DE50862C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung versteifter Corsetteinlagen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung versteifter CorsetteinlagenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29B—PREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
- B29B15/00—Pretreatment of the material to be shaped, not covered by groups B29B7/00 - B29B13/00
- B29B15/08—Pretreatment of the material to be shaped, not covered by groups B29B7/00 - B29B13/00 of reinforcements or fillers
- B29B15/10—Coating or impregnating independently of the moulding or shaping step
- B29B15/12—Coating or impregnating independently of the moulding or shaping step of reinforcements of indefinite length
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- B29B15/125—Coating or impregnating independently of the moulding or shaping step of reinforcements of indefinite length with a matrix in liquid form, e.g. as melt, solution or latex by dipping
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 39: Horn, Elfenbein und plastische Massen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. März 1889 ab.
Gegenstand der neuen Erfindung bildet die Herstellung von Corsetteiniagen, welche dem
Corsett die Eigenschaft ertheilen, die auf der Appreturbüste angenommene Form beizubehalten,
was bei Anwendung der bekannten Einlagen nur sehr unvollkommen der Fall ist, indem mit letzteren versehene Corsets, sobald
sie von den heifsen Büsten entfernt sind und erkalten, weil die Einlagen sich dehnen, nicht
in der erlangten Form verharren.
Dieser Uebelstarid wird durch das neue Verfahren vermieden. Es werden nach demselben
mehrere Lagen dünnes Metall, dünnes Fischbein, dünnes Rohr oder irgend ein anderes zu
Corsetteiniagen geeignetes Material in der Art vereinigt, dafs dieselben die Form eines Corsettstabes
erhalten, und dafs sowohl der hohle Raum zwischen den einzelnen Lagen von einer Masse durchdrungen, als auch das Ganze von
derselben umhüllt wird, welche Masse bei der Hitze der Büsten erweicht, nach dem Abnehmen
von den Büsten aber wieder steif wird. Corsetts, welche mit solchen Einlagen gearbeitet sind, behalten vollständig die auf der
Büste erlangte Form bei. Bei Anwendung von Metall in Verbindung mit der Masse ist ein
Rosten der Stäbe unmöglich und daher das Brechen der Stäbe bedeutend vermindert.
Die Masse wird hergestellt, indem man
'20 Theile in Wasser aufgequollenen Leim, 20 - gereinigte Gerbsäure,
5 - Guttapercha und
2 - Schwefel
'20 Theile in Wasser aufgequollenen Leim, 20 - gereinigte Gerbsäure,
5 - Guttapercha und
2 - Schwefel
in 20 Theilen Wasser so lange unter Umrühren kochen läfst, bis eine zähe, dicke Masse
entstanden ist.' Die Mengenverhältnisse können in gewissen Grenzen geändert werden, auch
können, wenn man- gröfsere Geschmeidigkeit erreichen will, der Masse geringe Mengen
Glycerin zugesetzt werden.
Um die Corsettstäbe zweckentsprechend mit
der Masse zu tränken und eine richtige Verbindung derselben mit ihr herzustellen, wird
der nachstehend beschriebene Apparat angewendet.
In der Zeichnung stellt dar:
Fig. ι die Seitenansicht des Apparates,
Fig. 2 die Vorderansicht desselben und
Fig. 3 den Grundrifs desselben.
Die zu einem Strang vereinigte Corsetteinlage wird auf die Rolle A (Fig. 1 und 2, rechte Seite) aufgewickelt und ihr vorderes Ende durch die Maschine gezogen. Der Antrieb der Maschine erfolgt durch die im Gestell gelagerte Welle B, welche entweder durch eine Tretvorrichtung oder durch eine Transmission in Rotation versetzt wird. Durch die auf der Welle B sitzende Schnurrolle Ö wird die obere, auf der Welle D befestigte Schnurrolle E angetrieben, und hierdurch werden die auf der Welle D sitzenden Wurme F und G gedreht, welche die Wurmräder H und J in Bewegung setzen. Auf den Achsen der Wurmräder H und J sitzen die Zahnräder K, welche in die oberhalb befindlichen Zahnräder L eingreifen, sowie die in den Ständern M und N gelagerten Walzen O, über welchen sich die. Druckwalzen P befinden. Auf den Achsen der letzteren sind äufsen die Zahnräder L befestigt, so dafs beim Ingangsetzen der Maschine der Strang durch die Walzenpaare O P angezogen und straff gehalten und auf der anderen Seite
Fig. ι die Seitenansicht des Apparates,
Fig. 2 die Vorderansicht desselben und
Fig. 3 den Grundrifs desselben.
Die zu einem Strang vereinigte Corsetteinlage wird auf die Rolle A (Fig. 1 und 2, rechte Seite) aufgewickelt und ihr vorderes Ende durch die Maschine gezogen. Der Antrieb der Maschine erfolgt durch die im Gestell gelagerte Welle B, welche entweder durch eine Tretvorrichtung oder durch eine Transmission in Rotation versetzt wird. Durch die auf der Welle B sitzende Schnurrolle Ö wird die obere, auf der Welle D befestigte Schnurrolle E angetrieben, und hierdurch werden die auf der Welle D sitzenden Wurme F und G gedreht, welche die Wurmräder H und J in Bewegung setzen. Auf den Achsen der Wurmräder H und J sitzen die Zahnräder K, welche in die oberhalb befindlichen Zahnräder L eingreifen, sowie die in den Ständern M und N gelagerten Walzen O, über welchen sich die. Druckwalzen P befinden. Auf den Achsen der letzteren sind äufsen die Zahnräder L befestigt, so dafs beim Ingangsetzen der Maschine der Strang durch die Walzenpaare O P angezogen und straff gehalten und auf der anderen Seite
der Maschine wieder auf eine andere Rolle gewickelt wird. In der Mitte der Maschine ist
ein mit einem Dampfmantel versehener Kessel auf einem Ständer angeordnet, in welchem die
oben beschriebene fertige Masse durch Dampf warm erhalten wird. Der innere, die Masse
enthaltende Kessel Q hat nach beiden Seiten durch den Dampfmantel R hindurch gehende
Rohransätze, von welchen der eine ein Mundstück S trägt, welches genau die runde oder
rechteckige Form des Stranges hat. Der andere, nach hinten gehende Rohransatz i/des Kessels Q
ist von einem mit dem Dampfmantel R zusammenhängenden Dampfmantel T mit Dampfzuführungsrohr
χ umgeben, welcher auf einem Rohr ein Manometer zum Ablesen des Dampfdruckes
trägt. Unten am Dampfmantel R ist ein Ablafsrohr für das Condensationswasser angebracht.
Der aus dem Dampfmantel T hervorstehende Rohransatz U wird von einem
Ständer ν getragen und trägt ein Mundstück, an welchem ein besonderer Abstreifer W angebracht
ist, dessen Oeffhung genau die Form des fertigen Stranges hat und zum Auswechseln
dieser Formen eingerichtet ist. Während des Durchgangs des Stranges durch den mit Dampf
geheizten Kessel Q mit Rohransatz U umschliefst und durchdringt die Masse den Strang,
welcher am Ende des konisch zulaufenden Rohres U äufserlich abgestreift wird und aufsen
erhärtet.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Verfahren zur Herstellung von versteiften Corsetteinlagen, darin bestehend, dafs die Einlagen mit einer aus etwa 20 Theilen Leim, 20 Theilen Gerbsäure, 5 Theilen Guttapercha und 2 Theilen Schwefel hergestellten Masse durchtränkt und umhüllt werden.
- 2. Zur Ausführung des in Anspruch 1. angegebenen Verfahrens eine Vorrichtung, mittelst deren der Einlagestrang durch Walzen OP hindurchgezogen und gespannt gehalten wird und durch einen mit der genannten Masse gefüllten Kessel Q mit Abzweigungen U hindurchgeht, welche letzteren die Mundstücke S und W tragen und von den Dampfmänteln R und T umgeben sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE50862T | 1889-03-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50862C true DE50862C (de) | 1890-04-17 |
Family
ID=325675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188950862D Expired DE50862C (de) | 1889-03-27 | 1889-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung versteifter Corsetteinlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50862C (de) |
-
1889
- 1889-03-27 DE DE188950862D patent/DE50862C/de not_active Expired
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