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Vorrichtung zum Aufzeichnen von Stapeldiagrammen Der Gegenstand vorliegender
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufzeichnen von Stapeldiagrammen. Zur Herstellung
eines derartigen Diagrammes werden aus einem Faserbart die Fasern mit Hilfe einer
an sich bekannten Vorrichtung, die aus nach- bzw. nebeneinander angeordneten Hechelstäben
besteht, ihrer Länge nach ausgezogen, in Einzelbärten abgelegt und die Gewichte
der letzteren auf einer Waage gewogen. Bisher wurden nun durch rechnerisches und
zeichnerisches Verfahren die Mengen und Längen festgelegt und dann das eigentliche
Stapeldiagramm gezeichnet. Diese zeitraubende und umständliche Arbeit wird durch
die vorliegende Erfindung vereinfacht und mechanisch gestaltet. Der Erfindungsgegenstand
besteht aus einer Reihe in einem gemeinsamen Rahmen oder Bett nebeneinander angeordneter
Schieber, die Skalen, Teil- und Merkstriche tragen.
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Die Schieber laufen ähnlich der Zunge eines Rechenschiebers. Jeder
dieser nebeneinander laufenden, einzeln verstellbaren Schieber trägt eine Skala,
einen Merkstrich und einen Teilstrich. Die Schieber sind gegenüber einem ortsfesten
Teilstrich der unteren festen Randleiste und einer ortsfesten Skala auf der oberen
festen Randleiste der Grundplatte einstellbar. Die Einstellung dieser Schieber erfolgt
nach den auf der Waage angezeigten Gewichtsprozenten für die einzelnen Faserbärte,
indem die betreffenden Prozente der Reihe nach auf den Skalen in bezug auf den vorhergehenden
Teilstrich eingestellt werden. Am anderen Ende jedes Schiebers ist eine Stellmarke
vorgesehen, die sich bei der jeweiligen Einstellung verschiebt. Wenn die sämtlichen
Schieber nach den angezeigten Gewichtsprozenten eingestellt sind, so ergeben die
an den anderen Enden der Schieber befindlichen Stellmarken eine gestaffelte Linie.
Auf der unteren festen Leiste der Grundplatte ist weiterhin noch ein Strich vorgesehen
und eine Anschlagleiste angeordnet. Wird ein Blatt Papier an die Anschlagleiste
angelegt und der Strich auf dem Blatt vermerkt, hernach die Stellmarken auf das
Papier gedrückt, so sind die Punkte des Diagrammes festgelegt, und durch die Verbindung
dieser Punkte kann dieses schnell vollendet werden. Gleichzeitig mit der Einstellung
der Schieber zeigt aber auch der letzte Teilstrich des oberen Schiebers auf einer
Skala an der festen oberen Randleiste in Millimetern die mittlere Stapellänge des
Diagrammes an. In normaler Lage ist die Anordnung so getroffen, daß sämtliche Schieber
in der Nullage mit ihren Teilstrichen senkrecht übereinander stehen, so daß dort
eine gerade Linie entsteht. Um jedoch an Raum zu sparen und die Vorrichtung möglichst
klein zu gestalten, kann hiervon abgesehen werden, denn die am rechten Ende der
Schieber befindlichen Skalen werden nur in bestimmten Verhältnissen benötigt und
müssen in entsprechenden Maßstäben aufgetragen sein. Eine derartige Vorrichtung
ist in den
beiliegenden Abbildungen veranschaulicht, und es stellt
dar: Abb. i ein Stapeldiagramm zur Erläuterung, Abb. 2 die Vorrichtung in Aufsicht,
Abb. 3 die Vorrichtung in Seitenansicht, Abb..t das mit Hilfe der Vorrichtung gezeichnete
mittlere Diagramm.
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Die von dein an sich bekannten Stapelniesser gezogenen einzelnen Bärte
ergeben nebeneinandergelegt das in Abb. i veranschaulichte Bild. Im Feld I befinden
sich die Fasern von der Länge 0 bis 15 mm = 0 bis Hl, im Felde 1I von der
Länge 15 bis 35 mm =H, bis H., im Felde III Fasern von der Länge 35 bis 55
mm - H, bis H.., im Felde IV Fasern von der Länge 55 bis 75 mm - H;; bis HF, im
Felde V Fasern von der Länge 75 bis 95 mm - H¢ bis H, im Felde VI Fasern von der
Länge 95 bis i 15 mm = H, bis H", im Felde VII Fasern von der Länge
t 15 bis 135 mm -= H" bis H.r, im Felde VIII Fasern von der Länge
r35 bis z55 mm = H7 bis H". Die Gewichtsmengen der einzelnen Faserbärte, in Prozenten
ausgedrückt, werden durch die Einzelstrecken g1, 921 93 USW- auf der Grundlinie
A-B angezeigt; die Punkte der Faserstapelkurve ergeben sich dann durch die Schnittpunkte
der in den Enden der Strekken g errichteten Senkrechten mit den zugehörigen im entsprechenden
Abstand H gezogenen parallelen- Geraden zur Grundlinie A-B.
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Die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung, mit welcher diese Punkte
sofort eingestellt und die Diagramme wiedergegeben «-erden können, besteht aus einer
Grundplatte 28, die oben und unten eine feste Leiste 12 bzw. 13 besitzt,
so daß ein U-förmig ausgebildetes Bett entsteht. In diesem Bett liegen die Schieber
oder Stäbe i bis 8, die für sich zu bewegen sind. Die Stäbe werden in ihrer Lage
durch eine Brücke io gehalten, welche Plattfedern i i trägt, die auf die Stäbe drücken,
um unbeabsichtigte Verschiebungen zu verhindern. An der Leiste 13 ist eine vorstehende
Anschlagleiste 14 vorgesehen, die zum Anlegen des Zeichenblattes dient. Auf der
Leiste 13 befindet sich ferner ein waagerechter Strich 15, der die
Grundlinie des späteren Diagrammes darstellt. Er beginnt etwa bei der Brücke io
.und endet im Punkte 27 des Merkstriches 26, dem Anfangspunkte des späteren Diagrammes.
Rechts der Brücke io ist ein Teilstrich 25 vorgesehen, über welchem der Schieber
i mit seiner Skala gleiten kann. Die aufeinanderfolgenden Schieber i bis 8 tragen
links der Brücke io jeweils Merkstriche 26 mit Marken 27 und rechts der Brücke io
Skalen 16 bis 23. Zum Verstellen der Schieber sind Handgriffe oder Köpfe 9 vorgesehen.
An der oberen festen Leiste 12 der Vorrichtung ist rechts der Brücke io eine Skala
2.1. vorgesehen, die sich jedoch von den anderen Skalen dadurch unterscheidet, daß
sie nicht Gewichtsprozente veranschaulicht, sondern die mittlere Stapellänge in
Millimetern angibt.
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Die Anwendung der Vorrichtung ist sehr einfach. Entsprechend dem oben
angeführten Beispiel, das durch die Abb. r veranschaulicht ist, stellt der Stab
i der Vorrichtung die Faserlängen von 0 bis 15 mm - !) bis Hl, der Stab 2
die Faserlängen 15 bis 35 mm =. Hl bis H." der Stab 3 die Faserlängen 35 bis 55
mm = H., bis Hj', der Stab d. die Faserlängen 55 bis 75 mm - H@ bis H,,, der Stab
5 die Faserlängen 75 bis 95 mm _-_ H,, bis H,.,, der Stab 6 die Faserlängen 95 bis
i 15 mm = H5 bis H6, der Stab 7 die Faserlängen i 15
bis r35
mm =HL bis H;, der Stab 8 die Faserlängen 135 bis 155 mm ==
H; bis H,s dar. Es habe sich z. B. ergeben, daß von den Fa-:erl@ingen 0 his 15
mm g"/" vorhanden seien. Die Skala 16 des Schiebers i wird nun in bezug auf
den Teilstrich 25 der unteren festen Leiste 13 so eingestellt, daß die g1
";" auf der Skala 16 durch den Teilstrich 25 angezeigt werden. -Es werden dann die
Prozente g_ der Fasern von 15 bis 35 inm = Hl bis H., auf der Skala 17 der
Leiste 2 ebenso eingestellt, und zwar in bezug auf den Teilstrich 25 der schon eingestellten
Leiste z, dann folgen in gleicher Weise die Einstellungen aller übrigen Stäbe. Der
Teilstrich 25 des letzten Stabes 8 wird sich dann auf einen Teilstrich der Skala
24 der oberen festen Leiste 12 einstellen und dort anzeigen, wie groß in Millimetern
die mittlere Stapellänge des gezogenen Stapels ist. Nachdem auf diese Weise die
Schieber eingestellt worden sind, wird ein transparentes Papier genommen und über
den linken Teil der Vorrichtung gelegt. Der durch das Papier hindurchscheinende
Grundstrich 15 mit seinem Endpunkt 27 wird durchgezeichnet und ebenso jede
der durchscheinenden Marken 27. Das Papier wird entfernt, die Punkte miteinander
verbunden, und das Diagramm ist ohne Umrechnung und große zeichnerische Arbeit in
kürzester Zeit vollendet. Das auf diese Weise erhaltene Diagramm ist in der Abb.
q. veranschaulicht.