über die Spannrolle 22 und den gewölbten Tisch 23' geführt.
  • Die Gurtpaare im, 15' werden schneller angetrieben als die Gurtpaare 8, 8', so daß durch sie eine breitere Staffelung der Formschnitte, d. h. ein Auseinanderziehen der letzteren bis zu einem gewissen Grade herbeigeführt wird, wie dies in der Mitte von Abb. 3 gezeigt ist. Auf dem Weg durch die Gurte 15, 15' erfolgt die in Abb.2, 3 und 6 durch waagerechte Schraffur angedeutete Typengummierung, durch welche die Ausstreichgummierung in Formgummierung umgewandelt wird. Diese zusätzliche Typengummierung erstreckt sich bei- einer Formgummierung nach Abb. 2 und 3 nur auf die kleinen Flächen 24, 25 und 26, von denen die beiden ersteren eine seitliche bogenförmige Abgrenzung der Ausstreichgummierung und die letztere eine Abrundung im Scheitel des durch die inneren Umrisse der Ausstreichgummierung gebildeten Winkels ergeben. Bei einer Formgummierung, deren innere Abschlußlinie in ihrem ganzen Verlauf von der Schnittlinie der Verschlußklappe abweicht, wie dies in Abb. 6 angenommen ist, wird dagegen eine zusätzliche Typengummierung entsprechend dem waagerecht schraffierten Flächenteil aufgetragen, die in diesem Fall ein zusammenhängendes Ganzes bildet. Hier sei besonders darauf hingewiesen, daß sich nicht nur bei den beiden in Abb. 2, 3 und 6 gezeigten, sondern bei allen Arten der Formgummierung durch das Verfahren der Erfindung der Vorteil ergibt, daß stets am Verschlußklappenrand entlang, also dort, wo vor allem eine sichere Klebung gewährleistet sein muß, ein Gummiauftrag nach dem zuverlässigen Ausstreichverfahren erfolgt, so daß auch bei Papiersorten, die für die Typengummierung ungünstig sind, z. B. bei solchen mit rauher Oberfläche, eine unbedingt einwandfreie Gummierung erzielt wind.
  • Für den Auftrag der zusätzlichen Typengummierung dient die zwischen das Gurtpaar 15 eingebaute umlaufende Walze 27, die an ihrem Umfang die Typen für den Gummiauftrag trägt. Diese empfangen den Gummi von der Auftragwalze 29' durch Vermittlung der Schöpfwalze 29 aus dem Gummikasten 28. Aus Abb.5 ist die Ausbildung der Typenwalze 27 für eine Formgummierung nach Abb.2 ersichtlich. Hierbei sind die Typen 24', 25' und 26' für jede der zusätzlich zu gummierenden kleinen Flächen 24, 25 und 26 an besonderen Walzenteilen 24", 25", 26" befestigt, die alle auf der gemeinsamen Welle 27' verschraubt sind. Dadurch ist die Möglichkeit geschaffen, ein und dieselben Typen in verhältnismäßig weiten Grenzen durch einfache Verstellung für mehrere Briefumschlagformate mit gleichartiger Formgummierung zu verwenden. Außerdem kann man auch für den Fall einer schiefen Lage der Formschnitte, d. h. wenn deren die Seitenklappen halbierende Diagonale nicht genau senkrecht zu ihrer Bewegungsrichtung liegt, eine entsprechende Einstellung der einzelnen Walzenteile vornehmen.
  • Bei zusammenhängender zusätzlicher Gummierung ist die letzterwähnte Einstellmöglichkeit bei Schieflage der Formschnitte dadurch gegeben, daß die Typenwalze 27 um den hierfür in Betracht kommenden geringen Betrag samt ihren Lagern verschwnekt werden kann.
  • Die Zahl der auf den Umfang der Walze 27 verteilten Typen kann beliebig gewählt werden, es müssen jedoch alle auf der Walze sitzenden Typen gleich weit voneinander entfernt sein, und diese Entfernung .ist maßgebend für die Antriebsgeschwindigkeit der Gurtpaare i5, i5', denn die Staffelung der Formschnitte durch diese Gurte, wie sie in der Mitte der Abb. 3 gezeigt ist, muß so geschehen, daß die Entfernung der Schnittränder, in Richtung des Werkstückweges gemessen, genau mit dem Abstand der Typen auf dem Walzenumfang übereinstimmt.
  • . An ,der Stelle, wo rder zusätzliche Gummiauftrag durch .die Typenwalze 27 (Abb. i) erfolgt, ist in einer Aussparung des Tisches 23' ein verstellbares Widerlager 3o eingebaut, das in Alb. ¢ besonders dargestellt ist, und zwar so in Richtung des Werkstückweges gesehen, daß ein Schnitt durch den Werkstückweg eine Senkrechte in der Zeichenebene ergibt. Das Widerlager 3o dient dem Zweck, die ungleiche Dicke der Papierlage in der Ouerrrichtung zum Werkstückweg auszugleichen. Denkt man sich einen solchen Schnitt durch die Papierlage geführt, so weist diese in der Mitte, d. h. dort, wo der zusätzliche Gummiauftrag im Bereich der Verschlußklappenspitze vorzunehmen ist, also bei der Fläche 26 in Abb. 2, die größte Dicke auf und diese nimmt nach beiden Seiten hin ab. So ergeben sich bei dem gezeichneten Beispiel (Abb.3) an der Stelle der zusätzlichen Typengummierung 26 sechs Blattlagen, an denen von z4 und 25 dagegen nur vier. Das Widerlager 39 besteht beim gezeichneten Ausführungsbeispiel aus zwei Rundeisenteilen 31 und 32, die scharnierartig miteinander verbunden sind und deren jedes an . einem Tisch 23' verschraubten Teil 33 angelenkt ist. Die eine Bohrung des die beiden Teile 31 und 32 verbindenden Scharniers ist als- kurzes Langloch ausgebildet, so daß eine senkrecht zur Fläche des Werkstückweges gerichtete Durchknickung des Widerlagers möglich ist, wie sie die Abb.4 rechts in übertriebenem Mäße zeigt. Ein ebenfalls am Tisch 23' verschraubtes Böckchen 34 trägt eine Stellschraube 35, mittels der die Einstellung des Widerlagers 30 geschieht, derart, daß unter dem auf die Papierlage durch die Walze 27 ausgeübten Druck je nach Einstellung der Schraube 35 eine mehr oder weniger starke Einknickung des Widerlagers zugelassen wird. Durch Anwendung dieses einstellbaren Widerlagers 30 kann die Walze 27 zylindrisch gestaltet und eine Anpassung an alle Papierstärken erreicht werden.
  • Beim Übergang ider Fonmschrvitte von Iden Gummiergurtpaaren 8, 8' in die Gurtpaare 15, 15 ist eine ebenfalls unter die Erfindung fallende Vorrichtung vorgesehen, durch welche vermieden wird, daß sich geringe, an sich unschädliche Ungleichheiten der Staffelungsbreite in den Gummiergurten 8, 8' nicht verhältnisgleich zur höheren Geschwindigkeit der Gurte 15, 15' vergrößern. Das letztere wäre der Fall, wenn die Formschnitte von den Gummiergurten 8, 8' unmittelbar in die Gurte 15, 15' gelangen würden. Deshalb ist das mit dem unteren Gurtpaar 15' zusammenarbeitende Rollenpaar 16 vorgesehen. Dieses hebt und senkt sich im Takte der Werkstückverarbeitung und kann in bekannter Weise in Richtung des Werkstückweges so eingestellt werden, daß es sich in dem Augenblick -auf das vorl tden`Formschnitten gebildete, aus den Gurten 8, 8' kommende Papierband niedersenkt, wo jeweils ein ordnungsmäßig liegender Schnitt von diesen Gurten freigegeben wird, um -dann so lange auf dem Papierband l(iegenzublei@ben,. bis (dieser Schnitt vom Obergurt 15 oder von vorgeschalteten einstellbaren, dauernd aufliegenden Rollen erfaßt ist. Liegt infolgedessen ein Schnitt um einen geringen Betrag zu weit zurück, so wird er von dem Rollenpaar 16 auch entsprechend später erfaßt und dem Gurtpaar 15, 15' lediglich um 'den gleichen Betrag später zugeführt. Ein um geringes zu früh ankommender Schnitt wird andererseits ebenso nur um den gleichen Betrag zu früh an. das Gurtpaar 15 abgeliefert. In beiden Fällen bilden also kleine Unterschiede, die die Staffelungsbreite innerhalb der Gumrrliergurtpaare 8, 8' aufweisen, keine Gefahr einer nachteiligeu Wirkung in den Gurten 15, i5', weil in diesen die Unterschiede nur in ihrem ursprünglichen Ausmaß bestehen bleiben und bei Anwendung geeigneter Vorrichtungen für das Staffeln der Blätter so gering sind, daß sie das Aussehen der fertigen Formgummierung nicht beeinträchtigen. Welche Bedeutung den Rollen 16 zukommt, geht daraus hervor, daß ihr Wegfall -bei dem gezeichneten Beispiel in Abb. 3 eine Vergrößerung der Fehler beim Übergang der Formschnitte in die Gurte 15, 15 auf etwa das Vierfache zur Folge hätte.
  • Nachdem auf die beschriebene Weise zwischen den Gurten 15, 15' die Formgummierung fertiggestellt ist, gelangen die Schnitte zwischen der Trommel 36 und der Rolle 37 in die Trockengurte 38, 38', die durch an sich bekannte Mittel derart regelbar angetrieben werden, daß die Formschnitte zwischen ihnen wieder eine so enge Staffelung erfahren, wie sie, ohne eine Verschmierung des Gummis herbeizuführen, eben möglich ist. In Abb. 3 unten ist diese dargestellt.
  • Um die für den eigentlichen Erfindungsgedanken in Betracht kommenden Teile und Einrichtungen . übersichtlich veranschaulichen zu können, sind die Antriebsmittel für die verschiedenen Walzen, Gurte usw. in der Zeichnung weggelassen. Unklarheiten sind dadurch nicht zu befürchten, da sowohl die Ausstreichgummiermaschine an sich wie auch die erforderlichen Antriebsmittel als allgemein bekannt vorausgesetzt werid.en ldürfen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:' i. Verfahren zur Erzeugung von Formgummierung auf den Verschlußklappen von Briefumschlägen und ähnlichen Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst eine Gummierung unter Zuhilfenahme des Ausstreichverfahrens hergestellt und diese alsdann durch zusätzlichen Gummiauftrag mittels Typen die gewünschte Umrißform erhält.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i unter Zuhilfenahme einer Ausstreichgummiermaschine bekannter Art, gekennzeichnet durch hinter den Gummiergurten (8, 8') angeordnete besondere Fördergurte (15, 15'), welche die für die Ausstreichgummierung gestaffelten Formschnitte. um einen bestimmten Betrag auseinanderziehen und durch eine in die Bahn dieser besonderen Fördergurte (15, 15') eingebaute umlaufende Typenwalze (27), die jeden Formschnitt mit einem zusätzlichen, die Ausstreichgummierung zur Formgummierung ergänzenden Gummiauftrag (2q., 25, 26) versieht, worauf die nunmehr ferbiggummi,erten Formschnitte in Trokkengurte (38, 38') gelangen, die in ihrer Umlaufgeschwindigkeit so regelbar sind, daß durch sie ein Wiederzusammenschieben der Formschnitte in einem solchen Maße erfolgt, wie es mit Rücksicht auf die Formgummierung möglich ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Typenwalze (27) mit ihren Lagern in ihrer Winkelstellung zum Werkstückweg eingestellt werden kann. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei zwischen den Gummiergurten und den schneller laufenden Ausziehgurten mit den unteren Ausziehgurten zusammenarbeitende, in Richtung des Werkstückweges entsprechend der Formatgröße verstellbare Rollen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese Rollen (16) im Takte der Blattverarbeitung gehoben und gesenkt werden. _
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stelle, wo der :zusätzliche Gummiauftrag durch die umlaufende Typenwalze (27) geschieht, quer unter der Papierbahn ein in seiner Mitte scharniertes, durch eine Stellschraube (35) einstellbares Widerlager (3o) angeordnet ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040896B (de) * 1954-05-13 1958-10-09 Bruno Pahlitzsch Fa Vorrichtung mit Falzschacht und Stempel zum Falzen von Zuschnitten in einer Briefumschlagmaschine
DE1085757B (de) * 1956-02-29 1960-07-21 Us Envelope Co Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Briefumschlaegen
DE1153235B (de) * 1957-02-04 1963-08-22 Richard Winkler Verfahren und Maschine zum Fertigstellen von Briefumschlaegen

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