DE634388C - Maschine zum Abschneiden und Aufkleben von Stoff- und anderen Mustern - Google Patents

Maschine zum Abschneiden und Aufkleben von Stoff- und anderen Mustern

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DE634388C
DE634388C DEP68035D DEP0068035D DE634388C DE 634388 C DE634388 C DE 634388C DE P68035 D DEP68035 D DE P68035D DE P0068035 D DEP0068035 D DE P0068035D DE 634388 C DE634388 C DE 634388C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H37/00Article or web delivery apparatus incorporating devices for performing specified auxiliary operations
    • B65H37/04Article or web delivery apparatus incorporating devices for performing specified auxiliary operations for securing together articles or webs, e.g. by adhesive, stitching or stapling

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Maschine zum Abschneiden und Aufkleben von Stoff- und anderen Mustern Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Abschneiden und Aufkleben von Stoff- und anderen Mustern, insbesondere auf Musterblätter unter Verwendung einer endlosen Fördervorrichtung, auf welche die Blätter aneinandergereiht gelegt werden und auf deren Bahn hintereinander eine die Blätter mit Leimtupfen versehende Leimvorrichtung, sowie eine Vorrichtung zum Abschneiden der Muster von Vorratsbändern und zum Auflegen der Muster auf die mit Leimtupfen versehenen Blätter angeordnet sind.
  • Gegenüber bekannten Maschinen, die mit einer endlosen Fördervorrichtung arbeiten, welche die aufgelegten Blätter zuerst einer Vorrichtung zum Aufbringen der Leimtupfen zuführt und hierauf an eine Vorrichtung weiterbringt, welche die Muster auf die Blätter auflegt, oder bei denen eine schrittweise Vorschaltung der Papier- oder Pappeblätter erfolgt, auf die nach dem Aufbringen von Leimtupfen mittels schwingender Langgreifer die von Vorratsbändern abgeschnittenen Muster aufgeklebt werden, besteht die vorliegende Erfindung nm wesentlichen in der besonderen Durchbildung und Wirkungsweise der Maschine derart, daB als Beleimvorrichtung zwei nebeneinander angeordnete, wechselweise arbeitende Sätze von Beleimstäbchen dienen, von denen jeweils der eine Satz zum Leimaufnehmen seitlich der Förderbänder gegen den Leimbehälter senkbar und in die Ausgangslage über die zu beleimende Blätter zurückführbar ist, während gleichzeitig der andere Satz der mit Leim versehenen Stäbchen zum Beleimen der Blätter gegen diese senk- und in die Ausgangslage über den Leimbehälter zurückführbar ist und daB eine Schneidvorrichtung mit Musterablegevorrichtung vorgesehen ist zum gleichzeitigen Abschneiden mehrerer Muster von Vorratsbändern und zum Überführen der Muster auf die beleimten Blätter.
  • Dadurch wird die Arbeitsgeschwindigkeit erheblich gesteigert und die Leistungsfähigkeit der Maschine erhöht, denn die wechselweise arbeitenden Leimtupfersätze gestatten in Verbindung mit der Abschneidvorrichtung für die Muster, die von dieser auch gleich auf die beleimten Blätter abgelegt und übergeführt werden, eine raschere fortlaufende Weiterschaltung der Arbeitsstücke durch die Maschine und damit die Erhöhung der Leistung.
  • Dabei kann, wie es die Erfindung mit vorsieht zum Abschneiden, der Muster von über den Förderbändern in der Förderrichtung zugeführten Mustervorratsbändern, das Abschneidmesser für die Muster quer über den Förderbändern hinter der Beleimstelle angeordnet sein und durch die Bewegung des Messers ein Lenkarm gesteuert werden, der die Musterabschnitte auf die unter dem Messer hindurchgeführten beleimten Blätter leitet oder ablegt; oder das Abschneidmesser kann für seitlich-der Förderbänder zugeführte Stofmusterbänder in Richtung der mit den beleimten Blättern versehenen Förderbände.";" und neben denselben angeordnet sein, währefd zum Herüberholen der abgetrennten Muster.' auf die beleimten Blätter quer zur Förder= richtung der Blätter bewegbare Greifer vorgesehen sind, die die Muster erfassen, auf'4die Blätter niederlegen und andrücken.
  • In jedem Falle ist bei vereinfachter und übersichtlicher Maschinenausbildung ein einwandfrei und rasch verlaufender Arbeitsgang gewährleistet. Die Muster werden gleich an der Abschneidstelle auf die geleimten Blätter abgelegt.
  • Auch dünne oder luftdurchlässige Muster, wie Musselin, Spitzen u. dgl., die beispielsweise nicht von Langgreifern oder Saugern erfaßt und daher auch nicht mit den bekannten Maschinen verarbeitet werden können, lassen sich ohne Schwierigkeit durch die neue Maschinenausbildung verarbeiten und in fortlaufendem Arbeitsgang auf die Musterblätter auflegen.
  • In der Zeichnung ist die neue Vorrichtung in verschiedenen Ausführungsformen dargestellt. Es zeigen: .
  • Fig. i und 2 in schematischer Darstellung die Grundform und den Grundaufbau der-Maschine in Seitenansicht und Grundriß, während, Fig.3 in vergrößertem Maßstabe und von oben gesehen eine Einzelheit der Förderbandstrecke mit aufgelegtem Musterblatt zeigt, auf welches die Muster später aufgeklebt werden.
  • Fig. 4 läßt in vergrößerter Darstellung und im Schaubilde die Tupferplatte zum Aufbringen. des Klebstoffes erkennen und Fig. 5 und 6 geben ebenfalls vergrößert in Vor der- und Seitenansicht die scherenartige Abschneidvorrichtung für die Musterstreifen wieder. Weiterhin zeigt Fig. 7 in Teilansicht bzw. Längsschnitt eine mit der Abschneidvorrichtungp verbundene und zusammenwirkende Vorrichtung zum Führen und Ablegen der abgeschnittenen Musterstreifen auf die gummierten, Blätter, -Fig.8 die besonders ausgebildete schräge Ablaufbahn dieser Vorrichtung in Schaubilddarstellung, Fig. 9 und io in Teildarstellung im Längsschnitt und in Vorderansicht eine andere Ausführungsart der Abschneid- und Ablegevorrichtung für die Musterstreifen; Fig. ii und i2 zeigt. eine geänderte Ausführungsform der Maschine in Seitenansicht sowie Grundriß in schematischer Darstellung, -Fig. 13 und 14 in teilweiser Seitenansicht und im Längsschnitt die Sonderausbildung eines Spulenträgers für die Musterstreifenspulen in Form eines Wagens oder Schlittens, -. der in Verbindung mit der Abschneidvorrichhing steht, Fig. 15 eine Teilansicht einer Trocken-"- kammer in Schemadarstellung und in Verbindung mit einer selbsttätigen Förder- und Ablegevorrichtung für die fertiggestellten, also mit Mustern beklebten, Blätter.
  • Fig. 16 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Querschnitt der Maschine nach Linie x-x der Fig.2 und läßt die Tupferplatten in Stirnansicht erkennen.
  • Die in den Fig. i und z dargestellte erste Ausführungsart der Maschine zeigt einen endlosen Förderer mit vier Traggurten i (Stoffriemen o. dgl.), die über Trommeln 2 laufen und durch einen Antriebsmotor in fortlaufender Bewegung gehalten werden. Auf diesen Traggurten kommen hintereinanderliegend in zwei Reihen nebeneinander Blätter 3 zur Auflage, welche von seitlichen Zuführungstischen 4 her aufgebracht werden. Die Blätter 3 finden durch an der Außenseite des Förderers angeordnete feste Winkel oder Leisten 5 seitliche Führung und werden weiter von Rollen 6 (Fig. 3) geleitet, die zwischen den zwei mittleren Traggurten i vorgesehen sind und der Wirkung von Andruckfedern unterliegen. In der- Umkehrung können natürlich auch die Rollen 6 an der Außenseite des Förderers liegen und die feste Führung $ zwischen den beiden mittleren Riemen Anordnung finden. Zwischen den Bändern i sind stellenweise querliegende Anschläge 7 vorgesehen, die den Zweck haben, die von den Tragbändern mitgeführten Blätter 3 bei denverschiedenen hintereinanderliegenden Gummier- und Abschneidvorrichfungen vorübergehend aufzuhalten und in entsprechender Weise für den Arbeitsvorgang festzulegen. Die Anschläge 7 unterliegen deshalb abwechselnd einer hebenden und senkenden Steuerbewegung, welche durch von der Maschine angetriebene Nocken, Exzenter, Hebel o. dgl. bewirkt wird, so .daß sie wechselweise in die Trägebene einrücken und aus dieser zurücktreten. Im ersteren Falle werden die Blätter aufgehalten, im letzteren Falle können sie frei durchziehen.
  • Von dem Tragriemen i werden die darauf befindlichen Blätter 3 zunächst einer Gummiervorrichtung zugeführt, welche das gleichzeitige Gummieren von zwei Blattreihen bewirkt. 'Die Gummiervorrichtung besteht aus zwei Leirnbeckengruppen 8, welche die FörderzÜge nach beiden Seiten übergreifen und kleine Tupferplatten 9. tragen, die an der Unterfläche mit Beleirnstäbchen 9a ausgestattet sind (Fig. 4). Die Tupferplatten oder Beleimstäbchensätze 9, 9a sind gruppenweise zu zwei Paaren am Verbindungsstangen 9,1 angeordnet, die von Gelenkarmen 92 getragen sind, welche eine in der Ouerrichtung hin und her verlaufende durch einen entsprechenden Antrieb gesteuerte Bewegung ausführen (Fig. i6). Dadurch wird. jedes Paar der kleinen Tupferplatten 9, 9a zeitweilig und wechselweise über den danebenliegenden Behälter 8 geführt, indem sich die Beleimstäbchen 9¢ mit Leim überziehen, den sie dann beim Einrücken der Platten über die Tragbänder an die auf diesem liegenden Blätter 3 abgeben, so daß die Blätter mit Leimtropfen oder Tupfen versehen sind. Während das eine Plattenpaar Klebstoff aufnimmt, besorgt das andere Plattenpaar den Tupfenauftrag auf die Blätter. Nach diesem Klebstoffauftrag werden die in Reihe hintereinander auf den Tragbändern i liegenden Blätter 3 nach rechts weitergeführt und drei Gruppen von Abschneid- und Gummiervorrichtungen zugeleitet, welche querliegend über den Förderbändern angeordnet sind. Diese Vorrichtungen dienen dazu, die Aufklebmuster auf die erforderliche Länge zu schneiden und auf die mit Leimtupfen versehenen Musterblätter abzusetzen, wobei jede der Vorrichtungsgruppen eine Reihe von drei Mustern auf zwei Blätter aufbringen soll. Jede Vorrichtungsgruppe umfaßt ein Schermesser io, dessen Gestellrahmen achtzehn Spulen eingelagert trägt (Fig.5).. Diese Spulen 17 tragen die Musterstreifen aufgewickelt, die durch Walzen abgezogen und selbsttätig unter dem beweglichen Schermesser durchgeführt werden. Bewegliche Ablegekörper oder scherenartige Greifer, welche mit der Abschneidvorrichtung in Zusammenwirkung stehen, erfassen die abgeschnittenen Muster und leiten diese auf die mit Klebstoff versehenen Blätter oder legen sie auf diese auf.
  • In den Fig. 5 bis 8 ist eine vorteilhafte Ausbildungsform der Abschneid- und Aufklebvorrichtung erläutert, bei welcher das bewegliche scherenartige Greiferglied zum Abführen und Ablegen der Musterabschnitte durch eine Leitvorrichtung ersetzt ist, die von der Messerbewegung der Schere selbst mit bewegt und gesteuert wird.
  • Wie besonders aus Fig. 5 und 6 hervorgeht, ist in dein Scherenrahmen i2 das feste Untermesser 13 gelagert, welches Durchbrechungen 14 aufweist, durch welche die Tragbänder i des Förderers hindurchlaufen und durch welche demnach auch die von den Bändern mitgeführten Blätter 3 hindurchgetragen werden. Über dem festen Scherenmesser 13 ist das in senkrechter Richtung bewegliche obere Scherenmesseri5 angeordnet, dessen Schneide zweckmäßig stumpfwinklige Profilform besitzt und flachkeilförmig verläuft. Der Scherenrahmen 12 trägt abnehmbar einen Ständer 16, welcher zwei Reihen von -je neun gegeneinander wechselseitig- versetzten Spulen 17 aufnimmt, die die Musterstreifen aufgewickelt tragen. Diese werden von Rollen 18 geführt und von Walzen iga, igb abgezogen und weiter über eine gerändelte Führungswalze 20 unmittelbar über das feste Messer- 13 in die Schere geleitet.
  • Hinter bzw. an dem festen Untermesser 13 ist gemäß Fig. 7 und 8 eine schräge Ablaufbahn 21 angeordnet, welche auf ihrer Schrägfläche eine Anzahl Nuten 22 hat, die ebenfalls schräg geneigt gegen das Förderband i abfallen und zur Abführung der abgeschnittenen Musterstreifenstücke dienen. Die Ablaufbahn 21 ist mit einer Deckelklappe 23 versehen, die unter Wirkung einer Feder steht, welche bestrebt ist, die Deckelklappe offen zu halten und in die gestrichelt (Fig.7) eingezeichnete Lage 23' zu drängen. Die obere Deckelkante bleibt dabei in der Bahn des senkrecht bewegbaren Scherenmessers 15, das die Klappe niederdrückt und schließt, sobald sich das Messer senkt. Dadurch -können die Musterstückchen nicht durch Luftzug o. dgl, weggetrieben werden. Die Abwärtsbewegung des Scheremessers 15 bewirkt also einerseits das Abschneiden der durch die Schere laufenden Musterstreifen und andererseits die Einlenkung und Abführung der abgeschnittenen Streifen auf die Schrägbahn und von hier auf die gummierten Blätter, die unterhalb der Schrägbahn mit den Tragbändern hindurchziehen.
  • Derartige Abschneid- und Ableitvorrichtungen sind, wie aus Fig. i und 2 ersichtlich ist, zu dreien hintereinander über den Tragbändern angeordnet und übereinstimmend so angetrieben, daß entsprechend den drei aufzuklebenden Reihen von Mustern der Arbeitsvorgang aufgeteilt und doch im fortlaufendem Gang geregelt ist. Es kommen mithin drei Reihen von Mustern auf jedes gummierte Blatt.
  • Bei der in den Fig.9 und so dargestellten weiteren Ausführungsform der- Abschneid-und Aufklebvorrichtung sind vor dem festen unteren Messerbalken 13' eine Anzahl von in einer Reihe liegenden schwingbaren Ablegezungen 24 angeordnet, die der Anzahl der Musterstreifen entsprechen und je eine Ausnehmung 25 besitzen, in welche je ein Musterabschnitt zu liegen kommt. Die Ablegezungen 24 - sitzen auf einer Welle 26, die vor dem festen Scherenmesser 13' liegt sowie parallel' zu diesem läuft und am äußeren Ende. ein Zahnrad 27 trägt, mit dem eine Zahnstange 28 auf Trieb zusammenwirkt, welche von dem Träger des beweglichen oberen Messerbalkens 15' gesteuert wird. Unter den Ablegezungen 24 ist an. dem ünferen. Messerträger eine Platte 29 angeordnet,,. welche die Leitfläche für die darüberlaufenden Förderbänder i bildet, die vorteilhaft mit einer weichen Abdeckung 3o bezogen ist. Mit der Schere kann auch bei dieser Ausführung ein Spulengestell 16 zur Aufnahme und Ableitung der Musterstreifen verbunden werden, wie dies bereits vorher beschrieben und in Fig. 5 bis 6 mit dargestellt ist. Die Ablegezungen,24 sind derart bewegbar und gesteuert, daß sie die von der Schere abgeschnittenen Musterstreifen aufnehmen und dann nach auswärts schwingen, um die Streifen auf die vorgummierten Papierblätter abzulegen und aufzudrücken, die auf der Tischfläche 29 angehalten werden.
  • Bei den bisher beschriebenen Abschneid-und Aufklebvorrichtungen ist der Spulenhalterrahmen 16 abnehmbar vorgesehen; . er wird vorteilhaft auf Schienen geführt, so daß er nach Leerwerden der Spulen rasch abgenommen und durch einen vollen. Spulenhalter ersetzt werden kann.
  • Die fertig mit Mustern beklebten Blätter werden am hinteren Ende der Maschine bzw. des Förderers von den Förderbändern durch eine in senkrechter Bewegung gesteuerte Hebeplatte 3 i abgenommen und in einen anschließenden Trockenraum 32 übergeleitet (Fig. i, 2).
  • Die in Schemaanordnung gezeigte Änderungsausführung der Maschine gemäß Fig. i i und i2 läßt eine Bauform erkennen, bei welcher der endlose Förderer nur zur Aufnahme einer einzigen Reihe von hintereinanderliegenden Musterblättern eingerichtet ist. Die Fördervorrichtung ist dabei vorteilhaft durch über Räder 34 laufende endlose Ketten 33 gebildet, deren Antrieb so geregelt ist, daß er die Förderketten mit Unterbrechung um das jeweils erforderliche Förderwegstück weiter-, schaltet. Die Kettenzüge sind mit Festhaltevorrichtungen für die aufgelegten Blätter versehen. An der Zuführungsseite der Maschine ist seitlich ein Zubringertisch angeordnet, welcher zwei Blattstöße aufnehmen kann und einen Bogenanleger 35 trägt, der das gleichzeitige Zuführen ljnd Einlegen von zwei Blättern gestattet. Die hinter dem Einlegetisch vorgesehene Gummiervorrichtung besitzt zwei Leimbecken 36, die beiderseits des Förderzuges angeordnet sind und mit zwei Paar Beleimstäbchenplatten 37 arbeiten, ähnlich derjenigen, wie sie in Fig.4 gezeigt sind. Diese kleinen Leimauftragplatten unterliegen einer wechselseitigen Querbewegung, so daß zeitweilig jedes Plattenpaar über das anstoßende Becken zur Klebstoffaufnahme eingerückt wird. Während das eine Plattenpaar Klebstoff aufnimmt, rückt das andere Plattenpaar über den Kettenzug ein und versieht das darauf befindliche Blatt mit Leimtupfen. Seitlich des Förderzuges ist nur eine Schere 38 angeordnet, welche das gleichzeitige Zerschneiden und Abführen von drei Reihen Musterstreifen sicherstellt. Hinter der Schere ist ein abnehmbarer Wagen 39 vorgesehen, welcher die Musterspulen trägt und auch die Abführwalzen aufnimmt, die zum Abzuge und zum Weiterleiten der Musterstreifen dient. In Fig. 13 und 14 ist eine solche Wagenausführung beispielsweise gezeigt. Zwei Seitenwände 4o sind durch einen Querträger 41 verbunden und ruhen mit ihren abgewinkelten Enden in Führungsschienen 42, welche im Rahmengestell der Schere vorgesehen sind. Die Seitenwände4o tragen als Spulenhalter 44 aufwärts strebende Arme, welche auf Querstreben 43 befestigt sind. Die Spulen 45 liegen mit ihren Achsen in den Haltern 44, und zwar sind sie in zwei Reihen angeordnet, die gegenseitig versetzt sind. Führungswalzen 46, 47, die zwischen den Seitenwänden angeordnet sind, dienen zur Führung für die von den Spulen kommenden Musterstreifen, die von weiteren Walzenpaaren 48 abgezogen und in die Schere 49, 50 eingeführt werden. Die Spulenwagen sind auch hier auswechselbar auf dem Scherengestell vorgesehen, so daß ein leerer Wagen rasch durch einen vollen Spulenwagen ersetzt werden kann.
  • Der Spulenträger kann natürlich auch unabhängig von der Schere oder dem Rahmengestell der Schere angeordnet werden und beispielsweise durch ein Fahrgestell neben der Maschine gebildet sein, das ebenfalls rasch auswechselbar ist. Für diesen Fall werden dann die Spulen zweckmäßig in Reihen übereinander statt in Reihen hintereinander angeordnet. Die aus der Schere 38 kommenden Musterabschnitte werden von drei quer zur Förderrichtung der Blätter beweglichen Greifern 51 erfaßt und auf die auf der Fördervorrichtung liegenden gummierten Blätter herübergeholt und aufgedrückt (Fig. i2).
  • Die Greifer führen gegenüber der Schere eine Hinundherbewegung aus, und jeder der Greifer hat die Aufgabe, eine Reihe von Mustern auf eines der drei Blätter abzusetzen, die gerade vor der Schere stehen. Nach dem Aufkleben gelangen die nun fertigen Blätter in eine am Ende der Förderbahn vorgesehene an sich bekannte Trockenkammer 52. Diese Kammer besitzt, wie besonders aus Fig. 15 entnommen werden kann, zwei senkrechte Schächte 53, .54, in denen flache Behälter oder Zellen 55 übereinanderliegen, welche je zur Aufnahme eines Musterblattes dienen, um sie gegen gegenseitige Berührung zu schützen. In dem Schacht 53 werden die Flachbehälter mit den jeweils eingeführten fertigen Musterblättern fortschreitend von unten nach oben gehoben. Die obersten Behälter gelangen in die Bahn eines Schiebers 56, der, auf Rollen geführt, hin und her bewegt wird, und zwar durch eine Kurbelscheibe 57 über das Gestänge 58, 5g. Der Schieber 56 bringt bei seiner Einwärtsbewegung die obersten Flachbehälter über eine Pendelbrücke 6o in den zweiten Schacht 54 hinüber, und zwar setzen sich die übergeschobenen Behälter oben auf den Stapel 55 des Schachtes 54 auf. Der Stapel senkt sich jeweils innerhalb des Schachtes. Da die Behälter in ihrem hinteren Teile offen sind, stehen die eingeschobenen Blätter vor, so daß sie dann aus den jeweils untersten Behältern des Stapels mit der Hand paketweise herausgezogen und abgenommen werden können.
  • Das Zubringen der Blätter kann beispielsweise unter Anwendung eines an sich bekannten selbsttätigen Einlegers erfolgen. Die Beleimvorrichtungen können anstatt der Tupferstäbchen 9a aus unelastischem Baustoff auch gleichwertige Glieder aus elastischem Baustoff, wie Weichgummi u. dgl., aufweisen. Auch die Zahl und Anordnung der Gummier-und Abschneidvorrichtungen kann natürlich je nach Art der herzustellenden Musterblätter eine beliebige sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Abschneiden und Aufkleben von Stoff- und anderen Mustern, insbesondere auf Musterblätter unter Verwendung einer endlosen Fördervorrichtung, auf welche die Blätter aneinandergereiht gelegt werden und auf deren Bahn hintereinander eine die Blätter mit Leimtupfen versehende Leimvorrichtung sowie eine Vorrichtung zum Abschneiden der Muster von Vorratsbändern und zum Auflegen der Muster auf die mit Leimtupfen versehenen Blätter angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Beleimvorrichtung zwei nebeneinander angeordnete, wechselweise arbeitende Sätze von Beleimstäbchen (9a) dienen, von denen jeweils der eine Satz zum Leimaufnehmen seitlich der Förderbänder (i) gegen den Leimbehälter (8) senkbar und in die Ausgangslage über die zu beleimenden Blätter zurückführbar ist, während gleichzeitig der andere Satz der mit Leim versehenen Stäbchen zum Beleimen der Blätter gegen diese senk- und in die Ausgangslage über den Leimbehälter zurückführbar ist und daß eine Schneidvorrichtung mit Musterablegevorrichtung vorgesehen ist zum gleichzeitigen Abschneiden mehrerer Muster von. Vorratsbändern und zum Überführen der Muster auf die beleimten Blätter.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß quer über den Förderbändern hinter der Beleimstelle ein Messer (i5, i3') vorgesehen ist zum Abschneiden der Muster von über den Förderbändern in der Förderrichtung zugeführten Mustervorratsbändern, und daß durch das Messer ein Arm (23 oder 2q.) bewegbar ist, der die Musterabschnitte auf die unter dem Messer (i5, i5') hindurchgeführten beleimten Blätter leitet oder ablegt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschneidmesser (38) für seitlich der Förderbänder zugeführte Stoffmusterbänder in Richtung der mit den beleimten Blättern versehenen Förderbänder und neben denselben angeordnet ist, während zum Herüberholen der inzwischen abgeschnittenen Muster auf die beleimten Blätter quer zur Förderrichtung der Blätter bewegbare Greifer (5r) angeordnet sind.
DEP68035D 1932-08-22 1933-08-15 Maschine zum Abschneiden und Aufkleben von Stoff- und anderen Mustern Expired DE634388C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0075281A1 (de) * 1981-09-18 1983-03-30 Christian Viertel Verfahren und Vorrichtung zum Einkleben von Stoffmuster-Proben in Kataloge

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0075281A1 (de) * 1981-09-18 1983-03-30 Christian Viertel Verfahren und Vorrichtung zum Einkleben von Stoffmuster-Proben in Kataloge
WO1983001058A1 (fr) * 1981-09-18 1983-03-31 Christian Viertel Procede et dispositif pour coller des echantillons de tissu dans des catalogues

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