DE504953C - Verfahren zum Faerben von Pergamyn- und aehnlichen hochgeglaetteten Papieren vor der Heiss-Satinage - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Pergamyn- und aehnlichen hochgeglaetteten Papieren vor der Heiss-Satinage

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DE504953C
DE504953C DEF62102D DEF0062102D DE504953C DE 504953 C DE504953 C DE 504953C DE F62102 D DEF62102 D DE F62102D DE F0062102 D DEF0062102 D DE F0062102D DE 504953 C DE504953 C DE 504953C
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DEF62102D
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Ernst Fues Dr
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/28Colorants ; Pigments or opacifying agents

Description

  • Verfahren zum Färben von Pergamyn- und ähnlichen hochgeglätteten Papieren vor der Heiß-Satinage In der Papierfabrikation und in der Papierverarbeitung ist es bekannt, Papiere dadurch zu tränken, zu imprägnieren und zu färben, daß man die Papierbahn durch ein ' die betreffenden Stoffe enthaltendes Bad hindurchführt und dann zwischen Walzen wieder abquetscht; doch wird das Verfahren zum Färben von Papier lediglich in der Weise angewandt, daß die so mit Farblösung getränkten Papiere, die auch nach dem Abpressen noch einen sehr großen Feuchtigkeitsgehalt besitzen, durch Führen über Trockenzylinder getrocknet werden, bevor sie weitere Verwendung finden können.
  • Ein Feuchten lediglich zum Zweck des Feuchtens von Papier in dieser Weise hat man bis heute nicht vorgenommen, eben wegen dieses zu hohen Feuchtigkeitsgehaltes, der für alle Papiere eine direkte Weiterbehandlung unmöglich, vielmehr eine Trocknung auf den Trockenzylindern zur unumg iinglichen Vorbedingung macht.
  • Nun besteht jedoch die Herstellungsweise von Pergamynpapieren im Gegensatz zu derjenigen aller übrigen, auch satinierten Papiers, darin, daß man diese Papiere nach ihrer Fertigstellung auf der Papiermaschine mit einer sehr großen Feuchtigkeitsmenge von etwa 2o bis 30°o imprägniert und dann unter sehr hohem Druck durch einen stark geheizten Kalander führt, wodurch gleichzeitig ihre Trocknung erreicht und eine hohe Transparenz hervorgerufen wird.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung gefärbter Pergamynpapiere und sonstiger hochgeglätteter Papiere aus ungefärbten und ungeglätteten Rohpapieren, wobei die Färbung des Papieres in einem Arbeitsgang mit der Feuchtung vereinigt und die letztere so bemessen wird, daß ohne weiteres die Fertigstellung des so zugleich gefeuchteten und gefärbten Papiers durch Heiß-Satinage erfolgen kann.
  • Zur Erreichung dieser Färbfeuchtung hat es sich erfindungsgemäß als zweckmäßig erwiesen, anstatt nur vermittels der gegenwärtig für die Pergamynfeuchtung fast allgemein im Gebrauch befindlichen selbständig arbeitenden Bürsten- oder Sprühfeuchter die Tränkung dadurch zu bewirken, daß die Papiere mit größeren als den zur Feuchtung benötigten Mengen von Farbstofflösungen, welche gegebenenfalls auch verdickt oder erwärmt sein können, unter Verwendung beliebiger Auftragvorrichtungen, als welche bei geeigneter Einstellung und Handhabung auch Bürsten- und Sprühfeuchter dienen können, benetzt und darauf durch eine kräftige Walzenpresse nach Art der auf-den Papiermaschinen gebräuchlichen Naßpressen geführt werden, in der sie auf den für die Heiß=Satinage erforderlichen Feuchtigkeitsgrad abgepreßt werden.
  • Es ergibt sich hierdurch gegenüber dem Fä.r# ben mit Bürsten- oder Sprühfeuchtern unter üblicher Auftragung gerade nur der für die Heiß-Satinage erforderlichen Menge von etwa 25°1o Flüssigkeit der Vorteil, daß die darauffolgende Heiß-Satinage des gefärbten Pergamynpapiers in unmittelbarem Anschluß an die Feuchtfärbtmg der Papiere bzw. nach nur ganz kurzem Lagern vorgenommen werden kann, während bei einem lediglich mit Bürsten- oder Sprühfeuchtern nur mäßig, d. h. mit etwa 251 Flüssigkeit benetzten Papier, bei dem die Flüssigkeit nur tropfenweise auf das Papier aufgesprengt wird, eine längere Lagerzeit der Papierrollen erforderlich ist, damit während dieser die Farblösung sich gleichmäßig in dem Papier verteilen kann. Auch fallen beim Arbeiten gemäß der Erfindung unter Verwendung von Feuchtern der üblichen Art die weiteren bekannten, eine gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit erschwerenden Nachteile derselben nicht mehr ins Gewicht, wie z. B. die Schwierigkeit der Erzielung eines absolut gleichmäßigen Flüssigkeitsdruckes und das häufige Verstopfen der Düsen bei den Düsenfeuchtern sowie die ebenfalls zu unregelmäßiger Besprengung der Papierbahn führende Abnutzung des Bürstenmaterials bei den Bürstenfeuchtern.
  • Gegenüber den bekannten Maschinen für Tauchfärbung, bei denen mit höchstens 4o mlmin Geschwindigkeit ;gearbeitet wird, besteht ein besonderer Vorteil darin, daß das neue Färbverfahren bei Geschwindigkeiten von roo m und mehr ausgeführt werden kann.
  • Die Notwendigkeit, gefärbte Papiere auf der Papiermaschine herzustellen, fällt bei dieser Arbeitsweise für Pergamyn- und ähnliche Papiere entweder ganz weg oder kann auf ein geringes Maß beschränkt werden. Damit entfällt eine Menge von Betriebsstörungen, z. B. beim Farbwechsel durch Reinigen, durch Wechseln der Filze u. dgl. Die Papiermaschinen können fast ausschließlich mit ungefärbtem Papier laufen und dabei eine wesentlich größere Produktion erreichen, als wenn häufiger Farbwechsel stattfände. Auch die Lagerhaltung in farbigem Papier kann unterbleiben. Es genügt vollständig,. das Papier in ungefärbten Rollen vorrätig zu halten und nach Bedarf die Färbung nach der Erfindung vorzunehmen. Hierzu kommt noch der Vorteil, daß sich schon sehr geringe Mengen von Papier in ganz beliebiger Farbenfolge färben lassen, was beim Arbeiten auf der Papiermaschine unmöglich ist.
  • Ferner wird so- eine absolut gleichmäßige Feuchtung auf direktem Wege erzielt. Die bisher für ungefärbte derartige Papiere nötige längere Lagerung des gefeuchteten Papiers Zwecks Erzielung einer nachträglichen gleichmäßigen Verteilung der Flüssigkeit in der Papiermasse ist mithin für die nach vorliegendem Verfahren behandelten Papiere nicht mehr erforderlich. Das erfindungsgemäß gefärbte Papier kann vielmehr sofort auf den Kalander genommen werden.
  • Als Benetzungsvorrichtung können beliebige Einrichtungen, welche zur direkten oder indirekten Übertragung von Farbstofflösungen auf die Papierbahn geeignet sind, wie z. B. Tauchbäder, reit der Flüssigkeit durchtränkte Filze oder Filzwalzen, Bürstenfeuchter, Düsensprenger usw., zur Anwendung kommen. Weiterhin kann man die Flüssigkeit z. B. durch direktes Auftropfen oder Auflaufenlassen oder unter Vermittelung von Farbstoffträgern oder von Vorrichtungen, wie sie z. B. in Zylinderfärbmaschinen gebräuchlich sind, auf das Papier bringen usw.
  • Das Wesentliche dabei ist, daß mit einem Überschuß von Farbstofflösungen gearbeitet wird und daß durch die darauffolgende kräftige Abpressung die Farbstofflösung vollkommen gleichmäßig auf das Papier aufgetragen wird unter Einstellung auf den für die nachfolgende Heiß-Satinage erforderlichen Feuchtigkeitsgehalt.
  • Die neue Färbmethode kann natürlich auch auf bereits gefärbte Papiere zur Anwendung gelangen und ermöglicht so die Herstellung überfärbter Papiere bzw. von Kombinationsfärbungen.
  • Die Auftragttng der Färbflüssigkeit auf ungefärbte oder vorgefärbte Papiere kann gleichmäßig oder ungleichmäßig nur auf einer Seite oder auf beiden Seiten, gegebenenfalls unter Anwendung verschiedener Farben, erfolgen. Man kann den Färbungsvorgang gegebenenfalls auch derart in einem Arbeitsgang ausführen, daß man das Papier zunächst unter Anwendung beliebiger Färbmethoden mit Anilinfarblösungen vorfärbt, es hierauf mit Farblösungen wiederholt behandelt und dann mit Hilfe der Walzenpresse von überschüssiger Flüssigkeit befreit. Man kann z. B. so arbeiten, daß das in einem Tauchbad vorgefärbte Papier mit Farbstofflösungen besprüht wird. Durch derartige Behandlung vorgefärbter Papiere in noch feuchter Beschaffenheit mit weiteren Färbelösungen können eigenartige Effekte erzielt werden.
  • Man kann z. B. auch die aufgetragenen Farbstofflösungen durch mechanische Bearbeitung, z. B. durch Verstreichen mittels Bürsten, gleichmäßig auf der Oberfläche des Papiers verteilen, bevor die Auspressung des Flüssigkeitsüberschusses erfolgt.
  • Die erfindungsgemäß efärbten bzw. übert> färbten Papiere besitzen ein wesentlich schöneres Aussehen infolge ihrer besser gedeckten und ausgeglichenen Oberfläche als in der Masse gefärbte Papiere. Durch Auswahl geeigneter Farbstoffe kann man reibechte, nicht blutende Färbungen erreichen. Durch Oberfärbung vorgefärbter Papiere im Sinne der Erfindung werden Farbtöne von einer =Tiefe und Intensität erreicht, wie sie sich beim Färben in der Masse nur unter großen Schwierigkeiten herstellen lassen. Dabei sind die Kosten der Papierfärbung nach der Erfindung wesentlich geringer, als diejenigen der Färbung im Stoff.
  • Für die Durchführung des Verfahrens wird man zweckmäßig die Färbevorrichtung. d. h. die Gesamtapparatur zum Färben und Abpressen, dem Kalander unmittelbar vorschalten, um auf diese Weise das Färben und Glätten zu einem einzigen Arbeitsgang zusammenzuziehen. Auch besteht die neue Möglichkeit, die Gesamtapparatur zum Färben und Abpressen in die Papiermaschine einzubauen oder an sie anzuschließen.
  • ' In manchen Fällen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die mit der Walzenpresse behandelte Papierbahn während des Auspressens oder nachher einer Erwärmung zu unterziehen. Hierdurch können in gegebenen Fällen gewisse Farbeffekte erzielt werden.
  • Wie aus Vorstehendem hervorgeht, stellt die Erfindung eine außerordentliche Bereicherung der Technik dar, insofern, als sie eine ganze Reihe sehr erheblicher Vorteile ermöglicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Färben von Pergamyn- und ähnlichen hochgeglätteten Papieren vor der Heiß-Satinage, dadurch gekennzeichnet, daß ungefärbtes oder auch beliebig gefärbtes, maschinenglattes Papier in beliebiger Weise mit größeren als den für die Satinage erforderlichen Mengen von gegebenenfalls verdickten oder erwärmten Farbstofflösungen benetzt und danach einem hohen Außendruck ausgesetzt wird, z. B. durch Abpressen der Papierbahn zwischen starken Walzenpressen, z. B. nach Art der in den Papiermaschinen gebräuchlichen Naßpressen, so daß unter gleichzeitiger Entfernung des überschüssigen Wassers dem gefärbten Papier gerade die für die Heiß-Satinage erforderliche, gleichmäßig verteilte Feuchtigkeitsmenge zugeführt wird. Verfahren nach Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, daß vorgefärbtes Papier in noch feuchter Beschaffenheit dem Färbungsverfahren nach Anspruch z unterworfen wird.
DEF62102D 1926-09-16 1926-09-16 Verfahren zum Faerben von Pergamyn- und aehnlichen hochgeglaetteten Papieren vor der Heiss-Satinage Expired DE504953C (de)

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