DE511121C - Drossel mit ferromagnetischem Kern fuer mit Wechselstrom ueberlagerten Gleichstrom - Google Patents
Drossel mit ferromagnetischem Kern fuer mit Wechselstrom ueberlagerten GleichstromInfo
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- DE511121C DE511121C DET34684D DET0034684D DE511121C DE 511121 C DE511121 C DE 511121C DE T34684 D DET34684 D DE T34684D DE T0034684 D DET0034684 D DE T0034684D DE 511121 C DE511121 C DE 511121C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
- H02M1/00—Details of apparatus for conversion
- H02M1/14—Arrangements for reducing ripples from DC input or output
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Description
DEUTSCHES REICH
'v䣧i;
AUSGEGEBEN AM
34.3.1931.
ν.
REICHSPATENTAMT
ilK**!fi PATENTSCHRIFT
fr 511121 KLASSE 21a4 GRUPPE 35 /\
Ύ 34684 VIIIaJ2Ia*
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 16. Oktober
Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b. H. in Berlin*)
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Selbstinduktion von elektromagnetischen Apparaten,
die vom Wellenstrom durchflossen sind, künstlich zu vergrößern. Hauptsächlieh
kommen solche Apparate in Betracht, bei denen der Wechselstrom verhältnismäßig klein ist im Vergleich zum Gleichstrom (Tonbeseitigungsdrosseln
u. dgl.). Man hat diese Apparate bis jetzt nach denselben Grundsätzen
gebaut wie gewöhnliche, als Sperre für reinen Wechselstrom dienende Drosseln.
Eine nähere Untersuchung zeigte jedoch den großen Unterschied zwischen beiden
Arten der Apparate und zugleich einen neuen Weg zum Bau und zur Bemessung der Apparate
(Drosseln) mit Überlagerung des Gleichstromes mit einem verhältnismäßig kleinen Wechselstrom, im nachstehenden
kurz als Apparate für Wellenstrom bezeich-
ao net.
Bei einer gewöhnlichen Drossel (für reinen Wechselstrom) schwankt die Induktion von
+ B bis — B, und die Selbstinduktion ist:
,. B-AW-V-XQ-8
B = maximale Induktion in Gauß,
A W— maximale Amperewindungen/cm,
i0 = maximaler Wechselstrom,
V— Eisenvolumen in cm3.
A W— maximale Amperewindungen/cm,
i0 = maximaler Wechselstrom,
V— Eisenvolumen in cm3.
Bei Apparaten mit Wellenstrom dagegen ist die Selbstinduktion, wie man beweisen
kann:
L ^=
äAW
AW%
A Wg = Gleichstrom—Amperewindungen/cm,
ig = Gleichstrom=angenähert dem Gesamtstrom,
d Bg= Differentialquotient von Bg nach A Wg.
dAWg ■ Aus den Gleichungen ist ersichtlich, daß,
um bei gegebenem Eisenvolumen ein möglichst großes L zu bekommen, bei der gewöhnlichen
Drossel das Produkt
bei der Drossel mit Wellenstrom und gegebener Gleichstromkomponente dagegen das
Produkt
möglichst groß sein muß.
Bei der Drossel für Wellenstrom kommt es also darauf an, daß bei möglichst großem
Wert von AWg der Wert von ' &r°ß
ist. Die Größe von Bg an sich ist dagegen
gleichgültig, sie kann sogar Null sein.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Mendel Osnos in Berlin,
Nach der Erfindung wird dieses in folgender Weise erreicht:
Man magnetisiert vorher den Eisenkern ziemlich stark, z. B. bis zum Punkt B1 der
Abb. i, -unterbricht die Magnetisierung, so
daß ein Remanenzmagnetismus B2 übrigbleibt,
und magnetisiert nun durch den Betriebswellenstrom in umgekehrter Richtung. Die Windungszahl des Apparates wählt man
ίο aber so, daß der Magnetismus des Kernes ganz oder nahezu ganz verschwindet, so daß
man angenähert auf den .Punkt Bl der
Hysteresisschleife kommt. In diesem Punkt
J T>
ist aber der Wert von groß und auf
alle Fälle größer als bei dem entsprechenden Wert von AWg auf der sogenannten jungfräulichen
Kurve i. Nach der Erfindung arbeitet man also bei den 'obengenannten
Apparaten nicht, wie gewöhnlich, auf dem jungfräulichen Zweig der Magnetisierungskurve, sondern auf der Hysteresisschleife, und
zwar an den Stellen, wo der Wert von ·
dBg
dAWg möglichst groß ist und größer ist als auf der
jungfräulichen Kurve.
Man wird daher auch nicht auf der Hysteresisschleife zwischen den Punkten B1
und B2 arbeiten, da dort der Wert von *"
kleiner ist als auf der jungfräulichen Kurve.
Man kann aber dagegen auch auf dem Zweig 3 in der Nähe des Punktes B\ arbeiten.
Da bei vielen Apparaten die Wechselströme und somit die Eisenverluste sehr
klein sind, so kann es sogar zweckmäßig sein, die Hysteresisschleife künstlich zu vergrößern,
um möglichst große AWg bei großem Wert
von zu bekommen. Man erreicht d A Wg
dieses dadurch, daß man entgegen der gewöhnlichen Praxis Eisen mit großem Hysteresisverlust
wählt.
Was nun die praktische Verwendung soleher Drosseln anbelangt, so ist diese sehr
mannigfach. Im folgenden seien nur einige besonders wichtige Beispiele und die Art der
Verwendung angegeben.
So ist bei Siebketten, die die Wechsel-Stromkomponente eines Wellenstromes unterdrücken
sollen, die Verwendung einer Drossel gemäß der Erfindung besonders geboten.
Eine derartige Tonbeseitigungsdrossel findet Anwendung in der Speiseleitung zu Elektronenröhrenverstärkern
sowohl in RÖhrensender- wie in Röhrenempfangsschaltungen, bei denen die Anodenspannung durch Gleichrichtung
eines Wechselstromes gewonnen wird.
In der Abb. 2 ist ganz schematisch eine solche Schaltung dargestellt. G stellt den
,Gleichrichter, dem über einen Transformator Tr die Wechselspannung zugeführt
wird, dar. 1? ist die Elektronenröhre, der
über die Drossel D und parallel geschaltete Kondensatoren C die Gleichspannung zugeführt
werden soll. Damit nun diese Drossel den im Betriebe störenden Wechselstromton
möglichst gut beseitigt, wird erfindungsgemäß der Kern der Drossel, der zweckmäßig aus
einem Material mit starker Hysteresis bestehen soll, zuerst vormagnetisiert und mit
einer derartigen Windungszahl versehen, daß im Betriebe der Arbeitspunkt auf einer steilen
Stelle der Hysteresisschleife liegt. Es ist dabei von Wichtigkeit, daß der durch einmalige
Vormagnetisierung und durch die folgende Entmagnetisierung durch den Gleichstrom des Betriebswellenstromes eingestellte
Arbeitspunkt sich im Laufe der Zeit nicht merklich verändert. Sollte jedoch der
magnetische Zustand sich nach längerer Betriebsdauer verändern, so ist eine Wiederherstellung
desselben unschwer zu erreichen. Zu diesem Zweck ist es nur erforderlich, durch
die Drossel wicklungen einen genügend starken Magnetisierungsstrom von entgegengesetzter
Richtung als die des im Betriebe verwendeten Stromes zu schicken, um dann
wieder auf den früheren Arbeitspunkt (gemeint ist z.B. der Punkt α gemäß Abb. 1)
zurückzukommen. Es kann daher bei den Anordnungen, bei denen diese Drossel verwendet
wird, eine besondere Vorrichtung vorgesehen sein, die es ermöglicht, durch einfache
Betätigung eines' Schalters diesen Magnetisierungsstrom durch die Drossel zu
schicken. Im Falle der betrachteten Schaltung nach Abb. 2 wäre eine solche Neumagnetisierung
der Drossel einfach dadurch zu erreichen, daß die Röhre kurzgeschlossen
und die Stromzuführungen zur Drossel umgepolt würden. Dieses ist durch einen Schalter
6" zu erreichen, der den Gleichstromkreis im richtigen Sinn durch die Drossel schließt.
Eine andere Anwendung der Drossel gemäß der Erfindung ist in Abb. 3 dargestellt,
wo die Drossel D im Anodenkreis einer Verstärkerröhre liegt und die Aufgabe hat, nur
den Gleichstrom der Röhre durchzulassen, damit möglichst der gesamte Wechselstrom
über den Kapazitätszweig C fließt. Auch bei dieser Anordnung wird also die Drossel unter
den Einfluß eines Gleichstromes und eines überlagerten Wechselstromes gestellt und
bietet demgemäß für die Wechselstromkomponente einen besonders hohen Widerstand.
Eine weitere Verwendungsart ist in Abb. 4 dargestellt, wo die Drossel D als Telephonmagnet
ausgebildet ist. In dieser Anwendung werden die Magnetisierungsänderungen, die
durch die Sprechströme hervorgerufen wer-
den, zur Betätigung der Telephonmembran M ausgenutzt.
Die in der Leitung LL und der Telephonmagnetwicklung D fließenden Sprechströme
— Wechselströme von verhältnismäßig kleiner Amplitude — überlagern sich hier während
des Sprechverkehrs mit dem Gleichstrom, den die Batterie B1 bei der durch vollausgezogene
Linien angedeuteten Stellung des ίο Schalters S liefert. Der für die starke Vormagnetisierung
notwendige Strom wird durch die beiden Batterien B1 und B2, die bei der
durch punktierte Linien angedeuteten Lage des Schalters S in Reihe geschaltet sind, geliefert,
so daß dabei eine etwa dem Punkt b der Abb. 1 entsprechende Vormagnetisierung
erzeugt wird. Gleich danach wird durch Umlegung des Schalters 5 in die Betriebslage
der Gleichstrom der Drossel D umgekehrt und geschwächt, so daß man etwa auf den
Punkt« der Hysteresisschleife (Abb. 1) gelangt. Man kann den Schalter S derart
zwangläufig mit dem Aufhängehaken des Hörers verbinden, daß jedesmal beim Anas
heben des Telephonhörers der Schalter auf eine kurze Zeit in die Vormagnetisierungslage
und dann in seine Betriebslage kommt. Die Beispiele lassen sich natürlich beliebig
vermehren. Die Drossel gemäß der Erfindung findet überall da Anwendung, wo mit kleinen
Wechselstromänderungen große In'duktionswirkungen erzielt werden sollen. Hat man
z. B. reinen Wechselstrom zur Verfugung und nicht Wellenstrom, so kann man durch Zuschaltung
einer Gleichstromquelle den erforderlichen Gleichstromanteil aufbringen, um die Amperewindungszahl zu erreichen, die
zu dem günstigen Arbeitspunkt auf der Hysteresisschleife gehört.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Drossel mit ferromagnetischem Kern für mit Wechselstrom überlagerten Gleichstrom (Wellenstrom), insbesondere Siebdrossel von Netzanschlußgeräten, Telephonhörerelektromagneten u. dgl., gekennzeichnet durch eine derartige Wahl von Kerndimensionen und Windungszahl, daß der Arbeitspunkt durch den Betriebswellenstrom nach besonders erfolgter starker Magnetisierung durch einen dem Betriebswellenstrom entgegengesetzt gerichteten Strom auf einen Punkt der Hysteresisschleife zurückverlegt ist, wo ihr Verlauf steiler ist als bei der jungfraulichen Kurve.
- 2. Drossel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Eisen mit großen Hysteresisverlusten verwendet ist.
- 3. Drossel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vormagnetisierung des Kerns so gewählt ist, daß durch den Gleichstrom des Betriebswellenstromes der Kern entmagnetisiert ist (5 = 0).
- 4. Einrichtung zur Erneuerung der Vormagnetisierung bei der Drossel nach Anspruch ι oder folgenden, gekennzeichnet durch eine Umschaltvorrichtung (S) zur vorübergehenden Einschaltung einer besonderen Magnetisierungsstromquelle (Abb. 4) oder zur Beschickung der Drossel mit dem umgekehrten und verstärkten Strom der vorhandenen Betriebswellenstromquelle (Abb. 2).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET34684D DE511121C (de) | 1928-02-17 | 1928-02-17 | Drossel mit ferromagnetischem Kern fuer mit Wechselstrom ueberlagerten Gleichstrom |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET34684D DE511121C (de) | 1928-02-17 | 1928-02-17 | Drossel mit ferromagnetischem Kern fuer mit Wechselstrom ueberlagerten Gleichstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE511121C true DE511121C (de) | 1931-03-14 |
Family
ID=7558675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET34684D Expired DE511121C (de) | 1928-02-17 | 1928-02-17 | Drossel mit ferromagnetischem Kern fuer mit Wechselstrom ueberlagerten Gleichstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE511121C (de) |
-
1928
- 1928-02-17 DE DET34684D patent/DE511121C/de not_active Expired
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