DE506503C - Vorrichtung zum Weiterschalten eines Bildstreifens in einer Projektionsvorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum Weiterschalten eines Bildstreifens in einer ProjektionsvorrichtungInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B1/00—Film strip handling
- G03B1/18—Moving film strip by means which act on the film between the ends thereof
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Weiterschalten eines Bildstreifens
in einer Projektionseinrichtung. Es ist bekannt, Projektionseinrichtungen dieser Art
mit einem von einem absatzweise erregten Relais überwachten Elektromagneten zu versehen,
der einen Motorschalter und eine Stillsetzvorrichtung gleichzeitig steuert. Bei diesen bekannten Einrichtungen muß der
Elektromagnet so lange erregt bleiben, wie der Motor laufen soll, denn bei der Aberregung
würde sofort eine Öffnung des Motorschalters und Einrückung der Stillsetzvorrichtung
eintreten. Gemäß der Erfindung tritt
»5 unmittelbar nach der Erregung des Elektromagneten eine Aberregung wieder ein, was
nicht sofort eine Öffnung des Motorschalters zur Folge hat, sondern lediglich eine Einbringung
der Stillsetzvorrichtung in Betriebsbereitschaft. Sobald die Stillsetzvorrichtung
in einem ganz bestimmten Zeitpunkt ausgelöst wird, wird hierdurch, d. h. gewissermaßen
durch die Stillsetzvorrichtung der Motorschalter geöffnet.
Die gleichzeitige Steuerung des Motorschalters und der Stillsetzvorrichtung erfolgt
durch eine durch den Elektromagneten verschiebbare Stange, die einerseits den Motorschalter
öffnet und andererseits in eine Einkerbung am Umfange einer Sperrscheibe eingreift.
Diese Stange bildet also eine starre mechanische Kupplung zwischen dem Motorschalter
und der Stillsetzvorrichtung, und irgendwelche Seilzüge, wie sie sonst üblich sind und ständig die Ursache von Betriebsstörungen
sind, sind gar nicht erforderlich.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar.
Abb. ι ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Projektionseinrichtung, und
Abb. 2 ist eine Draufsicht nach Entfernung des Deckels.
Alle Teile der Projektionseinrichtung sind in einem Gehäuse 10 angeordnet, welches
durch einen Deckel 11 \rerschlossen wird. Die
eine Endwand ist mit einer Glasscheibe 12 versehen, deren Ränder in Nuten 13 eintreten,
welche sich an dem Boden und den Seitenwänden des Gehäuses befinden. Die Glasscheibe
ist vorzugsweise mattiert, damit das projezierte Bild auf der Mattscheibe sichtbar
wird und nicht etwa durch dieselbe hindurchgeht, was der Fall wäre, wenn die Glasscheibe
vollkommen durchsichtig wäre. Ein Reflektor 14 ist im Innern des Gehäuses 10 angeordnet
und an seinem äußeren Ende an den Seitenwänden befestigt, und zwar in der Nähe der Nuten 13, so daß das projizierte
Bild störungsfrei auf die Mattscheibe mit Hilfe des Objektives 15 geworfen werden
kann. Das Objektiv 15 ist vorzugsweise einstellbar im Innern einer Hülse 16 angeordnet,
die mit dem inneren Ende des Reflektors 14 verbunden ist, so daß das Bild genau zentrisch auf
die Mattscheibe geworfen wird. Spulengehäuse 17 und 18 sind in einem Abstand' übereinander
angeordnet und stehen durch eine Kammer 19 miteinander in Verbindung,
durch welche der Film 20 sich hindurchbewegt, wenn er von der einen Spule abgewickelt
und auf die andere aufgewickelt wird. Ein röhrenförmiges Glied 21 stellt die Verbindung
zwischen dem Objektiv 15 und der Kammer 19 her. Ein Glied 22, welches die
Gestalt eines hohlen abgestumpften Kegels hat, ist mit einem Ende mit der Kammer 19
verbunden, um die Lichtstrahlen, welche von einer Glühbirne 23 ausstrahlen, durch die
Kammer 19 hindurchzuschicken. Die Glühlampe 23 ist in der Nähe des freien Endes des
Gliedes 22 angeordnet. Die Vorrichtung zum Weiterschalten des Filmes besteht aus einem
Motor 24, an dessen Ankerwelle 26 eine Schnecke 25 befestigt ist, welche mit einem
Schneckenrad 27 kämmt, das an einem Ende einer Welle 28 befestigt ist, die ihrerseits in
dem Lager 29' ruht.
Eine runde Scheibe ist auf der Welle 28 befestigt, um gleichzeitig mit dem Schneckenrad
27 gedreht zu werden. Diese Scheibe 29 hat an ihrem Umfang eine Aussparung 30, deren Zweck später näher beschrieben wird.
Ein Paar Magnetspulen 31 und 32 ist an einer Stütze 33 befestigt, und zwar liegen die
Magnetspulen senkrecht in einem Abstand übereinander. Zwischen diesen Magnetspulen
ist eine Stange 34 gleitbar angeordnet. Diese Stange wird durch die Magnete verschoben,
wenn eine Scheibe 35, welche in waagerechter Richtung in einem Abstand von den Enden
der Magnete liegt und an der Stange 33 befestigt ist, bei Erregung der Magnetspulen
durch die Kerne derselben angezogen wird. Das äußerste Ende der Stange 34 dient dazu,
um wahlweise in Eingriff mit der Aussparung 30 der Scheibe 29 zu geraten. In den
primären Stromkreis eines Transformators T, dessen sekundärer Stromkreis eine niedrige
Spannung hat, ist der Antriebsmotor 24 für die Filmschaltvorrichtung angeordnet. Der
eine Pol der primären Wicklung ist mittels eines Leiters 36 mit dem einen Pol des Motors
24 verbunden. Der andere Pol des Motors 24 ist mittels eines Leiters 37 mit dem einen Pol eines einfachen Ausschalters 38
verbunden, der vorzugsweise in der Nähe des freien Endes der Stange 34 liegt. Das freie
Ende der Stange 34 ist mit dem Schaltmesser des Schalters 38 versehen, so daß durch Verschiebung
der Stange 34 der Schalter geöffnet und geschlossen wird, wobei gleichzeitig das
entgegengesetzte Ende der Stange 34 in die Aussparung 30 der Scheibe 29 eintritt bzw.
aus derselben herausgezogen wird.
Ein Leiter 39 führt von dem anderen Pol
der primären Wicklung des Transformators zu dem anderen Pol des Ausschalters 38, wobei
der primäre Stromkreis zwischen dem Transformator und dem Motor 24 geschlossen ist, vorausgesetzt, daß der in diesem Stromkreis
liegende Schalter 38 sich in Abschlußstellung befindet.
Da gewöhnlich Magnetspulen verwendet werden, welche für eine geringe Spannung
bestimmt sind, so ist es notwendig, die Spannung herunterzutransformieren. Zu diesem
Zwecke ist der Transformator T angeordnet, dessen sekundäre Wicklung eine niedrigere
Spannung hat, um mit dem Elektromagneten verbunden zu werden. Die Wicklungen der
Magnetspulen 31 und 32 sind in Reihe geschaltet, und die Litzen 40 und 41 derselben
sind einerseits mit einem Pol der sekundären Wicklung des Transformators T und andererseits
mit einem der Pole eines Zeitrelais 42 verbunden. Der andere Pol der sekundären Wicklung des Transformators ist mit dem
noch freien Pol des Zeitrelais mittels eines Leiters 43 verbunden. Die primäre Wicklung
des Transformators sowie die Glühlampe 23 können von einer gewöhnlichen 110 Voltleitung
gespeist werden.
Eine Welle 44, deren eines Ende drehbar in einer Lagerfortsetzung 45 ruht, welche von
dem Lager 29' getragen wird, ist mit einem Stirnrad 46 versehen, welches mit einem verhältnismäßig
großen Zahnrad 47 kämmt, das an der Welle 28 sitzt. Eine Zahnradanord- 9" nung48, welche an dem anderen Ende der
Welle 44 sitzt, dient dazu, um mit ihren Zähnen in die Löcher einzugreifen, welche
sich an den Rädern des Filmes 20 befinden.
Zwecks Benutzung der Projektionseinrichtung der Erfindung wird zuerst das Zeitrelais
42 in Bewegung gesetzt. Dieses Zeitrelais ist mit einem Schalter ausgerüstet, welcher derart
betätigt wird, daß er in gewissen Zeitabständen die Elektromagnete 31 und 32 erregt
und wieder aberregt. Wenn die Magnetspulen erregt werden, dann wird dadurch die an der
Stange 34 sitzende Scheibe 35 durch die Magnetkerne angezogen, wodurch das äußerste
Ende der Stange 34 aus der Aussparung 30 an dem Umfang der Scheibe 29 herausbewegt
wird. Diese Längsverschiebung der Stange 34 aus der Aussparung heraus hat gleichzeitig
eine Schließung des Schalters 38 zur Folge, so daß der primäre Stromkreis des Transformators
geschlossen wird und der Motor 24 sich in Betrieb setzt. Die Schnecke 25 verursacht
nun eine Drehung des Schneckenrades 27 der Scheibe 29, des großen Zahnrades 47, des Stirnrades 46, der Welle 44 und
der Zahnradanordnung 48, so daß der Film durch die letztgenannte Anordnung in Bewegung
gesetzt wird und sich von der einen Spule abwickelt und auf die andere Spule aufwickelt. Der Film bewegt sich durch die
Kammer 19 hindurch und wird dabei auf die Mattscheibe projiziert. Diese Schaltbewegung
wird nun zu dem Zwecke vorgenommen, um einen anderen Teil des Filmes auf die Mattscheibe
zu projizieren. Das Übersetzungsverhältnis zwischen den Zahnrädern 27 und 48 wird so gewählt, daß jeder gewünschte Teil
des Filmes mit dem Objekt in Eindeckung zu liegen kommt. Kurz nachdem das freie Ende
der Stange 34 aus der Aussparung 30 herausbewegt ist, wird durch das Zeitrelais eine Aberregung
der Magnetspulen vorgenommen, jedoch dreht sich der Motor so lange weiter, bis die Aussparung 30 eine vollständige Umdrehung
gemacht hat. Am Ende dieser Umdrehung wird die Stange 34 durch Federkraft wieder in die Aussparung 30 hineinbewegt,
wodurch der Schalter 38 geöffnet wird und der Motor 24 zum Stillstand kommt. Der
Eintritt der Stange 34 in die Aussparung 30 hat zur Folge, daß der Motor sofort zum
Stillstand kommt und sich nicht infolge seines Beharrungsvermögens etwas weiterdrehen
kann.
Die Projektionseinrichtung der Erfindung kann äußerst vorteilhaft in Straßenbahnen,
elektrischen Eisenbahnen, Motoromnibussen u. dgl. benutzt werden, um zum Anzeigen der
jeweils nächsten Haltestelle zu dienen. Die Projektionseinrichtung eignet sich ferner sehr
gut zum Projizieren von Reklameschriften in Schaufenstern u. dgl. Wenn die Projektionseinrichtung
zum Anzeigen von Haltestellen in öffentlichen Verkehrsfahrzeugen benutzt wird, dann wird vorzugsweise ein elektromagnetischer
Schalter angeordnet, der durch einen Federkontakt betätigt wird, welcher an der Stromabnahmevorrichtung gerade unterhalb
der Stromabnahmegabel isoliert angeordnet ist. Dieser Federkontakt wird so angeordnet,
daß er in Berührung mit einem metallischen Klotz kommt, welcher vorzugsweise an der
Fahrleitung angeordnet ist, und zwar in einem beträchtlichen Abstand von der nächsten
Haltestelle, so daß die Projektionseinrichtung betätigt wird und die nächste Haltestelle bereits
eine gewisse Zeit vor dem Anhalten anzeigt, damit die Passagiere sich bereit machen
können, um das Fahrzeug schnell zu verlassen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Weiterschalten eines Bildstreifens in einer Projektionseinrichtung mit einem von einem abseitsweise erregten Relais überwachten Elektromagneten, der einen Motorschalter und eine Stillsetzvorrichtung gleichzeitig steuert, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichzeitige Steuerung des Motorschalters (38) und der Stillsetzvorrichtung (29) mittels einer durch den Elektromagneten verschiebbaren Stange (34) erfolgt, die einerseits den Motorschalter öffnet und andererseits in eine Einkerbung (30) am Umfang einer Sperrscheibe (29) eingreift.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF68754D DE506503C (de) | 1929-07-09 | 1929-07-09 | Vorrichtung zum Weiterschalten eines Bildstreifens in einer Projektionsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF68754D DE506503C (de) | 1929-07-09 | 1929-07-09 | Vorrichtung zum Weiterschalten eines Bildstreifens in einer Projektionsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE506503C true DE506503C (de) | 1930-09-04 |
Family
ID=7110964
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF68754D Expired DE506503C (de) | 1929-07-09 | 1929-07-09 | Vorrichtung zum Weiterschalten eines Bildstreifens in einer Projektionsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE506503C (de) |
-
1929
- 1929-07-09 DE DEF68754D patent/DE506503C/de not_active Expired
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