DE509643C - Verfahren zur Herstellung eines Silikatzementes fuer zahnaerztliche Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Silikatzementes fuer zahnaerztliche Zwecke

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DE509643C
DE509643C DEM99000D DEM0099000D DE509643C DE 509643 C DE509643 C DE 509643C DE M99000 D DEM99000 D DE M99000D DE M0099000 D DEM0099000 D DE M0099000D DE 509643 C DE509643 C DE 509643C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Silikatzementes. für zahnärztliche Zwecke In der Zahnheilkunde werden zum Füllen Jer Zähne die sogenannten Silikatzemente, die im Gegensatz zu den zu gleichem Zwecke verwendeten Zinkphosphatzementen transparent und dem Zahnschmelz ähnlicher sind, sehr viel verwendet.
  • Die Silikatzemente haben im Gegensatz zu den Zinkphosphatzementen, deren Pulver nur aus Oxyden zusammengesetzt ist, den großen Nachteil, daß sie nach der Erhärtung keine strukturell gleichmäßige Masse bilden, weil eine große Menge des in der Phosphorsäure enthaltenen Wassers nicht zur Abbindung kommt, sondern nur adsorptiv festgehalten wird. Daraus ergeben sich folgende 'Nachteile: i. Die Masse ist nicht widerstandsfähig genug gegenüber allen lösenden Agenzien, z. B. Wasser und Speichel.
  • 2. Die Masse ist in der Form nicht beständig und schrumpft.
  • 3. Die Masse verbindet sich nicht genügend mit den Wänden einer Kavität im Zahn und läßt Speichel und Bakterien unter die Füllung eindringen.
  • Zum Beweise dafür diene folgender Versuch: Füllt man die eine Hälfte eines nach beiden Enden zu offenen Glasröhrchens an dem einen Ende mittels eines passenden Stempels mit Silikatzement und stellt dann den gefüllten Teil des Glasröhrchens in ein mit Wasser gefülltes Gefäß, so kann man schon nach kurzer Zeit mit blauem Lakmuspapier feststellen, daß sich die Füllung mit Wasser vollgesogen hat.
  • Nach dem den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Verfahren wird die Aufgabe, ein vollkommenes und den Anforderungen entsprechendes Füllungsmaterial zu schaffen, dadurch zu lösen versucht, daß man den zur Erzeugung eines Silikatzementes erforderlichen Materialien Alaun in bestimmten Mengen zufügt, z. B. auf 3 bis 6 g der üblichen Zemente i g Alaun. Dabei ist es gleichgültig, ob der Alaun dem Pulver des Silikatzementes oder der Säure oder beiden zugleich zugesetzt wird.
  • Die Stoffe werden jedoch nicht getrennt voneinander verwendet, sondern es wird z. B. das Pulver des Silikatzementes mit entsprechenden Mengen von Alaun vermengt. Selbstredend bleibt es jedoch anheimgestellt, das neue Füllungsmaterial derart herzustellen, daß man während des Anrührens des Zementbreis die erforderlichen Mengen von Alaun zusetzt.
  • Wesentlich bei diesem neuen Verfahren ist, daß man den Silikatzementen Alaun in einer Menge beifügt, daß dadurch die Formbeständigkeit der Masse erreicht wird.
  • Bei allen bisher im Handel befindlichen Silikatzementen, deren Zusammensetzung nicht genau bekannt ist, ist es jedenfalls noch nicht geglückt, die Formbeständigkeit zu erzielen; dabei ist es gleichgültig, ob bereits kleinere Mengen von Alaun in diesen Silikatzementen enthalten sein sollten.
  • Der Zusatz einer größeren Menge von Alaun zum Zwecke der vollkommenen Abbindung des Wassers ist bisher bei allen Silikat-_ _ zementen, die bekannt und daraufhin untersucht worden sind, noch nicht angestrebt worden.
  • Dem Alaun können auch noch andere Stoffe, z. B. basische Anilinfarbstoffe, zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Silikatzementes als Füllungsmaterial für zahnärztliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß Alaun entweder allein oder in Mischung mit anderen Stoffen vor dem Gebrauch dem Pulver oder der zur Herstellung des Zementes erforderlichen Säure oder beiden zugleich in einer so erheblichen Menge zugesetzt wird, daß dadurch die Formbeständigkeit des Zementes erzielt wird.
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