DE708394C - Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem Hals - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem HalsInfo
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Description
- Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem Hals Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem Hals, bei welcher die Schachtelzuschnitte vorher beleimt und anschließend mit dem Halsteil unter Anpressen der Klebstelle vereinigt werden. Die vorgenannte Art der Herstellung erfolgte bisher auf einer Maschine mit einer für größere Leistungen unzweckmäßigen Bewegungsart der Werkstücke. Es wurden dort die aus einem Stapelbehälter vorgeschobenen Zuschnitte von einem zuvor durch eine Leimwalze befeuchteten Leimstempel erfaßt, welcher sich auf den jeweils vorgeschobenen Zuschnitt herabsenkte und ihn unter gleichzeitigem Anheben zwecks Vermeidung der Leimwalze längs des Maschinentisches zu einer Abstreifvorrichtung beförderte. Zum Abstreifen dienten fingerartige Ansätze mit zugeschärften Vorderkanten, welche sich zwischen den Leim-Stempel und den anhaftenden Zuschnitt schoben und bei weiterer Bewegung des Stempels den Zuschnitt ablösen sollten.
- Für diese Arbeitsweise sind verhältnismäßig komplizierte und schwerfällig arbeitende Einrichtungen erforderlich, abgesehen davon, daß für jede Formleimung ein besonderer Stempel benötigt wird. Ferner verlangt die Abtrennvorrichtung eine sehr genaue Führung, deren ordnungsmäßiges Arbeiten bei etwa eintretender Abnutzung und dem ohnehin beim Abstreifen entstehenden Klebstoffüberzug leicht in Frage gestellt wird. Ferner wird bei dieser Einrichtung bei der Vereinigung von Halsstreifen und Zuschnitt ein jeweils mit dem Halsstreifen umklebter Stempel über eine beleimte Fläche des Zuschnittes geschoben, wodurch der Leim an unerwünschte Stellen gelangt und mindestens das Aussehen der fertigen Schachtel beein-
träclltigt, wenn nicht gar durch unvorlier_ gesehene: Zusammenkleben von Teilen der ordnungsmäßige Gang der Maschine in Frage gestellt wird. Durch die Erfindung wird nun eine -Vor- richtung geschaffen. welche die genannten.; Nachteile vermeidet, und zwar werden gemäß der Erfindung die Schachtelzuschnitte in einer gebrochenen, vorzugsweise rechtwinkligen Führungsbahn unter ortsfesten, entsprechend winklig versetzten, finit gesteuerter Abheb- bewegung betätigten Beleimvorrichtungen hindurch nach der Vereinigungsstelle geführt, zu der auf einer rechtwinklig zur letzten För- derrichtung des Schachtelzuschnittes angeord- neten Zubringbahn die durch eine absatzweise wirkende Faltvorrichtung vorgefalteten Hals- teile herangebracht «-erden. Die vorbe«-egtrn Zuschnitte verbleiben in ein und derselben Ebene und gelangen von ihrer rechtwinklig abgelenkten Bewegungsbahn nacheinander an äußerst einfach ausgebildete Beleimungsvor- . richtungen entlang, die sich leicht geänderten Abmessungen anpassen lassen und welche durch gesteuerte Abliebbewegung eine genaue Atiftragung des Klebstoffe: an vorbestimmten Stellen des Zuschnittes ermöglichen. Die Ein- richtung bietet Gewähr dafür, daß in ein- facher und schneller Weise die Zuschnitte v or- beleinit werden. ohne dar ein unerwünschter Leimauftrag an anderen Stellen erfolgt, und daß an der Vereinigungsstelle die Teile genau und sauber zusammengeführt werden. Die Erfindung macht von in anderem Zu- sammenhang bei der Schachtelherstellung be- kannten Einzelmerkmalen Gebrauch, wie die Führung von Zuschnitten auf einer recht- winkligen Führungsbahn. die Verwendung einer Leimvorrichtung finit gesteuerter Ab- hebbewegung sowie die Vorbereitung von Halsteilen und Vereinigung mit einem Schach- telunterteil. Die Führung von Zuschnitten auf einer gebrochenen Führungsbahn ist je- doch nicht in @@erbindung mit besonders ge- steuerten Leimauftragev orrichturlgen bekannt- geworden, sondern dient nur zuinVorarbeiten der Zuschnitte ohne Leimauftrag. Anderer- seits ist eine unterteilte Beleiniung von Zu- schnitten bisher ohne gesteuerte Abheb- bewegung erfolgt, was zur Folge hat, daß die Leimstelle durch Umfalten des Zuschnittes nachfolgend abgedeckt werden muß. Schließ- lich sind Leimauftragevorrichtungen mit ge- steuerter Abliebbewegung nur in einfacher Ausführung bisher verwendet worden. Die V orbereitung -,-0n .Hal@teileii ans einem ge- streckten Streifen unmittelbar vor dem Ver- einigen mit dein Schachtelunterteil wiederum erfolgte nur in Verbindung mit einer Be: leimeng des Halsstreifens an Stelle des Schachtelzuschnittes. Erst durch die Ausbil- dung und Anordnung aller dieser Einzelein- richtungen in dein oben angeführten Sinne wird eine äußerst einfache und zweckmäßig arbeitende Vorrichtung geschaffen, welche die Gewähr eines Fortschrittes bietet, der sich äus der Betrachtung der Einzelteile nicht P`ohne weiteres ergab. Demgemäß wird Patent- schutz nur für die gesamte ]in Anspruch i gekennzeichnete Kombination beansprucht, nicht also selbständiger Schutz für die Ein- zelmerkmale oder einen Teil der Kombination oder Schutz in anderem Zusammenhang. Für den Gegenstand der Unteransprüche 2 und 4 wird Patentschutz nur im Zusammenhang mit dem gesamten Gegenstand des Anspruches i beansprucht. In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfiihrungsfocm einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. und zwar ist Fig. i eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Einkleben der Halsteile in Schachtel- unterteile, Fig. 2 ein Grundriß der in Fig. i gezeig- ten Einrichten g. Fig.3 ist ein senkrechter Schnitt durch Einzelteile von Fig. i in einer anderen Be- triebsstellung. Fig.4 zeigt im Grundriß einen Schachtel- zuschnitt, und Fig. 5 zeigt in schaubildlicher Darstellung einen Schachtelunterteil finit eingesetztem Hals. Die Zuschnitte der Schachtelunterteile sind mit a bezeichnet und «eisen an den Ecken rechtwinklige Ausstanzungen auf, welche das Umleen der Schachtelränder a1 zur Bil- dung von' Schachtelzargen ermöglichen. Die Zuschnitte a werden in einer Führungsbahn b finit einer rechtwinklig anschließenden Füh- rung b1 zu der Vereinigungsstelle c mit dem Schachtelhals geleitet. Die V orbewegung der Zuschnitte erfolgt längs der Führung b durch an einer endlosen Kette vorgesehene Mit- nehmer d, welche am Ende der Führung b den Zuschnitt freigeben, während rechtwink- lig dazu bewegte Mitnehmer d` die Weiter- bewegung in der Führung b1 übernehmen. In den Führungen b bzw. b1 können oberhalb der Zuschnitte Deckleisten e bzw. e1 ange- ordnet sein, welche ein unerwünschtes Auf- wölben der Schachtelzuschnitte begrenzen. Jeder der Führungsbahnen b und b1 ist eine Rcleiniungsvorrichtung zugeordnet, welche zum Auftragen der in der Nähe des Schachtelranfles anzubringenden Leimstreifen dient. Jede der Leimvorrichtungen besteht aus einem in einer senkrechten Führung hin und her beweglichen Halter f, ti, welcher in einem unteren Lager eine drehbare Welle für beiderseits angebrachte Leimrollen g, g1 be- sitzt. Oberhalb der Leimrollen sind in einer Aussparung des Halters f, f1 Klebstoffbehäl- ter h, hl vorgesehen, welche die Rollen g, g' mit dem nötigen Klebstoff versehen. Die Halter f, f1 -sind durch einen senkrecht be- wegten Stößel k abhebbar, und durch eine hier nicht weiter dargestellte Nockensteuerung läßt sich das Abheben der Leimrollen-zu ganz bestimmten Zeiten einstellen, so daß es mög- lich ist, die Leimstreifen in fest umgrenztem Umfang an dem Zuschnitt anzubringen. Der Antrieb der die Leimrollen tragenden Welle erfolgt von außen unter- Vermittlung. einer Kreuzgelenkkupplung m. _ Wie aus Fig. q. der Zeichnung ersichtlich, wird der Leimstreifen n beiderseits der Bruchlinie der Zargenstreifen d aufgetragen. Jede der I.gimv orrichtungen trägt zwei Längsstreifen sa auf den Zuschnitt nachein- ander auf, wobei die Abhebbewegung so ein- gestellt ist, daß der Leimauftrag nicht bis an die Zargenränder a1 herausgeht. Der fertig beleimte Zuschnitt gelangt dann zu der Ver- einigungsstelle c mit dem Halsteil. Die Zuführung des Halsstreifens o kann von einem fortlaufenden Band oder,auch von einem senkrecht angeordneten Stapel längs- weise erfolgen. An, der einen Längskante sind in dem Streifen o Gehrungen. für einen Bodenflansch o1 eingeschnitten, welcher beim Durchgang durch eine Faltvorrichtung p hochgebogen wird. Der so behandelte Strei- fen gelangt zu einem Führungsbett, welches nach Art einer Brücke ausgebildet ist, auf welche der Streifen in flacher Lage aufge- schoben wird. Die Brücke besteht aus einem feststehenden Mittelteil q, zu dessen beiden Seiten schwenkbar gelagerteEndteile q1 und q= vorgesehen sind. Zwecks Aufnahme des von dem Stapel längsweise zugeführten Streifens befinden sich die Endteile q1 und q2 in der aufrechten Stellung, in welcher sie in gleicher Weise wie der feststehende Mittelteil q den flachen Streifen stützen. Diese Stellung ist in Fig.i in ausgezeichneten Linien darge- stellt. Durch eine hier nicht weiter gezeigte Antriebseinrichtung können die Endteile q1 und q2 absatzweise um 9o° nach rechts in Fig. i und 2 geschwenkt werden, wie dort strichpunktiert dargestellt ist. Eine solche Schwenkung erfolgt jedesmal, wenn ein Hals- streifen o auf das Führungsbett gelangt ist, und durch die Schwenkung wird der Hals- streifen hochkant gestellt, in welcher Stellung er vor dem hin und her gehenden Zuschub- stößel r sich befindet. Beim Vorgehen des Zu- schubstößels r wird der mittlere Teil des Streifens o, welcher zuvor auf dem festen Brückenteil q sich befunden hat, vorge- schoben, wobei die zu beiden Seiten im Be- reich der Brückenteile q1 und q2 liegenden Streifenenden an den inneren freien Enden s1 und s= der Brückenteile vorbeigezogen und dabei rechtwinklig um die Längsseiten des Stößels: umgefaltet. werden, so daß der Streifen U-Form annimmt: In dieser Form wird nun der Halsstreifen bei der Weiter- bewegung des Zuschubstößels r zu der Ver- einigungsstelle c oberhalb des Zuschnittes ge- bracht. In der letztgenannten Stellung wer- den durch hin und her bewegliche Falt- finger t1 und t2 nach dem Rückgang des Stößels die freien Enden des U-förmigen Halsstreifens an der hinteren Schachtelseite übereinandergelegt, so daß der Hals in Form eines rechteckigen Rahmens fertiggestellt ist. Hier nicht weiter dargestellte Mittel können während des Rückganges des Stößels r den Hals mittels Federkraft zwischen sich klem- mend festhalten, so daß er nicht nach untQn fällt. Die Höhe des Zuschubstößels r ist ge- ringer als die Höhe des Halsstreifens o, so daß der abgesetzte Teil eines senkrecht be- wegten Hauptstößels zt nach der ersten U-förmigen Faltung des Halses eintauchen kann, wonach alsdann, wie bereits erwähnt, die beweglichen Faltfinger t1 und t" die freien Enden des Halsstreifens übereinanderlegen. Bei der Weiterbewegung des Haupt- stößels za wird der Halsteil auf den geleim- ten Schachtelzuschnitt aufgesetzt, und beide Teile werden alsdann gemeinsam in ein Unterwerkzeug v mit federndem Gegenstößel gedrückt, in welchem sowohl die Klebestellen des Bodenflansches angepreßt als auch die Zargenränder a1 hochgefaltet und gegen den Zargenstreifen o gepreßt werden (vgl. Fig. 3). Die Erfindung ist nicht auf die dar- gestellten Ausführungsformen beschränkt. So können beispielsweise für das Beleimen der Schachtelzuschnitte auch andere bekannte Leimvorrichtungen mit Auftragbürsten o. dgl. verwendet werden. Auch kann die Zuführung und Bildung des Schachtelhalses sowie die Vereinigung der Teile mit anderen bekannten Einrichtungen vorgenommen werden. Ebenso können auch Halsstreifen ohne Bodenflansch eingesetzt und festgeleimt werden. Auch ist das Einsetzen eines Halsstreifens -in einen bereits hochgefalteten und geleimten Schach- telteil möglich. Zweckmäßig sind dann die Schachteln nach oben trichterförmig er- weitert, um ein sicheres Einsetzen des Halses zu ermöglichen.
Claims (4)
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PATENTANSPRÜCHE: einigt «-erden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schachtelzuschnitte (a.) in einet gebrochenen, vorzugsweise rechtwinkligen Führungsbahn (e, e1) unter ortsfesten, entsprechend winklig versetzten, mit gesteuerter Abhebbewegung betätigten Beleimvorrichtungen (Leimrollen, Bürstet, u. (igl. g, g1) hindurch nach der Vereinigungsstelle (c) geführt werden, zu der auf einer rechtwinklig zur letzten Förderrichtung (e1) des Schachtelzuschnittes (a) angeordneten Zubringbahn die durch eine absatzweise wirkende Faltvorrichtung vorgefaltete" Halsteile (o, o1) herangebracht werden..i. Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem Hals, bei welcher die Schachtelzuschnitte vorher geleimt und anschließend mit dem Hals- teil unter Anpressen der Klebstellen ver- - 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Halsstreifen (o, o') unter gleichzeitigem Hochbrechen des Bodenflansches (o1) auf ein Führungsbett (q, q1, q2) geleitet wird, «-elches den Streifen in eine senkrechte Lage vor einen Zuschubstößel (r) schwenkt, der diesen zu der N"ereinigungsstelle (c) mit dem Schachtelzuschnitt (a) bewegt und dabei unter Mitwirkung von Anschlägen (ql-sl, q2-52) den Streifen (o, o1) rahmenartig umlegt.
- 3. Vorrichtung insbesondere nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsbett über der Bewegungsbahn des ZuschubstöBels (r) nach Art einer Brücke mit feststehendem Mittelteil (q) und beiderseits schwenkbar gelagerten Endteilen (q1, q'=) angebracht ist. .
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i oder =, dadurch gekennzeichnet, da# die Höhe des Zuschubstößels (r) geringer ist als die Höhe des Halsteiles (o).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU14454D DE708394C (de) | 1938-09-24 | 1938-09-24 | Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem Hals |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEU14454D DE708394C (de) | 1938-09-24 | 1938-09-24 | Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem Hals |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE708394C true DE708394C (de) | 1941-12-20 |
Family
ID=7568623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU14454D Expired DE708394C (de) | 1938-09-24 | 1938-09-24 | Vorrichtung zum Herstellen von Schachtelteilen mit eingesetztem Hals |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE708394C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2301530A1 (de) * | 1972-01-21 | 1973-07-26 | Bobst Fils Sa J | Vorrichtung zum verstaerken einer schachtel |
-
1938
- 1938-09-24 DE DEU14454D patent/DE708394C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2301530A1 (de) * | 1972-01-21 | 1973-07-26 | Bobst Fils Sa J | Vorrichtung zum verstaerken einer schachtel |
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